Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Business economics - Investment and Finance

Umfang und Auswirkungen des BilMoG auf den HGB-Einzelabschluss

Title: Umfang und Auswirkungen des BilMoG auf den HGB-Einzelabschluss

Seminar Paper , 2013 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Steffen Schneider (Author)

Business economics - Investment and Finance

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Durch die Globalisierung bekommen Geschäftsbeziehungen von Wirtschaftsunternehmen eine zunehmende Komplexität. Ihre Wirtschaftsbeziehungen zu weltweiten Handelspartnern zwecks Investitionen beziehungsweise potenziellen Abnehmern intensivieren sich. Damit Unternehmen besser bewertet werden können, bedarf es einer international vergleichbaren Rechnungslegung, die aussagekräftige und umfangreiche Informationen für interessierte Dritte, beispielsweise potenzielle Investoren, liefert (vgl. Weiß 2009, S. 1).
Das deutsche Handelsgesetzbuch war in seiner Fassung vor dem Jahr 2009 mit veralteten Bestimmungen nicht mehr zeitgemäß und ließ nur eine eingeschränkte Aussagekraft, Verlässlichkeit und Vergleichbarkeit von handelsrechtlichen Jahresabschlüssen vor dem Hintergrund internationaler Verflechtungen zu. Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – kurz BilMoG genannt – ersetzte der Gesetzgeber diese Bestimmungen durch international üblichere Regelungen und setzte gleichzeitig die EU-Richtlinien 2006/46/EG und 2006/43/EG in nationales Recht um. Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde vom Bundestag am 26.03.2009 verabschiedet und der Bundesrat gab seine Zustimmung am 03.04.2009 (vgl. DER BETRIEB 2009, S. 4). Am 29.05.2009 trat das deutsche Gesetz in Kraft (vgl. BilMoG 2009).

Vor diesem Hintergrund thematisiert die folgende Arbeit die Auswirkungen des BilMoG auf den HGB-Einzelabschluss mit dem Ziel, einen Überblick über die durch BilMoG induzierten Änderungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss von Industrieunternehmen zu geben. Auf Besonderheiten für Kreditinstitute nach § 340 HGB und Versicherungsunternehmen nach § 341 HGB wird nicht eingegangen. Im Rahmen des Überblicks werden die Änderungen kritisch beurteilt, um eine Praxisreflexion zu ermöglichen. Es wird nicht in gleichem Umfang auf alle angesprochenen Änderungen eingegangen, vielmehr wird der Fokus auf einzelne Änderungen gelegt, um diese detaillierter zu beleuchten. Zudem stellt es kein Ziel der Arbeit dar, alle Änderungen durch BilMoG aufzuführen und zu thematisieren. Vielmehr wird sich auf eine Auswahl wichtiger Änderungen beschränkt, welche für Unternehmen in der Vergangenheit die größten Auswirkungen im Jahresabschluss nach HGB zur Folge hatten und daher besonderer Aufmerksamkeit bedürfen (vgl. PWC 2011, S. 10).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung der Arbeit

1.1 Gegenstand und Ziel

1.2 Aufbau

2. BilMoG – Zweck und Ziele

3. Änderungen durch BilMoG – Überblick, kritische Bewertung, Praxisreflexion

3.1 Bilanzgliederungsschema

3.2 Wegfall des Maßgeblichkeitsgrundsatzes

3.3 Immaterielle Vermögensgegenstände

3.4 Abschreibungen und Wertaufholungen

3.5 Latente Steuern

3.6 Eigenkapital – Ausschüttungssperre

3.7 Rückstellungen

3.8 Bildung von Bewertungseinheiten

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit thematisiert die wesentlichen Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf den handelsrechtlichen Einzelabschluss von Industrieunternehmen. Ziel ist es, einen fundierten Überblick über zentrale gesetzliche Änderungen zu geben, diese kritisch zu würdigen und durch eine Praxisreflexion die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Rechnungslegung der Unternehmen aufzuzeigen.

  • Harmonisierung der deutschen Rechnungslegung mit internationalen Standards (IFRS)
  • Analyse der Änderungen bei immateriellen Vermögensgegenständen und Rückstellungen
  • Kritische Bewertung des Wegfalls der umgekehrten Maßgeblichkeit
  • Untersuchung der neuen Regelungen zu Ausschüttungssperren und Bewertungseinheiten
  • Reflexion über die Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit und Aussagekraft von Jahresabschlüssen

Auszug aus dem Buch

3.3 Immaterielle Vermögensgegenstände

Durch das BilMoG wurde der § 248 Absatz 2 HGB gestrichen, welcher ein generelles Bilanzierungsverbot für immaterielle Vermögensgegenstände im Anlagevermögen vorgab (vgl. Drapinski 2009, S. 5; vgl. Weiß 2009, S. 49). Dies stellt eine Angleichung an IFRS dar (vgl. Heyd/Kreher 2010, S. 42). Die Änderung trägt dem wirtschaftlich stärker werdenden Stellenwert immaterieller Vermögensgegenstände Rechnung (vgl. Padberg/Werner 2008, S. 17). Letztere sind insbesondere für junge und innovative Unternehmen von besonderer Bedeutung, welche mit ihnen die eigene Außendarstellung verbessern können (vgl. Weiß 2009, S. 49). Mit Aufhebung des Verbots wurde der Kritikpunkt beseitigt, dass besonders Unternehmen, welche auf die Entwicklung neuer Techniken spezialisiert sind, ihre Leistungen nicht realitätsgerecht ausweisen können und sich somit schlechterstellen müssen, als es ihrer tatsächlichen Lage entspricht (vgl. Velte 2008, S. 65). So stellen für diese Unternehmen Forschungs- und Entwicklungskosten eine wichtige Größe dar.

Nach BilMoG muss zwischen entgeltlich erworbenen und selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen unterschieden werden. Für Erstere besteht ein Aktivierungsgebot, wonach zum Beispiel Patente, Marken, Software sowie Geschäfts- und Firmenwerte zu aktiveren sind. Bei selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen bedarf es einer weiteren Differenzierung. So ist die Bilanzierung selbst geschaffener Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder ähnlicher immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Absatz 2 Satz 2 HGB mittels Aktivierungsverbot untersagt (vgl. Heyd/Kreher 2010, S. 42). Auch für Forschungskosten gilt ein Aktivierungsverbot, welches im § 255 Absatz 2 Satz 4 HGB kodifiziert ist (vgl. Heyd/Kreher 2010, S. 42 f.; vgl. Weiß 2009, S. 51). Dies ist mit einer mangelnden Objektivierbarkeit begründet (vgl. Referentenentwurf BilMoG 2007, S. 121). Hingegen können Kosten der Entwicklung als Herstellungskosten wahlweise bilanziert werden. Voraussetzung ist eine selbstständige Verwertbarkeit des entwickelten Produkts oder Verfahrens (vgl. Weiß 2009, S. 56) sowie eine eindeutige Zuordnung der Kosten zur Entwicklungsphase (vgl. ebd., S. 65). Die Bestimmung, ab wann sich ein Produkt zeitlich in der Entwicklungsphase befindet, gestaltet sich in der Praxis für Unternehmen schwierig und eröffnet für letztere Ermessensspielräume (vgl. Keller 2009, S. 101; vgl. Küting et al. 2008, S. 691 f.; vgl. Petersen et al. 2012, S. 36; vgl. Weiß 2009, S. 61).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorstellung der Arbeit: Einführung in die Thematik der Bilanzrechtsmodernisierung und Definition des Untersuchungsziels sowie des Aufbaus der Arbeit.

2. BilMoG – Zweck und Ziele: Erläuterung der Intentionen hinter dem BilMoG, insbesondere die Angleichung an internationale Standards und die Entlastung kleiner Unternehmen.

3. Änderungen durch BilMoG – Überblick, kritische Bewertung, Praxisreflexion: Analyse der Kernpunkte des Gesetzes, einschließlich Bilanzgliederung, Maßgeblichkeit, Immaterielle Vermögensgegenstände, Abschreibungen, Latente Steuern, Ausschüttungssperren, Rückstellungen und Bewertungseinheiten.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beurteilung, ob die mit dem BilMoG angestrebten Ziele erreicht wurden und welche Auswirkungen sich in der Praxis ergeben haben.

Schlüsselwörter

BilMoG, Handelsgesetzbuch, HGB-Einzelabschluss, Rechnungslegung, IFRS, Bilanzierung, Immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Latente Steuern, Ausschüttungssperre, Bewertungseinheiten, Maßgeblichkeitsgrundsatz, Jahresabschluss, Praxisreflexion, Gläubigerschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) induzierten Veränderungen im deutschen HGB-Einzelabschluss von Industrieunternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Bilanzgliederung, den Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit, die Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände, Bewertungsänderungen bei Rückstellungen sowie die Einführung neuer Regelungen zu latenten Steuern und Bewertungseinheiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines Überblicks über die wichtigsten Änderungen durch das BilMoG, ergänzt um eine kritische Bewertung und eine Reflexion der praktischen Auswirkungen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und den gesetzlichen Vorschriften, kombiniert mit einer kritischen Reflexion der Auswirkungen auf die Unternehmenspraxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in acht Unterkapitel, die spezifische bilanzielle Themen wie immaterielle Werte, Rückstellungen und Bewertungseinheiten detailliert beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

BilMoG, HGB, Rechnungslegung, Einzelabschluss, IFRS-Angleichung, Rückstellungen und Bilanzpolitik.

Warum spielt die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB eine so wichtige Rolle?

Die Ausschüttungssperre dient dem Gläubigerschutz, da durch die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände das Eigenkapital steigt, ohne dass dem zwingend liquide Mittel gegenüberstehen.

Welches Problem ergibt sich bei der Rückstellungsbewertung nach BilMoG in der Praxis?

Die Ermittlung des Erfüllungsbetrages und die Abzinsung mit den Zinssätzen der Deutschen Bundesbank eröffnen große Ermessensspielräume, was die Volatilität der Abschlussergebnisse erhöhen und die Vergleichbarkeit erschweren kann.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Umfang und Auswirkungen des BilMoG auf den HGB-Einzelabschluss
College
University of applied sciences Frankfurt a. M.
Course
Financial Reporting
Grade
1,0
Author
Steffen Schneider (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V262078
ISBN (eBook)
9783656510215
ISBN (Book)
9783656510314
Language
German
Tags
Rechnungslegung Accounting BilMoG HGB Einzelabschluss Financial Reporting FOM Steffen Schneider Schneider
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Schneider (Author), 2013, Umfang und Auswirkungen des BilMoG auf den HGB-Einzelabschluss, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262078
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint