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Scaffolding: Tragfähiges Gerüst oder kippeliges Gestell?

Befunde und Erkenntnisse eines "modern style of education"

Titel: Scaffolding: Tragfähiges Gerüst oder kippeliges Gestell?

Hausarbeit , 2013 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nadine Melzner (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland und vielen anderen Staaten steht die Bildungsforschung seit Jahrzehnten in dem Bestreben, das Schul- und Unterrichtssystem in Richtung Chancengleichheit der Ausgangsbedingungen und eines größtmöglichen Maßes an horizontaler und vertikaler Offenheit zu verbessern. Die TIMMS- und auch die PISA-Studien der OECD, welche seit dem Jahre 2000 im Drei-Jahres-Rhythmus Erhebungen an 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in den Mitglieds- und Partnerstaaten durchführt, hatten neben teils erfreulichen Ergebnissen im Zusammenhang mit den aufgeführten Aspekten zugleich auch negative zu verzeichnen. Ein ambivalentes Bild zeigte sich beispielsweise in der Schweiz (KRAMMER 2009, S. 15). Einerseits gilt sie als ein sehr durchlässiges Land mit hohen Aufwärtsmobilitäten, was so viel bedeutet, dass Arbeiterkinder eine mit den Akademiker-Kindern vergleichbar hohe Chance haben, höhere Bildung zu erzielen. Beleuchtet man diese erfreuliche Erkenntnis aber einmal von der anderen Seite, so gerät prompt ins Visier, dass innerhalb der Klassen die Leistungsunterschiede extrem variieren, was zur Revidierung des vorherigen Bildes führt. Weltweit erzielten die empirischen Befunde große Aufmerksamkeit und setzten schulpolitische Diskussionen und bildungstheoretische Verbesserungsversuche in Gang.
Besonders laufen seit dem sogenannte Sputnik-Schock auch die Anstrengungen der psychologischen Disziplin auf Hochtouren. Hier beschäftigt man sich anstelle der gesellschaftlichen Strukturen, Determinanten und Einflussgrößen von Bildung mit den emotionalen und geistigen Faktoren auf der Individualebene. Eine oft verwendete Untersuchungsmethode zur Identifikation des optimalen Unterrichts stellt die „Aptitude-treatment-interaction“ dar (vgl. REIS S. 130). Sie wurde in den vergangenen Jahren noch um die Dimensionen „teacher“ und „task“ erweitert und bezieht neben den Faktoren „Fähigkeiten und Eigenschaften der Lehrkraft“, den „schulischen Aufgaben“, der „Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden“ auch den „Ausgangs- und Potentialbereich“ der einzelnen Schulkinder mit ein. Der Wert eines jeden Unterrichts kann in der Folge nicht pauschal als „gut“ oder „schlecht“ beurteilt werden, sondern bedarf stets einer Einordnung in ein Dimensionierungssystem, in dem die genannten Kriterien mit einfließen. Bei Befragungen rund um den Unterricht fällt auf, dass gerade Erwachsene oft genau zu wissen scheinen, was einen guten Pädagogen ausmacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Theoretischer Hintergrund

2 Grundlagen

3 Was ist „Scaffolding“?

4 Vorgehensweise

4.1 Durchführung eines Scaffolding-Prozesses

4.1.1 Modeling

4.1.2 Coaching, Assisting und Monitoring

4.1.3 Fading

4.1.4 Support

4.2 Experten-Merkmale

5 Vor- und Nachteile der Unterrichtsmethode

6 Akturelle Anwendungsbereiche

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Konzept des „Scaffoldings“ als Methode der individuellen Lernunterstützung. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des Konzepts zu beleuchten, Chancen und Grenzen der Methode kritisch zu hinterfragen und die Rolle der Lehrkraft als unterstützender Wegbegleiter im Bildungsprozess zu definieren.

  • Grundlagen des Scaffolding im Kontext der Entwicklungspsychologie
  • Struktur und Prozessabfolge der Scaffolding-Methode
  • Erfolgsfaktoren für Scaffolding-Experten
  • Vor- und Nachteile der Unterrichtsmethode in der Schulpraxis
  • Anwendungsbereiche und zukunftsweisende Lernkonzepte

Auszug aus dem Buch

3. Was ist „Scaffolding“?

Der Fachausdruck „Scaffolding“ stellt analog zum Regal (engl. „scaffold“) eine Metapher zur Lernunterstützung dar und gilt als Antwort auf die Frage nach der Gestalt und den Kennzeichen individueller Supports (vgl. KRAMMER S. 61). Diese relativ neuartige Form von Interaktion vollzieht sich dabei immer auf die Kommunikation und Verbindung zweier Personen. „Scaffolding beschreibt die Form der Unterstützung im Lehr- Lerndialog, an welchem die Lehrperson und die Lernenden gemeinsam beteiligt sind (ebd. 2009, S. 73). Das Sinnbild des Gerüstes unterstreicht die führende und stabilisierende Aufgabe eines Pädagogen während der Begleitung eines Schülers durch die beschriebene „Zone der nächsten Entwicklung“. Besonders Beachtung geschenkt wird dabei der Rolle des Heranwachsenden und seines sozialen Gegenübers in Förderungsprozessen, weshalb „die soziale Ko-Konstruktion (shared Unterstanding) betont [wird]“ (MCELVANY 2008, S. 59). Der Fokus liegt somit auf den initiierten Prozessen und Bemühungen des Lehrers bzw. der Lehrerin, die der Anregung der Schülers und somit seiner aktiven kognitiven Partizipation im Prozess des Wissensaufbaus dienen. Im aktuellen Kontext zählt das unterstützte Lernen zu den modernen, pädagogisch-psychologischen Ansätzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die bildungsgeschichtliche Relevanz von Chancengleichheit und führt die Aptitude-Treatment-Interaction sowie die Relevanz adaptiven Unterrichts in der modernen Pädagogik ein.

2 Grundlagen: Hier werden die kognitionstheoretischen Wurzeln des Scaffoldings durch Jean Piagets Epistemologie und Lev Wygotskis Konzept der Zone der nächsten Entwicklung (ZNE) dargelegt.

3 Was ist „Scaffolding“?: Es erfolgt die Definition von Scaffolding als metaphorische Lernunterstützung im sozialen Lehr-Lerndialog sowie die historische Einordnung durch die Forschungsarbeiten von Wood, Bruner und Ross.

4 Vorgehensweise: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Prozessschritte Modeling, Coaching, Assisting, Monitoring und Fading sowie die spezifischen Merkmale, die einen effektiven Scaffolding-Experten ausmachen.

5 Vor- und Nachteile der Unterrichtsmethode: Eine kritische Betrachtung der positiven Effekte auf die Problemlösekompetenz gegenüber dem hohen Zeitaufwand und der Gefahr von Fehl-Einschätzungen des Leistungsstands.

6 Akturelle Anwendungsbereiche: Untersuchung des Einsatzes von Scaffolding in computergestützten Lernumgebungen, der Leseförderung und dem Konzept der Cognitive Apprenticeship.

7 Fazit: Eine abschließende Bewertung des Scaffoldings als wertvolle, jedoch fordernde Methode, die bei korrekter Anwendung durch kompetente Lehrkräfte zu nachhaltigen Leistungssteigerungen führen kann.

Schlüsselwörter

Scaffolding, Zone der nächsten Entwicklung, Konstruktivismus, Lernunterstützung, Modeling, Fading, Lehrer-Schüler-Interaktion, Cognitive Apprenticeship, Problemlösekompetenz, individuelle Förderung, pädagogische Psychologie, Unterrichtsmethodik, Wissenserwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterrichtsmethode „Scaffolding“, die darauf abzielt, Lernende durch gezielte Unterstützung durch eine kompetentere Person in ihrem Wissensaufbau zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die theoretische Fundierung in der Entwicklungspsychologie, die praktische Durchführung der Methode in Teilschritten sowie eine kritische Analyse der Wirksamkeit in verschiedenen schulischen Kontexten.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Konzept des Scaffoldings als „tragfähiges Gerüst“ zu analysieren und aufzuzeigen, wie Lehrer durch spezifische Kompetenzen Schüler erfolgreich in ihrer kognitiven Entwicklung begleiten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung einschlägiger wissenschaftlicher Studien, kombiniert mit einer systematischen Erläuterung der Prozessabläufe und didaktischen Vorgehensweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Piaget/Wygotski), die Definition des Begriffs, die methodische Beschreibung der Phasen (Modeling bis Fading) sowie eine Bewertung der Anwendungsbereiche und Experten-Merkmale.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Zone der nächsten Entwicklung“, „Modeling“, „Fading“ und die „soziale Ko-Konstruktion“, die den aktiven Lernprozess beschreiben.

Warum ist das "Modeling" für jüngere Schüler besonders wichtig?

Da jüngere Kinder komplexe Sachverhalte durch Visualisierung und konkrete Vormach-Aktionen schneller erfassen, dient das Modeling als essenzielle Brücke, bevor sie selbstständig tätig werden.

Wie unterscheidet sich die "Cognitive Apprenticeship" vom klassischen Scaffolding?

Während Scaffolding oft als Methode im Unterricht fungiert, stellt Cognitive Apprenticeship einen umfassenderen Ausbildungsansatz dar, der den Lernprozess in eine Expertenkultur einbettet und sieben Bestandteile umfasst.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Scaffolding: Tragfähiges Gerüst oder kippeliges Gestell?
Untertitel
Befunde und Erkenntnisse eines "modern style of education"
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Eltern-Kind-Interaktion
Note
1,3
Autor
Nadine Melzner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
26
Katalognummer
V233095
ISBN (eBook)
9783656502920
ISBN (Buch)
9783656504795
Sprache
Deutsch
Schlagworte
scaffolding tragfähiges gerüst gestell befunde erkenntnisse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Melzner (Autor:in), 2013, Scaffolding: Tragfähiges Gerüst oder kippeliges Gestell?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/233095
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Leseprobe aus  26  Seiten
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