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Kernbereich privater Lebensgestaltung

Objektivierbar oder auf den einzelfall anzupassen

Title: Kernbereich privater Lebensgestaltung

Seminar Paper , 2013 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Demir (Author)

Law - Public Law / Administrative Law

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Summary Excerpt Details

In den vergangenen Jahren haben sich die Möglichkeiten der polizeilichen Ermittlungen zur Aufklärung von Straftaten deutlich verbessert. Die technischen Fortschritte eröffnen den Ermittlungsbehörden immer neue Wege zur Strafverfolgung. Mittlerweile lebt der Mensch in einer Zeit, in der sogar damit zu rechnen ist, dass es möglich ist das tiefste Geheimnis ans Tageslicht kommen zu lassen. Die Gesellschaft ist an einen Punkt geraten an dem darüber nachgedacht wird mittels technischer Hilfsmittel die Gedanken eines Menschen auswerten zu können. Man denke an die fast schon pervers erscheinende Idee des Lügendetektors. Diese neuen Möglichkeiten lassen die Frage aufkommen, ob diese denn eher einen gesellschaftlichen Vor- oder Nachteil darstellen.
Daher ist es aktuell noch nie so wichtig wie zu dieser Zeit gewesen einen gesetzlichen Rahmen für diese Eingriffe zu schaffen. Dieser Grundgedanke eines letzten Kernes, der absolut unantastbar für jede staatliche Behörde ist, soll hier analysiert werden. Besonderes Augenmerk wird in dieser Seminararbeit darauf gelegt, ob es sich bei dem Kernbereich privater Lebensgestaltung um ein Konzept handelt, dass für jeden ähnlichen Fall objektivierbar ist oder einzelfallabhängig speziell erwägt werden muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Der Kernbereich privater Lebensgestaltung in seinem historischen Kontext

C. Der Kernbereich privater Lebensgestaltung in seinem grundrechtlichen Zusammenhang

D. Die „Drei-Sphären-Theorie“

1. DNA-Analyse

2. Wohnraumüberwachung / „Großer Lauschangriff“

3. Telekommunikationsüberwachung

4. Staatstrojaner

5. Die Verwertung von privaten Schriftstücken

E. Kritik an der „Drei-Sphären-Theorie“ und alternative Ansätze

F. Fälle aus der Praxis

1. Der Tagebuchfall 1

2. Der Tagebuchfall 2

3. Der Selbstgesprächs-Fall

G. Das „Zweistufenkonzept“ in der polizeilichen Praxis

H. Kritik

I. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert den verfassungsrechtlichen Schutzbereich des Kernbereichs privater Lebensgestaltung vor dem Hintergrund moderner polizeilicher Ermittlungsmethoden. Ziel ist es zu untersuchen, ob dieser Schutzbereich als starres Konzept objektivierbar ist oder eine einzelfallabhängige Abwägung erfordert.

  • Historische Entwicklung des Kernbereichsschutzes
  • Die Drei-Sphären-Theorie in der Rechtsprechung
  • Anwendung des Schutzes auf moderne Ermittlungsmittel (Staatstrojaner, DNA-Analyse)
  • Praktische Umsetzung des Zweistufenkonzepts bei Überwachungsmaßnahmen
  • Abgrenzungsproblematik in der Rechtsprechung (Tagebuch- und Selbstgesprächsfälle)

Auszug aus dem Buch

D. Die „Drei-Sphären-Theorie“

Wie bereits oben angedeutet umfasst der Kernbereich privater Lebensgestaltung die Möglichkeit höchstpersönliche Informationen, Gedanken, Vorlieben geheim halten zu können. Er stellt einen Bereich dar, der für Ermittlungsbehörden absolut unantastbar ist. Allein der Begriff „Kernbereich“ lässt erahnen, dass es sich nur um einen kleinen Ausschnitt eines übergeordneten größeren Bereiches handelt.

Daher gestaltet es sich für das BVerfG besonders schwierig eine allgemeine Definition für den geschützten Bereich zu formulieren. Es ist lediglich zu sagen, dass vorrangig Gedanken, die in ihrem Wesen das Innerste offenbaren, diesen absoluten Schutz genießen. Mit anderen Worten, „wenn das Innerste nach außen gekehrt wird“ ist von einer Kernbereichsverletzung zu sprechen. Jedoch wirft auch diese Stütze die Frage auf, in welchem Sachverhalt wiederum das Innerste betroffen ist.

Aus diesem Grund macht das Gericht deutlich, dass die Frage, ob ein Sachverhalt konkret dem Kernbereich sozialer Lebensgestaltung zuzuordnen ist von den Umständen, sowie vom Einzelfall abhängig ist. Dafür schreibt es gewisse Zuordnungsregeln vor. Das BVerfG nutzt dabei in ständiger Rechtsprechung die sogenannte die von Heinrich Hubmann entwickelte „Drei-Sphären-Theorie“. Die Grundlage für diese Theorie bildet die Annahme, dass sich der Mensch im Kreise Vertrauter offener zeigt als in der Öffentlichkeit, in der er sich eher zurückhalten würde. Sie kategorisiert die Persönlichkeit in unterschiedliche Sphären, in der jede Sphäre ein eigenes Maß an Schutzintensität besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Problematik technischer Fortschritte bei polizeilichen Ermittlungen und die Notwendigkeit eines gesetzlichen Rahmens für den Kernbereich privater Lebensgestaltung.

B. Der Kernbereich privater Lebensgestaltung in seinem historischen Kontext: Darstellung der historischen Wurzeln des unantastbaren Bereichs der Individualfreiheit seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.

C. Der Kernbereich privater Lebensgestaltung in seinem grundrechtlichen Zusammenhang: Analyse der Bedeutung der Menschenwürde für den Kernbereichsschutz unter Verwendung der Objektformel.

D. Die „Drei-Sphären-Theorie“: Erläuterung der Kategorisierung in Sozial-, Privat- und Intimsphäre sowie deren Anwendung auf spezifische Maßnahmen wie DNA-Analyse, Wohnraumüberwachung, Telekommunikationsüberwachung und Staatstrojaner.

E. Kritik an der „Drei-Sphären-Theorie“ und alternative Ansätze: Diskussion der Kritik an der strikten Trennung privater und öffentlicher Bereiche sowie der Schwierigkeit der Abgrenzung.

F. Fälle aus der Praxis: Fallstudien zu Tagebüchern und Selbstgesprächen, die die Schwierigkeiten bei der praktischen Anwendung des Verwertungsverbots verdeutlichen.

G. Das „Zweistufenkonzept“ in der polizeilichen Praxis: Erläuterung der operativen Handlungsanweisungen für Ermittlungsbehörden zum Schutz des Kernbereichs.

H. Kritik: Kritische Würdigung der Handhabbarkeit des Konzepts für die Praxis und das Spannungsfeld zwischen Opferschutz und Strafverfolgung.

I. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass der Kernbereich privater Lebensgestaltung aufgrund der Variabilität menschlichen Lebens kein starrer Begriff sein kann.

Schlüsselwörter

Kernbereich privater Lebensgestaltung, Drei-Sphären-Theorie, Menschenwürde, Unantastbarkeit, Wohnraumüberwachung, Staatstrojaner, Tagebuchfall, Selbstgespräch, Verwertungsverbot, Zweistufenkonzept, Grundgesetz, Strafprozessordnung, Intimsphäre, Privatsphäre, Ermittlungsmaßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den absoluten Schutzbereich privater Lebensgestaltung vor staatlichen Eingriffen durch polizeiliche Ermittlungsmethoden im Rahmen des deutschen Grundgesetzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die verfassungsrechtliche Verankerung des Kernbereichsschutzes, die Anwendung der Drei-Sphären-Theorie sowie die Abgrenzung zur Strafverfolgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob der Kernbereich als starres, objektivierbares Konzept definiert werden kann oder ob er notwendigerweise einer einzelfallabhängigen Betrachtung unterliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die juristische Dogmatik, insbesondere die Analyse der einschlägigen höchstrichterlichen Rechtsprechung (BVerfG und BGH) und die Auswertung rechtswissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Schutzes, die Anwendung auf moderne Überwachungstechnik sowie die praktische Umsetzung anhand von Präzedenzfällen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kernbereichsschutz, Drei-Sphären-Theorie, Menschenwürde, Verwertungsverbot und das Zweistufenkonzept.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „Zweistufenkonzepts“ für die Polizei?

Der Autor stellt dar, dass das Konzept zwar notwendige Handlungsanweisungen gibt, aber die praktische Umsetzung, insbesondere bei der Echtzeitüberwachung, technisch auf erhebliche Schwierigkeiten stößt.

Warum ist der „Selbstgesprächs-Fall“ für die Argumentation des Autors von besonderer Bedeutung?

Er dient als Beispiel dafür, wie das Konzept des Kernbereichsschutzes die Justiz bei der Verurteilung offensichtlicher Straftäter an ihre Grenzen führen kann, was das öffentliche Vertrauen gefährden könnte.

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Details

Title
Kernbereich privater Lebensgestaltung
Subtitle
Objektivierbar oder auf den einzelfall anzupassen
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
1,3
Author
Christian Demir (Author)
Publication Year
2013
Pages
25
Catalog Number
V264101
ISBN (eBook)
9783656533412
ISBN (Book)
9783656536338
Language
German
Tags
kernbereich lebensgestaltung objektivierbar Würde Polizei Observation Lauschangriff Zweistufenkonzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Demir (Author), 2013, Kernbereich privater Lebensgestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/264101
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