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GREXIT. Ist der Austritt aus der EWU eine ökonomisch sinnvolle Lösung für Griechenland?

Title: GREXIT. Ist der Austritt aus der EWU eine ökonomisch sinnvolle Lösung für Griechenland?

Bachelor Thesis , 2013 , 54 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabrina Höling (Author)

Economics - Other

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1. Einleitung
"Es hat keinen Sinn, über den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zu spekulieren" (Spiegel Online, 2012, o.S.). Mit diesen Worten schloss der deutsche Finanzminister Schäuble 2012 nicht nur den Austritt der Hellenischen Republik aus der Europäischen Währungsunion aus, er verbot sich damit auch sämtliche Spekulationen darüber.

Seit 2008 befindet sich Griechenland in der Krise. Die Hellenische Republik hat die höchste Schuldenquote Europas, weist die größten Arbeitslosenzahlen auf und ist der Staat, der die meisten internationalen Finanzhilfen erhalten hat. Bisher waren sich sowohl die Europäische Union, der Internationale Währungsfond, die Euroländer und Griechenland darin einig, dass mit allen Mitteln versucht werden sollte, Griechenland in der Eurozone zu halten. Auffällig an der ganzen Diskussion ist, dass mehrheitlich von politischer Seite, d.h. aus der Perspektive der Europäischen Union argumentiert wird. Hierbei werden nur die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Europäische Währungsunion und andere Krisenstaaten betrachtet, sollte Griechenland als erster Staat in der Geschichte der Währungsunion diese verlassen. Griechenlands wirtschaftliche Vor- und Nachteile eines Austritts werden dabei vernachlässigt. Daher ist es nun an der Zeit für einen Perspektivenwechsel. Griechenland rückt damit in den Mittelpunkt der Diskussion, d.h. es wird aus seiner Sicht argumentiert.

In dieser Arbeit beschäftige ich mich deshalb mit den ökonomischen Auswirkungen eines möglichen Grexit und konzentriere mich dabei auf die Folgen, die dieser für Griechenland haben würde. Ich werde damit zeigen, dass es sinnvoll ist, eine Alternative zu den jetzigen Rettungsmaßnahmen zu diskutieren. Bewusst werden die möglichen Effekte auf andere Staaten und den Euro als Währung vernachlässigt. Ebenso klammere ich juristische Beschränkungen und politische Rahmenbedingungen aus, sodass die wirtschaftlichen Aspekte Griechenlands im Vordergrund stehen, die bisher in der Politik und Öffentlichkeit kaum Beachtung gefunden haben. Ist ein Grexit ökonomisch sinnvoll und damit eine Alternative oder Ergänzung zu den jetzigen Spardekreten? Wie würde sich die Abwertung einer neuen griechischen Währung gegenüber dem Euro auf die griechischen Wirtschaftsindikatoren auswirken?
Um diese Fragen zu beantworten, wird zunächst der Begriff „ökonomisch ökonomisch sinnvoll“ definiert, um eine Basis zu schaffen, auf derer Auswirkungen eines Austritts evaluiert werden...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition: Was ist ökonomisch sinnvoll?

3. Die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands

3.1. Der Eintritt in die Währungsunion 2001

3.2 Die Wirtschaftskrise in Griechenland ab 2008

3.3. Lösungsversuche: Der Weg aus der Krise?

4. Folgen einer Abwertung in der Theorie der Außenwirtschaft

4.1. Was bedeutet eine Abwertung:

4.1.1. Wirkung einer Wechselkursänderung auf Exporte

4.1.2. Wirkung einer Wechselkursänderung auf Importe

4.1.3. Summe der Elastizitäten

4.2. Terms of Trade

5. Der Fall Argentinien

5.1. Argentiniens Entwicklung bis 2001

5.2. Argentinien: Austritt aus der Währungsunion und die externe Abwertung des Pesos

5.3. Vergleich von Argentinien und Griechenland

6. Griechenland: Austritt aus der EWU und eine externe Abwertung

6.1. Der Abwertungsbedarf der griechischen Wirtschaft

6.2. Auswirkungen einer Abwertung auf der Grundlage von Wirtschaftsindikatoren

6.2.1. Negative Auswirkungen

6.2.2. Positive Auswirkungen

6.3. Abschließende Beurteilung der Auswirkungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen eines möglichen Austritts Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion (Grexit) und bewertet, inwiefern eine externe Währungsabwertung eine ökonomisch sinnvolle Alternative zu den bisherigen Sparprogrammen darstellt.

  • Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und Krisenursachen Griechenlands seit 2001
  • Theoretische Untersuchung der Effekte einer Währungsabwertung auf die Leistungsbilanz
  • Fallstudie Argentinien als historisches Vergleichsbeispiel für Währungsaustritte
  • Evaluierung der Chancen und Risiken eines Grexit für die griechische Wettbewerbsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Eintritt in die Währungsunion 2001

Bevor Griechenland Mitglied der Eurozone wurde, galt das Land als ein unsicherer Faktor auf dem internationalen Finanzmarkt und war als „chronische[s]“ Risikoland bekannt (Hoffmann und Richter, 2012, S.2). Die Risikoaufschläge in Form von Zinsen für internationale Kapitalanleihen waren im Vergleich zu anderen EU-Staaten besonders hoch. Dies änderte sich mit der Einführung des Euro, da dieser als „starke Währung“ angesehen und von Kreditgebern als sicher und stabil bewertet wurde (Büchner, 2002). Durch das Ziel der Zinskonvergenz zwischen den Mitgliedstaaten der EWU näherten sich die vormals hohen Zinsen, die Griechenland für ausländische Kredite zu zahlen hatte, den niedrigeren von Ländern wie Deutschland an. Diese waren mit einer deutlich höheren Bonität von internationalen Rating Agenturen wie Standard and Poor´s (2012) bewertet worden. Griechenland konnte sich dadurch günstiger am internationalen Kapitalmarkt refinanzieren, woraufhin die Kapitalimporte anstiegen.

Dies löste einen Bau- und Investitionsboom aus, sodass zwischen 2001 und 2007 die gesamtwirtschaftliche Produktion um 4,6% stieg (Born et al, 2012, S.14). Das daraus resultierende Wirtschaftswachstum basierte allerdings auf einem jahrelangen Prozess steigender öffentlicher und privater Ausgaben, d.h. auf Konsum, während die Sparquote der Haushalte negativ war (OECD Factbook, 2011, o.S.). Bis in die 1980er Jahre lagen die Ausgaben der griechischen Regierung unter dem Durchschnitt der anderen zwölf Länder, die später zur Europäischen Währungsunion werden sollten. Zehn Jahre später jedoch überstiegen die Ausgaben Griechenlands die aller anderen Länder deutlich (EEAG Report, 2011). Zwischen 2001 und 2008 konsumierte Griechenland durchschnittlich im Jahr mehr als 100% des Nettoinlandsproduktes (Gerken et al, 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik und Formulierung der Forschungsfrage zur ökonomischen Sinnhaftigkeit eines Grexit.

2. Definition: Was ist ökonomisch sinnvoll?: Klärung des Begriffs durch das Konzept der Wettbewerbsfähigkeit und komparativer Vorteile.

3. Die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands: Analyse der Ursachen für die griechische Finanzkrise, insbesondere nach dem Euro-Eintritt.

4. Folgen einer Abwertung in der Theorie der Außenwirtschaft: Darstellung der theoretischen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Exporte, Importe und Leistungsbilanz.

5. Der Fall Argentinien: Betrachtung der argentinischen Wirtschaftskrise 2001 als Vergleichsfall für den Austritt aus einem Währungsverbund.

6. Griechenland: Austritt aus der EWU und eine externe Abwertung: Konkrete Anwendung der Theorie auf das Szenario Griechenland unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf notwendige interdisziplinäre Forschung.

Schlüsselwörter

Grexit, Europäische Währungsunion, Leistungsbilanz, Abwertung, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftskrise, Argentinien, Euro, Lohnstückkosten, Außenwirtschaftstheorie, Staatsverschuldung, Geldpolitik, Strukturreformen, Kapitalflucht, Zahlungsbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone (Grexit) und eine damit verbundene externe Abwertung einer neuen Währung eine ökonomisch sinnvolle Lösung zur Überwindung der griechischen Wirtschaftskrise darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands, die Theorie der Außenwirtschaft im Kontext von Währungsabwertungen, historische Vergleichsdaten aus Argentinien sowie die Auswirkungen auf Wirtschaftsindikatoren wie Leistungsbilanz und Staatsverschuldung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Alternative zu den bisherigen Sparprogrammen der Troika zu diskutieren und zu bewerten, ob eine eigenständige Währung Griechenland helfen kann, einen wettbewerblichen Vorteil gegenüber Handelspartnern zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Datenanalyse, kombiniert mit theoretischen Modellen der Außenwirtschaft (z.B. J-Kurven-Effekt, Elastizitäten) und einem komparativen Fallbeispiel (Argentinien).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Abwertung erläutert, danach das Krisenbeispiel Argentinien analysiert und schließlich die Übertragbarkeit dieser Erkenntnisse auf die aktuelle Situation Griechenlands geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Grexit, Euro, Leistungsbilanz und Wettbewerbsfähigkeit sind vor allem die Begriffe Abwertung, Lohnstückkosten und Elastizitäten für die ökonomische Argumentation entscheidend.

Warum wird Argentinien als Vergleichsbeispiel herangezogen?

Argentinien wird verwendet, weil es Anfang des 21. Jahrhunderts in einer ähnlichen Situation eines festen Wechselkurssystems (Currency Board) steckte und nach dem Austritt und der Abwertung des Pesos ökonomisch wieder wachsen konnte.

Welche Risiken eines Grexit identifiziert die Autorin?

Zu den genannten Risiken zählen negative Bilanzeffekte durch hohe in Euro denominierte Auslandsschulden, eine mögliche Kapitalflucht sowie die Gefahr eines Kollapses des griechischen Bankensystems.

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Details

Title
GREXIT. Ist der Austritt aus der EWU eine ökonomisch sinnvolle Lösung für Griechenland?
College
University of Göttingen  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Grade
2,0
Author
Sabrina Höling (Author)
Publication Year
2013
Pages
54
Catalog Number
V229516
ISBN (eBook)
9783656471325
ISBN (Book)
9783656471479
Language
German
Tags
Grexit Griechenland Wirtschaftskrise Austritt Währungsunion EWU Finanzkrise Abwertung selbstständige Geldpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Höling (Author), 2013, GREXIT. Ist der Austritt aus der EWU eine ökonomisch sinnvolle Lösung für Griechenland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229516
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