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Finanzielle Repression: Die schleichende Enteignung der Sparer

Title: Finanzielle Repression: Die schleichende Enteignung der Sparer

Bachelor Thesis , 2013 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tim Hampel (Author)

Economics - Monetary theory and policy

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Summary Excerpt Details

Von dem Zusammenhalt der europäischen Währungsunion ist Alan Greenspan nicht überzeug: „Die Eurozone ist zum Scheitern verurteilt, weil die Kluft zwischen den nördlichen und südlichen Ländern einfach zu groß ist“, äußerte der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve. Dies ist keine düstere Prophezeiung sondern spiegelt sehr gut die derzeitige Situation der Eurozone wieder, denn nach Einführung des Euro im Jahr 2002 befindet sich diese in einer tiefen politischen und ökonomischen Krise. Nach Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 und dem darauffolgenden globalen Wachstumseinbruch stellt die europäische Schuldenkrise die dritte Welle dieser Kettenreaktion dar. Die prekäre Situation des amerikanischen Finanzmarktes mündete zunächst in Problemen der Realwirtschaft und erfasste anschließend als Spekulations- und Staatsschuldenkrise die Europäische Union. Seit Informationen über die äußerst angespannte Haushaltssituation in Griechenland an die Öffentlichkeit gelangten und die griechische Regierung im Jahr 2010 erstmals Staaten der EU um finanzielle Hilfe bat, hält die Schuldenkrise den Kontinent fest umklammert. Durch hohe Ausgaben zur Rettung angeschlagener Banken und anschließender Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur, haben viele Staaten enorme Schuldenberge angehäuft. Diese Schuldenproblematik hat sich nun zu einer der größten wirtschaftspolitischen Herausforderungen seit dem Bestehen der Währungsunion entwickelt. Maßnahmen zur Sanierung der Staatsschulden wie Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen hemmen nicht nur das Wirtschaftswachstum, sondern stoßen auch immer auf den Unmut der Bevölkerung. Daher wird bis zum jetzigen Zeitpunkt nach nachhaltigen Lösungen gesucht, die Schuldenlast abzubauen. Einen alternativen Lösungsansatz bietet die finanzielle Repression. Diese zielt darauf ab, die Staatsverschuldung abzubauen, ohne auf unpopuläre Maßnahmen zurückgreifen zu müssen. Obwohl das Instrument der finanziellen Repression nicht neu ist, ist es der breiten Bevölkerung wenig bekannt und damit ein ausschlaggebender Grund, sich mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen. Daher befasst sich diese Arbeit mit dem Ziel, das Wesen der finanziellen Repression zu ergründen und festzustellen, ob diese eine Lösung der europäischen Schuldenkrise darstellt oder bereits gar umgesetzt wird.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen der europäischen Schuldenkrise

2.1 Makroökonomische Ungleichgewichte

2.1.1 Ungleichgewichte öffentlicher Haushalte

2.1.2 Divergierende Leistungsbilanzsalden

2.2 Spezifische Probleme innerhalb des europäischen Währungsraumes

2.2.1 Zentrale Geldpolitik der EZB in der Krise

2.2.2 Mitgliedschaft in der EWWU erhöht Insolvenzrisiko für Staaten

3. Das Wesen der finanziellen Repression

3.1 Ziele der finanziellen Repression

3.2 Instrumente der finanziellen Repression

3.3 Folgen der finanziellen Repression

3.4 Finanzielle Repression weltweit von 1945 bis 1980

4. Die Rückkehr der finanziellen Repression in der Eurozone ab 2008

4.1 Regulatorische Maßnahmen und negative Realzinsen

4.2 Direkte Maßnahmen der finanziellen Repression zur Bewältigung der Schuldenkrise

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Wesen der finanziellen Repression als alternativen Lösungsansatz zur Bewältigung der hohen Staatsverschuldung in der Eurozone und analysiert, inwiefern dieses Phänomen bereits in der aktuellen Krisenbewältigung Anwendung findet.

  • Ursachen und makroökonomische Ungleichgewichte innerhalb der europäischen Währungsunion
  • Definition und theoretische Einordnung der finanziellen Repression
  • Historische Betrachtung finanzrepressiver Maßnahmen (1945–1980)
  • Analyse der Rückkehr finanzrepressiver Instrumente in der Eurozone seit 2008
  • Bewertung der Auswirkungen von regulatorischen Maßnahmen und niedrigen Realzinsen auf Sparer und Finanzmärkte

Auszug aus dem Buch

3.2 Instrumente der finanziellen Repression

Finanzielle Repression kann wie folgt definiert werden: „Financial repression includes directed lending to the government by captive domestic audiences, […] explicit or implicit caps on interest rates, regulation of cross-border capital movements, and […] a tighter connection between government and banks, either explicitly through public ownership of some of the banks or through heavy […] suasion.”72 Diese Definition verdeutlicht, dass eine finanzielle Repression mehrere Instrumente umfasst, die in zwei Gruppen unterteilt werden können. Dazu zählen erstens Maßnahmen, die Investoren durch Gesetze, Regulierungen und Restriktionen an den heimischen Kapitalmarkt binden. An dieser Stelle sei bereits darauf hingewiesen, dass es sich dabei auch um notwendige Finanzmarktregulierungen zur Verbesserung der Stabilität des Finanzsystems handeln kann. Zweitens zählt dazu ein direkter oder indirekter Einfluss auf die Zinspolitik. Dabei senkt die Notenbank das Zinsniveau unter die Inflationsrate, wodurch die reale Verzinsung negativ wird.73 Dadurch schaffen Staaten ein repressives Umfeld auf Finanzmärkten und eigenen sich Mittel an, die in weniger regulierten Finanzsystemen auf andere Akteure entfallen würden.74 Die Handlungsfreiheit der Finanzmarktakteure wird damit beschränkt. Weiterhin ist zu beachten, dass die finanzielle Repression einerseits direkt beabsichtigt sein kann, andererseits jedoch aufgrund von regulativen und geldpolitischen Maßnahmen als unbeabsichtigtes Nebenprodukt auftreten kann.75 Von besonderer Bedeutung sind alle Maßnahmen der finanziellen Repression, die zum Ziel haben die nominalen Zinsen niedrig zu halten. Diese reduzieren die staatlichen Zinsaufwendungen und helfen somit beim Abbau der Staatsschulden.76 In Verbindung mit

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der europäischen Schuldenkrise ein und stellt die finanzielle Repression als potenziellen Lösungsansatz zur Reduzierung der Staatsverschuldung vor.

2. Ursachen der europäischen Schuldenkrise: Dieses Kapitel erörtert makroökonomische Ungleichgewichte, die Instabilität des europäischen Währungsraumes und spezifische Probleme innerhalb der EWWU.

3. Das Wesen der finanziellen Repression: Hier werden die theoretischen Grundlagen, Ziele, Instrumente und Folgen der finanziellen Repression sowie ihre historische Anwendung nach 1945 analysiert.

4. Die Rückkehr der finanziellen Repression in der Eurozone ab 2008: Das Kapitel untersucht die aktuelle Relevanz und Umsetzung finanzrepressiver Maßnahmen in der Eurozone seit Ausbruch der Finanzkrise.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, ob es sich bei den aktuellen Maßnahmen um eine gezielte finanzielle Repression oder um stabilisierungspolitische Nebenprodukte handelt.

Schlüsselwörter

Finanzielle Repression, Europäische Schuldenkrise, Eurozone, Staatsverschuldung, Realzins, Finanzmarktregulierung, EWWU, Leistungsbilanzdefizit, Geldpolitik, EZB, Bankenregulierung, Basel III, Solvency II, Quantitative Easing, Schuldenabbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der finanziellen Repression und untersucht, ob dieses Instrument zur Bewältigung der hohen Staatsverschuldung innerhalb der europäischen Währungsunion eingesetzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ursachen der europäischen Schuldenkrise, das theoretische Wesen der finanziellen Repression, die historische Anwendung solcher Maßnahmen sowie deren aktuelle Rückkehr in Form von regulatorischen Eingriffen und Niedrigzinspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Wesen der finanziellen Repression zu ergründen und festzustellen, ob sie eine bewusste Lösung der europäischen Schuldenkrise darstellt oder ob sie als Nebenprodukt regulativer Maßnahmen auftritt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Ursachenanalyse und Literaturstudie, um die theoretischen Grundlagen mit dem aktuellen Geschehen in der Eurozone zu verknüpfen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsursachen der Krise, definiert die Instrumente finanzieller Repression und analysiert spezifische Maßnahmen in der Eurozone ab 2008, wie etwa regulatorische Bindungen für Banken und Versicherungen sowie die Auswirkungen der EZB-Geldpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Finanzielle Repression, Staatsverschuldung, Realzins, Finanzmarktregulierung und Europäische Schuldenkrise charakterisiert.

Was unterscheidet die aktuelle Situation von der Nachkriegszeit?

Im Gegensatz zur Nachkriegszeit sind die heutigen Kapitalmärkte globaler und stärker integriert, was es für Staaten schwieriger macht, Investoren an den heimischen Markt zu binden, zudem ist der private Sektor heute stärker verschuldet.

Welche Rolle spielt die "Collective Action Clause" (CAC)?

Die CAC dient dazu, Umschuldungen zu vereinfachen, indem sie Staaten bei Zahlungsausfällen erlaubt, Bedingungen für Gläubiger einseitig zu ändern, was als ein gezielter Angriff auf die Sicherheit von Ersparnissen gewertet werden kann.

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Details

Title
Finanzielle Repression: Die schleichende Enteignung der Sparer
College
University of Hohenheim  (Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik)
Grade
1,3
Author
Tim Hampel (Author)
Publication Year
2013
Pages
47
Catalog Number
V263001
ISBN (eBook)
9783656528708
ISBN (Book)
9783656531715
Language
German
Tags
Finanzielle Repression financial repression europäische Schuldenkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Hampel (Author), 2013, Finanzielle Repression: Die schleichende Enteignung der Sparer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263001
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