Der amerikanische Präsident Barack Obama subsumierte am 19. Juni dieses Jahres, bei seiner Rede anlässlich seines Berlinbesuches, signifikanter Weise auf der östlichen Seite des Brandenburger Tores, die Quintessenz der geopolitischen Geschichte der Nachkriegsära mit den Worten: Unsere Werte der Freiheit, Offenheit und Toleranz haben gesiegt. Das heißt, dass sich die Welt in der Nachkriegsära in einem Krieg der Werte der Freiheit versus der Unterdrückung des Menschen befand, der sich als strategischer und politischer Krieg diverser Intensität vom kalten bis zu heißen Stellvertreterkriegen artikulierte. Nun scheinen, von einigen Inseln des Wertewiderstandes, insbesondere in der araboislamischen Welt, abgesehen, in denen der Wertekrieg immer noch heiße Formen annimmt, die Würfel im wesentlichen gefallen zu sein oder ein weltweiter Dominoprozess der fallenden Wertewürfel in Gang zu sein, da das weltweite Aufbegehren für die Werte der Freiheit und Offenheit gegen staatliche Bevormundung, Unterdrückung und Ausbeutung im Kontext der globalen Medienreichweite einen weltweiten freiheitlichen Wertetsunami entfacht hat, der trotz großer Anstrengungen seitens einiger Hardliner Regierungen nicht mehr eindämmbar zu sein scheint.
Inhaltsverzeichnis
1. Die geopolitische Dimension der Werte
2. Die gesellschaftskulturelle und globale Management Dimension der Werte: Zwiebel-, Eisberg- und Gedächtnis-Antizipationsmodelle
1. Ethical And Core Values Across Cultures: A Third Millennium Axiology
2. A Cultural Values Dynamic
3. Cultural Values Reconciliation Based On Dilemma Theory
4. Cultural Values Integration Based On Consciousness Research And Scientific Research
5. 36 Values Attunement Strategies
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Rolle von Werten im Kontext des globalen Managements neu zu bewerten und ein transkulturelles Paradigma zu etablieren. Sie untersucht, wie das Verständnis menschlicher Bewusstseinsstrukturen dazu beitragen kann, interkulturelle Konflikte zu überwinden und Synergien in einer global vernetzten Welt zu schaffen, indem sie eine Brücke zwischen klassischen Kulturmodellen und noetischen, ganzheitlichen Ansätzen schlägt.
- Analyse der geopolitischen und managementorientierten Dimension von Werten.
- Einführung des Transkulturellen Profilers als ganzheitliches Management-Instrument.
- Kritische Auseinandersetzung mit Determinismus vs. Indeterminismus in der Kulturforschung.
- Integration von Bewusstseinsforschung und Neurowissenschaften in die interkulturelle Theorie.
- Entwicklung von Strategien zur wertebasierten Konfliktlösung und Synergiebildung.
Auszug aus dem Buch
Ethical and Core Values Across Cultures: A Third Millennium Axiology
Axiology, the theory of ethics, needs to be considered praxologically, behaviourally. Beginning with the Fortune 500 corporate scandals and the following global financial crisis ethics has resurfaced, as it did and does in all civilizations past and present. It is the perennial struggle of man, a major theme and challenge to the human species in all societies. Ethics, that inbuilt sense of what is moral conduct and not, whether formulated ex post as a Kantian imperative or in the array of religions or culture contingent ethical systems, is certainly conditioned culturally, but within the cultural ethical socialization – even in the most collectivist cultures - there is this universal theme that is man’s tremendous freedom and margin of choice as to his individual conduct.
All codes of law, all the major religious systems, ideologies, most artistic production, indeed, the sum total of human creativity and artifacts are more or less centered around ethical decision making or involve such decision-making. The collective and the individual aspects of the ethical challenge are the two arms of the problem which man must reconcile. What I do with my cultural programming depends on how I use it, and how I use it frequently depends on one’s ability to manage such programming and that management will depend on one’s ethical assumptions and evolution. Due to the overriding importance with regard to its consequences for the human species individually and socially, nationally and globally it should be part of any cultural analysis.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die geopolitische Dimension der Werte: Dieses Kapitel erörtert die Macht von Werten in der globalen Geopolitik und wie diese als strategische Allianz-Instrumente in einer multipolaren Welt fungieren.
2. Die gesellschaftskulturelle und globale Management Dimension der Werte: Zwiebel-, Eisberg- und Gedächtnis-Antizipationsmodelle: Hier werden bewährte Kulturmodelle analysiert, um die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit kultureller Dimensionen für das Management verständlich zu machen.
1. Ethical And Core Values Across Cultures: A Third Millennium Axiology: Das Kapitel untersucht Ethik als universelle Konstante menschlichen Handelns und fordert eine neue Axiologie, die individuelle Wahlfreiheit mit kultureller Programmierung versöhnt.
2. A Cultural Values Dynamic: Diese Sektion betrachtet Werte als dynamische Prozesse und kritisiert die statische Sichtweise klassischer Kulturmodelle zugunsten einer fluiden, interaktiven Perspektive.
3. Cultural Values Reconciliation Based On Dilemma Theory: Das Kapitel führt die Dilemma-Theorie ein, um kulturelle Unterschiede nicht als Hindernis, sondern als Potenzial für Synergien durch bewusste Werte-Reconciliation zu nutzen.
4. Cultural Values Integration Based On Consciousness Research And Scientific Research: Hier wird der Transkulturelle Profiler vorgestellt, der Erkenntnisse aus der Bewusstseinsforschung nutzt, um Kulturmanagement auf eine wissenschaftlich-ganzheitliche Basis zu stellen.
5. 36 Values Attunement Strategies: Das abschließende Kapitel bietet praktische Strategien und Techniken, um kulturelle Werte effektiv zu steuern und für eine nachhaltige Unternehmensführung zu harmonisieren.
Schlüsselwörter
Werte, Kulturmanagement, Transkulturalität, Bewusstseinsforschung, Ethik, Dilemma-Theorie, Geopolitik, Interkulturelle Kompetenz, Noetik, Synergie, Identität, Globalisierung, Mentale Software, Axiologie, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch untersucht die Rolle von Werten als zentrales Element der globalen Zusammenarbeit und schlägt eine transkulturelle Perspektive vor, die über rein interkulturelle Beschreibungen hinausgeht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Dialektik von Werten, die Anwendung wissenschaftlicher Prinzipien auf Kulturmodelle, die Rolle der menschlichen Bewusstseinsstruktur und die Entwicklung eines ganzheitlichen Management-Instruments.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die Etablierung eines "Transkulturellen Profilers", der Führungskräften hilft, kulturelle Komplexität zu durchdringen und durch ein höheres Bewusstsein nachhaltige Synergien zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um einen transdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Neurophysiologie, Quantenphysik, Philosophie und klassischen interkulturellen Forschung kombiniert.
Was behandelt der Hauptteil?
Der Hauptteil fokussiert sich auf die theoretische Fundierung eines transkulturellen Managements, die Vorstellung von Dilemma-Lösungsstrategien und die praktische Anwendung der entwickelten Modelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Transkulturalität, Bewusstseinsarchitektur, noetische Intelligenz und wertebasierte Synergie.
Was ist das "noetische" Zentrum im Modell des Autors?
Es repräsentiert die höchste Ebene menschlicher Bewusstseinssteuerung, die es ermöglicht, kulturelle Konditionierung zu transzendieren und als "Auge des Sturms" Komplexität souverän zu managen.
Wie unterscheidet sich der transkulturelle vom interkulturellen Ansatz?
Während der interkulturelle Ansatz sich oft auf die Beschreibung und den Vergleich kultureller Differenzen konzentriert, integriert der transkulturelle Ansatz diese Unterschiede in einer höheren Ebene, die das Bewusstsein des Akteurs in den Mittelpunkt stellt.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deißler (Author), 2013, Werte: Eine Schlüssel-Axiomatik unseres Zeitalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229935