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Medien & soziale Ungleichheit. Welche Rolle spielen die Medien?

Titel: Medien & soziale Ungleichheit. Welche Rolle spielen die Medien?

Essay , 2013 , 8 Seiten , Note: bestanden

Autor:in: Sarah Christ (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Medien und soziale Ungleichheit – welcher Zusammenhang herrscht zwischen diesen Phänomenen? Korrelieren die beiden Größen statistisch miteinander? Lösen Medien beziehungsweise die mediale Nutzung soziale Ungleichheit aus? Oder haben die strukturellen Kategorien der sozialen Ungleichheit eine Wirkung auf den Gebrauch von Medien?

Über diese Fragen möchte ich gerne in meinem Essay „Medien & soziale Ungleichheit“ diskutieren. Dabei nehme ich zuerst Bezug auf die ungleichen Entwicklungs- und Lebenschancen der heranwachsenden Generation. Danach erläutere ich das konstruktivistische Lernkonzept und die dazugehörigen mediendidaktischen Entwicklungen. Im Anschluss möchte ich das Medienhandeln der Jugendgeneration näher beleuchten und hier die Potenziale zur Verstärkung oder zum Aufbrechen von Benachteiligung herausarbeiten. Hierbei werde ich versuchen zu erklären, wie der mediengestützte konstruktivistisch ausgerichtete Unterricht helfen könnte sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Medien & soziale Ungleichheit

2. Faktoren der Ungleichheit in der Schule

3. Das konstruktivistische Lernkonzept

4. Mediensozialisationsforschung und familialer Einfluss

5. Medienaneignung der Jugendgeneration

6. Potenziale mediengestützten Unterrichts

7. Digitale Teilhabe und soziale Inklusion

Zielsetzung & Themen

Der Essay untersucht den wechselseitigen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und medialer Nutzung bei Jugendlichen. Ziel ist es zu analysieren, wie strukturelle Herkunftsbedingungen das Medienhandeln prägen und ob ein mediengestützter, konstruktivistischer Unterricht dazu beitragen kann, Bildungsbenachteiligungen abzumildern.

  • Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen
  • Einfluss des soziokulturellen Milieus auf die Medienaneignung
  • Konstruktivistisches Lernen als pädagogischer Ansatz
  • Bedeutung der Medienkritik und Medienkompetenz
  • Digitale Inklusion und Partizipationsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

Die Medienaneignung von Heranwachsenden

Die Medienaneignung von Heranwachsenden erweist sich ab der frühen Kindheit eng verbunden an die lebensweltlichen Bedingungen des Aufwachsens. Dabei sind Familien und das soziokulturelle Milieu die zentralen Einflussgrößen. Im Jugendalter kommen hier noch Peergroups hinzu.

Infolge dessen werden mediale Aneignungsweisen von den alltäglichen Lebensvollzügen und den sozialen Kontexten gerahmt. Diese lebensweltlichen Bedingungen beinhalten sowohl Ressourcen wie auch Beschränkungen auf unterschiedlichen Ebenen. Jugendliche wenden sich Medien mit den unterschiedlichsten Motiven zu, wie zum Beispiel Amüsement, Information, Ablenkung. Daher wurden verschiedene Aufgaben differenziert:

1. sich in der Welt orientieren

2. an der Identität arbeiten

3. an der Welt teilhaben

Diese Aufgaben vereinen die Jugendgeneration, egal aus welchem Sozialmilieu sie stammen. Allerdings ist die Jugend sehr heterogen in Bezug auf die konkreten medialen Vorlieben und den Medienumgang. Darum sind zwischen dem Medienumgang und den sozialkulturellen Bedingungen durchaus Verbindungslinien auszumachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Medien & soziale Ungleichheit: Einleitung in die Fragestellung, ob Medien soziale Ungleichheit verstärken oder verringern können.

2. Faktoren der Ungleichheit in der Schule: Darstellung der fortbestehenden Chancenungleichheit aufgrund sozialer Herkunft, Geschlecht und Migrationshintergrund.

3. Das konstruktivistische Lernkonzept: Erläuterung der aktiven Wissenskonstruktion und der neuen Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter.

4. Mediensozialisationsforschung und familialer Einfluss: Analyse der Bedeutung des Elternhauses für die Qualität und Intensität der Mediennutzung.

5. Medienaneignung der Jugendgeneration: Betrachtung der individuellen Motivlagen von Jugendlichen bei der Mediennutzung im Kontext ihres sozialen Umfelds.

6. Potenziale mediengestützten Unterrichts: Erörterung der Möglichkeiten, durch konstruktivistischen Unterricht soziale Disparitäten im Medienumgang abzubauen.

7. Digitale Teilhabe und soziale Inklusion: Zusammenfassende Einschätzung, wie Bildungsgerechtigkeit durch einen kritischen Umgang mit digitalen Medien gefördert werden kann.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Mediensozialisation, Konstruktivismus, Bildungsbenachteiligung, Medienkompetenz, Digital Divide, Jugendgeneration, Milieuspezifik, Wissenskonstruktion, Medienaneignung, Partizipation, Bildungschancen, soziale Herkunft, neue Medien, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay im Kern?

Der Essay analysiert das komplexe Wechselspiel zwischen der sozialen Herkunft von Jugendlichen und ihrem individuellen Mediennutzungsverhalten.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind Bildungsungleichheit, die Bedeutung des sozialen Milieus bei der Medienaneignung und der pädagogische Nutzen konstruktivistischer Lehrmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie der Einsatz neuer Medien in einem konstruktivistisch ausgerichteten Unterricht helfen kann, soziale Benachteiligungen im Medienumgang auszugleichen.

Welcher wissenschaftliche Ansatz wird verfolgt?

Der Autor nutzt mediensozialisationswissenschaftliche Erkenntnisse und pädagogische Konzepte des konstruktivistischen Lernens als theoretischen Rahmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Rolle der Familie, die Medienaneignung im Jugendalter sowie die Potenziale der Schule als Institution zur Förderung von Medienkompetenz.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind soziale Ungleichheit, Mediensozialisation, konstruktivistisches Lernen, Bildungschancen und digitale Partizipation.

Welche Rolle spielt das "soziale Milieu" bei der Mediennutzung?

Das soziale Milieu bestimmt laut Autor maßgeblich die Ressourcen und die Qualität der Medienaneignung, was zu unterschiedlichen Nutzungsweisen und "digitalen Ungleichheiten" führt.

Kann Schule die Kluft zwischen verschiedenen Anregungsmilieus schließen?

Ja, durch einen mediengestützten, konstruktivistischen Unterricht kann Schule aktiv dazu beitragen, dass auch bildungsbenachteiligte Jugendliche Medien als Informationsquelle statt nur als Unterhaltungsmedium nutzen lernen.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Medien & soziale Ungleichheit. Welche Rolle spielen die Medien?
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Pädagogik)
Note
bestanden
Autor
Sarah Christ (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
8
Katalognummer
V262408
ISBN (eBook)
9783656512097
ISBN (Buch)
9783656575887
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien soziale Ungleichheit Konstruktivismus konstruktivistisches Lernkonzept Mediendidaktik Jugend Benachteiligung Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Christ (Autor:in), 2013, Medien & soziale Ungleichheit. Welche Rolle spielen die Medien?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262408
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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