Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage „Welche Problemstellungen, Potenziale und Barrieren ergeben sich durch die Nutzung von IT-Systemen zur Pflegedokumentation?“ zu diskutieren, was aufgrund des Umfangs nur in Ansätzen erfolgen kann. Im ersten Teil der Arbeit werden theoretische Grundlagen vorgestellt. Daraufhin folgt eine Situationsbeschreibung unter Berücksichtigung möglicher Vor-und Nachteile der
Dokumentationsmodelle. Schließlich wird auf eventuelle Barrieren eingegangen. Der Schluss ist eine Zusammenfassung mit Diskussion.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Methode
3. Theoretische Grundlagen
3.1 Definitionen
3.1.1 Pflegedokumentation und Pflegeprozess
3.1.2 Pflegerische Fachsprache
3.1.3 IT-System zur Pflegedokumentation
3.1.3.1 Krankenhausinformationssystem (KIS)
3.1.3.2 Elektronische Patientenakte (EPA)
3.2 Ziele der Pflegedokumentation
3.3 Rechtliche Anforderungen an Dokumentation
4. Situationsbeschreibung
4.1 Nachteile der papierbasierten Pflegedokumentation
4.2 Vorteile der Nutzung von IT-Systemen zur Pflegedokumentation
5. Barrieren
5.1 Entwicklung einer pflegerischen Terminologie
5.2 Akzeptanz einer IT-gestützten Pflegedokumentation durch Pflegende
6. Zusammenfassung und Diskussion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die Potenziale, Herausforderungen und Barrieren zu untersuchen, die bei der Umstellung von konventionellen Dokumentationsmodellen auf IT-gestützte Systeme in der Pflege auftreten.
- Grundlagen der Pflegedokumentation und des Pflegeprozesses
- Stellenwert von Informationssystemen und Fachsprachen in der Klinik
- Vergleichende Analyse von papierbasierter versus digitaler Dokumentation
- Herausforderungen bei der Entwicklung pflegerischer Terminologien
- Faktoren für die Akzeptanz von IT-Systemen durch das Pflegepersonal
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Pflegedokumentation und Pflegeprozess
Nach Auffassung von Trill (1999) ist die Pflegedokumentation eine kontinuierliche Sammlung aller pflegerelevanten auf den Patienten bezogenen Daten. Die Daten ergeben sich aus Beobachtung und Messung, durch Aussagen zum Patienten und pflegerischen Tätigkeiten am Patienten sowie aus Notwendigkeit, Art, Umfang, Qualität und Ergebnis der eigenständigen pflegerischen Leistung. Pflegedokumentation ist Arbeitsmittel im Sinne einer Informationsquelle und Grundlage einer kontinuierlichen, geplanten und umfassenden Pflege. (Trill 1999, 92 ff)
„Die Bezeichnung »Pflegedokumentation« wird dabei häufig unterschiedlich verwendet. So kann sie die gesamte schriftliche Verlaufsdarstellung aller pflegerischen Maßnahmen beschreiben. Im engeren Sinne umfasst sie nur die Dokumentation des Pflegeprozesses und damit z.B. nicht die Dokumentation der ärztlichen Anordnungen oder Vitalparameter.“ (Ammenwerth, Eichstädter, Schrader 2003, 17)
Mischo-Kelling et al. (1992) beschreiben, dass der Pflegeprozess im Allgemeinen in vier, fünf oder sechs verschiedene Phasen untergliedert wird, die WHO jedoch das Vier-Phasen-Modell favorisiert. (Mischo-Kelling und Avenarius 1992, 6–7)
"1. Einschätzen des Pflegebedarfs, (Pflegeanamnese, Assessing)
2. Planen der Pflege (Planning)
3. Durchführen der Pflege (Implementing)
4. Evaluieren/Bewerten der Pflege (Evaluating)" (Mischo-Kelling et al. 1992, 6–7)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz von Informationstechnologie in der Pflege und Definition der zentralen Forschungsfrage.
2. Methode: Erläuterung der angewandten Literaturrecherche in Fachdatenbanken zur Beantwortung der Problemstellungen.
3. Theoretische Grundlagen: Definition wesentlicher Begriffe wie Pflegedokumentation, Pflegeprozess, IT-Systeme, KIS und EPA.
4. Situationsbeschreibung: Gegenüberstellung der Nachteile der papierbasierten Dokumentation gegenüber den Vorteilen digitaler Lösungen.
5. Barrieren: Analyse der Hindernisse bei der Einführung, insbesondere terminologische Herausforderungen und die Akzeptanz bei den Anwendern.
6. Zusammenfassung und Diskussion: Fazit der Ergebnisse unter Einbeziehung eigener Praxiserfahrungen und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Standardisierung.
Schlüsselwörter
Pflegedokumentation, Pflegeprozess, IT-Systeme, Krankenhausinformationssystem, Elektronische Patientenakte, Pflegeinformatik, Fachsprache, Pflegeklassifikation, Digitalisierung, Pflegemanagement, Dokumentationsqualität, Akzeptanz, Terminologie, Informationstechnologie, Pflegepraxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der pflegerischen Dokumentation durch den Einsatz moderner IT-Systeme und den damit verbundenen Veränderungen im klinischen Alltag.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Fachbegriffen, der Abwägung von Vor- und Nachteilen verschiedener Dokumentationsarten und der Untersuchung von Barrieren bei der IT-Einführung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Diskussion der Problemstellungen, Potenziale und Barrieren, die sich für das Pflegepersonal durch die Nutzung von digitalen Systemen zur Dokumentation ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?
Die Autorin nutzte die Methode der Literaturrecherche, gestützt durch eine Analyse von Fachbüchern und Internetdatenbanken sowie die Einbeziehung von Erkenntnissen aus der Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Definitionen geklärt, gefolgt von einer Analyse der aktuellen Situation in Krankenhäusern und einer detaillierten Betrachtung der Hürden bei der Implementierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Pflegedokumentation, Pflegeprozess, IT-Systeme, Fachsprache, Pflegeklassifikation, Digitalisierung und Akzeptanz.
Welche Rolle spielt die pflegerische Fachsprache für die digitale Dokumentation?
Sie bildet die Basis für eine strukturierte Datenerfassung. Ohne eine einheitliche und klinisch relevante Terminologie kann das Potenzial digitaler Systeme nicht voll ausgeschöpft werden.
Wie beeinflusst die Akzeptanz des Personals den Implementierungserfolg?
Die Arbeit zeigt, dass Vorbehalte des Pflegepersonals, oft bedingt durch Ängste vor Überwachung oder mangelnde Einbindung, den Erfolg der Umstellung maßgeblich beeinflussen können.
- Quote paper
- Andrea Frech (Author), 2013, Problemstellungen, Potenziale und Barrieren bei IT-Systemen zur Pflegedokumentation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/267836