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Institutionelle Transition und Korruption in postsozialistischen Systemen - Politikwissenschaftliche Analyse der Korruptionsgenesis im Kontext der EU-Osterweiterung

Titel: Institutionelle Transition und Korruption in postsozialistischen Systemen - Politikwissenschaftliche Analyse der Korruptionsgenesis im Kontext der EU-Osterweiterung

Seminararbeit , 2004 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ljubomir Milev (Autor:in)

Politik - Region: Russland

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem endgültigen Kollaps der kommunistischen Systeme Anfang der 1990er
Jahre in den südosteuropäischen Ländern, sofern sie sozialistisch geprägt waren,
setzten im generellen parallel dazu ablaufende ökonomische, politische und
gesellschaftliche Transformationsprozesse ein, die die Umgestaltung der staatlichen,
politischen und wirtschaftlichen Institutionen von zentralisierter Planwirtschaft hin
zu funktionierender Marktwirtschaft, von einparteien-diktatorischen Systemen hin zu
parlamentarischer Demokratie, aber auch von ständischen zu bürokratischen
Strukturen und von ländlichen zu städtischen Gesellschaften zum Ziel hatten.
In Bulgarien gestaltete sich dieser Trans itionsprozess ähnlich wie in den anderen
südosteuropäischen Staaten, jedoch wurde schon kurz nach der Wende aus
oppositionellen Kreisen, in Berufung auf Geheimdienstquellen, auf eine mögliche,
unkontrollierte Verlagerung politischer Einflussnahme von Vertretern der
ehemaligen Nomenklatur in wirtschaftliche Bereiche hingewiesen. Diese
vermutliche, andauernde Machttransformation führte im September 1993 auf der
263-sten Sitzung des bulgarischen Parlaments dazu, dass die Abgeordnete Velislava
Dareva vom Redenerpult aus konstatierte, dass in den vorangegangenen Jahren die
Korruption in der staatlichen Administration stetig zugenommen habe. Sie forderte
deshalb das Parlament auf, eine Untersuchungskommission zu diesem Sachverhalt
einzuberufen. 1 Die kurz darauf ernannte Kommission bezog sich bei ihrer Prüfung
primär auf die Chronologie und die Anatomie einzelner Fälle von Korruption, ohne
explizit die Ursachen dafür zu hinterfragen.
Die Europäische Union (im Folgenden auch als EU abgekürzt) stellt in ihren
alljähr lichen Regelmäßigen Berichten über die Fortschritte Bulgariens auf dem Weg
zum Beitritt fest, dass Bulgarien den rechtlichen Rahmen zur
Korruptionsbekämpfung kontinuierlich verbessert. Jedoch werden in jedem Bericht
die stockenden Justizreformen, als grund legendes Hindernis bei der Durchführung
der Rechtsnormen angesehen und darauf verwiesen, dass Korruption nach wie vor ein ernsthaftes Problem darstellt.2 [...]

1 Tambuev, Georgi, vlast oblecena v korupcija, Sofija 2001
2 Vgl. dazu: Regelmäßiger Bericht über die Fortschritte Bulgariens auf dem Weg zum Beitritt 1998-
2003

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung und Fragestellung

II. Institutionen

1. Definition

2. Institutionen im totalitären Regime

3. Postkommunistische Institutionalisierung und konsolidierte Demokratie

III. Korruption

1. Definitionsansatz

2. Herangehensweise und Thematisierung

3. Politik der Europäischen Union zur Bekämpfung der Korruption

4. Funktionsweise

5. Zur institutionellen Korruption

6. Gründe für Korruption – allgemein und spezifisch

IV. Politische Prozesse, Administration und Korruption

V. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen institutioneller Transition und Korruption in der staatlichen Administration Bulgariens während der Umbruchphase 1989 bis 1993. Ziel ist es, die Kausalität zwischen dem demokratischen Systemwandel und dem Fortbestehen bzw. der Zunahme korruptiver Praktiken zu analysieren.

  • Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen im postsozialistischen Bulgarien.
  • Untersuchung der EU-Politik zur Korruptionsbekämpfung in Beitrittsländern.
  • Theoretische Fundierung von Korruption (Triade-Modell und institutionelle Korruption).
  • Bewertung der administrativen Defizite während der demokratischen Konsolidierung.
  • Diskussion der Auswirkungen von Globalisierung und Schocktherapie auf staatliche Integrität.

Auszug aus dem Buch

1. Definition

Versucht man Institutionen zu definieren, so kann man sich dabei ökonomischer, politikwissenschaftlicher, soziologischer oder auch anthropologischer Interpretationsansätze bedienen. Grob skizziert, sind Institutionen demnach Einrichtungen, die bestimmte Zwecke erfüllen und die soziales Handeln vermitteln. Sie stellen ein Ordnungsgebilde aus Richtlinien, Regeln, Verhaltensweisen und Beschränkungen dar, die die zwischenmenschlichen Beziehungen erleichtern, als Orientierung in der sozialen Umwelt und für die Aufrechterhaltung der Abläufe des gesellschaftlichen Lebens dienen sollen. Dementsprechend kann man behaupten, dass Institutionen die „Spielregeln einer Gesellschaft“ sind, gleichwohl ob es sich dabei um primäre oder sekundäre Institutionen handelt.

Folglich sind politische Institutionen, seien das Parteien, Verfassungen oder ähnliches, der Regulator respektive Initiator staatlicher Ordnung, die durch konkret definierte Regeln zwar nicht vollständig politische Prozesse kontrollieren können, jedoch diese beeinflussen. Funktionierende, demokratische Institutionen, wohl gemerkt die „Pluralität von Institutionen“, sind es, die den Bestand von Gesellschaften, zum Teil auch die Prosperität und ein bestimmtes zivilisatorisches Niveau, und deren Stabilität auf Dauer gewährleisten und anhand derer man die Leistungsfähigkeit bzw. die Belastbarkeit von Gesellschaften ermitteln kann. Somit zeigen die Institutionen, in diesem Zusammenhang auch die politischen, die Konstruktion und die Beschaffenheit der inneren Strukturen einer Gesellschaft auf, also auch deren Rigidität bzw. Flexibilität.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in den Transformationsprozess Bulgariens nach 1989 ein und definiert das Ziel, den Zusammenhang zwischen institutioneller Transition und Korruption in der staatlichen Verwaltung zu untersuchen.

II. Institutionen: Es werden theoretische Grundlagen zu Institutionen erläutert und die spezifische Situation in totalitären Regimen sowie die Herausforderungen der postkommunistischen Institutionalisierung und Demokratisierung dargelegt.

III. Korruption: Dieser Abschnitt widmet sich der Definition und Thematisierung von Korruption, bewertet die EU-Politik zur Korruptionsbekämpfung und analysiert Mechanismen sowie Gründe für Korruption.

IV. Politische Prozesse, Administration und Korruption: Das Kapitel setzt die Administration, die politischen Transformationsprozesse und die Korruption zueinander in Relation, um die Kausalitäten in Bulgarien aufzuzeigen.

V. Schlussbetrachtungen: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei das institutionelle Vakuum und das Reformdefizit als Hauptursachen für die Korruption in Bulgarien zwischen 1989 und 1993 identifiziert werden.

Schlüsselwörter

Korruption, Bulgarien, Institutionelle Transition, Postkommunismus, Demokratisierung, Staatsverwaltung, Systemwechsel, EU-Osterweiterung, Klientelismus, politische Eliten, Administration, Transformationsprozess, Demokratiekonsolidierung, Machttransformation, Rechtsstaatlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen Korruption in Bulgarien während der politischen und wirtschaftlichen Umbruchphase zwischen 1989 und 1993.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der institutionelle Wandel, die Rolle der staatlichen Administration, die Auswirkungen der Demokratisierung und die Ansätze der EU zur Korruptionsbekämpfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den kausalen Zusammenhang zwischen der institutionellen Transition und dem Auftreten von Korruption in der bulgarischen Staatsverwaltung zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis einer Einzelfallstudie durch, die auf einer Längsschnittanalyse für den Zeitraum 1989–1993 basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Institutionen, den spezifischen Bedingungen totalitärer Systeme, Korruptionstheorien und der konkreten Analyse der politischen Prozesse in Bulgarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Korruption, Postkommunismus, Transformation, institutionelles Vakuum und Demokratisierung.

Welche Rolle spielt die EU in der Argumentation des Autors?

Die EU wird als Akteur betrachtet, der durch Monitoring und externe Vorgaben Druck auf Reformen ausübt, jedoch laut Autor bisher keine ausreichend konsequente Strategie zur Korruptionsbekämpfung umgesetzt hat.

Warum bezeichnet der Autor das Ergebnis der Arbeit als "Axiom"?

Da es für den Untersuchungszeitraum an belastbaren empirischen Daten fehlt, ist die These der Kausalität nicht streng wissenschaftlich beweisbar, sondern stützt sich auf eine analytische Zusammenführung von Beobachtungen und Indikatoren.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Institutionelle Transition und Korruption in postsozialistischen Systemen - Politikwissenschaftliche Analyse der Korruptionsgenesis im Kontext der EU-Osterweiterung
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Osteuropa-Institut)
Veranstaltung
Dimensionen der Integration Europas - ein politikwissenschaftlicher Blick auf die EU-Erweiterung
Note
1,7
Autor
Ljubomir Milev (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
28
Katalognummer
V26393
ISBN (eBook)
9783638287401
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Institutionelle Transition Korruption Systemen Politikwissenschaftliche Analyse Korruptionsgenesis Kontext EU-Osterweiterung Dimensionen Integration Europas Blick EU-Erweiterung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ljubomir Milev (Autor:in), 2004, Institutionelle Transition und Korruption in postsozialistischen Systemen - Politikwissenschaftliche Analyse der Korruptionsgenesis im Kontext der EU-Osterweiterung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/26393
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Leseprobe aus  28  Seiten
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