In Schottland wird seit fast anderthalb Jahrtausenden immer wieder ein Seeungeheuer gesichtet: das legendäre „Monster vom Loch Ness“. Die meisten Beobachtungen stammen kurioserweise nicht aus dem Mittelalter, als die schlecht informierten Menschen noch an Drachen, Einhörner und Riesen glaubten, sondern aus moderner Zeit, nämlich von 1933 bis heute.
Mit dem weltweit bekannten Seeungeheuer befasst sich das Werk „Nessie. Das Monsterbuch“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der sich durch zahlreiche Bücher über prähistorische Themen einen Namen gemacht hat. Es schildert Sichtungen, Expeditionen, Deutungen, Irrtümer und Fälschungen und informiert über weitere Ungeheuer, die angeblich in allen Teilen der Welt verborgen leben sollen.
Bei den Recherchen für dieses Werk dienten mehr oder minder seriöse Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften sowie aus dem Internet als Quellen. Da der Wahrheitsgehalt dieser Texte nicht immer überprüfbar ist, darf dieses Buch auf gar keinen Fall als wissenschaftliche Abhandlung über „Nessie“ verstanden werden.
Nach der Lektüre müssen die Leser/innen selbst entscheiden, ob sie an das Seeungeheuer in Schottland glauben wollen oder nicht. Der Autor bezweifelt zwar mit seinem Verstand die Existenz von „Nessie“, würde sie aber mit dem Gefühl lieber bejahen.
Inhalt
Vorwort: Das Gefühl spricht für Nessie
Das „schottische Weltwunder“
Ein rätselhafter See: Loch Ness
Immer wieder Sichtungen
Sichtungen von „Nessie“
Filme von „Nessie“
Suchaktionen nach „Nessie“
Die Plesiosaurier: Räuber im Meer
Theorien über „Nessie“
Daten und Fakten zu „Nessie“
Die „Nessie-Jäger“
Zitate über „Nessie“
Andere Seeungeheuer
Cadborosaurus
Champ
Chessie
Flathead Lake Monster
Igopogo
Lizzy
Manipogo
Mann-Hill-Monster
Masbate-Monster
Morag
Morgawr
Nahuelito
Ogopogo
Selma
Shielagh
Storsie
Tatzelwurm
Tessie
Van
Wally
Zuiyo-maru-Monster
Entdeckungen spektakulärer Tiere
Riemenfisch
Brückenechse
Dinornis
Zwergflusspferd
Krausenhai
Vampir-Tintenfisch
Nördliches Breitmaulnashorn
Okapi
Berggorilla
Riesenwaldschwein
Königin-Alexandra-Vogelflügler
Goliathfrosch
Kaiser-Schnurrbart-Tamarin
Andrew-Schnabelwal
Berganoa
Komodowaran
True-Schnabelwal
Chinesischer Flussdelphin
Indopazifischer Schnabelwal
Bonobo
Mekong-Riesenwels
Kongopfau
Kouprey
Afrikanischer Quastenflosser
Takahe
Blomberg-Kröte
Japanischer Schnabelwal
Pazifischer Hafenschweinswal
Hubb-Schnabelwal
Iriomote-Katze
Melonenkopf-Wal
Magenbrütende Frösche
Chaco-Pekari
Peruanischer Schnabelwal
Riesenmaulhai
Rotes Rattenkänguruh
Jemenwaran
Bilkis-Gazelle
Goldener Bambuslemur
Riesengecko
Goldkronen-Sifaka
Vu-Quang-Rind
Riesen-Muntjak
Truong-Son-Muntjak
Indonesischer Quastenflosser
Verborgene Arten
Affenmenschen
Yeti
Bigfoot
Orang Pendek
Alma
Chuchunaa
Nguoi Rung
St. Loy’s Ape
Yeren
Yowie
Andere Kryptiden
Beutelwölfe
Dinosaurier
Flugsaurier
Großkatzen
Mammute
Moas
Riesenfaultiere
Riesenhaie
Riesenkraken
Riesenstrauße
Seeschlangen
Stellersche Seekühe
Todeswürmer
Ur-Wale
Schlusswort
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Buch untersucht das Phänomen des legendären "Monsters von Loch Ness" und setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob die Existenz dieses Seeungeheuers wissenschaftlich belegbar ist oder ob es sich primär um ein kulturelles Phänomen handelt. Dabei werden historische Sichtungen, Forschungsansätze sowie alternative Erklärungsmodelle analysiert, um eine fundierte Einordnung des Mythos vorzunehmen.
- Kryptozoologische Analysen von Augenzeugenberichten und Sichtungen.
- Wissenschaftliche Bewertung von Fotos, Filmen und Sonarkontakten.
- Diskussion möglicher biologischer und geologischer Erklärungsmodelle.
- Untersuchung weiterer Kryptozoologie-Themen und Entdeckungsgeschichten spektakulärer Tiere.
- Kritische Aufarbeitung historischer Fälschungen und Legendenbildungen.
Auszug aus dem Buch
Das „schottische Weltwunder“
Mehr als 10.000 angebliche Augenzeugen schworen bereits hoch und heilig, sie hätten im schottischen Hochlandsee Loch Ness südlich von Inverness ein leibhaftiges Seeungeheuer gesehen. Unter ihnen befanden sich so respektable Leute wie Geistliche, Juristen, Kriminalisten, Wissenschaftler, Ärzte, Bankiers, Offiziere und Politiker. Sogar der Nobelpreisträger für Chemie von 1952, Richard Synge (1914–1994), war ernsthaft davon überzeugt, „Nessie“ erblickt zu haben.
Bei den Sichtungen im Loch Ness soll oft ein prähistorisches Monster beobachtet worden sein: ein Plesiosaurier, der heute weltweit liebevoll „Nessie“ genannt wird. Den Schilderungen vieler Augenzeugen zufolge ist das „schottische Weltwunder“ etwa 8 bis 15 Meter lang, trägt einen verhältnismäßig kleinen, pferdeähnlichen Kopf auf einem langen Schlangenhals, besitzt ovale Augen, zwei bis sieben Höcker, paddelartige Flossen und hat eine dunkelgraue bis schwarze Haut. Das Seeungeheuer tauchte für Minuten bis zu maximal einer Dreiviertelstunde auf, verfügte offenbar über keine Stimme und soll – weil es bei lauten Geräuschen schnell verschwindet – sehr lärmempfindlich sein.
Diese Beschreibung passt zu urzeitlichen Plesiosauriern, die einst auch in England existierten. Doch jene Meeresreptilien sind nach Erkenntnissen der Paläontologen gegen Ende der Kreidezeit vor mehr als 65 Millionen Jahren ausgestorben und den kaltblütigen Tieren wäre es heute im kalten Wasser von Loch Ness nicht warm genug.
Bei Kryptozoologen verhallten die Argumente gegen ein Vorhandensein von Sauriern im Loch Ness jedoch ungehört. Die Kryptozoologie ist jene Wissenschaft, die sich mit der Suche nach verborgenen Tierarten (Kryptiden) befasst. Den Begriff „Kryptozoologie“ hat 1954 der belgische Zoologe Bernard Heuvelmans (1916–2001) für die Erforschung des Auftretens unbekannter Tierarten eingeführt. Das aus dem Griechischen stammende Wort „kryptos“ bedeutet versteckt, unbekannt, geheim oder geheimnisvoll.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Das Gefühl spricht für Nessie: Einführung in die Faszination des Monsters vom Loch Ness und die wissenschaftliche Herangehensweise des Autors.
Das „schottische Weltwunder“: Darstellung der Berichte von Augenzeugen und der theoretischen Einordnung als Plesiosaurier.
Ein rätselhafte See: Loch Ness: Geografische und biologische Beschreibung des Sees als Lebensraum.
Immer wieder Sichtungen: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Mythos und die modernen Sichtungen ab 1933.
Sichtungen von „Nessie“: Katalogisierung verschiedener Sichtungsarten, unterteilt nach Merkmalen der Kreatur.
Filme von „Nessie“: Auflistung der filmischen Dokumentationsversuche im Laufe der Jahrzehnte.
Suchaktionen nach „Nessie“: Überblick über die Expeditionen und deren wissenschaftliche Ergebnisse.
Die Plesiosaurier: Räuber im Meer: Paläontologische Hintergründe zu den Plesiosauriern.
Theorien über „Nessie“: Überblick über die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten von Ur-Walen bis zu Naturphänomenen.
Daten und Fakten zu „Nessie“: Chronologische Zusammenstellung relevanter Ereignisse.
Die „Nessie-Jäger“: Kurzbiografien wichtiger Personen, die das Phänomen erforschten.
Zitate über „Nessie“: Sammlung von Meinungen prominenter Zeitgenossen und Forscher.
Andere Seeungeheuer: Beschreibung weiterer kryptider Tiere wie Cadborosaurus oder Champ in anderen Teilen der Welt.
Entdeckungen spektakulärer Tiere: Detaillierte Betrachtung real existierender Tiere, die oft erst spät entdeckt wurden.
Verborgene Arten: Diskussion über die Existenz bisher unbekannter Arten auf den fünf Erdteilen.
Andere Kryptiden: Analyse weiterer bekannter Krypto-Tiere wie Yeti, Bigfoot und Mammute.
Schlusswort: Fazit des Autors bezüglich der wissenschaftlichen Beweislage zum Ungeheuer von Loch Ness.
Schlüsselwörter
Nessie, Loch Ness, Kryptozoologie, Seeungeheuer, Plesiosaurier, Augenzeugenberichte, Expeditionen, Sonarkontakte, Fälschungen, Legenden, Krypto-Tiere, Paläontologie, Loch-Ness-Monster, Seeungeheuer-Sichtungen, Biologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch im Kern?
Das Buch bietet eine umfassende Übersicht über das Phänomen "Nessie", analysiert Sichtungsberichte, Expeditionen und Theorien und stellt diese in den Kontext der Kryptozoologie.
Welche Themenfelder deckt das Werk ab?
Neben dem zentralen Fokus auf das Ungeheuer vom Loch Ness behandelt das Buch auch andere berühmte Seeungeheuer, die Entdeckungsgeschichte realer spektakulärer Tiere sowie weitere bekannte Kryptiden wie Yeti und Bigfoot.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, ob die Existenz des Ungeheuers von Loch Ness durch Berichte und technische Daten gestützt werden kann oder ob es sich um eine moderne Legende handelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verfolgt?
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Zusammenstellung historischer Fakten, die Analyse von Medienberichten und den Vergleich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Biologie und Paläontologie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sichtungshistorie, die Dokumentation durch Filme und Expeditionen, Theorien zur Identität des Monsters sowie die Vorstellung prominenter "Nessie-Jäger".
Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für das Buch?
Wichtige Begriffe sind Kryptozoologie, Kryptiden, Loch Ness, Plesiosaurier, Augenzeugen, Expeditionen, Fälschungen und Legendenbildung.
Wie bewertet der Autor das berühmte "Surgeon's-Foto"?
Der Autor ordnet das Foto als Fälschung ein, die durch Recherchen später entlarvt wurde, und erläutert die Hintergründe dieses Schwindels.
Welche Rolle spielen Erdbeben in den Erklärungsmodellen?
Einige Forscher vermuten, dass Gasaustritte aufgrund seismischer Aktivitäten in der Great-Glen-Verwerfung für Wasserbewegungen sorgen könnten, die mit Nessie verwechselt werden.
Wie werden die Sichtungen von "Kelpies" in Schottland erklärt?
Der Autor führt die Geschichten über Wassergeister als kulturelle Wurzel für den modernen Mythos von Nessie an.
Gibt es auch reale Tiere, die für Nessie gehalten wurden?
Ja, der Autor nennt unter anderem Störe, Seehunde, Forellen, Wasservögel und Baumstämme als plausible Erklärungen für viele Beobachtungen.
- Arbeit zitieren
- Ernst Probst (Autor:in), 2013, Nessie. Das Monsterbuch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230642