Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › History of Germany - National Socialism, World War II

Erfahrungen von Frauen in Konzentrationslagern anhand ausgesuchter Autobiografien.

Alltag, Überlebensstrategien und geschlechtsspezifische Besonderheiten weiblicher Lagerinsassen.

Title: Erfahrungen von Frauen in Konzentrationslagern anhand ausgesuchter Autobiografien.

Thesis (M.A.) , 2013 , 100 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Florian Rübener (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann für viele Frauen ein langer Leidensweg durch Gefängnisse und Konzentrationslager. Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück war das größte Lager für weibliche Häftlinge auf dem damaligen, deutschen Reichsgebiet.

Bei der Beschäftigung und Aufarbeitung von Themenbereichen aus der Zeit des Nationalsozialismus müssen wir uns der Problematik stellen, dass wir dabei sind die Grenze zwischen Zeitgeschichte und Geschichte zu überschreiten.
Überlebende, aber auch aktiv handelnde sterben aus. Die Geschichtswissenschaft muss sich auf eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus einstellen, die ohne Zeitzeugen auskommt. Dennoch werden zukünftige Generationen Zugang zu einer umfangreichen Sammlung an Quellen haben wie sie, dem Nationalsozialismus zeitlich nähere, Generationen nie hatten.

Im Fokus dieser Magisterarbeit stehen Frauen, deren Alltag durch die Willkür der Nationalsozialisten und der verehrenden Umständen im Konzentrationslager Ravensbrück, aber auch in anderen Lagern bestimmt wurden und die ihre Erinnerungen, zum Teil selbst aber auch mit Hilfe von Journalisten und Autoren, niedergeschrieben haben. Ziel ist es, auf Basis der Berichte überlebender Frauen zu untersuchen welche Auswirkungen es hatte als Frau in einem solchen Lager leben und überleben zu müssen. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass es nicht um eine Bewertung der zugefügten Grausamkeiten im Vergleich mit männlichen Inhaftierten und Opfern gehen soll. Es liegt mir fern zu bewerten ob eine Frau – rein objektiv – mehr leiden musste als ein Mann. Ziel soll vielmehr sein die Perspektive der Frauen zu erörtern und zu analysieren und die Wahrnehmung darzustellen, die sich vor dem Hintergrund des Geschlechts gewiss von einer männlichen Wahrnehmung unterscheidet, ebenso wie sich beispielsweise die Darstellung von inhaftierten Kindern grundsätzlich von denen der Erwachsenen unterscheiden würde. Obwohl in erster Linie Frauen als Opfer des Nationalsozialismus im Fokus dieser Arbeit stehen, soll zumindest skizzenhaft auch die Rolle von Frauen als Täterinnen sichtbar gemacht werden. Wer gehörte zu der Gruppe verantwortlicher und aktiv handelnder Täterinnen? Welche Funktionen führten sie in den Lagern aus und wie bestimmten sie den Alltag derer, über die sie bestimmten und die ihnen ausgeliefert waren?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Konzentrationslager“: Begriffserklärung und Geschichte

2.1 Der Begriff „Konzentrationslager“

2.2 Die Geschichte der Frauenkonzentrationslager

2.3 Weitere Frauenkonzentrationslager

2.4 Frauen im „Dritten Reich“ - Ideologie und Wahrnehmung

2.5 Frauen als Täterinnen

3. Die autobiografischen/biografischen Texte und ihre Autorinnen

3.1 Erlebnisberichte als Quellen? Möglichkeiten und Probleme

3.2 Die Autorinnen

4. Das Gemeinschaftsgefüge und die „Gesellschaft“ im Lager

4.1 Die Hierarchie im Lager

4.2 Die so genannten „Funktionshäftlinge“

5. Die verschiedenen Häftlingskategorien

5.1 Politische Häftlinge

5.2 Die Bibelforscherinnen

5.3 „Asoziale“ und „Kriminelle“

5.4 „Zigeunerinnen“ und Jüdinnen

6. Frauen in Konzentrationslagern

6.1 Ankunft im Konzentrationslager

6.2 Unterbringung und Arbeit

6.3 Die hygienischen Bedingungen

6.4 Sterilisation, Schwangerschaft, Sexualität

6.5 Überlebensstrategien

7. Sexuelle Gewalt und medizinische Versuche

7.1 Sexuelle Übergriffe und Lagerbordelle

7.2 Medizinische Experimente an Häftlingen in Ravensbrück

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis von Erlebnisberichten ehemaliger Inhaftierter die Lebensrealität von Frauen in Konzentrationslagern, insbesondere im Frauen-KZ Ravensbrück. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse geschlechtsspezifischer Auswirkungen der Lagerhaft sowie der Frage, wie Frauen unter den Bedingungen von Willkür und Terror Überlebensstrategien entwickelten und wie sich die Rolle der Frau zwischen Opferrolle und Täterschaft im Nationalsozialismus gestaltete.

  • Lebensbedingungen und Alltag weiblicher Häftlinge in Konzentrationslagern
  • Geschlechtsspezifische Aspekte von Haft und Ausbeutung
  • Analyse von Überlebensstrategien und Solidaritätsformen unter Frauen
  • Untersuchung von Täterinnenstrukturen und dem sozialen Gefüge innerhalb der Lager
  • Kritische Quellenanalyse von Autobiografien ehemaliger Häftlinge

Auszug aus dem Buch

Die so genannten „Funktionshäftlinge“

Mit der eben erläuterten Einteilung der Häftlinge und der Bedeutung ihrer jeweiligen Zugehörigkeit, war vor allem der Einsatz von so genannten „Funktionshäftlingen“ im Lager verbunden. Während meiner Recherche zu dieser Arbeit bin ich vor allem in älterer Sekundärliteratur einige Male auf den Begriff „Häftlingsselbstverwaltung“ gestoßen. Allerdings halte ich diese Bezeichnung für wenig zutreffend, da unter „Funktionshäftlingen“ keinesfalls eine autonome Stellung, oder gar gewählte Vertreter verstanden wurden. Vielmehr sollte mit dem Einsatz solcher Häftlinge ein weiteres Instrument zur Überwachung und Kontrolle durch die SS geschaffen werden. Die Frauen, die in den KZ die Positionen der so genannten „Funktionshäftlinge“ besetzten, sind besonders wichtige Zeugen/Quellen um die innere Struktur eines Lagers zu verstehen. Diese Frauen wurden in Funktionen eingesetzt in denen sie der SS, den Aufseherinnen, aber auch den Ärzten im Lager auf verschiedenste Arten zur Seite stehen und einige Arbeiten abnehmen mussten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der inhaftierten Frauen im Nationalsozialismus und die problematische Quellenlage für das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.

2. „Konzentrationslager“: Begriffserklärung und Geschichte: Definition des Begriffs Konzentrationslager im NS-System sowie eine historische Einordnung der Phasen des Lagersystems und der Rolle der Frau.

3. Die autobiografischen/biografischen Texte und ihre Autorinnen: Methodische Auseinandersetzung mit der Verwendung von persönlichen Erlebnisberichten als historische Quellen und eine Charakterisierung der verwendeten Biografien.

4. Das Gemeinschaftsgefüge und die „Gesellschaft“ im Lager: Analyse der internen Lagerhierarchien und der sozialen Strukturen unter den Inhaftierten.

5. Die verschiedenen Häftlingskategorien: Detaillierte Betrachtung der unterschiedlichen Häftlingsgruppen, ihrer Kennzeichnung und ihrer jeweiligen Stellung im Lager.

6. Frauen in Konzentrationslagern: Beschreibung der konkreten Lebensumstände, des Aufnahmeritus und der verschiedenen Strategien zum Überleben.

7. Sexuelle Gewalt und medizinische Versuche: Untersuchung von sexualisierter Gewalt sowie der inhumanen medizinischen Experimente an inhaftierten Frauen.

8. Schlussbetrachtung: Synthese der Forschungsergebnisse bezüglich der geschlechtsspezifischen Hafterfahrungen und der Rolle der Frau als Opfer und Täterin.

Schlüsselwörter

Konzentrationslager, Ravensbrück, Frauen im Nationalsozialismus, Erlebnisberichte, Überlebensstrategien, Lagergesellschaft, Funktionshäftlinge, NS-Täterschaft, Geschlechtsspezifische Haft, Solidarität, Zwangsarbeit, Sterilisation, Lagerbordelle, Medizinische Experimente, Häftlingskategorien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die Erfahrungen von inhaftierten Frauen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern, insbesondere in Ravensbrück, anhand von autobiografischen Quellen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit analysiert den Lageralltag, die internen Machtstrukturen, das Gemeinschaftsgefüge, Überlebensstrategien und geschlechtsspezifische Ausprägungen von Verfolgung und Täterschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische Perspektive von Frauen auf ihre Lagerhaft zu erörtern und zu analysieren, ohne dabei die erlittenen Grausamkeiten im Vergleich zu männlichen Opfern zu werten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer dokumentarischen Auswertung von schriftlichen Erinnerungen und Autobiografien überlebender Frauen, ergänzt durch historische Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Lagerstrukturen, die Kategorisierung der Häftlinge, die Dokumentation von Gewaltformen sowie die Analyse weiblicher Überlebensstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Konzentrationslager, Frauenkonzentrationslager, NS-Zeit, Lageralltag, Überlebensstrategien, Häftlingsgruppen und NS-Täterschaft.

Warum wird dem „Mutterkult“ im Nationalsozialismus Aufmerksamkeit geschenkt?

Das Kapitel erläutert, wie das propagierte Frauenbild der „arischen Mutter“ die ideologische Grundlage für die Verfolgung und das Selbstverständnis des Regimes gegenüber Frauen bildete.

Was unterscheidet „politische“ Häftlinge von anderen Kategorien?

Politische Häftlinge verfügten oft über einen kulturellen oder politischen Hintergrund, der ihnen ein Versorgungsnetzwerk und eine Einordnung ihres Schicksals in einen politischen Kontext ermöglichte, was sie von anderen Häftlingsgruppen unterschied.

Wie werden die „Funktionshäftlinge“ in der Arbeit bewertet?

Die Autorin betrachtet sie nicht als autonome Selbstverwaltung, sondern als Instrument der SS-Kontrolle, wenngleich sie innerhalb der Hierarchie eine leicht privilegierte Stellung einnahmen.

Was ist die Schlussfolgerung der Arbeit bezüglich der Überlebensstrategien?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Überleben im Lager weniger von bewussten „Strategien“ abhing, sondern maßgeblich von der Willkür der SS und einer Reihe glücklicher Zufälle bestimmt wurde.

Excerpt out of 100 pages  - scroll top

Details

Title
Erfahrungen von Frauen in Konzentrationslagern anhand ausgesuchter Autobiografien.
Subtitle
Alltag, Überlebensstrategien und geschlechtsspezifische Besonderheiten weiblicher Lagerinsassen.
College
University of Duisburg-Essen  (Fachbereich Geisteswissenschaften/Historisches Institut)
Grade
1,6
Author
Florian Rübener (Author)
Publication Year
2013
Pages
100
Catalog Number
V231752
ISBN (eBook)
9783656475965
ISBN (Book)
9783656476894
Language
German
Tags
Konzentrationslager Nationalsozialismus Ravensbrück Frauen Genderforschung Arbeitslager Gulag KZ SS Biografien Überlebende Erinnerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Rübener (Author), 2013, Erfahrungen von Frauen in Konzentrationslagern anhand ausgesuchter Autobiografien., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231752
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  100  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint