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Die katalanische Sprache im Mittelalter

Title: Die katalanische Sprache im Mittelalter

Seminar Paper , 1998 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Veronika Neumann (Author)

Romance Studies - Catalan Studies

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Summary Excerpt Details

Noch in den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde sich der Spanienurlauber etwa in Barcelona nicht unbedingt der Tatsache bewusst, dass neben dem Kastilischen, das man allgemein als “Spanisch” kennt, mit dem Katalanischen eine zweite Sprache existiert, die, wie man heute unschwer feststellen kann, von erheblich größerer Bedeutung ist als gemeinhin angenommen.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich jedoch nicht mit der jüngsten Entwicklung des Katalanischen seit der Demokratisierung des Landes und der damit einhergehenden politischen Regionalisierung und nicht zuletzt der Stärkung der Minderheitensprachen in Spanien.
Vielmehr stehen die Entwicklung des Katalanischen hin zu einer vollwertigen Kultur- und Nationalsprache, seine literarische Blüte im Mittelalter und auch die Gründe für sein Abgleiten auf den Status einer Minderheitensprache im Mittelpunkt des Interesses.
Dabei werden zunächst die Ursprünge der Sprache dargestellt. Da die weitere Entfaltung des Katalanischen und die Geschichte Kataloniens untrennbar miteinander verbunden sind, wird im Folgenden ein Abriss der politischen Geschehnisse zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert gegeben um anschließend die literarische Glanzzeit des Katalanischen im Mittelalter aber auch den Verlauf und die Gründe für den allmählichen Verfall der Sprache ab dem 15. Jahrhundert zu behandeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Genese des Katalanischen

a) Substratsprachen vor der Romanisierung

b) Romanisierung

c) Einflüsse nach der Romanisierung

d) Arabische Einflüsse

III. Die politische Entwicklung Kataloniens im Zusammenhang mit der Entwicklung und Verbreitung des Katalanischen

a) Reconquesta

b) Expansion der Corona d’Aragó nach der Reconquesta

c) Sprachliche Entwicklung

IV. Erste Verschriftung

V. Literatur

a) Ramon Llull

b) Die großen Chroniken

c) Das Goldene Zeitalter des 15. Jahrhunderts

VI. Decadencia

VII. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit analysiert die historische Entwicklung der katalanischen Sprache im Mittelalter, ausgehend von ihren linguistischen Ursprüngen bis hin zu ihrer Blütezeit als Kultur- und Nationalsprache und ihrem anschließenden Statusverlust. Dabei wird untersucht, wie politische Prozesse, insbesondere die Expansion der Corona d’Aragó, untrennbar mit dem sprachlichen Aufstieg und der Konsolidierung einer spezifisch katalanischen Identität verbunden waren.

  • Genese und Einflüsse auf das Katalanische (Substrat, Romanisierung, Arabismen)
  • Wechselwirkung zwischen politischer Expansion und sprachlicher Entwicklung
  • Beginn der Verschriftung und Etablierung des Katalanischen als Verwaltungssprache
  • Literarische Glanzzeiten durch Autoren wie Ramon Llull und Chronisten
  • Ursachen für den soziolinguistischen Niedergang („Decadencia“) ab dem 15. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

II. Genese des Katalanischen

Die Entstehung des Katalanischen läßt sich grob in drei Phasen einteilen: Zunächst die Zeit vor der Romanisierung, wobei man davon ausgeht, daß die katalanische Sprachgeschichte etwa im 6. Jahrhundert v. Chr. ihren Anfang nimmt. Den zweiten Abschnitt markiert die Eroberung durch die Römer und die Romanisierung der Bevölkerung während der römischen Besatzung. Die dritte Periode schließlich setzt ein mit der Vertreibung der Römer durch die Westgoten Anfang des 5. Jahrhunderts. In dieser postromanisierten Phase wird allerdings erst der Einfluß der arabischen Sprache nach der Invasion der Mauren im Jahr 711 markante Spuren im Katalanischen hinterlassen.

Lüdtke stellt im Gebiet des heutigen Katalonien drei Völkergruppen fest, die dort seit etwa dem 6. vorchristlichen Jahrhundert ansässig waren. Dies waren zum einen ein baskisch sprechendes Volk in den Pyrenäen, westlich der Cerdanya und zum anderen ein Volk im Nordosten Kataloniens, von dem nur der Stammesname bekannt ist. Auch wenn die Sprachen dieser Völker wohl ebenfalls eine gewisse Substratwirkung auf das Katalanische gehabt haben mögen, soll für diese Arbeit nur die dritte Volksgruppe relevant sein, nämlich die Iberer. Sie siedelten im Valenzianischen Land, im Ebrotal und im Gebiet um Lleida. Ihre Sprache ist zwar belegt und auch entziffert, sie wurde jedoch bis heute nicht entschlüsselt. Dennoch lassen sich im Katalanischen Spuren des iberischen Substrats erkennen. So stammen beispielsweise die Wörter esquerre - links, oder bassa - Pfütze, sowie einige Ortsnamen möglicherweise aus dem Iberischen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung definiert das Katalanische als romanische Sprache und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die sprachliche Entwicklung bis zum Status als Nationalsprache sowie den späteren Verfall zu beleuchten.

II. Genese des Katalanischen: Dieses Kapitel behandelt die sprachliche Entstehung in drei Phasen, von der vorromanischen Zeit über die Romanisierung bis zu den Einflüssen nach der Romanisierung und der Maurenherrschaft.

III. Die politische Entwicklung Kataloniens im Zusammenhang mit der Entwicklung und Verbreitung des Katalanischen: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Reconquesta, der politischen Expansion der Corona d’Aragó und der Etablierung des Katalanischen als High-Variety dargestellt.

IV. Erste Verschriftung: Das Kapitel beschreibt den Beginn der schriftlichen Überlieferung, die im Katalanischen untypischerweise nicht mit Lyrik, sondern mit Sachtexten und Urkunden in Prosa begann.

V. Literatur: Dieser Abschnitt widmet sich der literarischen Blüte durch Ramon Llull, den großen historiographischen Chroniken und den bedeutenden Werken des 15. Jahrhunderts.

VI. Decadencia: Das Kapitel analysiert den politischen und kulturellen Niedergang Kataloniens und der katalanischen Sprache ab dem 16. Jahrhundert infolge der Kastilianisierung.

VII. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse über die Entwicklung, die Blüte und den Wandel des Katalanischen bis zur Gegenwart.

Schlüsselwörter

Katalanisch, Romanisierung, Corona d’Aragó, Reconquesta, Ramon Llull, Nationalsprache, Diglossie, Decadencia, Historiographie, Verschriftung, Sprachgeschichte, Kastilianisierung, Mittelalter, Philologie, Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der katalanischen Sprache vom Mittelalter bis zum Beginn der Neuzeit, wobei besonders die soziolinguistischen Bedingungen und die politische Einbettung berücksichtigt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die sprachlichen Ursprünge, der Aufstieg des Katalanischen zur Nationalsprache im Zuge der katalanischen Expansion und der spätere Prestigeverlust während der Decadencia.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Werdegang des Katalanischen von einer volkssprachlichen Varietät zu einer vollwertigen Kultur- und Nationalsprache sowie die Gründe für dessen Abgleiten in den Status einer Minderheitensprache aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine historische und sprachwissenschaftliche Aufarbeitung der Literatur, unter Einbeziehung politischer Kontextdaten und historischer Sprachbeschreibungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Genese der Sprache, den Einfluss der politischen Geschichte Kataloniens, die Anfänge der Verschriftung, eine Analyse der mittelalterlichen Literatur und die Untersuchung des Niedergangs in der Decadencia.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachgeschichte, Diglossie, Corona d’Aragó, Mittelalter und soziolinguistischer Wandel charakterisiert.

Warum wird die Rolle von Ramon Llull so stark hervorgehoben?

Ramon Llull gilt als zentrale Figur, da er das Katalanische erstmals systematisch für philosophische und wissenschaftliche Zwecke nutzte und so entscheidend zu dessen Formung als Schriftsprache beitrug.

Welche Rolle spielt die „Corona d’Aragó“ für die Sprachentwicklung?

Die politische Machtexpansion des Reiches führte zu einem erhöhten Bedarf an einer gemeinsamen Verwaltungssprache, wodurch das Katalanische gegenüber anderen regionalen Varietäten wie dem Aragonesischen bevorzugt wurde.

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Details

Title
Die katalanische Sprache im Mittelalter
College
LMU Munich  (Institut für Romanische Philologie)
Course
Proseminar Die spanischsprachige Welt - Soziolinguistik des Spanischen
Grade
1,0
Author
Veronika Neumann (Author)
Publication Year
1998
Pages
17
Catalog Number
V2466
ISBN (eBook)
9783638114998
ISBN (Book)
9783640113156
Language
German
Tags
Sprache Mittelalter Proseminar Welt Soziolinguistik Spanischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Neumann (Author), 1998, Die katalanische Sprache im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/2466
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