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Die Inszenierung des Fremden

Title: Die Inszenierung des Fremden

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 24 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Haymo Empl (Author)

World History - Modern History

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Summary Excerpt Details

Der im Titel sowie mehrfach im Verlaufe dieser Arbeit gebrauchte Begriff „Völkerschau“ wurde bereits im 19. Jahrhundert für die Zurschaustellung von Angehörigen aussereuropäischer Völker und Kulturen in Zoologischen Gärten verwendet. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen dieser Völkerschauen und möchte dabei einerseits der Frage nachgehen, welche Faktoren für ihren Erfolg massgeblich waren, andererseits untersuchen, inwiefern solche Völkerschauen zur Konstruktion einer Rassenhierarchie beigetragen haben und letztendlich für die noch heute vorhandenen stereotypen Vorstellungen des „Fremden“ verantwortlich sind. Ebenso möchte ich in dieser Arbeit einige lokale bzw. helvetische ausgewählte Beispiele etwas näher betrachten und versuche kurz, auf ein exemplarisches Schicksal am Beispiel der „Feuerländer“ in Zürich einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschenzoo: die Anfänge

3. Aufbau und Inszenierung einer Völkerschau

4. Kultur als Schauspiel

5. Völkerschauen und Kolonialpropaganda

6. Völkerschauen und Wissenschaft

7. Das Ende der Völkerschauen

8. Rassenhierarchie

9. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert das Phänomen der Völkerschauen im 19. Jahrhundert, um deren Beitrag zur Konstruktion rassistischer Hierarchien sowie die Ursprünge moderner Stereotype über „das Fremde“ zu untersuchen.

  • Historische Entwicklung und Anfänge der Völkerschauen
  • Methoden der Inszenierung und Vermarktung exotischer Kulturen
  • Die Rolle der Völkerschauen als Instrument der Kolonialpropaganda
  • Interaktion zwischen Völkerschauen und wissenschaftlicher Forschung
  • Einfluss auf die Etablierung rassistischer Vorurteile und Hierarchien

Auszug aus dem Buch

2. Menschenzoo: die Anfänge

Die erste „Völkerschau“, welche auch tatsächlich diesen Namen trug, veranstaltete der Hamburger Tierhändler Carl Hagenbeck im Jahre 1874. Doch Ausstellungen fremder Menschen für europäisches Publikum gab es schon viel früher. Mit der Entdeckung der „Neuen Welt“ im 15. Jahrhundert wurde deren Gestalt für die Europäer interessant. So wurden neben Pflanzen und Tieren auch Menschen aus den „entdeckten“ Ländern nach Europa gebracht, um sie dort der staunenden Menge zu präsentieren. Christoph Kolumbus führte beispielsweise 1493 am spanischen Hof eine Gruppe entführter Indianerinnen und Indianer vor. Auch Entdecker wie Hernando Cortés, Amerigo Vespucci oder Gaspar Corte-Real verschleppten Ureinwohner der entdeckten Gebiete nach Spanien und Portugal.2 Viele dieser Menschen starben noch während der Überfahrt nach Europa auf den Schiffen. Wer dennoch durchkam, sah mit grosser Wahrscheinlichkeit seine Heimat nicht wieder. Die Verschleppten kamen oft mit der ihnen völlig fremdartigen europäischen Kultur nicht zurecht, vertrugen die ungewohnte hiesige Nahrung nicht und litten an Heimweh. Nicht wenige von ihnen starben früh an ihnen unbekannten Krankheiten.

1533 fand in der nordfranzösischen Stadt Rouen mit der Errichtung eines brasilianischen Indianerdorfes, in dem „echte Eingeborene“ ihre Lebensweisen, Handwerkstechniken und Kämpfe vorführten, ein Vorläufer der späteren Völkerschauen statt. In Bordeaux wurden im gleichen Zeitraum aufwändige Theatervorstellungen mit Indianern, Persern, Arabern, Türken und Afrikanern dargeboten mit dem Ziel, fremde Sitten und Gebräuche darzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff Völkerschau und formuliert die Absicht, deren Erfolg, Einfluss auf Rassenhierarchien und langfristige Auswirkungen auf heutige Stereotype zu untersuchen.

2. Menschenzoo: die Anfänge: Dieses Kapitel zeichnet die historischen Wurzeln der Zurschaustellung fremder Menschen bis in das 15. Jahrhundert nach und beleuchtet die frühen Praktiken der Verschleppung.

3. Aufbau und Inszenierung einer Völkerschau: Hier werden die kommerziellen Strategien, der Einsatz von Werbung und die verschiedenen Inszenierungsformen vom „authentischen Dorf“ bis zur „Freak Show“ analysiert.

4. Kultur als Schauspiel: Das Kapitel erläutert, wie kulturelle Eigenarten für das europäische Publikum exotisiert und als unterhaltendes Schauspiel mit rassistischen Untertönen präsentiert wurden.

5. Völkerschauen und Kolonialpropaganda: Der Text beschreibt die Verbindung zwischen der Zurschaustellung von Menschen und dem imperialistischen Machtanspruch sowie die staatliche Regulierung des Phänomens.

6. Völkerschauen und Wissenschaft: Hier wird untersucht, wie Anthropologen und Mediziner die Völkerschauen nutzten, um ihre pseudowissenschaftlichen Theorien zur Rassenhierarchie zu stützen.

7. Das Ende der Völkerschauen: Dieses Kapitel thematisiert das Ausklingen des Phänomens aufgrund neuer Massenmedien wie dem Film sowie politischer Veränderungen durch den Nationalsozialismus.

8. Rassenhierarchie: Das Kapitel legt dar, wie die Völkerschauen als Katalysator für eine geglaubte Überlegenheit der „weissen Rasse“ und die systematische Abwertung des „Fremden“ fungierten.

9. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Völkerschauen entscheidend zur Legitimation kolonialer Ideologien beitrugen und bis heute wirksame Stereotypen über das Fremde mitgeprägt haben.

Schlüsselwörter

Völkerschauen, Kolonialismus, Rassenhierarchie, Stereotype, Inszenierung, Anthropologie, Carl Hagenbeck, Exotismus, Rassismus, Forschungsgeschichte, Menschenzoo, Kolonialpropaganda, Wild-West-Shows, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das historische Phänomen der Völkerschauen des 19. Jahrhunderts und analysiert deren Rolle bei der Konstruktion von Rassenhierarchien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Inszenierung des Fremden, die Verknüpfung von Völkerschauen mit kolonialer Propaganda sowie die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Disziplinen wie der Anthropologie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Völkerschauen den kommerziellen Erfolg mit der Konstruktion kolonialistischer Überlegenheitsgefühle verknüpften und inwiefern sie für heute noch existierende Stereotype verantwortlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine historische Analyse durch, die auf der Auswertung von Fachmonografien, zeitgenössischen Berichten, Werbematerialien und wissenschaftlichen Aufsätzen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Aufbau und Inszenierung, die Verzahnung mit der Kolonialpolitik, die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft sowie das schrittweise Ende der Völkerschauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Völkerschauen, Rassenhierarchie, Kolonialismus, Exotisierung und das Bild vom „Fremden“.

Welche Bedeutung hatte das Beispiel der Feuerländer für die Analyse?

Die tragische Geschichte der Feuerländer dient als exemplarisches Fallbeispiel für die menschenunwürdigen Bedingungen und die wissenschaftliche Instrumentalisierung der Ausgestellten.

Wie veränderten die Nationalsozialisten den Umgang mit Völkerschauen?

Mit der Machtergreifung 1933 änderte sich die Haltung: Während einige Völkerschauen für Propagandazwecke nutzen wollten, verbot das Regime schließlich Auftritte von schwarzen Menschen aus Angst vor „Rassenvermischung“.

Welche Rolle spielten Zoologische Gärten bei der Präsentation?

Zoos boten eine ideale Kulisse, um Menschen als Teil einer naturwissenschaftlichen Klassifizierung direkt neben Tieren zu platzieren und so ihre angebliche „Unzivilisiertheit“ zu untermauern.

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Details

Title
Die Inszenierung des Fremden
College
University of Hagen
Grade
2.3
Author
Haymo Empl (Author)
Publication Year
2012
Pages
24
Catalog Number
V262844
ISBN (Book)
9783656513223
ISBN (eBook)
9783656513285
Language
German
Tags
inszenierung fremden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Haymo Empl (Author), 2012, Die Inszenierung des Fremden, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262844
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