Das im Vorfeld für mein Kurzreferat ausgewählte Hördokument: „Le voyage de noces“ soll auch das Thema meiner Hausarbeit sein. Zu diesem Zweck habe ich den eben erwähnten Text vollständig transkribiert (im Anhang zu sehen). In diesem Hörtext berichtet eine junge Frau von ihrer Hochzeitsreise nach Saint-Martin (einer Insel nördlich von Guadeloupe). Sie erzählt, wie sie und ihr Mann dorthin gekommen sind und was sie dort zusammen erlebt haben. Sie verbindet mit dieser Reise nur Positives, so empfand sie sowohl den Flug als auch den dortigen Aufenthalt (inklusive Hotel, Essen, Ausflüge) als angenehm.
Ursprünglich kommt diese Frau aus der Gegend um Paris, wohnt aber zum Zeitpunkt der Aufnahme in den Alpes Maritimes (im Süden Frankreichs). Beim Hören des Textes fielen mir hinsichtlich der Aussprache der jungen Frau keine speziellen, phonetischen Besonderheiten auf, was man aufgrund ihres Wohnortes hätte erwarten können. Deshalb habe ich mich letztlich dazu entschlossen das Thema Phonetik und Phonologie allgemein darzulegen und die einzelnen Unterpunkte mit Beispielen aus dem Dokument zu versehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Phonetik und Phonologie
2.1. Ursprünge
2.2. Phonetik
2.3. Phonologie:
3. Lautbildung
3.1. Allgemeines
3.2. Vokale
3.2.1 Oralvokale
3.2.2 Das E caduc
3.2.3 Nasalvokale
3.3 Assimilation
4. Bibliographie
5. Abbildungsverzeichnis
6. Transkription: „Le voyage de noces“:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, grundlegende phonetische und phonologische Aspekte der französischen Sprache anhand der Transkription eines Hördokuments („Le voyage de noces“) zu analysieren und theoretisch einzuordnen.
- Grundlagen der Phonetik und Phonologie
- Prozess der Lautbildung und Sprechorgane
- Systematik der französischen Vokale (Oral- und Nasalvokale)
- Phänomen des „E caduc“ und dessen Elision
- Vokalassimilation im Französischen
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Nasalvokale
Die Nasenhöhle beeinflusst den Klang der Vokale erheblich. Das Gaumensegel (auch Velum genannt) senkt sich beim Aussprechen eines nasalen Vokals, deshalb ist der Weg auch in die Nasengänge offen und der durch den Rachen kommende Luftstrom entweicht dann durch Mund und Nase (zu sehen rechts in Abbildung 5 im Gegensatz zum Oralvokal links). Das Velum muss während der gesamten Dauer des Nasalvokals gesenkt bleiben, sonst entsteht ein typisch deutscher Laut [ŋ].
Das Französische besitzt, wie oben bereits erwähnt die 4 Nasalvokale: [ɛ̃, ɑ̃, õ, œ̃ ].
Heute ist es jedoch schon weit verbreitet den vorderen, gerundeten Nasalvokal [œ̃] durch den vorderen, ungerundeten Vokal [ɛ̃] zu ersetzen. Das unterscheidende Merkmal der Lippenrundung wird kaum noch von den Sprechern realisiert.
Nasale Vokale sind nur in betonten Silben lang und auch dann nur vor gesprochenen Konsonanten. Im Vergleich zu den Oralvokalen [o, œ, ɛ] sind deren nasale Pendants [õ, œ̃, ɛ̃] etwas offener in der Aussprache. Das nasale [ɑ̃] ist dagegen etwas geschlossener als das orale [ɑ].
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Hördokuments „Le voyage de noces“ als Grundlage der Untersuchung und Erläuterung der Motivation für die Themenwahl.
2. Phonetik und Phonologie: Definition und Abgrenzung der beiden linguistischen Disziplinen anhand ihrer Ursprünge und Gegenstände.
3. Lautbildung: Detaillierte Darstellung des menschlichen Sprechprozesses, der Vokalklassifizierung und spezieller Lautphänomene wie Vokalassimilation.
4. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.
5. Abbildungsverzeichnis: Nachweis der Quellen für die verwendeten graphischen Darstellungen.
6. Transkription: „Le voyage de noces“:: Vollständige phonetische Umschrift des analysierten Hördokuments.
Schlüsselwörter
Phonetik, Phonologie, Französisch, Lautbildung, Vokale, Oralvokale, Nasalvokale, E caduc, Assimilation, Transkription, Artikulation, Linguistik, Sprechorgane, Lautsystem, Sprachwissenschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht grundlegende phonetische und phonologische Strukturen der französischen Sprache auf Basis eines ausgewählten Hördokuments.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Neben den theoretischen Grundlagen der Phonetik und Phonologie stehen die Artikulation von Vokalen, das E caduc und die Vokalassimilation im Vordergrund.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die allgemeine Darlegung phonetischer Regeln, die durch konkrete Beispiele aus dem transkribierten Hörtext veranschaulicht werden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf der theoretischen Literaturanalyse sowie der praktischen phonetischen Transkription eines Hörtextes zur Anwendung und Überprüfung der Regeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich dem Prozess der Lautbildung, der Differenzierung von Oral- und Nasalvokalen sowie der detaillierten Betrachtung spezifischer Phänomene wie der 3-Konsonanten-Regel.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Phonetik, Phonologie, Lautbildung, E caduc und Vokalassimilation.
Wie unterscheidet sich die Artikulation von Nasalvokalen von Oralvokalen?
Bei Nasalvokalen ist das Gaumensegel gesenkt, wodurch der Luftstrom zusätzlich durch die Nasenhöhle entweicht, während er bei Oralvokalen ausschließlich durch den Mundraum geleitet wird.
Welche Besonderheiten weist das E caduc auf?
Das E caduc (Schwa) ist ein Reduktionsvokal, der in unbetonten Silben unter bestimmten phonetischen Bedingungen elidiert werden kann oder stumm bleibt.
- Arbeit zitieren
- Alida Ziehm (Autor:in), 2006, Phonetik und Phonologie des Französischen unter Einbeziehung eines Hördokuments, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/233419