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Die Coverversion als musikalischer Eklektizismus

Eine Analyse der künstlerischen Bedeutung der Praktiken des Coverns in der populären Musik

Title: Die Coverversion als musikalischer Eklektizismus

Bachelor Thesis , 2013 , 73 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Ariane Petschow (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Coverversion als Oberbegriff für alle Praktiken des Verwendens, Aufgreifens und Aufbereitens fremden musikalischen Materials ist ein heutzutage häufig genutzter Terminus. Wenn auch meist als Synonym für eine Neuaufnahme eines Werkes mit leichter Uminterpretation durch einen anderen Musiker verwendet, umfasst sie weit mehr als das. Scheinbar mit ihr fest verwobene Begriffe wie ‚Original‘ und ‚Kopie‘, ‚Kommerzialität‘ und ‚Einfallslosigkeit‘, aber auch ‚Hommage‘, ‚Huldigung‘ und ‚kulturelle Erinnerung‘ deuten auf eine komplexe Bedeutung dieses kulturellen Phänomens hin und lassen eine gewisse Ambivalenz erahnen. Die Grundidee der musikalischen Coverversion ist das Aufgreifen fremder Ideen oder ganzer Werke, mit der Bestrebung der Einbettung dieser in einen neuen Kontext oder deren Aufbereitung für einen anderen Zweck. Dies korrespondiert mit dem Eklektizismus, welcher, wertfrei betrachtet, ebenso die Übernahme fremder Ideen zum Zwecke der Kombination zu bzw. Erschaffung von etwas Neuem meint (Vgl. enzyklo.de). Die Intention und das Ergebnis dieser Nutzung fremder Ideen mögen dabei sowohl positiv als auch negativ ausfallen. Oft haftet jedoch sowohl der Coverversion als auch dem Eklektizismus eine negative Konnotation an:

Eklektizismus meint zumeist abwertend eine „unoriginelle, unschöpferische geistige oder künstlerische Arbeitsweise […], bei der Ideen anderer übernommen [werden]“ (Duden online)

„Coverversionen sind […] zumindest in der Masse und als marktbeherrschende Erscheinung im kulturellen Interesse nicht wünschenswert: Letztlich behindern sie andere förderungswerte Künstler, von denen musikalisch Neues und Kreatives zu erwarten wäre, in ihrem Fortkommen und ihrem Erfolg.“ (Pendzich 2004: 439)
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cover als allgegenwärtiges Moment in der Musikhistorie

2.1 Coverversionen im Wandel der Zeit

2.2 Cover als universeller Begriff verschiedener Kulturpraktiken

3. Praktiken des Coverns

3.1 Die Polarität der kulturellen Praktiken der Änderung, Bearbeitung und freien Benutzung

3.1.1 Die Änderung – Coverversion im allgemeinen Sprachgebrauch

3.1.2 Die Bearbeitung

3.1.3 Die freie Benutzung

3.2 Cover im digitalen Zeitalter

3.2.1 Remix und Sampling

3.2.2 Mash-Up

4. Die Coverversion als treibende Kraft künstlerischer Weiterentwicklung

4.1 Möglichkeiten wahrnehmbarer musikalischer Veränderungen

4.2 Auswirkungen auf das Werk, den Künstler und die populäre Musik

5. Neuer Künstler - neue Ästhetik? Eine Analyse anhand von zwei aktuellen Beispielen

5.1 Das Cover als musikalische Weiterentwicklung - am Beispiel Callejons

5.2 Das Cover als musikalischer Affront - am Beispiel Heinos

5.3 Abschließender Vergleich

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die künstlerische Bedeutung von Coverversionen in der populären Musik. Ziel ist es, zu analysieren, ob und in welchem Maße Coverversionen als künstlerisch eigenständige Leistungen angesehen werden können, die zur kulturellen und musikalischen Weiterentwicklung beitragen, anstatt sie lediglich als kommerzielles "Hitrecycling" zu betrachten.

  • Historische Entwicklung und Begriffsdefinition von Coverversionen
  • Rechtliche und ästhetische Kategorisierung (Änderung, Bearbeitung, freie Benutzung)
  • Einfluss digitaler Produktionsverfahren (Remix, Sampling, Mash-Up) auf das Werkverständnis
  • Diskursive Analyse der Auswirkungen auf Künstler, Rezipienten und Genres
  • Vergleichende Fallstudien zur ästhetischen Transformation am Beispiel von Callejon und Heino

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Änderung – Coverversion im allgemeinen Sprachgebrauch

Bei einer Neuaufnahme, welche im Volksmund allgemein als Coverversion bezeichnet wird, handelt es sich um eine Neuinterpretation eines bereits zuvor veröffentlichten Werkes eines anderen Künstlers bzw. Urhebers. Hierbei wird die Werkgestalt in ihren Grundzügen nicht oder nur geringfügig verändert. Melodie und Text werden zumeist beibehalten. Lediglich kleine Änderungen in Arrangement, Harmonie und Rhythmus und somit in der groben Klanggestalt werden vorgenommen. Durch nicht vorhandene oder nur unwesentliche Änderungen am Werk entsteht hier seitens des Coverinterpreten keine persönliche schöpferische Leistung und folglich kein Anspruch auf eigene Urheberrechte. Um eine Coverversion i.e.S. zu veröffentlichen, genügt die Angabe des Urhebers der Originalversion, wodurch diesem die Tantiemen für die Verwertung der Neuinterpretation ausgeschüttet werden.

Im Allgemeinen werden also in einer Coverversion i.e.S. die Eigentümlichkeiten und wesentlichen Züge des Originals weitgehend beibehalten. Es ist zudem deutlich erkennbar, auf welchem Werk die neue Version basiert. Aufgrund der Möglichkeit, ein Musikwerk gestaltende Elemente, wie Rhythmus, Harmonie und Instrumentierung zu verändern sowie auch einen Song originalgetreu nachzuspielen, kann der Grad der Veränderung allerdings stark variieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik und die Ambivalenz des Begriffs der Coverversion im Spannungsfeld zwischen Eklektizismus und bloßer Kopie.

2. Cover als allgegenwärtiges Moment in der Musikhistorie: Historischer Überblick über die Entwicklung von Coverpraktiken von der klassischen Musik bis hin zum digitalen Zeitalter.

3. Praktiken des Coverns: Differenzierung zwischen den rechtlichen und realpraktischen Methoden der Änderung, Bearbeitung, freien Benutzung sowie digitalen Verfahren wie Remix und Sampling.

4. Die Coverversion als treibende Kraft künstlerischer Weiterentwicklung: Untersuchung der Möglichkeiten, durch musikalische Veränderungen den ästhetischen Gesamteindruck eines Werkes zu transformieren.

5. Neuer Künstler - neue Ästhetik? Eine Analyse anhand von zwei aktuellen Beispielen: Analyse und Vergleich der Coveralben von Callejon und Heino hinsichtlich ihrer künstlerischen Transferleistung.

6. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die verdeutlicht, dass eine pauschale Beurteilung von Coverversionen unmöglich ist und eine Einzelfallbetrachtung der künstlerischen Intention erfordert.

Schlüsselwörter

Coverversion, Popmusik, Musikwissenschaft, Eklektizismus, Bearbeitung, Urheberrecht, Remix, Sampling, Ästhetik, kulturelle Transformation, Callejon, Heino, künstlerische Leistung, Musikgeschichte, Sound

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die künstlerische Bedeutung und die Praktiken des Coverns innerhalb der populären Musik sowie deren Einfluss auf die musikalische Weiterentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die rechtliche und musikästhetische Einordnung von Coverversionen, die Rolle der Musikindustrie, technische Möglichkeiten der Klangveränderung sowie vergleichende Fallstudien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszustellen, inwiefern ein Musiker im Rahmen einer Coverversion künstlerisch tätig wird und ob diese Praxis als Beitrag zum kulturellen Fortschritt gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine musikwissenschaftliche Analyse basierend auf theoretischen Rahmenwerken der Musikästhetik und des Urheberrechts sowie eine qualitative Fallstudienanalyse anhand aktueller Musikbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die verschiedenen Formen des Coverns (Änderung, Bearbeitung, freie Benutzung) sowie digitale Verfahren (Remix, Sampling) analysiert und deren Auswirkungen auf den Künstler und das Werk untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Coverversion, Populäre Musik, Eklektizismus, künstlerische Leistung, Musikästhetik, Transformation, Urheberrecht.

Inwiefern unterscheiden sich Callejon und Heino in ihren Coverpraktiken?

Während Callejon durch kompositorische und rhythmische Neuinterpretationen einen neuen ästhetischen Gesamteindruck schaffen, beschränkt sich Heino primär auf instrumentelle Anpassungen und einfache Umgestaltungen, die das Werk kaum inhaltlich transformieren.

Welchen Stellenwert nimmt die Kommerzialisierung bei der Analyse ein?

Die Arbeit erkennt kommerzielle Interessen als treibende Kraft vieler Coveralben an, stellt jedoch fest, dass diese nicht zwangsläufig das Fehlen künstlerischer Qualität bedeuten müssen, sofern ein deutlicher ästhetischer Mehrwert erkennbar ist.

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Details

Title
Die Coverversion als musikalischer Eklektizismus
Subtitle
Eine Analyse der künstlerischen Bedeutung der Praktiken des Coverns in der populären Musik
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Musik und Medienwissenschaft)
Grade
1,8
Author
Ariane Petschow (Author)
Publication Year
2013
Pages
73
Catalog Number
V262920
ISBN (Book)
9783656513964
ISBN (eBook)
9783656514077
Language
German
Tags
Cover Coverversion Metalcore Callejon Heino Eklektizismus Original Kopie Bearbeitung Freie Benutzung Änderung Popmusik populäre Musik Urheberrecht GEMA Musik Musikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ariane Petschow (Author), 2013, Die Coverversion als musikalischer Eklektizismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262920
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