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Makrina und Marcella. Eine Untersuchung des Askese-Bildungs-Verhältnisses in der Spätantike

Titel: Makrina und Marcella. Eine Untersuchung des Askese-Bildungs-Verhältnisses in der Spätantike

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 44 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Niklas Peuckmann (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Antike umschloss Askese weitaus mehr als bloß den einsamen Asketen, der als Eremit dem griechischen Grundwort des Mönchtums, nämlich monos (μονός), was so viel wie allein bedeutet, folgte. Vielmehr begannen Asketen, abseits vom hl. Antonius oder Evagrius Ponticus, sich in dieser Phase auch gemeinschaftlich zu organisieren. Hier findet sich also die Geburtsstunde des Mönchtums wieder.
Gleichsam durften und konnten auch Frauen an dieser Entwicklung partizipieren und sie auch eigenständig beeinflussen. Hierbei nehmen vornehmlich Makrina „die Jüngere“ und Marcella aus Rom eine hervorzuhebende Pionierstellung ein. Beiden Frauen gelang es eine eigenständige Form der gemeinschaftlichen Askese um sich herum zu statuieren und sie schafften darüber hinaus auch einen Raum in dem Bildung tradiert und vervielfältigt werden konnte. Diese Form der Askese kann also als erster Schritt weg von dem Eremitentum hin zum Mönchtum gewertet werden, in dem dann wiederum das Moment der Bildung im Blick auf die Bibliotheken, das Skriptorum und die Klosterschulen eine ganz neuen Stellenwert erlangte.
Die Frage jedoch lautet, inwieweit die Bildung in der Antike die Askese bedingt hat, oder, ob das Verhältnis von Askese und Bildung als eine wechselseitige Beziehung verstanden werden kann?
Um diese Frage hinreichend erörtern zu können, werden zwei zentrale Quellen zu den beiden erwähnten gelehrten Frauen der Antike einer untergliederten Quellenanalyse unterzogen, ehe abschließend die Ergebnisse abgeglichen werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Jungfrau Makrina

2.1. Einführung in die Quellengrundlage

2.2. Quellenanalyse - Vita Macrina

2.2.1. Formale Untersuchung

2.2.2. Inhaltliche Untersuchung

2.2.3. Historische Einordnung

2.3. Untersuchung der Askese-Konzeption

2.4. Die Ambivalenz des Bildungsverständnisses

2.5. Das Verhältnis von Askese und Bildung

3. Die Witwe Marcella

3.1. Einführung in die Quellengrundlage

3.2. Quellenanalyse - Nekrolog der Marcella

3.2.1. Formale Untersuchung

3.2.2. Inhaltliche Untersuchung

3.2.3. Historische Einordnung

3.3. Die asketische Lebensführung der Marcella

3.4. Marcellas Bildung im Blick auf ihre Askese

4. Vergleichende Schlussbetrachtung

4.1. Die Askese der Makrina und Marcella

4.2. Die unterschiedlichen Bildungskonzeptionen

4.3. Bewertender Ausblick

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Askese und Bildung in der Spätantike anhand der historischen Figuren Makrina und Marcella. Ziel ist es, die Bedingtheit von asketischer Lebensführung und Bildung sowie deren wechselseitige Beeinflussung in den untersuchten Quellen zu analysieren und in einen größeren historischen Kontext einzuordnen.

  • Analyse des Askese-Verständnisses in der Spätantike
  • Untersuchung des Bildungsbegriffs als Eingangsvoraussetzung für die Askese
  • Vergleichende Betrachtung der koinobischen und aristokratischen Askese
  • Herausarbeitung der Ambivalenz zwischen benannter und textimmanenter Bildung
  • Diskussion der Rolle von Frauen als Lehrerinnen und Inspirationsfiguren in der frühen Kirche

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Formale Untersuchung

Die zu untersuchende Quelle „Gregor, Bischof von Nyssa: Brief über das Leben der heiligen Makrina“, die gleichsam unter dem prägnanteren, mitunter missverständlichen Titel „Vita Macrinae“ bekannt ist, lässt sich ihrer Art nach als eine schriftliche Quelle einordnen. Als Verfasser der Quelle ist Gregor von Nyssa zu nennen, der diese um das Jahr 380 niederschrieb. Die Frage nach dem Entstehungsort der Quelle lässt sich nur spekulativ beantworten. Ab 371 bekleidete Gregor das Amt des Bischofes in der Provinz Nyssa, das fortend seinen Lebensmittelpunkt darstellte. Aufgrund seines theologischen Renommees zentrierte sich jedoch sein Wirkungsgrad nicht ausschließlich auf diese Region. Vielmehr brachte er sich und seine theologischen bzw. philosophischen Ansätzen bei verschiedenen Synoden und Konzilien zu den fundamentalen Fragen rund um die Grundfesten des christlichen Glaubens ein. Dementsprechend könnte die Quelle entweder in Nyssa niederschrieben worden sein, anderseits wäre ihre Entstehung auf einer Fahrt zu einem Disputationsort denkbar.

Die Tradierung der Quelle erfolgt im Vergleich zu ähnlichen Schriftzeugnissen der Zeit auf einem ungewöhnlichen Weg. „Die Vita entstand kurz nach Makrinas Tod, was ein in der hagiographischen Geschichtsschreibung selten günstiger Fall ist. Bei anderen Heiligen fanden sich oft erst Biographen, nachdem die Überlieferung schon einige Generationen mündlich weitergegeben worden war, wobei natürlich auch Veränderungen entstanden.“ Das Faktum, dass diese Quelle keinen langwierigen mündlichen Tradierungsprozess durchlaufen hat, zeugt davon, dass sie in großer Exaktheit die eigentlichen Intentionen des Autors beinhaltet und besitzt somit einen starken Authentizitätscharakter. An dieser Stelle darf allerdings eine kleine Randnotiz, die die Quelle selbst liefert bezüglich ihrer Tradierung, nicht außer Acht gelassen werden. In ihren ersten Zeilen erinnert Gregor den Empfänger des Schreibens an eine persönliche Unterredung, während derer sie einen biographischen Grundriss von Makrina nachgezeichnet haben. Als Fundament dieses Gespräches nennt Gregor eigene Erfahrungen der beiden Dialogpartner, die diese im Verlauf der Unterredung ausgetauscht haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung hinterfragt die standardisierte Perspektive auf die religiöse Askese in der Antike und führt in die Thematik der Wechselwirkung von Askese und Bildung ein.

2. Die Jungfrau Makrina: Dieses Kapitel widmet sich der Vita Macrinae und analysiert Makrinas Leben als koinobische Asketin im Lichte ihrer biblisch geprägten Bildung und ihrer familiären Prägung.

3. Die Witwe Marcella: Hier wird der Nekrolog über Marcella untersucht, wobei der Fokus auf ihrer aristokratischen Bildung, ihrer Rolle als Witwe und ihrer intellektuellen Führungsposition im Rom des 4. Jahrhunderts liegt.

4. Vergleichende Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel stellt die Askese- und Bildungskonzepte von Makrina und Marcella gegenüber und arbeitet Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in ihren jeweiligen Synthesen heraus.

5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont den Wandel im Verhältnis von Askese und Bildung, der erst im Mittelalter zur vollen Entfaltung kam.

Schlüsselwörter

Askese, Bildung, Spätantike, Makrina, Marcella, Vita Macrinae, Kirchengeschichte, Frauenaskese, koinobische Askese, aristokratische Askese, Bildungshorizont, Hieronymus, Gregor von Nyssa, Thekla-Tradition, antikes Mönchtum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Askese und Bildung in der Spätantike anhand zweier prominenter Frauenfiguren, Makrina und Marcella.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit befasst sich mit asketischen Lebensentwürfen, den Bildungskonzeptionen des 4. und 5. Jahrhunderts sowie der Rolle der Frau innerhalb der kirchlichen Askese.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Bildung als Fundament für ein asketisches Leben fungierte und wie sich diese Beziehung in den untersuchten Quellen widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse der Vita Macrinae und des Nekrologes der Marcella vorgenommen, ergänzt durch historische Einordnungen in den spätantiken Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Lebensgeschichten, Askese-Ideale und Bildungswege von Makrina und Marcella und stellt diese in einer vergleichenden Schlussbetrachtung gegenüber.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Askese, Bildung, Koinobion, Aristokratenaskese und das Verhältnis von Religion und Intellektualität in der Spätantike.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen koinobischer und eremitischer Askese eine Rolle?

Die Unterscheidung dient dazu, die spezifische Form der Askese von Makrina als Abkehr vom klassischen, einsamen Eremitentum hin zu einer gemeinschaftlich orientierten Form zu verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich Marcellas Askese von der Makrinas?

Marcellas Askese wird als aristokratische Salonaskese begriffen, die stark durch ihre intellektuelle Tätigkeit und ihren Einfluss auf das öffentliche Leben in Rom geprägt war, während Makrinas Weg stärker monastisch-koinobisch ausgerichtet ist.

Welche Bedeutung hat das "Bildungsfundament" für die Asketinnen?

Bildung wird in der Arbeit als essentielles Eingangskriterium und Fundament verstanden, das den Asketinnen erst die Möglichkeit zur theologischen Reflexion und zum Führen einer geordneten Gemeinschaft gab.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Makrina und Marcella. Eine Untersuchung des Askese-Bildungs-Verhältnisses in der Spätantike
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,0
Autor
Niklas Peuckmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
44
Katalognummer
V265593
ISBN (eBook)
9783656553106
ISBN (Buch)
9783656553151
Sprache
Deutsch
Schlagworte
makrina marcella eine untersuchung askese-bildungs-verhältnisses spätantike Askese Quellenanalyse Gregor von Nyssa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Peuckmann (Autor:in), 2013, Makrina und Marcella. Eine Untersuchung des Askese-Bildungs-Verhältnisses in der Spätantike, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/265593
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Leseprobe aus  44  Seiten
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