Ich befasse mich in meiner Arbeit mit den Motiven zur Migration, im Vordergrund steht die Emigration. Dieses Thema lässt sich durch den wissenschaftlichen Forschungsdrang begründen, zu erfahren was Menschen zur Emigration bewegt. Durch die Globalisierung und das Zusammenleben unterschiedlicher Nationalitäten gestaltet sich der Prozess der Integration immer schwieriger. Dadurch wird von uns immer mehr interkulturelle Kompetenz abverlangt, privat wie beruflich. ... Trotz fortwährendem gesellschaftlichen Wandel zeigt sich, dass Menschen schon immer gewandert sind. Was sind ihre Beweggründe? ...
Durch die Definition der einzelnen Migrationsformen möchte ich in das Thema einführen. Hier werden bereits einige Beweggründe für eine Auswanderung angeführt. Anschließend werde ich kurz auf die globalen Auswirkungen der Emigration eingehen. Um einige Gründe und Motivationen der Emigration aufzuzeigen werden immer wieder Push- und Pull-Faktoren einbezogen.
Dabei erörtere ich den sozialpolitischen Stellenwert meines Themas, indem ich die quantitative Bedeutung beleuchte. Dabei wird berücksichtigt wie viele Menschen weltweit von der Emigration betroffen sind und ein kurzer Vergleich zu Deutschland vorgenommen. Auch wird die ökonomische Bedeutung einbezogen, wie zum Beispiel der Verlust von qualifizierten Arbeitskräften. Weiter zu beachten ist der qualitative Einfluss, denn auch wenn es vielleicht nur wenige betrifft, spiegelt das Thema auch den gesellschaftlichen Wandel wieder.
Danach untersuche ich empirisch, durch die Auswertung eines Interviews, folgende konkrete Fragestellung: Was bewegt einen Einzelnen dazu auszuwandern? Dabei versuche ich die gelungene? Integration des Interviewten, ebenso wie seine persönlichen Gründe auszuwandern, sowie die Diskrepanz zu unserer Kultur herauszuarbeiten. ...
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Wanderungsbewegung
2.1 Migration
2.2 Emigration
2.2.1 Push-Faktoren
2.3 Immigration
2.3.1 Pull-Faktoren
3 Globale Auswirkungen
3.1 Vorteile der Einwanderung für das aufnehmende Land
3.2 Nachteile für das aufnehmende Land
3.3 Arbeitsmigration
3.3.1 Push- und Pull-Faktoren
3.4 Migration in Zahlen
3.4.1 Globale Wanderungstrends
3.4.2 Emigration der Deutschen
4 Interview mit einem Auswanderer
4.1 Persönliche Push-Faktoren des Interviewten
4.2 Persönliche Pull-Faktoren des Interviewten
4.3 Integration, Leben, Land
4.4 Schlussfolgerung aus dem Interview
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Motive und Beweggründe von Menschen zur Emigration. Ziel ist es, durch eine Verknüpfung theoretischer Grundlagen mit einer empirischen Auswertung eines persönlichen Interviews zu verdeutlichen, dass Wanderungsentscheidungen hochgradig individuell sind und nicht in starre Kategorien gefasst werden können.
- Theoretische Definition und Differenzierung von Migrationsformen.
- Analyse globaler Auswirkungen und sozioökonomischer Faktoren (Push- und Pull-Modelle).
- Untersuchung der Arbeitsmigration und ihrer Auswirkungen auf Herkunfts- und Zielländer.
- Qualitative Auswertung eines Experteninterviews zur Integration und kulturellen Diskrepanz.
- Reflexion sozialpolitischer Herausforderungen für die Interkulturelle Kompetenz.
Auszug aus dem Buch
4.1 Persönliche Push-Faktoren des Interviewten
Durch seine politische Einstellung, zu der er schon im Teenageralter fand, hatte Tobias schon immer eine Affinität zur ehemaligen Sowjetunion. Er lernte Russisch. Tobias hat während seines Studiums erkannt, dass es kaum Interesse an Stellenangeboten aus der ehemaligen Sowjetunion unter seinen Kommilitonen gab. Er witterte wenig Konkurrenz. So sah er eine gute Chance auf einen faszinierenden und begehrenswerten Job in einem dieser Länder.
Er erhielt durch Kontakte ein interessantes Jobangebot.
Er wollte die Situation in diesem Land kennen lernen und sich selbst beweisen, das die Meinungen, die in Deutschland über Ost-Länder bestehen, nicht realistisch sind. Er wollte miterleben, wie ein Land im Umbruch lebt, wollte an erster Front mitkämpfen.
Die Abenteuerlust und Neugierde, Offenheit und Toleranz gaben weiteren Ansporn, das Land kennen zu lernen. Es reizte ihn, andere Kulturen zu studieren und zu hinterfragen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Migrationsmotive ein und begründet die Relevanz interkultureller Kompetenz im Kontext der Globalisierung.
2 Wanderungsbewegung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Migration sowie Emigration und erläutert die theoretischen Konzepte von Push- und Pull-Faktoren als Ursachen für Wohnsitzwechsel.
3 Globale Auswirkungen: Hier werden die ökonomischen und sozialen Konsequenzen der Migration für aufnehmende Länder sowie die speziellen Aspekte der Arbeitsmigration und statistische Trends beleuchtet.
4 Interview mit einem Auswanderer: Anhand eines konkreten Praxisbeispiels wird untersucht, welche persönlichen Faktoren eine Auswanderung beeinflussen und wie sich Integration im Alltag gestaltet.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, welche die Komplexität und Individualität von Auswanderungsentscheidungen bestätigt.
Schlüsselwörter
Migration, Emigration, Immigration, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Arbeitsmigration, Interkulturelle Kompetenz, Integration, Akkulturation, Belarus, Globalisierung, Gesellschaftlicher Wandel, Lebensstandard, Sozialpolitik, Individuelle Motive.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Beweggründen für Migration, wobei der Fokus gezielt auf dem Aspekt der Emigration liegt, um ein tieferes Verständnis für diesen Prozess zu gewinnen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Ursachen von Wanderungen, den globalen Auswirkungen der Migration und einer empirischen Einzelfallanalyse eines deutschen Auswanderers in Belarus.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel besteht darin zu zeigen, dass die Entscheidung zur Auswanderung ein hochgradig individueller Prozess ist, der sich nicht durch allgemeingültige Kategorien vollständig erfassen lässt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und einer qualitativen empirischen Methode mittels eines Leitfadeninterviews verwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Migrationsbegriffe und -faktoren sowie eine detaillierte Auswertung eines Interviews hinsichtlich persönlicher Push- und Pull-Faktoren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die wichtigsten Begriffe sind Migration, Push- und Pull-Faktoren, Arbeitsmigration, Interkulturelle Kompetenz, Akkulturation und der individuelle Migrationsprozess.
Warum wurde das Beispiel Belarus für das Interview gewählt?
Das Beispiel verdeutlicht den Kontrast zwischen den politischen und kulturellen Strukturen einer Autokratie und den Werten eines aus Deutschland stammenden Individuums.
Welche Rolle spielt die Integration laut dem Interviewpartner?
Die Integration wird als schwieriger Prozess beschrieben, der durch sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede und eine bewusste Entscheidung des Individuums, die eigene Identität zu bewahren, beeinflusst wird.
Wie bewertet der Autor die ökonomischen Auswirkungen der Emigration?
Die Arbeit beleuchtet sowohl die Chancen, wie den Austausch von Wissen, als auch die Risiken, wie den Verlust qualifizierter Arbeitskräfte (Brain Drain) für die Herkunftsländer.
Welches Fazit zieht die Autorin hinsichtlich der Integrationsdebatte?
Das Fazit betont, dass Integration ein wechselseitiger Prozess ist, der über die staatliche Politik hinaus ein hohes Maß an Toleranz und Austauschbereitschaft in der gesamten Bevölkerung erfordert.
- Arbeit zitieren
- Nicole Wegmann (Autor:in), 2009, Was bewegt Menschen zur Auswanderung?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264112