In der vorliegenden Untersuchung wurden mit Hilfe der Paarvergleich-Methode Unterschiede in
der Bewertung des sozialen Status von verschiedenen Berufen überprüft. Dabei bewerteten
jeweils 30 Studenten der Wirtschafts- und Hauptuniversität sechs verschiedene Berufe.
Erwartungsgemäß wurde der Arzt als Beruf mit dem höchsten Stellenwert eingestuft, gefolgt
vom Psychologen, Lehrer, Unternehmensberater, Bankangestellten und Tischler.
Zusätzlich wurden Unterschiede in der Bewertung des sozialen Status zwischen Studenten der
Wirtschafts- und Hauptuniversität untersucht. Von den insgesamt 15 Paarvergleichen ergaben
sich zwei signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Im Vergleich zu den
Studenten der Wirtschaftsuniversität bewerten die Studenten der Hauptuniversität den sozialen
Status des Psychologen signifikant höher als den des Unternehmensberaters und den des
Bankangestellten.
Hingegen ergab die Untersuchung hinsichtlich Unterschiede in der Bewertung zwischen
Männern und Frauen keine signifikanten Ergebnisse. · Mit Hilfe meiner Untersuchung möchte ich einen Anstoß für eine detailiertere Untersuchung
geben.
· Ich wollte Trends nachweisen, die für folgende Untersuchungen von Nutzen sein könnten.
· Ich wollte meine Untersuchung auf Studenten der Hauptuniversität und
Wirtschaftsuniversität von 18 – 25 Jahren beschränken.
· Mit Hilfe der Paarvergleich-Methode möchte ich den sozialen Status von Berufen erfassen.
· Außerdem wollte ich mittels des Chi-Quadrat-Tests Unterschiede in der Beurteilung des
sozialen Status zwischen Männern und Frauen bzw. Wirtschafts- und Hauptuniversitäts-
Studenten untersuchen.
· Die Berufauswahl beschränkt sich auf solche, die gerade für Wirtschafts- und
Hauptuniversitäts-Studenten relevant sein dürften.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
2 ZIELE UND NICHT-ZIELE
2.1 ZIELE
2.2 NICHT-ZIELE
3 SOZIALER STATUS: EIN SOZIALPSYCHOLOGISCHER ZUGANG
3.1 DAS WESEN DES STATUS
3.2 DETERMINANTEN DES STATUS
4 BESCHREIBUNG DER BERUFE
4.1 LEHRER AN AHS (ALLGEMEINBILDENDEN HÖHERE SCHULEN)
4.2 TISCHLER
4.3 BETRIEBS-, UNTERNEHMENSBERATER
4.4 PSYCHOLOGE
4.5 ARZT (ALLGEMEINER ARZT)
4.6 BANKANGESTELLTER (AKADEMISCHER BERUF)
5 METHODE:
5.1 VERSUCHSPLANUNG
5.1.1 FRAGESTELLUNG 1:
5.1.2 FRAGESTELLUNG 2:
5.1.3 FRAGESTELLUNG 3:
5.2 VERSUCHSPERSONEN:
5.3 VERSUCHSMATERIAL:
5.4 VERSUCHSABLAUF:
6 ERGEBNISSE
6.1 FRAGESTELLUNG 1:
6.2 FRAGESTELLUNG 2:
6.3 FRAGESTELLUNG 3:
7 INTERPRETATION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bewertung des sozialen Status von sechs verschiedenen Berufen mittels der Paarvergleich-Methode. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Unterschieden in der Wahrnehmung zwischen Studenten der Wirtschaftsuniversität und der Hauptuniversität sowie zwischen den Geschlechtern.
- Analyse des sozialen Status mittels der Paarvergleich-Methode
- Vergleich der Berufswahrnehmung zwischen zwei unterschiedlichen Studentengruppen
- Einsatz des Chi-Quadrat-Tests zur Prüfung statistischer Signifikanz
- Erstellung einer Rangliste des sozialen Prestiges ausgewählter Berufe
Auszug aus dem Buch
Das Wesen des Status
Status ist der von einer Gruppe oder Klasse von Menschen geschätzte Wert einer Person. Sehr oft bestimmt die soziale Kategorie oder Position den Status eines Menschen: z.B. in seinem Beruf oder seiner Rolle als Führer einer Gruppe. Grundlage dieser Bestimmung des Wertes eines Menschen ist das Ausmaß, in dem die Eigenschaften, Charakterzüge, der Besitz oder die Rolle in den Augen der Gruppe oder Klasse von Menschen, welche ihm den Status zuerkennen, einen Beitrag leisten zur Erreichung der gemeinsamen Werte und zur Befriedigung der gemeinsamen Bedürfnisse.
Welche Eigenschaften den Status mitbestimmen, hängt von den Personen ab, die die Statusbewertung vornehmen. Dabei können Statusattribute mit Werten und Bedürfnissen im Zusammenhang stehen, die nur einer kleinen Gruppe oder die der ganzen Gesellschaft gemeinsam sind. Betrachtet man unsere eigene Gesellschaft, so sind die Schönheit, besonders bei Frauen, und der Besitz von Reichtum, Beispiele für Statusattribute. Beispiele für Eigenschaften, deren Bedeutung für die Statuszuweisung von Gruppe zu Gruppe variiert, sind folgende: unter Ärzten hat der Chirurg einen hohen Status, unter Heranwachsenden verleiht der Besitz eines Wagens einen hohen Status, und unter Professoren trägt die Publikation von bedeutsamen Forschungsergebnissen zum Status bei. Diese Eigenschaften sind jedoch manchmal breit definiert, wie z.B. die Schönheit bei Frauen. Sie können in spezifischen Gruppen von Eigenschaften zerfallen, in diesem Falle in Wahrnehmungsqualitäten wie die Form und Konfiguration der Gesichts- und Körperzüge.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung umreißt die Untersuchung der Berufsbewertung und gibt einen kurzen Überblick über die methodische Vorgehensweise und die zentralen Ergebnisse.
2 ZIELE UND NICHT-ZIELE: Hier werden die Zielsetzungen der Untersuchung sowie die Abgrenzungen definiert, wobei der Fokus explizit auf Studenten zwischen 18 und 25 Jahren liegt.
3 SOZIALER STATUS: EIN SOZIALPSYCHOLOGISCHER ZUGANG: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Fundament des Statusbegriffs sowie die Faktoren, die maßgeblich zur Statuszuweisung innerhalb einer Gruppe beitragen.
4 BESCHREIBUNG DER BERUFE: Es folgt eine detaillierte Darstellung der untersuchten Berufsfelder, ihrer Anforderungen sowie typischer Ausbildungswege.
5 METHODE:: Die methodische Planung, die Versuchsanordnung und die verwendeten statistischen Verfahren zur Hypothesenprüfung werden hier ausführlich beschrieben.
6 ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die empirischen Ergebnisse der Befragung anhand von Tabellen und Skalenwerten für die verschiedenen Vergleichsgruppen präsentiert.
7 INTERPRETATION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und in den theoretischen Kontext eingeordnet, wobei auf die Unterschiede zwischen den Studentengruppen eingegangen wird.
Schlüsselwörter
Sozialer Status, Paarvergleich-Methode, BTL-Modell, Berufsstatus, Studenten, Wirtschaftsuniversität, Hauptuniversität, Chi-Quadrat-Test, Signifikanz, Berufsbewertung, Statusattribute, Sozialpsychologie, Rangliste, Prestigewahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Berufe hinsichtlich ihres sozialen Status wahrgenommen werden und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der sozialpsychologische Statusbegriff, die Beschreibung spezifischer Berufsbilder sowie die empirische Analyse von Statusbewertungen innerhalb unterschiedlicher Personengruppen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, mittels der Paarvergleich-Methode zu erfassen, welches Ansehen spezifische Berufe genießen und ob signifikante Unterschiede in dieser Einschätzung zwischen Studenten verschiedener Universitäten oder zwischen den Geschlechtern bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommt die Paarvergleich-Methode zur Erstellung einer Rangliste zum Einsatz. Zur statistischen Überprüfung der Signifikanz der Gruppenunterschiede wird der Chi-Quadrat-Test verwendet, ergänzt durch das BTL-Modell nach Bradley, Terry & Luce.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Status, eine detaillierte berufskundliche Beschreibung sowie die umfangreiche Darstellung der statistischen Ergebnisse und deren Interpretation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sozialer Status, Paarvergleich, Berufsstatus, Chi-Quadrat-Test und die Differenzierung zwischen Wirtschafts- und Hauptuniversitäts-Studenten.
Warum schneidet der Arzt in der Untersuchung so gut ab?
Der Arzt wurde in der Untersuchung über alle Gruppen hinweg als Beruf mit dem höchsten sozialen Stellenwert eingestuft, was den allgemeinen gesellschaftlichen Erwartungen entspricht.
Gab es signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern?
Nein, die Untersuchung konnte hinsichtlich der Bewertung der sozialen Status zwischen Männern und Frauen dieser Altersgruppe keine signifikanten Ergebnisse feststellen.
- Arbeit zitieren
- Thomas Hanifle (Autor:in), 2002, Sozialer Status von Berufen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/25543