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Die Europäische Integration. Eine Cleavage?

Title: Die Europäische Integration. Eine Cleavage?

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lucas Gerrits (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison

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Summary Excerpt Details

Die Europäische Integration hat die Politik und Gesellschaft der daran beteiligten Länder maßgeblich gewandelt. Kompetenzen der Nationalstaaten wurden auf die europäische, supranationale Ebene verlagert, wodurch sich ihr Handlungsrahmen geändert hat. Er hat die politischen Parteien vor neue Aufgaben gestellt und sich auf ihre Programme ausgewirkt. In jüngsten Nationalwahlen haben rechtspopulistische und euroskeptische Parteien wie die „Wahren Finnen“ in Finnland, die FPÖ in Österreich oder die „Partei für die Freiheit“ in den Niederlanden große Erfolge einfahren können. Dabei erhielten sie auch aufgrund ihrer expliziten Positionen gegen den Europäischen Integrationsprozess hohen Zulauf. Vor allem durch die gegenwärtigen Eurokrise hat sich der politische Konflikt innerhalb der Nationalstaaten verschärft. Während einige PolitikerInnen und Parteien mehr Kompetenzen für die Europäische Union (EU) fordern, um die Probleme der Wirtschafts- und Finanzkrise zu lösen, wollen andere dies zum Schutz der nationalstaatlichen Souveränität verhindern und die Befugnisse der EU zurückdrängen. Diese Debatte und die daraus resultierenden Handlungen der politischen Akteure kann die Zukunft des Euros, den Verbleib des Staatenverbundes EU und damit das Leben der zukünftigen Generationen bestimmen. Ob es sich bei der Europäischen Integration um einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Konflikt handelt, welcher sich auf die europäischen Parteiensysteme ausgewirkt hat...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Cleavage-Theorie

2.1 Die Cleavage-Theorie von Lipset und Rokkan

2.2 Definitionen und notwendige Elemente einer Cleavage

3. Die Europäische Integration und ihre Folgen

3.1 Charakterisierung der Europäischen Integration anhand eines historischen Umrisses

3.2 Konflikte durch die Europäische Integration

4. Analyse anhand der notwendigen Elemente von Bartolini und Mair und der Auswirkung auf die politische Ordnung

4.1 Das empirische Element: Die Sozialstruktur – Der Versuch einer Herleitung anhand der Einstellungen zum Europäischen Integrationsprozess

4.2 Das normative Element: Die Gruppenidentität

4.3 Das organisatorische/Verhaltens-Element: Der organisatorische Ausdruck

4.4 Die Auswirkung auf die politische Ordnung und die europäischen Parteiensysteme

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Europäische Integration einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Konflikt darstellt, der eine sogenannte „Cleavage“ im Sinne von Lipset und Rokkan bildet und die europäischen Parteiensysteme nachhaltig verändert hat.

  • Grundlagen der Cleavage-Theorie
  • Historischer Prozess der Europäischen Integration
  • Anwendung der drei notwendigen Elemente von Bartolini und Mair
  • Analyse der Auswirkungen auf Parteiensysteme
  • Diskussion über das Potenzial einer zukünftigen Integrations-Cleavage

Auszug aus dem Buch

2.2. Definitionen und notwendige Elemente einer Cleavage

Innerhalb der Literatur existiert keine einheitliche, allgemein gültige Definition des Begriffs „Cleavage“ (Vgl. Elff 2004, 31-39). Der Politologe Franz Urban Pappi definiert „Cleavage“ als einen dauerhaften politischen „Konflikt, der in der Sozialstruktur verankert ist und im Parteiensystem seinen Ausdruck gefunden hat“ (Pappi 1977, 195; Hervorhebung im Original). Dieser trenne „die Befürworter[-] und Gegner[Innen] bei einer polit. Entscheidung“ (Pappi 2010, 110). Dabei setzt er das Abstimmungsverhalten der WählerInnen bei bestimmten Policy-Fragen in den Mittelpunkt. Ähnlich verfahren Rae und Taylor, welche eine Cleavage als „eine Unterteilung einer Gesellschaft in beispielsweise Religions-, Meinungs- und Wählergruppen“ (Rae/Taylor 1970, 23) bestimmen und den Schwerpunkt auf die Gruppenzugehörigkeit legen. Zwar beschreiben diese Definitionen charakteristische Merkmale einer Cleavage, doch kann dies auf nahezu jeden politischen Konflikt zutreffen (Vgl. Bartolini/Mair 1990, 215).

Weitaus hilfreicher ist der Versuch von Stefano Bartolini und Peter Mair, welche die Cleavage-Theorie durch drei notwendige Elemente konzeptionalisieren. Nach ihnen müsse eine Cleavage ein empirisches, ein normatives und ein organisatorisches/Verhaltens-Element beinhalten (Vgl. Bartolini/Mair 1990, 215-216). Jedes könne unterschiedlich ausgeprägt sein und sich unabhängig von den anderen Elementen verändern und sogar verschwinden (Ebd., 219-220). Sie kommen zu dem Schluss, dass eine Cleavage in erster Linie „als ein Verschluss von sozialen Beziehungen“ (Ebd., 216) aufgefasst werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Europäischen Integration als potenzielle gesellschaftliche Konfliktlinie ein und benennt das Ziel der Untersuchung.

2. Die Cleavage-Theorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Lipset und Rokkan sowie die Definitionen nach Bartolini und Mair erläutert, um den Begriff der Cleavage wissenschaftlich zu fassen.

3. Die Europäische Integration und ihre Folgen: Dieser Abschnitt bietet einen historischen Abriss des europäischen Integrationsprozesses und identifiziert die daraus resultierenden politischen und wirtschaftlichen Konflikte.

4. Analyse anhand der notwendigen Elemente von Bartolini und Mair und der Auswirkung auf die politische Ordnung: In diesem Hauptteil wird geprüft, ob die Europäische Integration die empirischen, normativen und organisatorischen Kriterien einer Cleavage erfüllt.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, warum die Europäische Integration aktuell noch keine Cleavage darstellt, sich aber in Zukunft dazu entwickeln könnte.

Schlüsselwörter

Europäische Integration, Cleavage-Theorie, Bartolini und Mair, Parteiensysteme, Lipset und Rokkan, Sozialstruktur, Gruppenidentität, Eurokrise, politische Ordnung, Wahlverhalten, Parteienwettbewerb, Euroskeptizismus, Integration, gesellschaftlicher Konflikt, politischer Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die Europäische Integration eine gesellschaftliche Konfliktlinie, eine sogenannte „Cleavage“, erzeugt hat, die das Parteiensystem der Mitgliedsstaaten strukturell verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Cleavage-Theorie der Politikwissenschaft, der historische Verlauf der europäischen Einigung sowie die Frage nach dem Einfluss dieses Integrationsprozesses auf das Wählerverhalten und Parteien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Prüfung, ob der Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern der Europäischen Integration alle Kriterien einer Cleavage nach Bartolini und Mair erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen theoretischen Rahmen und wendet diesen auf den Integrationsprozess an, ergänzt durch eine Analyse der parteipolitischen Landschaft in EU-Mitgliedsstaaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Anwendung der drei notwendigen Kriterien – empirisches Element, normatives Element und organisatorisches Element – auf den Integrationskonflikt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Europäische Integration, Cleavage-Theorie, Parteiensysteme, politische Ordnung und politische Mobilisierung beschreiben.

Warum wird die Theorie von Lipset und Rokkan herangezogen?

Sie dient als Basis, um zu verstehen, wie gesellschaftliche Spannungen Parteiensysteme prägen und warum das Konzept der „Cleavage“ für die Untersuchung von politischem Wandel essenziell ist.

Wie lautet das Ergebnis bezüglich des organisatorischen Elements?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass bisher nur in wenigen Ländern (z.B. Finnland, Niederlande) Parteien entstanden sind, die die europäische Integration als Kernthema erfolgreich politisch organisieren.

Ist die Europäische Integration laut Autor bereits eine Cleavage?

Nein, der Autor stellt fest, dass die notwendigen Voraussetzungen (insbesondere das normative und organisatorische Element) derzeit nicht in dem Maße erfüllt sind, dass man von einer etablierten Cleavage sprechen könnte.

Was bedeutet der Begriff „sleeping giant“ in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt das Potenzial, dass das Thema der europäischen Integration zwar aktuell noch keine volle Cleavage ist, aber zu einem zukünftigen „erwachenden Riesen“ heranreifen könnte, der Parteienlandschaften grundlegend verändert.

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Details

Title
Die Europäische Integration. Eine Cleavage?
College
University of Potsdam
Course
Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft
Grade
1,0
Author
Lucas Gerrits (Author)
Publication Year
2011
Pages
15
Catalog Number
V266952
ISBN (Book)
9783656568070
ISBN (eBook)
9783656568124
Language
German
Tags
Europa Cleavage Europäische Integration Konfliktlinien Parteien Parteiensystem Vergleichende Politikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lucas Gerrits (Author), 2011, Die Europäische Integration. Eine Cleavage?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/266952
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