In dieser Arbeit finden Studenten einen Überblick darüber, wie ein Unterrichtsentwurf auszusehen hat.
Die Stunde ist aus dem Bereich des Turnens.
Gliederung
1. Einordnung in den Lehrplan
2. Lerngruppenanalyse
3. Sachanalyse
4. Didaktische Analyse
5. Ziele der Unterrichtsstunde
6. Methodische Analyse
7. Tabellarische Stundenverlaufsskizze
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser schulpraktischen Arbeit ist die Planung und methodische Aufbereitung einer Vertiefungsstunde im Gerätturnen, wobei der Fokus auf der Weiterentwicklung turnerischer Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Boden und Sprung liegt. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch differenzierte methodische Heranführungen und gezielte Sicherheitsstellungen Defizite bei ausgewählten Elementen abgebaut und Lernfortschritte in einer geschlechterheterogenen 8. Klasse eines Gymnasiums erzielt werden können.
- Methodische Vermittlung von Boden- und Sprungelementen (Rolle rückwärts, Sprunghocke).
- Differenzierung und individuelle Förderung bei unterschiedlichen Leistungsständen.
- Integration von Sicherheitsstellung und Hilfeleistung als wesentliche Kompetenzbereiche.
- Strukturierung einer Lernumgebung zur Steigerung der Eigenverantwortung.
- Theoretische Fundierung von Gerätturnübungen in Bezug auf Rahmenpläne und sportmotorische Grundlagen.
Auszug aus dem Buch
3. Sachanalyse
Ziel der Sachanalyse wird es sein, die prüfungsrelevanten Turnelemente, aus den im Lehrplan vorgeschriebenen Gruppen in ihrer Bewegungsausführung zu beschreiben, sowie die entsprechende Hilfestellung darzulegen. Zunächst werde ich mit der Beschreibung der Stützsprünge über den Bock, bzw. Doppelbock beginnen und anschließend auf die jeweiligen Bodenelemente eingehen.
Die Stützsprünge, ob Grätsche oder Hocke, dienen im Anfängerbereich dazu ein „Hindernis stützend zu überwinden“ (Knirsch, 2001, S. 99) und werden daher auch als „Grundstützsprünge“ (ebd., S. 99) bezeichnet. Nach Knirsch (2001) ist es essentiell vor den Sprungübungen die Technik des Landens zu erlernen, um an dieser Stelle Verletzungen vorzubeugen. Wichtig ist, dass bei der Landung „die Knie nie mehr als 90° gebeugt werden dürfen und der Rücken möglichst gerade bleibt“ (ebd. S. 100). Nach Zinke (1965, S. 355) kann die Funktionsphasenanalyse des Stützsprunges in 4 Phasen unterteilt werden (dahinter in Klammern die neuere Bezeichnung durch Knirsch, 2001):
1. Anlauf (Hilfsfunktionsphase II. Ordnung) und Sprung aufs Brett (Hilfsfunktionsphase I. Ordnung)
2. Absprung und erste Flugphase
3. Abdruck vom Gerät und zweite Flugphase (2. + 3. = Hauptfunktionsphase)
4. Landung (Übergangsfunktionsphase).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordnung in den Lehrplan: Dieses Kapitel verortet das Gerätturnen im Rahmenlehrplan für Mecklenburg-Vorpommern und erläutert die Bedeutung der Differenzierung für unterschiedliche Leistungsniveaus.
2. Lerngruppenanalyse: Hier wird die Zusammensetzung der 8. Klasse sowie deren aktueller Fertigkeitsstand in Bezug auf Bodenelemente wie Handstand, Kopfstand und Rolle rückwärts analysiert.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel liefert eine fachwissenschaftliche Beschreibung der Stützsprünge und Bodenelemente inklusive der notwendigen Hilfeleistungen.
4. Didaktische Analyse: Die Begründung der Unterrichtsinhalte erfolgt hier unter Berücksichtigung von Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung sowie der vielfältigen Chancen des Turnens für die körperliche Entwicklung.
5. Ziele der Unterrichtsstunde: Hier werden die angestrebten Kompetenzen (Sach-, Methoden-, Sozial- und Personalkompetenz) definiert, die den Kern des Kompetenzmodells für diese Stunde bilden.
6. Methodische Analyse: Dieses Kapitel erläutert die praktische Umsetzung, die Materialorganisation und die Entscheidung für eine lehrergeleitete Unterrichtsform zur Lernsteuerung.
7. Tabellarische Stundenverlaufsskizze: Diese Zusammenfassung stellt den zeitlichen Ablauf, die Phasen der Stunde sowie die eingesetzten Methoden und Geräte übersichtlich dar.
Schlüsselwörter
Gerätturnen, Sportunterricht, Sprunghocke, Bodenturnen, Didaktik, Methodik, Hilfestellung, Sicherheitsstellung, Kompetenzentwicklung, Körpererfahrung, Bewegungsfertigkeiten, Stützsprung, Bewegungslehre, Differenzierung, Schulsport.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische und methodische Planung einer Sportstunde im Bereich Gerätturnen für eine 8. Gymnasialklasse, mit dem Fokus auf Stützsprüngen am Bock sowie spezifischen Bodenelementen.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Themen sind die fachgerechte Ausführung von Turnelementen, die Bedeutung von Sicherheitsstellung und Hilfeleistung sowie die methodische Heranführung der Schüler an komplexere Bewegungsabläufe.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist die Weiterentwicklung der turnerischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler durch gezielte methodische Reihen und die Förderung ihrer Handlungsfähigkeit im Sport.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden bewegungswissenschaftliche Grundlagen zur Funktionsphasenanalyse von Sprüngen herangezogen sowie didaktische Prinzipien der Unterrichtsplanung nach Klafki angewendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Übungen, die didaktische Begründung der Inhalte sowie eine detaillierte methodische Analyse des Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Gerätturnen, Bewegungsfertigkeiten, methodische Reihe, Hilfeleistung und Kompetenzentwicklung beschreiben.
Wie werden die Schüler differenziert gefördert?
Durch die Bereitstellung unterschiedlicher Gerätehöhen und durch Aufgabenstellungen, die sich am individuellen Leistungsstand orientieren, wird eine innere Differenzierung ermöglicht.
Welche Rolle spielen Sicherheitsstellungen?
Die Sicherheitsstellung ist essenziell, um Verletzungen vorzubeugen, den Schülern Ängste zu nehmen und eine korrekte Bewegungsführung durch den Partner zu gewährleisten.
Warum wird die Form des lehrergeleiteten Unterrichts gewählt?
Diese Form wurde gewählt, um einen besseren Überblick über die Lernfortschritte zu behalten und das Lerntempo bei komplexen Übungen wie der Rolle rückwärts gezielter steuern zu können.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Schulpraktische Übung – Gerätturnen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263808