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Die Finanzverfassung. Der Länderfinanzausgleich

Title: Die Finanzverfassung. Der Länderfinanzausgleich

Seminar Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christoph Deichert (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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Summary Excerpt Details

Eine angemessene Ausstattung der Gliedstaaten ist Voraussetzung für deren eigenständige Politik. Durch Steuerquellen kann diese Finanzierung erreicht werden. Da die Gliedstaaten sich nicht vollständig selbst finanzieren, benötigen sie Hilfe des Bundes. ... In der gemeinsamen Finanzierung des Bundes und der Länder entsteht ein Spannungsfeld von 5 verschiedenen Punkten. Bei der Steuererhebung, dem Finanzausgleich, der Ausgabenpolitik, Staatsverschuldung und der Begründungen für die fiskalische Zusammenarbeit. ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Fragestellung

I.2 Methode

I. 3 Forschungsstand

I.4 Quellen- und Literaturdiskussion

II. Begriffsdefinition: Politikverflechtung

II.1 Finanzbeschaffung des Staates

II.2 Kurzer Historischer Abriss der Finanzverfassung

II.3 Das Finanzwesen im Grundgesetz

II.4 Die Rolle der Finanzverfassung

II.5 Finanzausgleichsgesetz

II.6 Bedeutung des Finanzausgleichgesetzes

III. Derzeitige Aufteilung der Finanzen

III.2 Zahlungsströme im Rahmen des FAG

IV. Schlussfolgerungen

V. Lösungsansätze für mehr Wettbewerb unter den Ländern

V.1 Der Abbau von Mischfinanzierungen

V.2 Entflechtung der Gesetzgebungskompetenz

V.3 Ein Steuertrennsystem

V.4 Zweckbindung der Ausgleichzahlungen

V.5 Gesamtbetrachtung der Lösungsansätze

VI. Lösungen in anderen pol. Systemen „Schweizer Beispiel“

VII. Perspektiven des Finanzausgleich

VIII. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen staatlicher Finanzierung, Steuererhebung und dem Finanzausgleich im deutschen föderalen System. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Wettbewerb unter den Ländern zu einer Entflechtung von Politik beitragen kann, wobei die These aufgestellt wird, dass ein wettbewerbsorientiertes System ohne Verzerrungen die Politikverflechtung reduzieren würde.

  • Grundlagen der Finanzverfassung und des Finanzausgleichs
  • Analyse der Politikverflechtung und ihrer Ursachen
  • Diskussion von Reformansätzen zur Steigerung des Wettbewerbs
  • Vergleichende Betrachtung des Schweizer Finanzausgleichsmodells

Auszug aus dem Buch

II.2 Finanzbeschaffung des Staates

Sieht man von der Methode ab, dass der Staat einfach Geld drucken kann (ohne Schaffung eines Gegenwertes), so bleiben noch drei andere Möglichkeiten zur Beschaffung seiner finanziellen Mittel. Die erste Möglichkeit besteht in einer Tauschbeziehung, zum Beispiel dem Verkauf von Grundstücken oder dem Anbieten einer Leistung. Viele öffentliche Leistungen werden gegen Gebühren oder Beiträgen erbracht. Hierzu zählen Abfallgebühren und Anliegerbeiträge auf kommunaler Ebene.(Vgl.: Benz 2001 : S. 208)

Die zweite Möglichkeit besteht in einer Kreditaufnahme durch den Staat. In diesem Fall besorgt er sich als Teilnehmer am Kapitalmarkt Geld und verpflichtet sich gegenüber seinen Gläubigern zur Rückzahlung. Zum Schutz der demokratischen Ordnung sind Staaten meist in der Schuldenaufnahme, durch die Verfassung beschränkt.(Vgl. Benz 2001 : S. 208)

Eine dritte und für diese Arbeit wesentlichere Möglichkeit besteht im Erheben von Steuern. Nach der Abgabenordnung sind Steuern Geldleistungen, für die keine Gegenleistung erbracht werden müssen. Sie werden als Zwangsabgaben aufgrund von Gesetzen erhoben. Im demokratischen Staat müssen ihnen die Repräsentanten des Volkes zustimmen. Eine ungerechte Lastenverteilung wird in der Demokratie durch die Beteiligungsrechte der Bürger verhindert.(Vgl. Benz 2001 : S. 209)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Problematik der Finanzausstattung der Gliedstaaten und Formulierung der These zum Zusammenhang von Wettbewerb und Politikentflechtung.

II. Begriffsdefinition: Politikverflechtung: Erläuterung des Politikverflechtung-Konzepts sowie historischer und rechtlicher Rahmenbedingungen der Finanzverfassung im Grundgesetz.

III. Derzeitige Aufteilung der Finanzen: Darstellung der aktuellen Steuerverteilung zwischen den staatlichen Ebenen und Analyse der Zahlungsströme im Rahmen des Finanzausgleichsgesetzes.

IV. Schlussfolgerungen: Synthese der vorangegangenen Analysen hinsichtlich der Verflechtungssituation und der Verzerrungspotenziale im bestehenden Finanzausgleichssystem.

V. Lösungsansätze für mehr Wettbewerb unter den Ländern: Vorstellung von Reformoptionen wie der Entflechtung von Mischfinanzierungen und der Einführung eines Steuertrennsystems.

VI. Lösungen in anderen pol. Systemen „Schweizer Beispiel“: Untersuchung der Reform des Schweizer Finanzausgleichs als Modell für eine effizientere Aufgabenteilung und mehr Wettbewerb.

VII. Perspektiven des Finanzausgleich: Ausblick auf notwendige gesetzliche Neuregelungen und die Priorisierung der Aufgaben- und Lastenverteilung bis 2020.

VIII. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse sowie Ausblick auf weiterführende Forschungsthemen.

Schlüsselwörter

Finanzverfassung, Finanzausgleich, Politikverflechtung, Bund-Länder-Beziehungen, Steuerautonomie, Wettbewerb, Föderalismus, Gesetzgebungskompetenz, Mischfinanzierung, Grundgesetz, Haushaltsdisziplin, Schweiz, Reformansätze, Steuerverteilung, Schuldenbremse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe System der deutschen Finanzverfassung und untersucht, wie sich die finanzielle Verflechtung zwischen Bund und Ländern auf den politischen Wettbewerb auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kernbereiche umfassen die Finanzverfassung, den Länderfinanzausgleich, das Phänomen der Politikverflechtung sowie verschiedene Reformmodelle zur Entflechtung der Finanzverantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob ein verstärkter Wettbewerb unter den deutschen Bundesländern dazu beitragen kann, die ineffiziente Politikverflechtung zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Begriffsbestimmung, eine historische Analyse der Finanzverfassung sowie die Auswertung von Daten zur Steuerverteilung und Zahlungsströmen, ergänzt durch einen Vergleich mit dem Schweizer Modell.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Finanzbeziehungen, die Darstellung der aktuellen Ist-Situation durch Tabellen sowie die Diskussion konkreter Lösungsvorschläge wie das Steuertrennsystem oder der Abbau von Mischfinanzierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Finanzausgleich, Politikverflechtung, Steuerautonomie, Föderalismus und Wettbewerbsverzerrung.

Welche Rolle spielt der Artikel 109 des Grundgesetzes in der Argumentation?

Der Autor führt die Schuldenbremse und die darin geforderte Haushaltsdisziplin als relevanten Faktor an, der die Finanzierungsspielräume der Länder einengt und somit den Druck zur Reform erhöht.

Warum wird das "Schweizer Beispiel" als Lösungsansatz herangezogen?

Das Schweizer Modell dient als empirisches Fallbeispiel für eine erfolgreiche Reform der Aufgaben- und Finanzverflechtung, um zu zeigen, dass institutionelle Anpassungen auch bei komplexen Interessenlagen möglich sind.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Die Finanzverfassung. Der Länderfinanzausgleich
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in das politische System der BRD
Grade
2,0
Author
Christoph Deichert (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V231788
ISBN (eBook)
9783656475439
ISBN (Book)
9783656476993
Language
German
Tags
finanzverfassung länderfinanzausgleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Deichert (Author), 2012, Die Finanzverfassung. Der Länderfinanzausgleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231788
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