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Der Erdölmarkt

Preisabsicherungsstrategien der Rohölproduzenten mit Hilfe von Finanzderivaten

Titel: Der Erdölmarkt

Masterarbeit , 2012 , 92 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nils Elfers (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit soll der Ölmarkt dargestellt und Sicherungsstrategien, speziell für Erdölproduzenten, erörtert und verglichen werden. Hieraus resultiert dann ein Vergleich verschiedener Finanzprodukte zur Sicherung von verschiedenen Situationen.
Anhand der Chancen und Risiken soll verdeutlicht werden, welche derivativen Produkte zur jeweils vorliegenden Situation passen.

Auch die Bilanzierungsmöglichkeiten für die Hedging-Geschäfte sollen kurz erörtert werden.
Den Schlussteil bildet dann die aktuelle Marktsituation, dargestellt anhand des Beispiels eines Erdölproduzenten. Eine Prognose und Handlungsmöglichkeit soll unter Zuhilfenahme der zuvor erörterten Strategien bzw. Derivaten ausgeführt werden. Als weiteres Werkzeug kommt dann hierbei die Charttechnik zum Einsatz. Der Kausalzusammenhang zwischen einem funktionierenden Risikomanagement, derivativen Finanzprodukten und der immer stärker werdenden Preisvolatilität1 soll hergestellt und auf den speziellen Fall des Erdölproduzenten angewandt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HISTORISCHER VERLAUF DER ÖLPREISE

3. MARKTPLÄTZE

3.1. Physische Marktplätze

3.2. Börsliche Handelsplätze

3.3. Ölsorten

3.3.1. Brent

3.3.2. WTI

4. MARKTFUNKTIONEN: ANGEBOTSSEITE

4.1. Die Nachfrageseite

4.2. Die marktbeherrschenden Akteure

4.2.1. Die Firma Exxon Mobil in ihrer Marktposition

5. ZWISCHENFAZIT

6. RISIKO DER ÖLPREISVOLATILITÄT

7. DAS MARKTPREISRISIKO

8. RISIKOMANAGEMENTSTRATEGIE

8.1. Risikoerkennung/-definition

8.2. Risikoanalyse/-bewertung

8.3. Risikohandhabung/-steuerung

8.4. Risikokontrolle/-überwachung

9. IMPLEMENTIERUNG EINES RISIKOMANAGEMENTS BEI ÖLPRODUZENTEN

10. HEDGING

10.1. Micro- vs. Macro-Hedging

11. BILANZIERUNG VON HEDGINGPOSITIONEN (HEDGE ACCOUNTING)

12. HEDGINGINSTRUMENTE

12.1. Risikofaktoren derivativer Instrumente

12.2. Over The Counter vs. börsengehandelt

12.3. Der Future Kontrakt

12.3.1. Kosten von Futures

12.3.2. Preisbildung von Futures

12.3.3. Forward vs. Future

12.3.4. Das Clearingsystem

12.3.5. Marking to Market

12.3.6. Hedgen mit Futures

12.3.6. Das Basisrisiko

12.4. Die richtige Kontraktwahl anhand des Beispiels eines Rohölproduzenten

12.4.1. Chancen

12.4.2. Risiken

13. SWAPS

13.1. Abgrenzung zum Future Kontrakt

13.2. Anwendungsbeispiel: Ölkonzern sichert Ölpreis durch Rohstoffswap

13.2.1. Chancen

13.2.2. Risiken

13.3. Anwendungsbeispiel: Ölkonzern sichert Anlage/Investition durch Zinsswap

13.3.1. Chancen

13.3.2. Risiken

13.4. Anwendungsbeispiel: Ölkonzern sichert Anlage/Investition durch Währungsswap

13.4.1. Chancen

13.4.2. Risiken

14. OPTIONEN

14.1. Innerer Wert

14.2. Zeitwert

14.3. Market Maker

14.4. Hebelwirkung

14.5. Cap und Floor

14.6. Hedging einer Ölproduktion mit Options-Collar

14.6.1. Chancen

14.6.2. Risiken

15. ZWISCHENFAZIT

16. ANWENDUNGSBEISPIELE

16.1. Die Charttechnik

16.2. Aktuelle Situation

16.3. Handlungsmöglichkeiten zur Durchführung eines Hedges

16.4. Risikomanagementstrategie

16.5.1. Hedgingvariante 1

16.5.2. Hedgingvariante 2

16.5.3. Hedgingvariante 3

17. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den Ölmarkt zu analysieren und wirksame Preisabsicherungsstrategien für Erdölproduzenten zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Finanzderivaten ihre Risiken gegenüber schwankenden Rohölpreisen minimieren können, um Planungssicherheit für ihre Investitionen zu gewährleisten.

  • Marktstruktur und Funktionsweise des Ölmarktes
  • Risikomanagementstrategien für Ölproduzenten
  • Vergleich und Einsatzmöglichkeiten von Finanzderivaten (Futures, Swaps, Optionen)
  • Anwendung von Hedge-Accounting unter IAS 39
  • Praktische Umsetzung mittels Chartanalyse und konkreten Absicherungsvarianten

Auszug aus dem Buch

12.3.6. Das Basisrisiko

Die Basis beschreibt den Unterschied zwischen dem Kassakurs des Vermögenwertes und dem Futurepreis des verwendeten Kontraktes. Folgende Formeln bringen dies zum Ausdruck: b1 = S1 – F1 b2 = S2 – F2. Als Beispiel für das Basisrisiko läßt sich folgende Formel bestimmen: S2 + F1 - F2 = F1 + b2. Der Hd weiß, dass er den Vermögenswert in t2 verkaufen will und sichert diese Transaktion mit einem Verkaufsfuture. Der Preis für den zukünftigen Verkauf des Vermögensgegenstandes ist S2, der Gewinn, bzw. Verlust aus dem Futuregeschäft ist F1 – F2.

Diese Tatsache ist zu beachten, da der Hd ja auch falsch liegen kann und die Bilanz der Futuresicherung negativ ist. In diesem Beispiel wäre dies ein Ansteigen des Wertes des Vermögensgegenstandes. b2 bezeichnet in diesem Fall das Basisrisiko, welches bei Bekanntsein zu einem perfekten He führen würde. Anhand der Formel wird deutlich, dass der Faktor F2, also der Futurepreis zum Zeitpunkt t2, also in der Zukunft, das „Zünglein an der Waage“ ist. Durch dieses entscheidet sich, ob der He erfolgreich war oder nur Kosten verursacht hat.

Das Basisrisiko existiert also folglich nicht, wenn die Varianzen identisch sind und der Korrelationskoeffizient 1 ist. Um die Effektivität eines Hd zu beurteilen, lässt sich folgende Formel heranziehen: h = 1 - (Var[Basis] / Var[St]). Je mehr h an 1 liegt, desto effektiver der Hd.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Ölpreisvolatilität und Zielsetzung der Arbeit, Sicherungsstrategien für Produzenten zu vergleichen.

2. HISTORISCHER VERLAUF DER ÖLPREISE: Analyse der historischen Preisdynamik und des Anstiegs der Volatilität, insbesondere nach der Ölkrise 1973.

3. MARKTPLÄTZE: Differenzierung zwischen physischen Marktplätzen (Spotmarkt) und börslichen Handelsplätzen für den internationalen Rohölhandel.

4. MARKTFUNKTIONEN: ANGEBOTSSEITE: Untersuchung der Angebotsbedingungen, Einflussfaktoren wie Bohrkosten und politische Rahmenbedingungen sowie die Rolle marktbeherrschender Akteure.

5. ZWISCHENFAZIT: Zusammenfassung der komplexen wechselseitigen Abhängigkeiten von Angebot und Nachfrage sowie der Machtverhältnisse staatlicher Konzerne.

6. RISIKO DER ÖLPREISVOLATILITÄT: Definition und statistische Betrachtung der Volatilität als Schwankungsbreite und ihre zunehmende Bedeutung für Marktteilnehmer.

7. DAS MARKTPREISRISIKO: Erörterung der Risiken für Ölproduzenten durch Preisschwankungen und die Notwendigkeit aktiven Risikomanagements zur Sicherung der Planung.

8. RISIKOMANAGEMENTSTRATEGIE: Detaillierte Darstellung des Risikomanagementprozesses, unterteilt in Erkennung, Analyse, Steuerung und Überwachung.

9. IMPLEMENTIERUNG EINES RISIKOMANAGEMENTS BEI ÖLPRODUZENTEN: Anwendung des Risikomanagementprozesses auf die spezifischen Anforderungen von Ölproduzenten bei fallenden Rohölpreisen.

10. HEDGING: Grundlegende Definition von Hedging als Risikobegrenzungsinstrument und Voraussetzung für das Eingehen von Sicherungspositionen.

11. BILANZIERUNG VON HEDGINGPOSITIONEN (HEDGE ACCOUNTING): Erläuterung der Bilanzierungsregeln nach IAS 39 für Sicherungsgeschäfte und deren Anforderungen an die Effektivität.

12. HEDGINGINSTRUMENTE: Analyse derivativer Instrumente, mit Fokus auf Futures, deren Kostenstruktur und das Basisrisiko bei der Absicherung.

13. SWAPS: Untersuchung von Swap-Verträgen als OTC-Instrumente zur Absicherung gegen Rohstoffpreis-, Zins- und Währungsrisiken.

14. OPTIONEN: Beschreibung von Optionen als bedingte Termingeschäfte und deren Einsatz zur flexibleren Absicherung, etwa durch Collar-Strategien.

15. ZWISCHENFAZIT: Kritische Würdigung der Vielfalt an Sicherungsinstrumenten und der Notwendigkeit einer situationsgerechten Auswahl.

16. ANWENDUNGSBEISPIELE: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse unter Einbeziehung von Charttechnik und konkreten Hedging-Szenarien.

17. FAZIT: Abschließende Betrachtung der Notwendigkeit von Hedging für Ölproduzenten und Plädoyer für einfache, transparente Strategien.

Schlüsselwörter

Ölmarkt, Erdölproduzenten, Hedging, Finanzderivate, Ölpreisvolatilität, Risikomanagement, Futures, Swaps, Optionen, Hedge Accounting, IAS 39, Marktpreisrisiko, Charttechnik, Absicherungsstrategien, Basisrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Risiken, denen Erdölproduzenten aufgrund volatiler Ölpreise ausgesetzt sind, und zeigt auf, wie diese durch den Einsatz von Finanzderivaten aktiv abgesichert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktionsweise des Ölmarktes, die Prinzipien des Risikomanagements, die Funktionsweise verschiedener Finanzderivate (Futures, Swaps, Optionen) sowie die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Erdölproduzenten eine methodische Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Sicherungsstrategien zu bieten, um Planungssicherheit trotz schwieriger Marktbedingungen zu erreichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, der Erörterung ökonomischer Modelle (z.B. Hedging-Effektivität) sowie praxisorientierter Fallstudien und charttechnischer Marktanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Risikomanagement-Prozesse, eine detaillierte Analyse der einzelnen Derivate-Klassen sowie die praktische Anwendung dieser Strategien anhand von Beispielszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Hedging, Ölpreisvolatilität, Risikomanagement, Finanzderivate und Hedge-Accounting.

Welche Rolle spielt die Charttechnik für den Ölproduzenten?

Die Charttechnik dient als ergänzendes Werkzeug, um historische Kursverläufe zu analysieren, Unterstützungslinien und Widerstände zu identifizieren und somit fundiertere Entscheidungen für den richtigen Zeitpunkt einer Absicherung zu treffen.

Warum ist ein "Zero Cost Collar" für Produzenten attraktiv?

Diese Strategie ist attraktiv, weil sie eine Absicherung gegen fallende Preise bietet, ohne direkt Kosten durch Optionsprämien zu verursachen, da diese durch den Verkauf einer anderen Option kompensiert werden.

Was ist das Basisrisiko beim Hedging mit Futures?

Das Basisrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die Preisentwicklung des zugrundeliegenden Future-Kontrakts nicht exakt mit der Preisentwicklung des tatsächlich abzusichernden physischen Rohstoffs korreliert.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Erdölmarkt
Untertitel
Preisabsicherungsstrategien der Rohölproduzenten mit Hilfe von Finanzderivaten
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (Fakultät Wirtschaftswissenschaften)
Note
2,0
Autor
Nils Elfers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
92
Katalognummer
V265323
ISBN (Buch)
9783656548379
ISBN (eBook)
9783656549659
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erdölmarkt preisabsicherungsstrategien rohölproduzenten hilfe finanzderivaten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Elfers (Autor:in), 2012, Der Erdölmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/265323
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Leseprobe aus  92  Seiten
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