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Kritik an der Entwicklungshilfe. Wie sollte man sie verbessern?

Kritiken und Lösungsvorschläge im Überblick sowie im Vergleich mit der Dependenztheorie

Title: Kritik an der Entwicklungshilfe. Wie sollte man sie verbessern?

Term Paper , 2012 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christopher Hauck (Author)

Politics - Miscellaneous

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Nachrichten über schlechte Lebensbedingungen und wachsende Armut in vielen Teilen der Welt finden sich heutzutage fast täglich in den Nachrichten und Zeitungen; dies zeigt, dass für deren Bekämpfung noch keine effektiven Lösungen gefunden worden sind. Von vielen NGOs und Politikern wird gefordert, mehr Geld für die Entwicklungshilfe zu mobilisieren, da die entwicklungsbedürftigen Länder diese brauchen. Andere Politiker und Ökonomen wie bspw. Dirk Niebel oder James Shikwati hingegen wollen die Entwicklungshilfe reduzieren oder sogar völlig abschaffen (vgl. Kummetz (2011)). Aus diesen Gründen stellt sich die berechtigte Frage, was Entwicklungshilfe leisten kann und ob sie damit Erfolgt hat. Neben der Berichterstattung über die Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern findet sich zudem auch viel Kritik an der geleisteten Entwicklungshilfe in den Medien, was deren Erfolg durchaus in Frage stellt.
Die vorliegende Arbeit versucht deshalb zunächst den Begriff der Entwicklungshilfe zu definieren, dass er im Verlauf der Arbeit im Hinblick auf die vorherrschenden entwicklungspolitischen Instrumente der Industriegesellschaften angewendet werden kann. Die Definition soll zudem die verschiedenen entwicklungspolitischen Strategien aufzeigen, um eine umfassende Kritik an den tradierten Verfahren der Entwicklungspolitik zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Entwicklungshilfe

3. Entwicklungsziele

4. Kritik an der Entwicklungshilfe und ihren Erfolgen

5. Lösungsvorschläge

6. Die Dependenztheorie

6.1 Die Lösungsansätze der Dependenztheoretiker

6.2 Kritik an den Lösungsansätzen der Dependenztheoretiker

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Wirksamkeit der traditionellen Entwicklungshilfe kritisch zu hinterfragen, gängige Kritikpunkte sowie Lösungsvorschläge zu analysieren und diese mit den theoretischen Ansätzen der Dependenztheorie in Beziehung zu setzen, um Perspektiven für eine Neuorganisation der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse der Wirksamkeit finanzieller Entwicklungshilfe
  • Diskussion aktueller Kritikpunkte und Reformvorschläge (z. B. James Shikwati, Rupert Neudeck)
  • Einführung in die Dependenztheorie und ihre strukturellen Erklärungsmodelle
  • Vergleich zwischen praxisspezifischen Lösungsansätzen und dependenztheoretischen Konzepten
  • Bewertung von Voraussetzungen für eine autonome Entwicklung in ärmeren Ländern

Auszug aus dem Buch

6. Die Dependenztheorie

Rupert Neudeck und James Shikwati schlussfolgern aus ihrer Kritik an der EH, dass diese enden bzw. radikal umgebaut werden muss, um den unterstützten Ländern eine Chance zu geben, sich selbst zu helfen und Entwicklungsprozesse von innen heraus zu initiieren. Zwar beziehen sich beide Autoren nicht direkt auf die Dependenztheorie, dennoch lassen sich Parallelen zu den aus dieser Großtheorie resultierenden Lösungsvorschlägen finden.

Zunächst möchte ich die Dependenztheorie kurz vorstellen. Sie ist Anfang der 70er Jahre entstanden und beschäftigt sich mit den Abhängigkeiten in den Beziehungen zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Daher auch ihr Name, abgeleitet vom spanischen Wort „dependencia“ (Abhängigkeit). Hierbei ist jedoch anzumerken, dass die Dependenztheorie kein festes, einheitliches theoretisches Konstrukt ist, sondern vielmehr aus verschiedenen Ansätzen erwachsen ist, die in der heutigen Diskussion als “Dependenztheorie“ bezeichnet werden (vgl. Wöhlcke, Wrobel-Leipold (Hrsg.) (1988): 20). Die Texte verschiedener Autoren (z.B. Cardoso, Gunder Frank) beschäftigen sich mit den Problemen der Unterentwicklung und Entwicklung generell und sind sich darin einig, dass die vor allem ökonomische Abhängigkeit der Entwicklungsländer von den entwickelten Industriestaaten ein große Rolle spielt, aber keineswegs der allein auslösende Faktor ist.

Die Hauptkritik, die diese Theorie übt, basiert auf dem Begriff der „strukturellen Abhängigkeit“: Danach besteht eine asymmetrische Beziehung zwischen der Peripherie (strukturschwache Gebiete, bzw. vernachlässigte Regionen) und dem Zentrum, welches Standort moderner Technologien, politischer Macht und ökonomischer Prosperität ist (vgl. Wöhlcke, Wrobel-Leipold (Hrsg.) (1988): Abbildung I.1, sowie Klemm (2007): 37ff.). Durch die strukturelle Abhängigkeit der peripheren Staaten bestimmen die zentralen Länder darüber wie schnell und wie weit sich die peripheren entwickeln. Vereinfacht lässt sich dies wie folgt beschreiben: Die entwickelten Staaten bilden das Zentrum, welches sich in Interaktion mit den peripheren Entwicklungsländern befindet. Diese Interaktion bewirkt eine stetige Weiterentwicklung der zentralen Staaten und ihrer Volkswirtschaften und eine Unterentwicklung der Peripherie (vgl. Klemm (2007): 37).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die wachsende Armut weltweit und die damit einhergehende kontroverse Debatte über Sinn und Erfolg der Entwicklungshilfe, was zur zentralen Forschungsfrage dieser Arbeit führt.

2. Definition von Entwicklungshilfe: Dieses Kapitel erarbeitet eine auf die Arbeit zugeschnittene Definition von Entwicklungshilfe, wobei der Fokus primär auf finanziellen Transferleistungen liegt.

3. Entwicklungsziele: Hier werden die Millenium-Entwicklungsziele der UN erläutert, die als Kriterium für die kritische Bewertung der entwicklungspolitischen Praxis dienen.

4. Kritik an der Entwicklungshilfe und ihren Erfolgen: Es werden verschiedene Kritikpunkte beleuchtet, darunter die mangelnde Effizienz, die Fungibilität von Geldern und das Fehlen eines klaren Endes der Hilfsmaßnahmen.

5. Lösungsvorschläge: Dieses Kapitel stellt Lösungsansätze vor, wie beispielsweise die vollständige Abschaffung der Hilfe oder ein schrittweiser Rückbau nach dem Vorbild des Marshallplans.

6. Die Dependenztheorie: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Dependenztheorie, deren Kern die strukturelle Abhängigkeit zwischen dem Zentrum und der Peripherie bildet.

6.1 Die Lösungsansätze der Dependenztheoretiker: Dieser Abschnitt behandelt Konzepte wie die Abkopplung der Peripherie vom Weltmarkt, um eine autozentrierte Entwicklung zu ermöglichen.

6.2 Kritik an den Lösungsansätzen der Dependenztheoretiker: Hier werden Einwände gegen die Abkopplungsstrategie diskutiert, insbesondere die Bedeutung des Binnenmarktes und das Risiko des Ausschlusses vom Welthandel.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Neuorganisation der Entwicklungshilfe notwendig ist, wobei ein sofortiges Ende abzulehnen ist und stattdessen schrittweise, länderspezifische Ansätze gefordert werden.

Schlüsselwörter

Entwicklungshilfe, Armutsbekämpfung, Dependenztheorie, Strukturabhängigkeit, Zentrum-Peripherie-Modell, Millenium-Entwicklungsziele, Wirtschaftsreform, Nord-Süd-Beziehungen, Autonome Entwicklung, Finanzieller Transfer, Entwicklungszusammenarbeit, Handelshemmnisse, Marshallplan, Institutionelle Qualität, Marktintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch die aktuelle Praxis der internationalen Entwicklungshilfe, hinterfragt deren Wirksamkeit und diskutiert Reformkonzepte sowie theoretische Perspektiven für eine zukünftige Ausgestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Problematik finanzieller Transferleistungen, die Definition von Entwicklungszielen, Kritik an aktuellen Hilfsverfahren und die theoretische Fundierung durch die Dependenztheorie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aus einer kritischen Bestandsaufnahme der Entwicklungshilfe und dem Vergleich verschiedener Lösungsvorschläge Hinweise für eine sinnvollere Neuorganisation der Hilfe zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse und kritische Auseinandersetzung mit Fachbeiträgen, theoretischen Modellen und Fallbeispielen zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Entwicklungshilfe, die Untersuchung von Entwicklungszielen, eine Darstellung verschiedener Kritikpunkte, Lösungsvorschläge prominenter Kritiker sowie die theoretische Analyse durch die Dependenztheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Entwicklungshilfe, Dependenztheorie, Strukturabhängigkeit, Zentrum-Peripherie-Modell, Armutsbekämpfung und eine Reform der Nord-Süd-Beziehungen.

Warum wird der Marshallplan in der Arbeit als Vergleich herangezogen?

Der Marshallplan wird als Beispiel für eine erfolgreiche, zeitlich begrenzte Hilfe genannt, die darauf abzielte, Strukturen zur Selbsthilfe zu schaffen, anstatt eine dauerhafte Abhängigkeit zu fördern.

Welche Hauptkritik äußert James Shikwati an der Entwicklungshilfe?

Shikwati kritisiert, dass Entwicklungshilfe zu einer "Unmündigkeit" der Empfängerländer führe, Korruption fördere und durch billige Hilfsgüterlieferungen die lokale Wirtschaft vor Ort zerstöre.

Welches Problem beschreibt der Begriff der "Fungibilität"?

Fungibilität bezeichnet die Austauschbarkeit von Geldern: Wenn Entwicklungshilfe für ein spezifisches Projekt gezahlt wird, ist oft nicht kontrollierbar, ob das Geld tatsächlich dort ankommt oder ob der Empfängerstaat einfach seine eigenen Mittel in diesem Bereich kürzt.

Was versteht man in der Dependenztheorie unter "struktureller Abhängigkeit"?

Dies beschreibt eine asymmetrische Beziehung, in der das technologisch und wirtschaftlich überlegene Zentrum über die Entwicklung der peripheren Gebiete bestimmt, was zu einer stetigen Unterentwicklung der Peripherie führt.

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Details

Title
Kritik an der Entwicklungshilfe. Wie sollte man sie verbessern?
Subtitle
Kritiken und Lösungsvorschläge im Überblick sowie im Vergleich mit der Dependenztheorie
College
University of Kassel  (FB 05 Gesellschaftswissenschaften)
Course
Internationale Entwicklungszusammenarbeit: Theorie und Praxis
Grade
2,0
Author
Christopher Hauck (Author)
Publication Year
2012
Pages
15
Catalog Number
V232243
ISBN (eBook)
9783656484011
ISBN (Book)
9783656484257
Language
German
Tags
kritik entwicklungshilfe kritiken lösungsvorschläge überblick vergleich dependenztheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Hauck (Author), 2012, Kritik an der Entwicklungshilfe. Wie sollte man sie verbessern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/232243
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