Dieser Unterrichtsentwurf zeigt die handlungsorienterte Anwendung des Passivs in einer "everyday situation". Hierbei wird den SchülerInnen schnell klar, wann man das Passiv im Englischen verwendet.
Durch die einzelnen Phasen, angelehnt an Ziegésar, die auf sprachspychologischen Grundlagen aufgebaut sind, lernen die SchülerInnen in einer natürlichen Kommunikationssituation die neue grammatikalische Struktur.
Die neue grammatikalsiche Struktur wird wie im Muttersprachenerwerb vom Lehrer auf die Lerner übetragen.
Unterrichtsmaterialien sind in diesem Unterrichtsentwurf beigefügt.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1 Die Lerngruppe
1.2 Die Lernumgebung
2. Sachanalyse: The Passive- Simple Past
2.1 Anwendung und Gebrauch
2.2 Grammatische Struktur
3. Unterrichtsverlauf – Umsetzung und Alternativen
3.1 Legitimation des Stundenthemas
3.2 Einbettung in den Unterrichtsverlauf
3.3 Schwierigkeitsanalyse und didaktische Reduktion
3.4 Umsetzung und Alternativen
4. Kompetenzerwerb und Lernziele
5. Unterrichtsskizze
6. Anlagen
7. Stoffverteilungsplan für den Prüfungszeitraum
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die grammatische Struktur des Passivs im Simple Past in einer 8. Realschulklasse durch ein erwerbsorientiertes Unterrichtsmodell induktiv einzuführen, wobei der Fokus auf der handlungsorientierten Anwendung in einem situativen Rahmen liegt.
- Einführung der Passivstruktur im Simple Past
- Induktive Vermittlung durch einen situativen Rahmen (Tatortuntersuchung)
- Förderung der kommunikativen Kompetenz durch Tandemarbeit
- Anpassung des Sprachunterrichts an die Bedürfnisse der Lerngruppe
Auszug aus dem Buch
3.3 Schwierigkeitsanalyse und didaktische Reduktion
Das Passiv im Englischen ist für die Schülerinnen und Schüler relativ zugänglich, da die Struktur der Muttersprache entspricht. Viele Lernenden der Klasse, haben jedoch nicht Deutsch als Muttersprache, sondern Türkisch, Italienisch, Serbisch oder Russisch, was das Verstehen der Passivstruktur natürlich erschwert. Bei dieser Einführungsstunde wurde der Fokus bewusst nicht auf das Umformen von Aktiv- in Passivsätze gelegt, sondern auf die zu lernende Passivform, um Verwirrungen zu vermeiden. Der „by- agent“ wird aus diesem Grund ebenfalls in den Folgestunden eine Rolle spielen.
Die Schwierigkeit bei der Bildung des Passivs stellen, aus Erfahrung mit anderen Klassen und meinen Nachhilfeschülern, die unregelmäßigen Verben dar. Auch muss sehr stark darauf geachtet werden, dass die „to be- Formen“ nicht weggelassen werden, bzw. nicht an das Plural oder Singular angepasst werden. Die Verneinung sollte in der Regel keine Probleme bereiten, könnte aber von den Lernenden durch die Bildung der Verneinung im Simple past mit „didn’t“ vermischt werden. An dieser Stelle werde ich gezielt in der Arbeitsphase in der Klasse herumgehen und Hilfestellungen geben. Die Fragebildung wird den Schülerinnen und Schülern zu Beginn etwas schwer fallen, sollte aber jedoch durch die Fragen aus der Reagierens- und Verstehensphasen und der im Tandembogen wiederkehrenden Fragen einfach adaptiert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturellen Gegebenheiten der Klasse 8e, inklusive deren Leistungsstand, Arbeitsweise und die räumliche Ausstattung des Klassenzimmers.
2. Sachanalyse: The Passive- Simple Past: Hier wird der grammatikalische Gegenstand fachwissenschaftlich erläutert, insbesondere dessen Anwendung, Gebrauch und die formale Struktur im Englischen.
3. Unterrichtsverlauf – Umsetzung und Alternativen: Dieses Kapitel erläutert das didaktische Vorgehen, die Einbettung der Stunde in die Unterrichtsreihe sowie die methodischen Überlegungen zur Schwierigkeitsanalyse und den gewählten Sozialformen.
4. Kompetenzerwerb und Lernziele: Die Zielsetzung wird hier unter Berücksichtigung des Bildungsplans formuliert, wobei der Fokus auf personalen, sozialen und fachlichen Lernzielen liegt.
5. Unterrichtsskizze: Die tabellarische Übersicht stellt den geplanten zeitlichen Ablauf, die Phasenstruktur sowie die jeweiligen Lehr-Lern-Interaktionen prägnant dar.
6. Anlagen: Dieser Teil enthält die für die Lehrprobe erstellten Materialien, wie etwa Arbeitsblätter zur Tatortuntersuchung und den Tandembogen.
7. Stoffverteilungsplan für den Prüfungszeitraum: Der Plan gibt einen chronologischen Überblick über die behandelten Themen und Einheiten im Rahmen der Unterrichtsreihe.
Schlüsselwörter
Passiv, Simple Past, Grammatik, Englischunterricht, Realschule, Lehrprobe, Induktive Methode, Unterrichtsmodell, Tandemarbeit, Sprachkompetenz, C.S.I. Agenten, Didaktische Reduktion, Klassenzimmer, Schulalltag, Sprachlehrwerk
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf zur Einführung des englischen Passivs im Simple Past dar, konzipiert für eine 8. Realschulklasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Neben der reinen Grammatikvermittlung stehen die Lernatmosphäre, die didaktische Einbettung in einen situativen Rahmen und die Förderung kooperativer Lernformen im Mittelpunkt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Schülern durch eine motivierende, handlungsorientierte Einstiegssituation (Tatort-Szenario) ein tieferes Verständnis für die Bildung und Verwendung des Passivs zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf etablierte Unterrichtsmodelle zur Grammatikeinführung von Ziegésar sowie Hecht/Waas, die einen erwerbsorientierten und induktiven Ansatz verfolgen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse, eine fachwissenschaftliche Sachanalyse und eine detaillierte Planung der Unterrichtsphasen (Demonstration, Reproduktion, Produktion).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Passiv, Simple Past, handlungsorientierter Englischunterricht, Tandemarbeit und fachdidaktische Methoden.
Wie werden die Lernenden während der Stunde aktiviert?
Die Lernenden schlüpfen in die Rolle von C.S.I.-Agenten, die einen Tatort untersuchen müssen, wodurch eine authentische und spannende Lernumgebung geschaffen wird.
Warum wurde die induktive Methode gewählt?
Die Methode wurde gewählt, um das Sprachverständnis nicht durch trockene Regelvorgaben zu erschweren, sondern Grammatik in kommunikativen Handlungszusammenhängen erfahrbar zu machen.
Welche Rolle spielt der Tandembogen in dieser Unterrichtsplanung?
Der Tandembogen dient der Binnendifferenzierung und ermöglicht den Schülern eine selbstständige Kontrolle sowie gegenseitiges Lernen, was die soziale Kompetenz und die Sicherheit in der Sprachproduktion stärkt.
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- Realschullehrerin Sabine Scheyhing (Author), 2009, Einführung des Passivs im Simple Past angelehnt an Ziegésar, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229950