Der Begriff Missio canonica meint ganz allgemein eine Bevollmächtigung durch die Kirche. Schon im CIC/1917 taucht der Begriff auch. Hier wird er verwand, um juristische Bezüge zwischen Diözesanbischof und der Person, die er zum kirchlichen Dienst beauftragt hat, festzulegen. Im CIC von 1983, die aktuelle Rechtsgrundlage, tritt der Begriff nicht auf. In der BRD wird der Begriff benutzt, wenn man davon spricht, dass ein Lehrer oder ei-ne Lehrerin die Zustimmung des Bischofs benötigt, um katholischen Religionsunterricht zu unterrichten. Die Einstellung erfolgt also nicht nur über den Staat.
Inhaltsverzeichnis
I. Begriff Missio canonica
II. Historischer Ursprung & Entwicklung
III. Unterscheidung von kirchlicher Unterrichtserlaubnis und Missio canonica
IV. Rechtsgrundlagen der Missio canonica
V. Verleihung der Missio canonica
VI. Widerruf der Missio canonica
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den rechtlichen und kirchenrechtlichen Status der „Missio canonica“ als notwendige kirchliche Beauftragung für Lehrkräfte, die katholischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen erteilen, und beleuchtet deren historische Entwicklung sowie die aktuellen Vergabekriterien.
- Historische Entwicklung des Verhältnisses von Kirche und Schule
- Juristische Definition und kanonische Grundlagen der Missio canonica
- Abgrenzung zur kirchlichen Unterrichtserlaubnis
- Verfahrensweisen und Kriterien der Beauftragung durch den Diözesanbischof
- Voraussetzungen und Ablauf für den Widerruf der Beauftragung
Auszug aus dem Buch
I. Begriff Missio canonica
Der Begriff Missio canonica meint ganz allgemein eine Bevollmächtigung durch die Kirche. Schon im CIC/1917 taucht der Begriff auch. Hier wird er verwand, um juristische Bezüge zwischen Diözesanbischof und der Person, die er zum kirchlichen Dienst beauftragt hat, festzulegen. Im CIC von 1983, die aktuelle Rechtsgrundlage, tritt der Begriff nicht auf. In der BRD wird der Begriff benutzt, wenn man davon spricht, dass ein Lehrer oder eine Lehrerin die Zustimmung des Bischofs benötigt, um katholischen Religionsunterricht zu unterrichten. Die Einstellung erfolgt also nicht nur über den Staat.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Begriff Missio canonica: Definition und Erläuterung des Begriffs der kirchlichen Bevollmächtigung im Kontext des geltenden Rechts.
II. Historischer Ursprung & Entwicklung: Darstellung des geschichtlichen Wandels des Schulwesens und der zunehmenden staatlichen Oberhand unter Beteiligung der Kirche.
III. Unterscheidung von kirchlicher Unterrichtserlaubnis und Missio canonica: Differenzierung zwischen den verschiedenen Berechtigungen für Religionslehrkräfte je nach Qualifikationsstatus.
IV. Rechtsgrundlagen der Missio canonica: Analyse kirchenrechtlicher Codices und der Debatte um die Begriffe Missio und Approbatio.
V. Verleihung der Missio canonica: Beschreibung des formalen Antragsprozesses und der inhaltlichen Voraussetzungen für Lehrkräfte.
VI. Widerruf der Missio canonica: Erläuterung der Gründe, die zu einem Entzug der Beauftragung führen können, sowie des damit verbundenen Anhörungsverfahrens.
Schlüsselwörter
Missio canonica, Kirche, Religionsunterricht, Lehrkraft, Diözesanbischof, Kirchenrecht, CIC, kirchliche Unterrichtserlaubnis, Beauftragung, Schulwesen, Approbatio, Religionspädagogik, Deutsche Bischofskonferenz, Dienstprüfung, Amtsenthebung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Missio canonica, also die kirchliche Beauftragung, die Lehrkräfte in Deutschland benötigen, um katholischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen erteilen zu dürfen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des kirchlich-staatlichen Verhältnisses im Schulwesen, die juristische Verankerung im Kirchenrecht sowie die praktischen Verfahren zur Erteilung und zum Entzug der Beauftragung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den rechtlichen Rahmen und die Bedeutung der Missio canonica für die Religionslehrkräfte verständlich aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse auf Basis kirchenrechtlicher Quellen, historischer Kontexte und aktueller Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die historische Einbettung, die Unterscheidung von anderen Unterrichtserlaubnissen, rechtliche Grundlagen sowie die konkrete Verleihungs- und Widerrufspraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Missio canonica, Religionsunterricht, kirchenrechtliche Approbatio und die Rahmenrichtlinien der Deutschen Bischofskonferenz.
Was unterscheidet die „kirchliche Unterrichtserlaubnis“ von der „Missio canonica“?
Während die kirchliche Unterrichtserlaubnis oft für befristete oder noch in der Ausbildung befindliche Lehrkräfte gilt, erhalten nur ausgebildete Lehrkräfte nach bestandener Dienstprüfung die unbefristete Missio canonica.
Unter welchen Umständen kann eine Missio canonica widerrufen werden?
Ein Widerruf erfolgt insbesondere dann, wenn sich die Beauftragung als schädlich für das Gemeinwohl der Kirche erweist oder der Lehrer nicht mehr den geforderten inhaltlichen und lebensführenden Kriterien entspricht.
Welche Rolle spielt die Missio-Kommission bei der Verleihung?
Die Kommission kann in Einzelfällen einberufen werden, um den Antragsteller zu prüfen und den Bischof bei der Entscheidung über die Verleihung oder den Widerruf zu unterstützen.
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- Rebekka Bolz (Author), 2012, Missio Canonica. Die kirchliche Beauftragung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230177