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Go to shop › German Studies - Linguistics

Sprache im Beruf. Klartext statt Geschwurbel

Knapp und verständlich schreiben kann man lernen

Title: Sprache im Beruf. Klartext statt Geschwurbel

Textbook , 2013 , 45 Pages

Autor:in: Karl-Heinz List (Author)

German Studies - Linguistics

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Sie traben, fliegen und stolpern durch die Texte, die weißen Schimmel, schwarzen Raben. kleinen Zwerge, großen Riesen und die alten Greise. Wir planen im Voraus, sprechen von anderen Alternativen, eigenhändiger Unterschrift und Rückantwort. Unternehmen veröffentlichen neuerdings ihre Zahlen nicht mehr, sondern sie kommunizieren sie.

Wie muss ein Text sein? Er muss selbstverständlich sprachlich korrekt sein nach den Regeln der Grammatik und Rechtschreibung. Reicht das? Nein. Wie sollten die Sätze sein? Kurz und knapp, weil wir die Zeit des Lesers nicht vergeuden dürfen. Verständlich, sonst können wir dem Leser kein richtiges Bild von der Sache vermitteln. Anschaulich und lebendig, weil sich sonst der Leser langweilt und nicht weiter liest.

Der ausladenden und verklausulierten Sprache in Verträgen, Geschäftsberichten, Arbeitszeugnissen und bei der Selbstpräsentation im Internet wird der sprachliche Bauhaus-Stil gegenüber gestellt: Schnörkellos, klar, einfach und funktional.

Mit den Beispielen und Übungen entwickeln und schärfen die Leser ihr Sprachgefühl und steigern ihr sprachliches Ausdrucksvermögen.
Wer präzise und anschaulich formulieren kann, qualifiziert sich für anspruchsvolle Aufgaben im Beruf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Sprache

Sprache ist nicht logisch

Sprachgefühl

Übung 1: Gefühle und Sprache: Synonyme finden

Bullshit

Die lapidare Sprache

Knappheit

Wir sind alle nicht perfekt

Moden

Die Sprache der Macher

Die Angst vor der einfachen Sprache

2. Wörter

Mehr Verben, weniger Substantive

Modalverben

Adjektive – echte, falsche

Indikativ und Konjunktiv

Direkte und indirekte Rede

Konjunktiv 1 und 2

Würde-Form

Modewörter

Das richtige Wort

Genetiv, Dativ, Akkusativ

Übung 2: Gegensatzbegriffe finden

Trend

Schönreden

Mehrzweck-Text

Korrektes Deutsch alleine reicht nicht

Wörter, die nicht treffen

Wir haben die Wahl

3. Der Satz

Haupt- und Nebensätze

Schachtelsatz

Eingeschobener Satz

Überflüssige Sätze

4. Texte aus der Berufspraxis

Stellenanzeigen

Was man in Stellenanzeigen so liest

Arbeitzeugnisse

Zeugniscode

Was es zu vermeiden gilt

Missglückte Formulierungen

Die holprigen Substantive

Übung 3: Die richtigen Verben verwenden

5. Juristen sind Fachleute – aber die Sprache ist nicht ihr Fach

Jargon der Juristen

Die Sprache der Juristen ist ungenau

Klarheit und Verständlichkeit

Richter-Deutsch

Die Sprache des Gesetzgebers

Bundeserziehungsgesetz

Betriebsverfassungsgesetz

Kündigungsschutzgesetz

Beschwerde, Klage

Abschlussübung

6. Antworten /Lösungen zu den Übungen

Übung 1: Synonyme

Übung 2: Gegensatzbegriffe

Mehrzwecktext: Todesanzeige oder Arbeitszeugnis?

Übung 3: Arbeitszeugnis: Die richtigen Verben

Abschlussübung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieses Werkes ist es, Lesern in Beruf und Alltag zu einer präziseren, knapperen und verständlicheren Ausdrucksweise zu verhelfen, indem es die typischen Fehler und Unsicherheiten bei der schriftlichen Kommunikation aufzeigt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch den bewussten Umgang mit Verben, Satzstrukturen und Wortwahl die kommunikative Kraft von Texten gestärkt und "Geschwurbel" vermieden werden kann.

  • Analyse und Optimierung des Schreibstils in der beruflichen Kommunikation
  • Kritische Auseinandersetzung mit Fachjargon, Bürokratendeutsch und Anglizismen
  • Methodische Anleitung zur Vermeidung von Blähverben und überflüssigen Substantiven
  • Praktische Tipps für die Erstellung und Analyse von Arbeitszeugnissen und Stellenanzeigen
  • Vertiefende Übungen zum Ausbau des persönlichen Sprachgefühls und Wortschatzes

Auszug aus dem Buch

Die Sprache der Macher

Die Sprache der Macher (Politiker, Unternehmer, Manager) besteht aus Versatzstücken, die sich bei Reden, Geschäftsberichten und Internetauftritten verwenden lassen. Sie weisen darauf hin, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht und zukunftsfähige Strukturen geschaffen hätten und ihr Focus auf Performance- und Talentmanagement gerichtet sei, um Potentialträger frühzeitig zu identifizieren. Sie betonen bei jeder Gelegenheit, dass sie gut aufgestellt seien, bei den Human Resources, ihrem Humankapital, Teamkultur pflegten und als Global Player mit ihrer Doppelstrategie und ihrem Geschäftsportfolio ( = Gesamtheit der Geschäftsfelder) und Relaunch ( = Umgestaltung) und Downsizing (= Stellenabbau) nachhaltig profitabel wachsen und das alles in ihrem neuen Geschäftsbericht auch kommuniziert hätten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Sprache: Untersucht das Sprachgefühl, die Unlogik der Sprache sowie die Tendenz zu Worthülsen und Schönreden in Unternehmen und Medien.

2. Wörter: Behandelt die stilistische Qualität von Wortwahl, den Einsatz von Verben statt Substantiven sowie den korrekten Gebrauch von Grammatik und Modewörtern.

3. Der Satz: Fokussiert auf die Klarheit in der Satzkonstruktion durch die Vermeidung von Schachtelsätzen und unnötigen Einschüben.

4. Texte aus der Berufspraxis: Analysiert kritisch die Sprache in Stellenanzeigen und Arbeitszeugnissen und deckt dort gebräuchliche "Geheimcodes" auf.

5. Juristen sind Fachleute – aber die Sprache ist nicht ihr Fach: Kritisiert die komplizierte, abstrakte Ausdrucksweise von Gesetzestexten und Gerichtsurteilen und plädiert für mehr Verständlichkeit.

6. Antworten /Lösungen zu den Übungen: Bietet die detaillierten Auflösungen und Korrekturen zu den praktischen Übungen aus den vorangegangenen Kapiteln.

Schlüsselwörter

Sprachgefühl, Ausdrucksweise, Klartext, Stilistik, Geschäftskorrespondenz, Arbeitszeugnisse, Wortwahl, Geschäftsberichte, Kommunikation, Blähverben, Substantivierung, Sprachkultur, Textoptimierung, Fachjargon, Verständlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk primär?

Es geht um die Verbesserung der schriftlichen Ausdrucksweise im beruflichen Umfeld, weg von unnötig kompliziertem "Geschwurbel" hin zu klarem, präzisem Deutsch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sprachpflege, Stilistik, Grammatik, die Analyse von Unternehmenskultur durch Sprache sowie die Entschlüsselung von Jargon in Zeugnissen und juristischen Texten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, dem Leser ein Werkzeug an die Hand zu geben, um durch präzise Formulierungen Missverständnisse zu vermeiden und die eigene professionelle Wirkung zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine linguistische Inhaltsanalyse angewandt, die durch kritische Reflexion und empirische Beispiele (z.B. aus Geschäftsberichten und Urteilen) untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden systematisch die Sprachebenen (Wörter, Sätze), berufsspezifische Textformen (Zeugnisse, Stellenanzeigen) und der oft schwer verständliche Jargon von Juristen dekonstruiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Kernbegriffe sind Sprachgefühl, Klartext, Stilistik, Geschäftskorrespondenz und Textoptimierung.

Warum widmet der Autor ein eigenes Kapitel den Arbeitszeugnissen?

Arbeitszeugnisse sind oft von "Geheimcodes" und Floskeln geprägt, die den eigentlichen Inhalt verschleiern; das Kapitel hilft dabei, diese Konstrukte zu durchschauen und bessere Formulierungen zu finden.

Was ist das Hauptproblem an der "Sprache der Macher"?

Der Autor kritisiert, dass Manager und Politiker oft in austauschbaren Versatzstücken und Anglizismen sprechen, die Substanz vortäuschen, aber keine klare Information transportieren.

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Details

Title
Sprache im Beruf. Klartext statt Geschwurbel
Subtitle
Knapp und verständlich schreiben kann man lernen
Author
Karl-Heinz List (Author)
Publication Year
2013
Pages
45
Catalog Number
V230015
ISBN (eBook)
9783656454816
ISBN (Book)
9783656455578
Language
German
Tags
Klartext Stil verständlich schreiben kurze Sätze sprachlicher Bauhaus-Stil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl-Heinz List (Author), 2013, Sprache im Beruf. Klartext statt Geschwurbel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230015
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