Es gibt viele Arten einen Arbeitnehmer zu beschäftigen. Es gibt den „normalen“ Angestellten, den Auszubildenden, den Kurzarbeiter oder aber den geringfügig Beschäftigten. Doch es gibt noch eine weitere wichtige und gut überlegte Art einen Arbeitnehmer zu beschäftigen. Dies ist der sogenannte Midi-Jobber.
Im Weiteren werden wir ausführen, was ein Midi-Jobber ist, welche Ausnahmen es für diese Beschäftigungsmöglichkeit gibt, die Vor- und Nachteile, sowie Unterschiede zum Minijob und normalem Angestelltenverhältnis. Das besondere an dem Midi-Job ist die Beitragsberechnung, die wir im Anschluss noch weiter ausführen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition
3 Ausnahmen von der Gleitzone
4 Unterschied zwischen Minijob und Midijob / Vor- und Nachteile
5 Andere Beschäftigungsverhältnisse mit einem Midijob gleichzeitig
6 Praxis
6.1 Berechnung ab 2013
6.2 Aufgabe für die Schüler
6.3 Buchungsmöglichkeit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der personalwirtschaftlichen Einordnung und der beitragsrechtlichen Behandlung von Beschäftigungsverhältnissen in der sogenannten Gleitzone, auch bekannt als Midijob. Ziel ist es, die Unterschiede zu anderen Beschäftigungsformen, die spezifische Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge sowie die praktische buchhalterische Umsetzung zu erläutern.
- Definition und rechtliche Einordnung der Gleitzone
- Abgrenzung zum Minijob sowie Vor- und Nachteile
- Umgang mit Ausnahmen und Mehrfachbeschäftigungen
- Mathematische Berechnungsmethodik der Sozialversicherungsbeiträge
- Praktische Buchungssätze in der Finanzbuchhaltung
Auszug aus dem Buch
2 Definition
Der Midi-Job befindet sich in der sogenannten Gleitzone. Die Gleitzone gehört mit zum Niedriglohnsektor und greift bei einem Bruttoverdienst von 450,01 € bis 850,00 €. Die Besonderheit daran ist, dass der Arbeitnehmer einen ermäßigten Beitrag zur Sozialversicherung zahlen muss, der gestaffelt nach den Brutto-Einkommen an Höhe zunimmt. Besonderheit dort, ist die gesetzliche Rentenversicherung. Der Arbeitnehmer bezahlt den geminderten Rentenversicherungsbeitrag, doch wenn er innerhalb von 14 Tage nach Beschäftigungsbeginn eine schriftliche Erklärung abgibt, kann er den vollen Rentenversicherungsbeitrag zahlen. Der volle Beitrag zur Rentenversicherung bietet dem Arbeitnehmer verbesserte Rentenansprüche im Alter.
Die restlichen Arbeitnehmer-Beiträge sind gemindert, also nicht in voller Höhe zu leisten. Anders aber der Arbeitgeber, der den vollen Beitrag an Sozialabgaben für seinen Angestellten zahlen muss. Egal, ob der Arbeitnehmer 450,01 € verdient oder aber geradeso in der Gleitzone mit einem Verdienst von 850,00 € ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die verschiedenen Arten von Beschäftigungsverhältnissen vor und führt in die Thematik des Midi-Jobbers ein.
2 Definition: Hier wird der Midijob innerhalb der Gleitzone (450,01 € bis 850,00 €) definiert und die Besonderheiten der Sozialversicherungsbeiträge erläutert.
3 Ausnahmen von der Gleitzone: Dieses Kapitel benennt Beschäftigtengruppen, die trotz entsprechender Verdiensthöhe nicht unter die Gleitzonenregelung fallen, wie etwa Auszubildende oder Praktikanten.
4 Unterschied zwischen Minijob und Midijob / Vor- und Nachteile: Hier werden die Vorteile der vollen Sozialversicherungspflicht im Midijob sowie Unterschiede bei Krankheit und Arbeitslosigkeit gegenüber dem Minijob gegenübergestellt.
5 Andere Beschäftigungsverhältnisse mit einem Midijob gleichzeitig: Es wird geklärt, wie sich weitere Beschäftigungsverhältnisse auf die Midijob-Regelung auswirken und in welchen Fällen diese ihre Gültigkeit verliert.
6 Praxis: Dieses Kapitel erläutert die Berechnungsgrundlagen für die Sozialversicherungsbeiträge und stellt die buchhalterische Verbuchung dar.
6.1 Berechnung ab 2013: Es wird die mathematische Formel zur Ermittlung des fiktiven Arbeitsentgelts für das Jahr 2013 hergeleitet und erklärt.
6.2 Aufgabe für die Schüler: Anhand eines konkreten Beispiels wird die Berechnung der Beiträge für einen fiktiven Arbeitnehmer im Januar 2013 aufgezeigt.
6.3 Buchungsmöglichkeit: Dieses Kapitel illustriert die buchhalterische Erfassung des Midijobs in Form von Buchungssätzen und T-Konten.
Schlüsselwörter
Gleitzone, Midijob, Sozialversicherung, Arbeitnehmerbeitrag, Arbeitgeberbeitrag, Niedriglohnsektor, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Beitragsberechnung, Lohnabrechnung, Entgelt, Beschäftigungsverhältnis, Sozialabgaben, Bruttoverdienst, Personalwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der personalwirtschaftlichen Behandlung von Beschäftigten in der sogenannten Gleitzone, auch bekannt als Midijob, und deren Abrechnung im Rechnungswesen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die rechtliche Definition, die Abgrenzung zu anderen Beschäftigungsformen, die spezifische Beitragsberechnung zur Sozialversicherung und die buchhalterische Darstellung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise der Gleitzonenregelung zu erklären und aufzuzeigen, wie die geminderten Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer berechnet und verbucht werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Methode, bei der gesetzliche Regelungen und mathematische Berechnungsformeln für die Entgeltabrechnung erläutert und praxisnah angewendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Midijobs, Ausnahmen, den Vergleich zum Minijob sowie einen umfangreichen Praxisteil mit Berechnungsbeispielen und Buchungssätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Gleitzone, Midijob, Sozialversicherung, Entgeltabrechnung und Personalwirtschaft charakterisieren.
Warum fallen Auszubildende nicht unter die Gleitzonenregelung?
Laut dem Text gelten Auszubildende und Praktikanten ausdrücklich nicht als Midijobber, da sie den vollen Beitragssatz zur Sozialversicherung leisten müssen.
Wie verändert sich die Belastung für den Arbeitgeber beim Übergang vom Minijob in den Midijob?
Durch die Gleitzonenregelung kann sich die Arbeitgeberbelastung im Vergleich zu einem Minijob bei geringfügig höherem Bruttoentgelt sogar reduzieren, da andere Beitragssätze greifen.
- Arbeit zitieren
- Nico Schröbler (Autor:in), 2013, Personalwesen. Gleitzone - Midijob, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/266585