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Wörterbücher – Mittel nationalsozialistischer Propaganda

Titel: Wörterbücher – Mittel nationalsozialistischer Propaganda

Hausarbeit , 2013 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Helena Drewa (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Funktion eines Nachschlagewerks liefert das Wörterbuch (im engeren Sinne) zu den jeweils verzeichneten Wörter entweder sprachliche Informationen oder eine sprachliche Äquivalente, infolgedessen es darüber hinaus dem Verständnis von Fremdwörter dienen kann.
Neben jenen Werken, welche die eben genannte ursprüngliche und eigentümliche Funktion erfüllen, kann man heutzutage den Trend beobachten, dass Wörterbücher ebenfalls in der Unterhaltungsbranche Fuß fassen. Folglich existieren Ausgaben, die auf witzige Weise Kommunikationsprobleme, bspw. zwischen Mann und Frau aufgreifen, indem sie stereotypische, kommunikative Stile beider Geschlechter überspitzt darstellen und diese Informationen in der typischen Form eines Wörterbuchs präsentieren.
Trotz dieser ungewöhnlichen Nutzung des Wörterbuchs als Unterhaltungsobjekt ist jene Vorstellung vom Wörterbuch verbreitet, welche unter diesem Begriff in erster Linie ein Nachschlagewerk versteht. Jedoch wird vor dem Hintergrund des neu erworbenen Unterhaltungswertes deutlich, wie stark der Mensch die Wirkung eines Wörterbuchs durch Änderungen am Inhalt verändern kann – beispielsweise mit Hilfe von Schwerpunktsetzungen.
Ähnliches kann zur Zeit des Nationalsozialismus beobachtet werden, während Änderungen im Vorwort, dem Stichwortverzeichnis sowie der Bedeutungserklärungen vorgenommen werden und sich die Wirkung bzw. die Funktion des Wörterbuchs verändert. Zwar bleibt dem Wörterbuch vor-dergründig die Funktion als Nachschlagewerk erhalten, jedoch kann im Hinblick auf die vorgenommenen Änderungen sowie unter Berücksichtigung der Handlungen im Nationalsozialismus, außerhalb des sprachlichen Aktionsbereichs eine weitere Funktion herausgestellt werden – die Propaganda.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, herauszustellen an welchen Stellen des Wörterbuchs Veränderungen zu Propagandazwecken vorgenommen werden, welche Einträge von jenen Veränderungen verschont bleiben sowie mögliche Entwicklungen hinsichtlich des Stärkegrads der propagandistischen Wirkungen auszumachen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Status des Wörterbuchs im Nationalsozialismus

3. Analyse der Duden hinsichtlich propagandistischen Materials

3.1. Das Vorwort

3.1.1. Das Vorwort zur zehnten Auflage – eine Zusammenfassung

3.1.2. Das Vorwort zur zwölften Auflage – ein Analyse

3.2. Das Wortmaterial – eine Analyse

4. Der Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Wörterbücher während der Zeit des Nationalsozialismus als bewusstes Propagandamittel eingesetzt wurden. Dabei fokussiert sich die Analyse auf den Duden und arbeitet heraus, an welchen Stellen durch inhaltliche Veränderungen, Umwertungen von Begriffen oder strategische Wortwahl gezielte ideologische Beeinflussung stattgefunden hat.

  • Die Rolle und Funktion von Wörterbüchern im Nationalsozialismus
  • Analyse propagandistischer Elemente in Vorworten von Duden-Ausgaben
  • Veränderungen im Wortschatz und deren ideologische Hintergründe
  • Untersuchung von Umdeutungen bei politisch relevanten Begriffen
  • Die Bedeutung der Rassenideologie in lexikographischen Werken

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Das Vorwort zur zwölften Auflage – ein Analyse

Das Vorwort der zwölften Auflage erscheint 1941 und lässt im Vergleich zur Ausgabe von 1934 wesentlich stärkere politische Tendenzen erkennen, die bereits zu Anfang in einem pathetischen, dynamischen und emotionalisierenden Schreibstil ihren Niederschlag finden. Zu diesem Zweck stellt der Autor des Vorworts bereits in der ersten Zeile einen Bezug zum Gründer des Dudens her, indem er zunächst seine Motivation benennt – die deutsche Einheitsschreibung – und im Weiteren dieser eine gewisse Aktualität bzw. aktuelle Bedeutung zuschreibt. Letzteres erfolgt durch den erwartungsvollen Hinweise, die deutsche Einheitsschreibung sei „durch die […] Ereignisse der jüngsten Vergangenheit der Verwirklichung nähergerückt.“ Auf diese Weise kennzeichnet der Autor die Arbeiten des Bibliographischen Institut bzw. der Lexikographen als Tätigkeiten in deutscher Tradition – man könnte sagen als Tätigkeiten der Traditionspflege. Dementsprechend erhalten die aktuellen Geschehnisse eine besondere Relevanz.

Gleichzeitig bildet dieser Bezug zu Konrad Duden einen Anknüpfungspunkt, um die Einheit einer Sprache bzw. der Schreibung mit der Einheit eines Volkes in Verbindung zu bringen, sodass in diesem Sinne die These aufgestellt wird, dass „Sprache als unlösbares Band [eine] Volksgemeinschaft verbindet.“ Es wird der Gedanke Grimms aufgegriffen, Sprache sein „ein Definiens für das Volk,“ sodass über eine einheitliche Sprache zur Förderung der Einheit des Volkes beigetragen werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Wörterbuch als Nachschlagewerk, beleuchtet dessen Wandel zum Unterhaltungsobjekt und führt in die Fragestellung ein, wie Wörterbücher im Nationalsozialismus ideologisch instrumentalisiert wurden.

2. Der Status des Wörterbuchs im Nationalsozialismus: Dieses Kapitel erläutert, wie politische Machtstrukturen und die Gleichschaltung der Medien den öffentlichen Sprachgebrauch sowie die Gestaltung von Wörterbüchern unter nationalsozialistische Kontrolle brachten.

3. Analyse der Duden hinsichtlich propagandistischen Materials: Das Hauptkapitel untersucht systematisch Vorworte und Worterklärungen in Duden-Auflagen zwischen 1929 und 1941 auf propagandistische Tendenzen, Umwertungen und ideologische Sprachsteuerung.

4. Der Schlussteil: Das Fazit fasst zusammen, dass Wörterbücher weit mehr als neutrale Nachschlagewerke sind und dass die untersuchten Änderungen im Duden als bewusste Propaganda im Dienste der nationalsozialistischen Ideologie zu deuten sind.

Schlüsselwörter

Duden, Nationalsozialismus, Propaganda, Sprachwandel, Lexikographie, Ideologie, Gleichschaltung, Rassenideologie, Wortschatzanalyse, Politische Sprache, Eugenetik, Faschismus, Einheitsstrebung, Wörterbücher, Sprachpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Wörterbücher – insbesondere der Duden – während der Zeit des Nationalsozialismus durch inhaltliche Anpassungen und ideologische Manipulation als Propagandamittel genutzt wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die ideologische Beeinflussung von Vorworten, die politisch motivierte Aufnahme oder Veränderung von Wörtern, die rassenideologische Ausrichtung sowie die Rolle der Sprache zur Förderung der Volksgemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, gezielte propagandistische Eingriffe in den Wörterbüchern zu identifizieren und zu belegen, inwiefern diese dazu dienten, das nationalsozialistische Weltbild zu verbreiten und zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine vergleichende Analyse verschiedener Duden-Auflagen (1929, 1934, 1941) durch, wobei sie Wortbedeutungen, Vorworte und neu aufgenommene Begriffe im historischen Kontext untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Vorworte der 10. und 12. Auflage sowie spezifisches Wortmaterial wie politisch-institutionelle Begriffe, Rasse-Komposita und Umdeutungen von Wörtern wie "Faschismus" oder "Propaganda".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Duden, Nationalsozialismus, Propaganda, Sprachwandel, Rassenideologie, Gleichschaltung und Lexikographie.

Wie unterscheidet sich der Eintrag zum Begriff "Faschismus" zwischen 1929 und 1941?

Während der Begriff 1929 noch als "rücksichtsloser Nationalismus" negativ definiert wurde, erfolgte 1934 eine Umwertung zur "Erneuerungsbewegung" und 1941 eine neutrale Definition, um die negative Konnotation zugunsten der Ideologie abzubauen.

Welche Rolle spielt das "Vorwort" bei der Analyse?

Das Vorwort dient als zentrales Indiz für die propagandistische Absicht, da es durch pathetische Sprache und die Verwendung kollektiver Pronomen ("unsere Sprache") direkt zur Identifikation des Lesers mit der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft aufruft.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wörterbücher – Mittel nationalsozialistischer Propaganda
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Veranstaltung
Sprachwandel am Beispiel von Wörterbüchern
Note
1,7
Autor
Helena Drewa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V262719
ISBN (Buch)
9783656514640
ISBN (eBook)
9783656514978
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wörterbücher mittel propaganda
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helena Drewa (Autor:in), 2013, Wörterbücher – Mittel nationalsozialistischer Propaganda, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262719
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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