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Durch Ballern bilden!? Third-Person-Shooter „Spec Ops: The Line“ und die Vorlage „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad

Ein Selbstversuch

Titel: Durch Ballern bilden!? Third-Person-Shooter „Spec Ops: The Line“ und die Vorlage „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad

Essay , 2012 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Wunder (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Ich werd' den Kerl nicht los Walker!“ „Langsam! Und ruhig halten!“ „Hast du den Verstand verloren?“ … Das frag ich mich in diesem Moment auch. Ein gigantischer Sandsturm und ich, als Spieler des Captain Martin Walker, mit meinen Delta-Force-Kollegen Lugo und Adams mittendrin in einem Helikopter. Mein erstes Computerspiel seit mehreren Jahren und man hat nicht lange Zeit sich einzufinden. Ich feuere aus allen Rohren, um die feindlichen Helis abzuschütteln. Wieso oder warum spielt keine Rolle. Unmissverständlich wird mir von meinen Kameraden klargemacht, dass 'die anderen' uns nicht wohlgesinnt sind. Erst schießen, dann fragen...; das Motto scheint hier an der Tagesordnung. Es dauert allerdings nicht allzu lange und wir stürzen ab. Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, dass dieser Selbstversuch eventuell doch keine besonders tolle Idee gewesen ist. Ich bin einfach nicht in Übung und der erste Absturz nach 30 Sekunden erweckt keine positiven Vorahnungen im Hinblick auf den restlichen Spielverlauf. Doch wie sich herausstellt, konnte dieser gar nicht verhindert werden. Das Spiel startet gewissermaßen noch einmal von vorne. Diesmal wesentlich ruhiger; man wird ins Spielgeschehen eingeführt, erfährt seine Mission und begibt sich in das Einsatzgebiet Dubai. Colonal Konrad sollte die Evakuierung der von Sandstürmen apokalyptischen Ausmaßes zerstörten Stadt vornehmen. Dieser Evakuierungsversuch ist allerdings katastrophal gescheitert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Selbstversuch: Spec Ops: The Line

3. Analyse und bildungstheoretische Einordnung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Computerspiel „Spec Ops: The Line“ durch seine inhaltliche Gestaltung und die Anlehnung an Joseph Conrads Roman „Herz der Finsternis“ Bildungsprozesse beim Spieler auslösen kann, die über rein spielerische Interaktion hinausgehen.

  • Kritische Analyse des Kriegsspielgenres und der Gewaltdarstellung.
  • Vergleich zwischen der literarischen Vorlage „Herz der Finsternis“ und dem digitalen Medium.
  • Bildungstheoretische Untersuchung auf Basis der Kriterien von Fromme, Jörissen und Unger.
  • Reflexion über Schuld, Handlungsverantwortung und moralische Dissonanz im Spielverlauf.

Auszug aus dem Buch

Die Konfrontation mit der moralischen Verantwortung im Spiel

Ich konnte es selbst nicht glauben, allerdings ist Spec Ops im späteren Verlauf tatsächlich in der Lage, beim Spieler ein Gefühl der Abscheu gegenüber sich selbst und 'seinen' Taten, sowie völliges Unverständnis für die grausamen und unnützen Vergehen hervorzurufen. Hier hilft es dann wahrlich und man befreit dadurch sein Gewissen, wenn Filmsequenzen zwischengeschaltet werden, seine eigene Figur spricht und man das Spiel im Third-Person-Modus spielt. Nach dem Motto: 'ich konnte gar nicht anders handeln; das Spiel gibt die Logik vor.' Interessant ist es, dass Spec Ops versucht, auch solchen Gedanken entgegenzutreten. Nachdem die ersten toten amerikanischen Soldaten aufgetaucht sind und man grausame Folterungen von Zivilisten nicht unterbinden konnte, kommen auch im Team erste Zweifel über die Richtigkeit der Mission auf.

Das Spiel zwingt einem die Folgen seines Handelns wahrzunehmen. Man kann nicht einfach wegschauen und so tun, als könnte man nichts für diese Auseinandersetzung. Am deutlichsten wird dies bei zwei Episoden: In der Ersten wird man vor die Wahl gestellt, wer leben und wer sterben soll... Angeblich sind beide Leute schuldig und dein 'Gegenspieler' (Colonal Konrad) erwartet eine Entscheidung. Die hierbei empfundene kognitive Dissonanz lässt sich durch keine Handlung auflösen. In der Zweiten wurde von Captain Walker (eigene Spielfigur) entschieden, den Weg durch ein gegnerisches Lager mit Hilfe eines Mörsers freizubomben. Anschließend durchquert man dieses selbst angerichtete Gemetzel und das, was man dort zu sehen bekommt, bringt einen an den Rand des Erträglichen. Verwundete, Schreie, noch brennende Soldaten!! „Das war zu viel! Das werden wir büßen!“ (Spec Ops). Das härteste Bild, welches ich wohl so schnell nicht mehr vergessen werde, erblickt man am Ende dieses Lagers; durch Phosphor verbrannte Leichen, in deren Mitte sich eine Mutter befindet, die ihr eigenes Kind fest an sich drückt und versucht, mit ihrer Hand die Augen des Kindes zu verschließen. Die Münder der Beiden sind weit geöffnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik des Selbstversuchs mit „Spec Ops: The Line“ im Kontext pädagogischer Fragestellungen und des Vergleichs mit „Herz der Finsternis“.

2. Der Selbstversuch: Spec Ops: The Line: Beschreibung der ersten Eindrücke, der Spielmechanik und der narrativen Parallelen zwischen dem Spiel und der Romanvorlage von Joseph Conrad.

3. Analyse und bildungstheoretische Einordnung: Untersuchung des Bildungscharakters des Spiels anhand humanistischer Theorien und Reflexion der ethischen Herausforderungen für den Spieler.

4. Fazit: Abschließende Bewertung, ob das Spiel tatsächliche Bildungsprozesse und eine kritische Auseinandersetzung mit Gewalt auslöst, mit einem klaren positiven Ergebnis.

Schlüsselwörter

Spec Ops: The Line, Herz der Finsternis, Joseph Conrad, Kriegsspiele, Bildungsmedium, Gewaltdarstellung, Selbstversuch, Antikriegsspiel, Moralische Reflexion, Third-Person-Shooter, Bildungsprozesse, Ethik, Computerspielanalyse, Dezentrierung, Hurra-Militarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Computerspiel „Spec Ops: The Line“ unter pädagogischen Gesichtspunkten und prüft, ob ein modernes Kriegsspiel Bildungsprozesse beim Nutzer anstoßen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die ethische Wirkung von Gewaltdarstellungen in digitalen Spielen sowie der intermediale Vergleich zwischen einem literarischen Klassiker und einem modernen Videospiel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob ein Shooter wie „Spec Ops: The Line“ den anspruchsvollen Vorlagen gerecht werden und beim Spieler eine Reflexion über das eigene Handeln bewirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt einen Selbstversuch durch und wendet bildungstheoretische Kriterien, insbesondere die von Fromme, Jörissen und Unger, auf die Spielerfahrung an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Konfrontation des Spielers mit moralischen Dilemmata, der narrativen Struktur des Spiels und der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Akteur im Spiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bildungsmedium, moralische Reflexion, Kriegsspielgenre und die literarische Adaption von „Herz der Finsternis“ geprägt.

Wie unterscheidet sich die Wirkung des Spiels von der Lektüre des Romans?

Während der Roman durch Sprache und Symbolik wirkt, ermöglicht das Spiel eine intensivere emotionale Identifikation und Betroffenheit durch die unmittelbare visuelle Darstellung von Gewalt.

Warum wird „Spec Ops: The Line“ als „Antikriegsspiel“ bezeichnet?

Weil das Spiel versucht, den Spieler nicht durch Heldenverehrung zu unterhalten, sondern ihn durch ein Ekelgefühl und ein schlechtes Gewissen dazu zwingt, sein Handeln und die Logik des Kriegs kritisch zu hinterfragen.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Durch Ballern bilden!? Third-Person-Shooter „Spec Ops: The Line“ und die Vorlage „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad
Untertitel
Ein Selbstversuch
Note
1,3
Autor
Stefan Wunder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
7
Katalognummer
V264890
ISBN (eBook)
9783656544319
ISBN (Buch)
9783656900337
Sprache
Deutsch
Schlagworte
durch ballern selbstversuch third-person-shooters spec line berücksichtigung vorlage herz finsternis joseph conrad
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Wunder (Autor:in), 2012, Durch Ballern bilden!? Third-Person-Shooter „Spec Ops: The Line“ und die Vorlage „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264890
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  7  Seiten
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