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Exemplarische Textanalyse zu Georg Heyms Erzählung "Der Irre" auf der Grundlage der strukturalistischen Erzähltheorie

Title: Exemplarische Textanalyse zu Georg Heyms Erzählung "Der Irre" auf der Grundlage der strukturalistischen Erzähltheorie

Term Paper , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Luise Glistau (Author)

German Studies - Modern German Literature

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"Ein irrtümlich als geheilt entlassener Irrer, der sich an seiner Frau, die er für die Ursache und also für schuldig hält an seinem Aufenthalt im Irrenhaus, rächen will und auf dem Nachhauseweg und dem vergeblichen Suchen nach seiner Frau zum mehrfachen, bestialischen Mörder völlig unbeteiligter, zufälliger Opfer wird, bis der tödliche Schuß eines Polizisten seinem Mord- und Zerstörungsrausch ein Ende macht, ist das Thema der Erzählung Heyms."

Diese kurze Beschreibung stellt Waltraut Schwarz‘ Versuch einer Inhaltsanalyse der oft als Novelle bezeichneten Erzählung Der Irre des expressionistischen Autors Georg Heym dar. Dass dabei gänzlich darauf verzichtet wird, die Eigenheiten der Präsentation des narrativen Inhalts zu beschreiben, könnte darauf zurückzuführen sein, dass dies ein wesentlich komplexeres Vorhaben wäre, als es eine reine Nacherzählung der Ereignisse in ihrer chronologischen Reihenfolge bedeutet. Wie wichtig aber eben die Beschreibung und Analyse der narrativen Gestaltung einer Erzählung sein kann, soll im Rahmen dieser Arbeit durch die Auseinandersetzung mit der strukturalistischen Erzähltheorie sowohl im theoretischen als auch im angewandten Sinn gezeigt werden.
Hierzu wird nach einer Abhandlung zur Entstehung der strukturalistischen Herangehensweise an literarische Texte detailliert auf die Analysekategorie Modus eingegangen, welche wiederum durch die Parameter Distanz und Fokalisierung charakterisiert ist. Um Heyms Erzählung im zweiten Teil der Arbeit in Hinblick auf die strukturalistische Erzähltheorie fundiert beschreiben und analysieren zu können, wird in den theoretischen Abhandlungen versucht, verstärkt einen Schwerpunkt auf diejenigen Aspekte zu legen, welche auf der narrativen Ebene zur Konstitution des Bildes des Wahnsinns des Protagonisten beitragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die strukturalistische Erzähltheorie

3. Theoretische Reflexion zur Analysekategorie Modus

3.1 Fokalisierung

3.2 Distanz

4. Zur Darstellung des Wahnsinns durch die narrativen Mittel der Kategorie Modus in Georg Heyms Erzählung Der Irre

4.1 Gegenüber von Realität und Wahn durch dynamische Fokalisierungswechsel

4.2 Nutzung des dramatischen Modus zur Vergegenwärtigung der wahnsinnigen Psyche des Protagonisten

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, anhand von Georg Heyms Erzählung "Der Irre" zu demonstrieren, wie narrative Mittel der Kategorie "Modus" – konkret Fokalisierung und Distanz – gezielt zur Konstitution des Bildes von Wahnsinn eingesetzt werden und die Leserwahrnehmung beeinflussen.

  • Strukturalistische Erzähltheorie nach Martinez und Scheffel
  • Analysekategorie Modus (Fokalisierung und Distanz)
  • Wechselwirkung zwischen Realität und Wahn im Erzähltext
  • Darstellung der psychischen Verfassung des Protagonisten
  • Funktion von Erzählerkommentaren und transponierter Rede

Auszug aus dem Buch

4.1 Gegenüber von Realität und Wahn durch dynamische Fokalisierungswechsel

Besonders massiv wird die Dynamik im Fokalisierungswechsel am Ende der Erzählung. Bevor es in der finalen Szene zur Erschießung des Protagonisten kommt, wechseln sich Übersicht („Unter ihm wurden ein paar Frauen auf ihn aufmerksam. Sie lachten. Andere kamen, es entstand ein Gedränge, Ladenmädchen rannten nach dem Geschäftsführer.“) und Innensicht („Unter ihm in dem Ozean war ein riesiges Licht. Er mußte jetzt herabtauchen, jetzt war es Zeit, auf das Meer zu sinken. Aber da war etwas Schwarzes, etwas Feindliches […]“) abrupt und in schneller Folge ab. Bisweilen geschieht dies sogar innerhalb eines Satzes, wie im Moment des Sprunges von der Balustrade („Da ist das Schwarze, da ist das, – und er reißt ein Ladenmädchen zu sich herauf, legt ihr die Hände um die Kehle und drückt zu.“).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Erzählung "Der Irre" vor und erläutert die methodische Herangehensweise durch die strukturalistische Erzähltheorie zur Analyse der narrativen Gestaltung.

2. Einführung in die strukturalistische Erzähltheorie: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Erzähltheorie und führt die zentrale Unterscheidung zwischen histoire und discours ein.

3. Theoretische Reflexion zur Analysekategorie Modus: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Analysekategorie Modus erläutert, wobei der Fokus auf den Parametern Fokalisierung und Distanz liegt.

4. Zur Darstellung des Wahnsinns durch die narrativen Mittel der Kategorie Modus in Georg Heyms Erzählung Der Irre: In diesem Hauptteil wird die theoretische Analysemethode auf Heyms Text angewandt, um die Konstruktion des Wahnsinns mittels Fokalisierungswechseln und dramatischem Modus zu untersuchen.

5. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass die Modus-Kategorie entscheidend zur Darstellung des Wahnsinns beiträgt und weist auf weiterführende Analysemöglichkeiten hin.

Schlüsselwörter

Strukturalistische Erzähltheorie, Modus, Fokalisierung, Distanz, Georg Heym, Der Irre, Wahnsinn, Narration, histoire, discours, Erzählinstanz, Perspektivierung, dramatische Darstellung, Wahnvorstellungen, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der expressionistische Autor Georg Heym in seiner Erzählung "Der Irre" den Zustand des Wahnsinns durch erzähltechnische Mittel für den Leser erfahrbar macht.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf der strukturalistischen Erzähltheorie, speziell der Analysekategorie "Modus", sowie der Darstellung psychischer Krankheitsbilder in der Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass die Erzählung Heyms nicht bloß inhaltlich den Wahnsinn beschreibt, sondern durch Parameter wie Fokalisierung und Distanz aktiv eine entsprechende Lesewirkung erzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin verwendet die strukturalistische Erzähltheorie, orientiert an den Konzepten von Matias Martinez, Michael Scheffel und Gérard Genette.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Dynamik der Fokalisierung zwischen Realität und Wahn sowie die Nutzung des dramatischen Modus zur unmittelbaren Vergegenwärtigung der Gedankenwelt des Protagonisten.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Fokalisierung, Distanz, Modus, Erzähltheorie, Georg Heym, "Der Irre" und narrative Mittel.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Realitätseffekt" bei der Darstellung des Wahnsinns?

Der Autor nutzt den Realitätseffekt (effet de réel), um durch detailreiche, oft funktionslose Beschreibungen eine unmittelbare Wirklichkeitsillusion zu schaffen, die den Wahnsinn der Hauptfigur für den Leser überzeugender erscheinen lässt.

Warum ist die Analyse der "transponierten Rede" für dieses Dokument relevant?

Die transponierte Rede, insbesondere in der Form der erlebten Rede, ermöglicht es, psychische Zustände und Gedankenabläufe der Figur unmittelbar zu präsentieren, was zur psychologischen Tiefe der Erzählung beiträgt.

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Details

Title
Exemplarische Textanalyse zu Georg Heyms Erzählung "Der Irre" auf der Grundlage der strukturalistischen Erzähltheorie
College
Free University of Berlin  (Deutsche Philologie)
Grade
1,0
Author
Luise Glistau (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V263072
ISBN (Book)
9783656518006
ISBN (eBook)
9783656518389
Language
German
Tags
Strukturalistische Erzähltheorie Textanalyse Georg Heym Der Irre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luise Glistau (Author), 2013, Exemplarische Textanalyse zu Georg Heyms Erzählung "Der Irre" auf der Grundlage der strukturalistischen Erzähltheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263072
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