Die Seminararbeit mit dem zentralen Oberthema „Neue Institutionenökonomik“ untersucht die Anwendung der Property-Rights-Theorie in der Film- und Nachrichtenproduktion. Neben der Verortung und Einführung in die Property-Rights-Theorie bietet diese Seminararbeit auch einen Analyseteil, der als Diskussion über die Nachrichten- und Filmproduktion verstanden werden kann. Das Hauptziel ist es, eine fundierte Aussage zu folgender Forschungsfrage zu treffen: Warum kann die Property-Rights-Theorie – im Gegensatz zur Filmproduktion – nicht ohne Probleme bei der Nachrichtenproduktion angewendet werden?
Inhaltsverzeichnis
1 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Neue Institutionenökonomik
2.2 Grundannahmen der Property-Rights-Theorie
2.3 Property Rights und Allokationseffizienz
2.4 Externe Effekte
3 Beispiele aus der Medienbranche
3.1 Verfügungsrechte und öffentliche Güter
3.2 Nachrichtenproduktion
3.3 Filmproduktion
4 Fazit
5 Abschluss des Moduls 1: Kriterien der Medienentwicklung, Medientheorie und Mediengeschichte
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die Anwendbarkeit der Property-Rights-Theorie auf die Film- und Nachrichtenproduktion, um zu klären, warum sich diese Theorie bei Nachrichtenproduktionen problematischer gestaltet als bei Filmproduktionen.
- Grundlagen der Neuen Institutionenökonomik
- Systematik der Property-Rights-Theorie und Allokationseffizienz
- Analyse externer Effekte und Freifahrerverhalten
- Gütertypologie im Mediensektor (private vs. öffentliche Güter)
- Herausforderungen der Rechteverwertung in der Medienbranche
Auszug aus dem Buch
3.1 Verfügungsrechte und öffentliche Güter
In diesem Teil der Arbeit spielt das bereits erwähnte Prinzip der Exklusivität/Ausschließbarkeit von Property Rights eine besondere Rolle. Es erklärt den Unterschied verschiedener Gütertypen – insbesondere zwischen privaten und öffentlichen Gütern.
Bezieht man die Ausschließbarkeit auf öffentliche Güter wird deutlich, dass das Prinzip der Exklusivität nicht greift. Eine individuelle Rechtsstruktur für öffentliche Güter würde sehr hohe Kosten verursachen und liegt daher nicht vor. Die Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens sind bspw. allgemein zugänglich.
Beispiel: Angenommen eine Person entscheidet sich für eine Existenzgründung und möchte die Nachrichten für einen eigenen kostenpflichtigen Sender produzieren. Der Unternehmer würde eine Gebühr für den Empfang des Senders eintreiben. Das Anbieten des Gutes Nachrichten wäre damit kostenpflichtig. Allerdings würden nicht alle Leute den Unternehmer bezahlen, da sie sich rational verhalten und das Gut Nachrichten nach wie vor kostenlos erhalten und nicht vom Konsum ausgeschlossen werden können. Es sei denn die Empfangsgeräte würden gekappt werden. Ist die Nachricht erst einmal über z. B. die dpa (Deutsche Presse Agentur) verbreitet, sind die Kosten der zusätzlichen Bereitstellung relativ niedrig, die Kosten des Ausschlusses dagegen hoch.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zielsetzung und Vorgehensweise: Einleitung in die Forschungsfrage, warum die Property-Rights-Theorie bei der Nachrichtenproduktion auf Schwierigkeiten stößt.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Neuen Institutionenökonomik, ihrer Grundannahmen und der Property-Rights-Theorie inklusive Allokationseffizienz und externen Effekten.
3 Beispiele aus der Medienbranche: Analyse der Anwendbarkeit der Theorie auf Film und Nachrichten unter Berücksichtigung von Gütertypologien wie öffentlichen Gütern.
4 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis über die enge Verknüpfung von Ökonomie und Recht sowie die Herausforderungen bei der eindeutigen Zuordnung von Mediengütern.
5 Abschluss des Moduls 1: Kriterien der Medienentwicklung, Medientheorie und Mediengeschichte: Reflektion der gewählten Studieninhalte und des persönlichen Lerninteresses.
Schlüsselwörter
Property-Rights-Theorie, Neue Institutionenökonomik, Medienökonomie, Filmproduktion, Nachrichtenproduktion, öffentliche Güter, Exklusivität, Allokationseffizienz, externe Effekte, Freifahrerverhalten, Marktversagen, Transaktionskosten, Verfügungsrechte, Informationsasymmetrie, Vertrauensgüter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Property-Rights-Theorie im Kontext der Medienökonomie, speziell bezogen auf die Film- und Nachrichtenproduktion.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die Neue Institutionenökonomik, Eigentumsrechte, Gütertypologien (öffentliche Güter) sowie ökonomische Anreizstrukturen ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, warum die Property-Rights-Theorie bei der Nachrichtenproduktion schwerer anzuwenden ist als bei der Filmproduktion.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die Konzepte der Institutionenökonomik auf praxisnahe Beispiele aus der Medienwirtschaft überträgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Verfügungsrechte, das Prinzip der Ausschließbarkeit, das Problem des Marktversagens bei öffentlichen Gütern und die Bedeutung von Informationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Property-Rights-Theorie, öffentliche Güter, externe Effekte, Transaktionskosten und Freifahrerverhalten.
Warum ist die Nachrichtenproduktion schwerer in das Property-Rights-Modell einzuordnen?
Nachrichten sind oft öffentliche Güter, bei denen eine Exklusivität oder ein Ausschluss vom Konsum gesellschaftlich unerwünscht oder mit zu hohen Kosten verbunden ist.
Wie unterscheidet sich die Filmproduktion in dieser Hinsicht?
Bei Filmen lassen sich durch Urheberrechte und verschiedene Verwertungsstufen (Kino, Pay-TV, DVD) eher Exklusivitätsmechanismen etablieren als bei aktuellen Nachrichten.
Welche Rolle spielt das Internet für diese Analyse?
Das Internet beschleunigt die Verbreitung von Inhalten, wodurch der Ausschlussprozess bei Filmen zunehmend schwieriger wird und diese sich ebenfalls in Richtung öffentlicher Güter bewegen.
Was bedeutet der Begriff "Freifahrerverhalten" in diesem Kontext?
Es beschreibt das Phänomen, dass Konsumenten ein Gut kostenlos nutzen, ohne sich an den Finanzierungskosten zu beteiligen, was zu Marktversagen führen kann.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2013, Die Property-Rights-Theorie. Anwendung in der Film- und Nachrichtenproduktion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/265329