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Eine Kompetenzmatrix zur Personalgewinnung und Mitarbeiterqualifizierung im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe

"Denn sie wissen, was sie tun!"

Titel: Eine Kompetenzmatrix zur Personalgewinnung und Mitarbeiterqualifizierung im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe

Masterarbeit , 2013 , 612 Seiten , Note: 1,85

Autor:in: Oliver Hülsermann (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Oliver Hülsermann geht der Frage nach, über welche Kompetenzen eine Fachkraft verfügen sollte, die in der sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII tätig ist.
Dazu legt er eine Matrix vor, in der insgesamt 170 definierte Kompetenzen und vier mögliche Bildungsabschlüsse neun Kompetenzbereichen zugeordnet sind. Mit der Matrix wird das Ziel verfolgt, den Rahmen der Handlungsmöglichkeiten personal-verantwortlicher Führungskräfte auszubauen. Dies sowohl bei der Gewinnung adäquaten pädagogischen Personals für die sozialpädagogische Familienhilfe als auch hinsichtlich der (Weiter-) Qualifizierung bereits beschäftigter Mitarbeiter.
Personalverantwortliche sollen mit Hilfe der Matrix Stellenausschreibungen und Stellenbeschreibungen arbeitsfeldbezogen entwickeln, Einstellungs- bzw. Bewerber-gespräche inhaltlich strukturieren sowie die Profession des Personals individuell und aufgabenbezogen weiterentwickeln können.
Die Kompetenzmatrix ist das Ergebnis einer umfangreichen Forschung im Arbeitsfeld der sozialpädagogischen Familienhilfe. Die in der Matrix enthaltenen Kompetenzen wurden mittels Literaturauswertungen, Praxis- und Fallforschung (Teambefragung, Aktensichtung) sowie Interviews mit in unterschiedlicher Verbindung zur sozial-pädagogischen Familienhilfe stehenden Personen (Wissenschaftlerin, Jugendamtsmitar-beiterin, Einrichtungsleiter, Fachkraft, Klientin) generiert. Zudem wurde die Matrix personalverantwortlichen Führungskräften vorgelegt, die diese auf Eignung und Nutzbarkeit hinsichtlich der Personalgewinnung und Mitarbeiterqualifizierung testeten und beurteilten.
Zur theoretischen Basis der Master-Thesis gehören die Betrachtung der rechtlichen Verortung und der vielfältigen Aufgabenbereiche einer sozialpädagogischen Familienhilfe, die Darstellung möglicher Schwierigkeiten bei der Personalauswahl im Bereich der sozialen Arbeit und die Veranschaulichung der Relevanz strukturierter Einstellungsgespräche für die Gewinnung geeigneten Personals.
Theorie und Forschung münden hier, neben der Dokumentation und Interpretation durchgeführter Praxistests, in eine Sammlung von Überlegungen hinsichtlich der Anschlussrelevanz der Kompetenzmatrix an die Praxis. Im Mittelpunkt stehen hier die Chancen und Grenzen der Matrix und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Gewinnung neuen und die (Weiter-) Qualifizierung bereits beschäftigten Personals.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

0.1 Ziel der Master-Thesis

0.2 Inhaltliches Vorgehen

0.3 Vorbemerkungen

1. Arbeitsfeld Sozialpädagogische Familienhilfe

1.1 Hilfe zur Erziehung

1.1.1 Beratung und Bewilligung

1.1.2 Hilfeplanung

1.2 Zielgruppe und Merkmale der Hilfeform

1.3 Inanspruchnahme

1.4 Ausgangspunkte der praktischen Arbeit

1.5 Prozesse und Wirkungen

1.6 Organisatorische Faktoren

1.6.1 Rahmenbedingungen und Standards

1.6.2 Personalmodelle und Fallzahlen

1.6.3 Kosten und Finanzierung

1.7 Qualitätsdimensionen

1.7.1 Ergebnisqualität

1.7.2 Prozessqualität

1.7.3 Strukturqualität

2. Personalauswahl und Personalgewinnung

2.1 Effektivität und Effizienz der Personalauswahl

2.2 Ziel des Personalauswahlverfahrens

2.3 Zentrale Inhalte der Personalauswahl

2.3.1 Stellen- und Funktionsbeschreibungen

2.3.2 Anforderungsprofile

2.3.2.1 Stellenwert

2.3.2.2 Struktur

2.3.2.3 Anforderungskriterien

2.3.2.4 Gesetzliche Aspekte

2.3.3 Stellenausschreibungen

2.3.4 Einstellungsgespräche

2.3.4.1 Ziele

2.3.4.2 Varianten

2.3.4.3 Gesprächsleitfäden

3. Personalbindung und Personalentwicklung

3.1 Gewinn und Nutzen

3.2 Grundprinzipien der Förderung

3.3 Förderungs- und Entwicklungsinstrumente

3.3.1 Zielvereinbarungen

3.3.2 Mitarbeitercoaching

3.3.3 Mitarbeitergespräche

4. Aufgaben und Kompetenzen einer Fachkraft in der sozialpädagogischen Familienhilfe

4.1 Forschungsfrage und Forschungsplan

4.1.1 Ausgangspunkt und Fragestellung

4.1.2 Grundlagen und Definitionen

4.1.2.1 Aufgaben

4.1.2.2 Kompetenzen

4.1.2.3 Kompetenzbereiche

4.1.2.3.1 Fachkompetenz

4.1.2.3.2 Methodenkompetenz

4.1.2.3.3 Soziale Kompetenz

4.1.2.3.4 Selbstkompetenz

4.1.2.3.5 Kommunikative Kompetenz

4.1.2.3.6 Führungskompetenz

4.1.2.3.7 Sozialadministrative Kompetenz

4.1.2.3.8 Sonstige Kompetenzen

4.1.3 Gliederung und Ablaufplan der Forschung

4.2 Konkrete Forschung und Ergebnisse

4.2.1 Praxisforschung

4.2.1.1 Erhebungsrahmen und -verfahren

4.2.1.2 Aufgabensammlung

4.2.1.2.1 Fallarbeit

4.2.1.2.2 Institutionelle Vernetzung

4.2.1.2.3 Verwaltungsaufgaben

4.2.1.3 Abgeleitete Kompetenzen

4.2.2 Fallforschung

4.2.2.1 Erhebungsrahmen und -verfahren

4.2.2.2 Allgemeines Hilfeverlaufsmodell

4.2.2.3 Aufgabensammlung

4.2.2.3.1 Familie J.

4.2.2.3.2 Familie M.

4.2.2.3.3 Familie S.

4.2.2.3.4 Familie N.

4.2.2.3.5 Familie F.

4.2.2.4 Abgeleitete Kompetenzen

4.2.3 Literaturforschung

4.2.3.1 Erhebungsrahmen und -verfahren

4.2.3.2 Ermittelte Kompetenzen

4.2.4 Interviews

4.2.4.1 Erhebungsrahmen und -verfahren

4.2.4.2 Interviewleitfaden

4.2.4.3 Ermittelte Kompetenzen

5. Kompetenzmatrix – Fachkräfte in der sozialpädagogischen Familienhilfe

6. Anwendung der Kompetenzmatrix in der Praxis

6.1 Befragungshintergrund und Befragte

6.2 Aufgabenstellung und Fragebogen

6.3 Ergebnisse der Anwendungsüberprüfung

6.3.1 Ranking der Kompetenzbereiche

6.3.2 Stellenbeschreibung

6.3.3 Stellenausschreibung

6.3.4 Einstellungsgespräch

6.3.5 Mitarbeiterqualifizierung

6.3.6 Bemerkungen zur Kompetenzmatrix

6.4 Zusammenfassung und Fazit

6.4.1 Unterschiede und Gemeinsamkeiten

6.4.1.1 Gewichtung der Kompetenzbereiche

6.4.1.2 Auswahl der Kompetenzen

6.4.1.3 Identische Kompetenzen

6.4.2 Gesamtbetrachtung der Ergebnisse

7. Flexibilität und Variabilität der Kompetenzmatrix

7.1 Eierlegende Wollmilchsau

7.2 Vom Allgemeinen zum Individuellen

7.3 Gewichtung und Differenzierung der Kompetenzen

7.4 Tendenzen und Fokussierungen

7.4.1 Hilfe, Schutz und Kontrolle

7.4.2 Wirkungsorientierung

7.4.3 Arbeitsverdichtung

7.4.4 Belastung und Überforderung

7.5 Anschlussfähigkeit und Verwertungsperspektive

7.6 „Denn sie wissen, was sie tun!“

A 1 Praxisforschung

A 1.1 Aufgabensammlung

A 1.2 Abgeleitete Kompetenzen

A 2 Fallforschung

A 2.1 Aufgabensammlung

1. Familie J.

2. Familie M.

3. Familie S.

4. Familie N.

5. Familie F.

A 2.2 Abgeleitete Kompetenzen

A 3 Literaturforschung

A 3.1 Zitatesammlung

A 3.2 Ermittelte Kompetenzen

A 4 Interviews

A 4.1 Transkribierte Interviews

1. Frau S. – Wissenschaftlerin

2. Frau C. – Klientin

3. Frau D. – Pädagogische Fachkraft

4. Frau K. – Jugendamtsmitarbeiterin

5. Herr B. – Einrichtungsleiter SPFH

A 4.2 Ermittelte Kompetenzen

A 5 Gesamtauswertung der Forschung

A 6 Anwendungsüberprüfung der Kompetenzmatrix

A 6.1 Fragebogen für Personalverantwortliche

A 6.2 Ergebnisse der Befragung

1. Frau I.

2. Herr G.

A 7 Differenzierung der Kompetenzen

Zielsetzung & Themen

Die Master-Thesis untersucht, über welche Kompetenzen eine pädagogische Fachkraft in der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) verfügen sollte, um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden. Ziel ist die Entwicklung einer Kompetenzmatrix, die Personalverantwortlichen als Instrument zur Personalgewinnung, -bindung und -qualifizierung dient.

  • Analyse des Arbeitsfeldes SPFH gemäß § 31 SGB VIII
  • Identifikation relevanter Kompetenzen mittels Literatur-, Praxis- und Fallforschung
  • Strukturierung von Anforderungen in neun Kompetenzbereichen
  • Erarbeitung von Hilfsmitteln für strukturierte Einstellungsgespräche und Mitarbeiterqualifizierung
  • Evaluation der Praxistauglichkeit der entwickelten Kompetenzmatrix

Auszug aus dem Buch

1.4 Ausgangspunkte der praktischen Arbeit

Von zentraler Bedeutung für die praktische Arbeit der SPFH ist das Menschenbild, das ihr zugrundeliegt: Menschen werden als handlungs- und veränderungsfähige Individuen betrachtet, die nicht hilflos sind. Folglich haben alle Familienmitglieder die Fähigkeit zur Veränderung ihres Handelns, um dann ihre Angelegenheiten selbständig besser wahrnehmen oder regeln zu können.

Die SPFH entlastet Familien nicht direkt, sondern vermittelt ihnen, wie sie sich selbst entlasten oder helfen können. Pädagogische Fachkräfte in der SPFH übernehmen somit keine Erziehungsaufgaben. Sie leiten die Eltern an, damit diese unter Aufwendung ihrer jeweiligen Ressourcen und Fähigkeiten zukünftig in der Lage sind, ihrer erzieherischen Verantwortung adäquater gerecht zu werden.

Darauf aufbauend haben die pädagogische Fachkräfte vielfältige (praktische) Tätigkeiten zu leisten. Beispiele dafür sind (vgl. Woog 2010, S. 27):

• Entwicklung von Konfliktlösungsstrategien mit einzelnen Familienmitgliedern

• Begleitung der Eltern zu Ämtern, Behörden und Institutionen

• Förderung der Heranwachsenden in die Wege leiten

• Koordination sonstiger an der Hilfe beteiligter Instanzen

• Vermittlung in Krisen und bei Konflikten

• Moderation von Gesprächen innerhalb und außerhalb der Familie

• Trainieren von Handlungsalternativen und Erziehungsverhalten

Zusammenfassung der Kapitel

Arbeitsfeld Sozialpädagogische Familienhilfe: Dieses Kapitel definiert die SPFH als Form der Hilfe zur Erziehung nach § 31 SGB VIII und erläutert ihre rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen.

Personalauswahl und Personalgewinnung: Hier werden Instrumente wie Anforderungsprofile und strukturierte Einstellungsgespräche als Grundlage für eine erfolgreiche Personalrekrutierung vorgestellt.

Personalbindung und Personalentwicklung: Das Kapitel thematisiert Strategien zur langfristigen Mitarbeiterbindung sowie Entwicklungsinstrumente wie Zielvereinbarungen und Mitarbeitercoaching.

Aufgaben und Kompetenzen einer Fachkraft in der sozialpädagogischen Familienhilfe: Der Hauptteil beschreibt den Forschungsplan und die systematische Ermittlung der für die SPFH notwendigen Fach- und Persönlichkeitskompetenzen.

Kompetenzmatrix – Fachkräfte in der sozialpädagogischen Familienhilfe: Hier wird die resultierende Kompetenzmatrix als zentrales Arbeitsergebnis in acht Kompetenzbereichen und neun Bildungsabschlüssen detailliert dargestellt.

Anwendung der Kompetenzmatrix in der Praxis: Die Validierung der Matrix durch Interviews mit Personalverantwortlichen steht hier im Mittelpunkt, wobei die Anwendbarkeit in der Praxis kritisch reflektiert wird.

Flexibilität und Variabilität der Kompetenzmatrix: Das abschließende Kapitel diskutiert die Anpassungsfähigkeit der Matrix an individuelle Trägerstrukturen und die Bedeutung der Kompetenzgewichtung für die praktische Arbeit.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogische Familienhilfe, SPFH, SGB VIII, Kompetenzmatrix, Personalgewinnung, Personalentwicklung, Mitarbeiterqualifizierung, Pädagogische Fachkraft, Hilfeplanung, Anforderungsprofil, Einstellungsgespräch, Soziale Arbeit, Fallforschung, Qualifizierung, Fachkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis?

Die Arbeit entwickelt eine Kompetenzmatrix, die definierte Fach- und Sozialkompetenzen für Fachkräfte in der sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) strukturiert darstellt.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Primäres Ziel ist es, Personalverantwortlichen ein Instrument an die Hand zu geben, um Eignung, Personalauswahl und Weiterqualifizierung von Fachkräften professionell und nachvollziehbar zu gestalten.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind die rechtlichen Anforderungen an die SPFH, Methoden der Personalauswahl, Instrumente der Personalentwicklung und die empirische Identifikation notwendiger Kompetenzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden genutzt?

Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Literaturauswertung, Praxisforschung (Teambefragung), Fallanalysen (Aktensichtung) und Experteninterviews.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Arbeitsfeldes, die Darstellung der Personalauswahlprozesse und die detaillierte Präsentation der Kompetenzmatrix.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Fachbegriffe wie „Sozialpädagogische Familienhilfe“, „Kompetenzmatrix“, „Hilfeplanung“, „Anforderungsprofil“ und „Qualitätsdimensionen“.

Was unterscheidet das Modell von klassischen Stellenbeschreibungen?

Das Modell bietet eine differenzierte Aufschlüsselung in 170 definierte Kompetenzen statt allgemeiner Stellenbeschreibungen und ermöglicht dadurch eine präzisere, auf das Arbeitsfeld SPFH zugeschnittene Auswahl.

Wie bewerten Führungskräfte die Kompetenzmatrix?

In der Anwendungsüberprüfung wird die Matrix überwiegend als sehr hilfreiche Grundlage für Einstellungsgespräche und zur Identifikation von Stärken und Schwächen im Team bewertet, auch wenn einige Führungskräfte die Detailtiefe für einfache Stellenausschreibungen als sehr hoch einschätzen.

Ende der Leseprobe aus 612 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine Kompetenzmatrix zur Personalgewinnung und Mitarbeiterqualifizierung im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe
Untertitel
"Denn sie wissen, was sie tun!"
Hochschule
Evangelische Hochschule Darmstadt, ehem. Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Veranstaltung
Management in sozialen Organisationen
Note
1,85
Autor
Oliver Hülsermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
612
Katalognummer
V262396
ISBN (eBook)
9783656515517
ISBN (Buch)
9783656515531
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SPFH Fähigkeiten Fertigkeiten Kompetenzen Fachkraft Personal Personalgewinnung Qualifizierung Mitarbeiterqualifizierung Personalauswahl Qualitätsdimensionen Einstellungsgespräch Anforderungsprofil Stellenausschreibung Stellenbeschreibung Personalbindung Personalentwicklung Qualitätsmanagement Forschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Hülsermann (Autor:in), 2013, Eine Kompetenzmatrix zur Personalgewinnung und Mitarbeiterqualifizierung im Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262396
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