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Rekonstruktion und kritische Analyse der Volkssouveränitätslehre Michael Walzers

Title: Rekonstruktion und kritische Analyse der Volkssouveränitätslehre Michael Walzers

Essay , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magister Artium Suad Zumberi (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

In diesem Essay geht es um die Rekonstruktion und die kritische Analyse der Volkssouveränitätslehre Michael Walzers (geboren 1935). Bei Michael Walzer handelt es sich um einen der renommiertesten zeitgenössischen Moralphilosophen. Zu seinem Renommée trug in erster Linie seine 1977 erstmalig publizierte Monographie "Just and Unjust Wars" bei. Eine Schrift, die nicht nur Zustimmung, sondern auch zum Teil heftige Kritik erntete. In dieser Monographie entwickelte Walzer seine Volkssouveränitätslehre, die die argumentative Grundlage seiner dezidierten Ablehnung zwischenstaatlicher Gewaltanwendung bildet. Oder noch präziser: der militärischen Einmischung eines Staates in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. Eine Lehre, die er auch in einem berühmten Aufsatz aus dem Jahre 1980 "The Moral Standing of States" verteidigte. Die Rekonstruktion und kritische Analyse von Walzers Volkssouveränitätslehre meines eigenen Essays stützt sich primär auf diese beiden Schriften. Den Schlusspunkt meines Essays bildet eine kritische Überprüfung der Überzeugungskraft von Walzers theoretischem Konstrukt und eine Darlegung der meines Erachtens bestehenden Schwächen seiner Argumentationsführung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Einführende Bemerkungen

I: Die Rekonstruktion der walzerschen Auffassung kollektiver und volkssouveräner Selbstbestimmung

I a: Walzers spezifisches Rechtsverständnis

I b: Kollektive Selbstbestimmung vs. politische Freiheit

I c: Kollektive Selbstbestimmung und die Revisionen des sog. „legalistischen Paradigmas“

II: Kritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert Michael Walzers Theorie der kollektiven und volkssouveränen Selbstbestimmung und prüft deren normative Grundlagen kritisch auf ihre Überzeugungskraft, um insbesondere die Frage zu beantworten, unter welchen Bedingungen militärische Interventionen von außen legitimierbar sein könnten.

  • Grundlagen des walzerschen Rechtsverständnisses und der kollektiven Selbstbestimmung
  • Abgrenzung von kollektiver Selbstbestimmung und politischer Freiheit
  • Analyse und Revision des "legalistischen Paradigmas" bei zwischenstaatlichen Konflikten
  • Die Rolle der "humanitären Intervention" und der "Gegenintervention"
  • Diskussion einer vierten möglichen Revision: Die "entscheidungserzwingende Intervention"

Auszug aus dem Buch

I a: Walzers spezifisches Rechtsverständnis

Walzer erläutert in seinem Aufsatz „The Moral Standing of States” (S. 224), was er unter Rechten versteht. Er definiert Rechte als “Verteilungsprinzipien”5, die einem Individuum bzw. einem staatlichen Kollektiv entscheidungsfällende Autorität zuteilen.

Im Falle des Individuums besteht sein Recht darin, sein Leben betreffende Entscheidungen selbst zu fällen oder etwas pathetischer ausgedrückt: sein eigenes Schicksal selbst zu bestimmen. Dieses Recht des Individuums auf Selbstbestimmung beinhaltet zugleich eine Negation: Nämlich die Ablehnung eines Mitspracherechts anderer Individuen bei der Ausgestaltung des eigenen Lebens, bei der Bestimmung des eigenen Schicksals, denn das individuelle Recht der Selbstbestimmung schließt eine Fremdbestimmung durch andere und insbesondere durch staatliche Amtsträger aus.

Im Falle eines staatlichen Kollektivs besteht das Recht des Kollektivs, d. h. der Gesamtheit der den Staat konstituierenden individuellen Mitglieder, der Gesamtheit der Bürger eines solchen Gemeinwesens darin, die Lebensbedingungen, unter denen sie in einem solchem Gemeinwesen zusammenleben, selbst zu bestimmen, sich für staatliche Institutionen zu entscheiden, für die sie sich explizit aussprechen oder die sie zumindest stillschweigend unterstützen u.s.w. Kurzum: Ihr kollektives Schicksal selbst zu bestimmen, d. h. als Kollektiv nicht über ihr individuelles Leben Entscheidungen zu treffen, sondern die Gestalt ihres „gemeinschaftlichen Leben[s]“6 zu stipulieren. Auch diese einem Kollektiv verliehene Autorität zur Bestimmung des eigenen Schicksals, auch dieses Recht der kollektiven Selbstbestimmung enthält die entschiedene Zurückweisung der Fremdbestimmung durch ein anderes staatliches Kollektiv. Nur die Angehörigen des eigenen Volkes haben das Recht über das eigene Schicksal zu befinden, fremde Völker besitzen dieses Recht oder diese Entscheidungsbefugnis nicht. Umgekehrt steht es uns nicht zu, das Selbstbestimmungsrecht fremder Völker durch eine militärische Einmischung in deren innere Angelegenheiten zu usurpieren7.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Theorie des gerechten Krieges ideengeschichtlich von Augustin über Thomas von Aquin bis hin zu Michael Walzer und definiert die Zielsetzung des Essays.

Einführende Bemerkungen: Hier werden die drei primären Quelltexte von Michael Walzer benannt, die als Basis für die Analyse seiner Theorie der kollektiven Selbstbestimmung dienen.

I: Die Rekonstruktion der walzerschen Auffassung kollektiver und volkssouveräner Selbstbestimmung: Dieser Abschnitt analysiert das spezifische Rechtsverständnis Walzers, das den Kern seiner Theorie bildet.

I a: Walzers spezifisches Rechtsverständnis: Das Kapitel erläutert, wie Rechte als Verteilungsprinzipien sowohl für Individuen als auch für staatliche Kollektive entscheidungsfällende Autorität begründen.

I b: Kollektive Selbstbestimmung vs. politische Freiheit: Hier wird verdeutlicht, dass kollektive Selbstbestimmung nicht zwangsläufig mit politischer Freiheit oder demokratischen Strukturen gleichzusetzen ist.

I c: Kollektive Selbstbestimmung und die Revisionen des sog. „legalistischen Paradigmas“: Dieses Kapitel diskutiert die Grenzen des Nichteinmischungsgebots und die Voraussetzungen für humanitäre Interventionen oder Gegeninterventionen.

II: Kritik: Der Autor setzt sich kritisch mit Walzers Argumentation auseinander, insbesondere mit der Frage, wie mit politisch-militärischen Patt-Situationen umzugehen ist, und führt das Konzept der "entscheidungserzwingenden Intervention" ein.

Schlüsselwörter

Michael Walzer, gerechter Krieg, kollektive Selbstbestimmung, volkssouveräne Selbstbestimmung, legalistisches Paradigma, humanitäre Intervention, Gegenintervention, politische Souveränität, territoriale Integrität, militärische Intervention, Bürgerkrieg, Rechtsverständnis, politische Freiheit, Entscheidungsbefugnis, entscheidungserzwingende Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der moralphilosophischen Lehre von Michael Walzer zum gerechten und ungerechten Krieg, wobei der Schwerpunkt auf der kollektiven Selbstbestimmung von Völkern und deren Souveränitätsrechten liegt.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind das Verhältnis zwischen kollektiver Selbstbestimmung und staatlicher Souveränität, die Legitimität militärischer Interventionen sowie die Grenzen des Nichteinmischungsgebots.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage des Autors?

Das Ziel ist es, Walzers Verständnis kollektiver Selbstbestimmung zu rekonstruieren und zu prüfen, unter welchen normativen Bedingungen eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten gerechtfertigt sein kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine ideengeschichtliche und moralphilosophische Analyse und kritische Rekonstruktion von Texten, ergänzt durch eine eigene argumentative Weiterentwicklung der walzerschen Thesen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Walzers Rechtsverständnis, die Abgrenzung von kollektiver Selbstbestimmung zur politischen Freiheit sowie die Revisionen des sogenannten legalistischen Paradigmas, inklusive der humanitären Intervention und der Gegenintervention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "kollektive Selbstbestimmung", "legalistisches Paradigma", "Souveränität" und "entscheidungserzwingende Intervention" maßgeblich charakterisiert.

Was versteht der Autor unter einer "entscheidungserzwingenden Intervention"?

Dies ist ein vom Autor vorgeschlagener vierter Revisionstyp des legalistischen Paradigmas, der es Fremdstaaten unter exzeptionellen Umständen erlaubt, militärisch in einen festgefahrenen Bürgerkrieg einzugreifen, um eine politische Ordnung zu etablieren.

Warum hält der Autor die bisherigen Revisionen von Walzer für unzureichend?

Der Autor argumentiert, dass Walzers Paradigma in Bürgerkriegssituationen, in denen sich die Akteure gegenseitig neutralisieren, keine Lösung bietet und somit eine zusätzliche Form der Intervention zur Wiederherstellung politischer Stabilität erforderlich macht.

Welche Anforderungen stellt der Autor an eine legitime Intervention?

Eine Intervention muss über die militärische Zielerreichung hinausgehen und die Nachkriegsordnung so gestalten, dass sie die Interessen aller Bürgerkriegsparteien berücksichtigt, um eine dauerhafte politische Stabilität zu gewährleisten.

Wird durch die neue Interventionsform die Kriegshäufigkeit gefährlich erhöht?

Der Autor schätzt dies als unwahrscheinlich ein, da die hohen moralischen Anforderungen und die enorme Kostenintensität einer solchen Intervention ihre Attraktivität für imperiale Mächte stark begrenzen.

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Details

Title
Rekonstruktion und kritische Analyse der Volkssouveränitätslehre Michael Walzers
College
University of Cologne  (Philosophisches Seminar/Institut)
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Magister Artium Suad Zumberi (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V231268
ISBN (eBook)
9783656480082
ISBN (Book)
9783656480143
Language
German
Tags
rekonstruktion analyse volkssouveränitätslehre michael walzers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Suad Zumberi (Author), 2013, Rekonstruktion und kritische Analyse der Volkssouveränitätslehre Michael Walzers, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231268
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