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Das Verhältnis von Natur und Freiheit in Schillers "Wilhelm Tell"

Schillers Ausgestaltung der Freiheitsidee vor dem Hintergrund seiner geistigen Kontroverse mit Johann Wolfgang von Goethe

Title: Das Verhältnis von Natur und Freiheit in Schillers "Wilhelm Tell"

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Kepling (Author)

German Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

„Ein jeder konnte dem anderen etwas geben, was ihm fehlte, und etwas dafür empfangen.“ Mit diesen Worten charakterisierte Friedrich Schiller seine ersten intensiveren Gespräche mit seinem Zeitgenossen Johann Wolfgang von Goethe – jene Gespräche also, die sich als Ausgangspunkt einer über ein Jahrzehnt andauernden intellektuellen Kontroverse erweisen sollten, einer Zusammenarbeit, letztlich einer Freundschaft.
Schillers Aussage verweist dabei implizit bereits auf die Verschiedenheit der beiden Dichter und damit auf die eigentliche Basis ihrer Freundschaft und Zusammenarbeit: eine fundamentale Spannung unterschiedlicher Denk- und Sehweisen. Goethe, der Dichter der Natur, und Schiller, der Freiheit und Vervollkommnung des Menschen durch die Kunst erstrebt, unterscheiden sich in nicht unwesentlichen Aspekten. Indem die beiden Dichter nun aber das von dem jeweils anderen empfangen, was ihnen selbst fehlt, machen sie Epoche. Die wechselseitige Einflussnahme zwischen Goethe und Schiller ist von entscheidender Bedeutung für jene Phase ihres Schaffens, die man später als „klassisch“ bezeichnen sollte. So zeichnet sich der „klassische“ Schiller nicht zuletzt auch dadurch aus, dass er bei aller Freiheit mehr Natur gewährt. Schiller stellt die Freiheit als Thema in den Mittelpunkt seines Werks, sie ist das Grundmotiv seines Dichtens von den Räubern bis zum Demetrius, er versucht in seiner reifen Schaffensphase gleichzeitig aber auch die Natur stärker auszudrücken, natürlichere Vorgänge zu schildern, um den Menschen bei allem Freiheitsenthusiasmus – dies hatte er in seiner Selbstrezension über die Räuber noch kritisiert – nicht zu „überhüpfen“.
Diese Arbeit versucht nun, den Einfluss Goethes, des Dichters der Natur, auf Schiller, den Dichter der Freiheit, mit Blick auf Schillers Entwicklung vom Stürmer und Dränger zum Klassiker, vom radikalen Freiheitsenthusiasten zum Dichter eines ausgewogeneren Verhältnisses zwischen Freiheit und Natur aufzuzeigen. Dazu sollen zunächst die unterschiedlichen Denk- und Sehweisen der beiden Dichter herausgearbeitet werden, bevor anhand der exemplarischen Analyse zweier Schillerscher Freiheitsdramen – den Räubern und dem Tell –, wobei der Schwerpunkt auf Schillers klassischem Werk, dem Wilhelm Tell, liegen soll, die besagte Entwicklung dargestellt werden kann. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Goethe und Schiller in der geistigen Kontroverse

3. Die Ausgestaltung der Freiheitsidee. Exemplarische Analysen

3.1 Freiheit und Unnatur in den Räubern

3.2 Freiheit in Wilhelm Tell

3.2.1 Der Rütlibund

3.2.2 Wilhelm Tell

4. Fazit

5. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Goethes Naturverständnis auf die Entwicklung Friedrich Schillers von einem radikalen Freiheitsenthusiasten des Sturm und Drang hin zu einem klassischen Dichter, indem sie das Verhältnis von Natur und Freiheit in den Dramen "Die Räuber" und "Wilhelm Tell" vergleichend analysiert.

  • Die geistige Kontroverse und wechselseitige intellektuelle Befruchtung zwischen Goethe und Schiller.
  • Schillers Freiheitsbegriff in den frühen "Räubern" als Abgrenzung und Rebellion gegen die Natur.
  • Die Transformation der Freiheitsidee in "Wilhelm Tell" hin zu einem harmonischen Einklang mit der Natur.
  • Die rechtsphilosophische und moralische Legitimation des Widerstands im "Wilhelm Tell".
  • Die Entwicklung des Protagonisten Wilhelm Tell vom naiven zum sentimentalischen Charakter.

Auszug aus dem Buch

3.2 Freiheit in Wilhelm Tell

Kennen die Brüder Moor also kein Maß in ihrem Freiheitsdrang, so wird nun eben dieses „Maßhalten“ zum durchgehenden Muster des Freiheitsdranges im Wilhelm Tell. Freiheit als „Prinzip der Existenz“, losgelöst von allen moralischen Ketten – dieses Signum des Freiheitstrebens in den Räubern findet im Tell seine Antithese.

In den Räubern wird die Natur bekämpft, sie wird zum Feind. Franz empfindet sie seit jeher als solchen, Karl wird sie nach der Abweisung durch den Vater zur Unnatur. Freiheit kann hier nur im Kampf gegen die Natur erreicht werden.

Ganz anderes offenbart sich nun im Tell. Der Kampf um Freiheit ist jetzt zugleich ein Kampf zur Wiederherstellung der Natur. Die Störung der Natur wird bekämpft, nicht aber die Natur selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die intellektuelle Freundschaft zwischen Goethe und Schiller sowie die Skizzierung der Forschungsfrage zur Entwicklung des Freiheitsmotivs bei Schiller.

2. Goethe und Schiller in der geistigen Kontroverse: Analyse der grundlegenden Unterschiede in den Denkweisen beider Dichter, insbesondere hinsichtlich des Naturbegriffs und der intuitiven versus reflexiven Schaffensweise.

3. Die Ausgestaltung der Freiheitsidee. Exemplarische Analysen: Untersuchung der Akzentverschiebung bei der Darstellung von Freiheit und Natur durch einen Vergleich von Schillers erstem und letztem vollendeten Drama.

3.1 Freiheit und Unnatur in den Räubern: Betrachtung der radikalen Freiheitsauffassung der Brüder Moor, die in einer Rebellion gegen die Natur und in moralischem Scheitern mündet.

3.2 Freiheit in Wilhelm Tell: Erläuterung des Wandels zum "Maßhalten" und zur Wiederherstellung der Naturharmonie im Tell.

3.2.1 Der Rütlibund: Analyse der rechtsphilosophischen Rechtfertigung der Rebellion und des restaurativen Charakters des Widerstands im Rütlibund.

3.2.2 Wilhelm Tell: Untersuchung der Rolle Tells als Einzelgänger und der Wandlung seiner moralischen Reflexion als Preis für die wiedergewonnene Freiheit.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung Schillers als dialektischer Prozess, der in der Weimarer Klassik eine Harmonisierung von Freiheit und Natur erreicht.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der einschlägigen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Freiheit, Natur, Wilhelm Tell, Die Räuber, Weimarer Klassik, Sturm und Drang, Freiheitsidee, Naturharmonie, Widerstandsrecht, Literaturwissenschaft, Geistesgeschichte, Dialektik, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss von Goethes Naturphilosophie auf Schillers literarisches Schaffen und dessen Entwicklung vom radikalen Freiheitsenthusiasten zum klassischen Dichter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Freiheit und Natur, die intellektuelle Auseinandersetzung zwischen Goethe und Schiller sowie die Darstellung von Revolte und Ordnung in Schillers Dramen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Schillers Freiheitskonzept von einer aggressiven Abkehr von der Natur (in den Räubern) hin zu einer harmonischen Integration von Natur und Freiheit (im Wilhelm Tell) entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparatistische und literaturwissenschaftliche Analyse, die Schillers Dramen unter Einbeziehung philosophischer und biographischer Hintergründe interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der geistigen Kontroverse zwischen Goethe und Schiller sowie eine detaillierte Analyse der Dramen Die Räuber und Wilhelm Tell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Freiheit, Natur, Wilhelm Tell, Die Räuber, Weimarer Klassik und der Dialektik-Begriff im Kontext von Schillers Entwicklung.

Wie unterscheidet sich Tells Freiheit von derjenigen der Brüder Moor?

Während die Brüder Moor in den Räubern gegen die Natur rebellieren und diese als Feind betrachten, sucht Tell im gleichnamigen Drama die Freiheit durch die Wiederherstellung einer natürlichen Ordnung.

Warum spielt das "Maßhalten" im Wilhelm Tell eine so zentrale Rolle?

Das Maßhalten stellt die Antithese zur maßlosen Freiheit in den Räubern dar; es ist das Signum einer reifen Freiheitsidee, die nicht in Zerstörung, sondern in der Bewahrung der natürlichen und sozialen Harmonie mündet.

Inwiefern beeinflusst Goethes Naturverständnis Schillers Tell-Dichtung?

Schiller übernimmt Goethes Ideal einer "natürlichen" Harmonie, wodurch die Freiheitsrebellion im Tell eine moralische Legitimation auf Basis des Naturrechts erhält.

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Details

Title
Das Verhältnis von Natur und Freiheit in Schillers "Wilhelm Tell"
Subtitle
Schillers Ausgestaltung der Freiheitsidee vor dem Hintergrund seiner geistigen Kontroverse mit Johann Wolfgang von Goethe
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Smeinar)
Course
Dramen
Grade
1,3
Author
Michael Kepling (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V262456
ISBN (Book)
9783656513216
ISBN (eBook)
9783656513575
Language
German
Tags
verhältnis natur freiheit schillers wilhelm tell ausgestaltung freiheitsidee hintergrund kontroverse johann wolfgang goethe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kepling (Author), 2012, Das Verhältnis von Natur und Freiheit in Schillers "Wilhelm Tell", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262456
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