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Interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko

Eine qualitative Untersuchung

Titel: Interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko

Magisterarbeit , 2010 , 394 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Magister Sara Müller (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Magisterarbeit ist es, interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko und deren Umgang mit diesen aufzuzeigen. Außerdem soll das Konzept „Kulturtiefe“ vorgestellt und auf seine Gültigkeit bzw. Geltungsbreite untersucht werden. Dieses nimmt Unterschiede im Auftreten von und im Umgang mit interkulturellen Problemen in Abhängigkeit von dem Aufenthaltsgrund des/der Deutschen, der Aufenthaltsdauer, dem Spanischniveau und sozialen Kontakten zu Mexikanern an. Diese vier Faktoren summiert und unterschiedlich gewertet sollen Aufschluss darüber geben, inwieweit die (in diesem Fall: deutsche) Person in die (hier:) mexikanische Kultur integriert ist. Die Summe dieser vier Faktoren wird Kulturtiefe genannt.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Forschungsstand und Methodik

2.1 Forschungsstand

2.2 Methodik

3. Definitionen und Grundlagen

3.1 Interkulturalität – Was ist Kultur?

3.1.1 Nationalkulturen

3.1.2 Weitere grundlegende Begriffe

3.2 Stereotypisierung versus kulturelle Unterscheidung

3.2.1 Unterscheidung zwischen Stereotypisierung und kultureller Kategorisierung

3.2.2 Entstehung von Stereotypen

3.2.3 Umgang mit Stereotypen

3.3 Wissenschaftliche Ansätze: Kulturdimensionen und -standards und Kommunikationsmodelle

3.3.1 Kulturdimensionen

3.3.2 Kulturstandards

3.3.3 Kommunikationsmodelle – Friedemann Schulz von Thun interkulturell

3.4 Definition von Kulturtiefe

3.4.1 Begründung der Wahl der Faktoren

3.4.2 Die rechnerische Darstellung der Kulturtiefe

4. Aufbau und Herangehensweise der Untersuchung

4.1 Aufbau des Fragebogens

4.2 Aufbau und Idee der Gruppendiskussionen

4.3 Herangehensweise an die Auswertung

4.4 Grenzen der Untersuchung

5. Auswertung und Analyse

5.1 Auswertung des Fragebogen und der Gruppendiskussionen

5.1.1 Soziografische Daten

5.1.2 Selbst- und Fremdbild

5.1.3 Gefallen und Missfallen

5.1.4 Gesprächsverhalten

5.1.5 Unpünktlichkeit

5.1.6 Körperkontakt

5.1.7 Organisation

5.1.8 Kulturelle Umstellung und Anpassung

5.1.9 Indirektheit

5.1.10 Kulturschock

5.1.11 Selbstveränderung

5.1.12 Vermissen an Deutschland und an Mexiko

5.1.13 Hierarchisch geordnete Merkmale, die an der mexikanischen Kultur gefallen bzw. missfallen

5.1.14 Feedback zur Umfrage

5.2 Vergleichende Auswertung nach Kulturtiefenkategorien

6. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, interkulturelle Herausforderungen zu identifizieren, mit denen Deutsche in Mexiko konfrontiert sind, und den individuellen Umgang mit diesen Konfliktsituationen zu untersuchen. Zentral ist dabei die Einführung und Evaluierung des Konzepts der "Kulturtiefe", welches anhand verschiedener Faktoren den Integrationsgrad einer Person in die mexikanische Kultur messbar machen soll.

  • Interkulturelle Kommunikation und Kulturverständnis zwischen Deutschen und Mexikanern
  • Entwicklung und Anwendung des Konzepts der "Kulturtiefe"
  • Analyse kultureller Unterschiede mittels Kulturstandards und Dimensionen
  • Empirische Untersuchung durch Online-Befragung und Gruppendiskussionen
  • Untersuchung von Stereotypisierungsprozessen und deren Einfluss auf die Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3.1 Interkulturalität – Was ist Kultur?

Das Leben in einer fremden Kultur kann wie das Spielen eines Spiels sein, dessen Regeln man nicht kennt. Kultur bestimmt die Spielregeln für dieses Spiel. Hofstede beschreibt dies folgendermaßen: „Culture is the unwritten book with rules of the social game that is passed on to newcomers by its members, nesting itself in their minds.“ (Hofstede et al., 2005: 36)

Mit „social game“ ist hier ein bestimmter Raum gemeint, „people who live or lived within the same social environment“ (a.a.O.: 3), innerhalb dessen gewisse einheitliche Spielregeln gelten. Diese umfassen zum Beispiel Regeln zum Grüßen, Essen, Gefühle zeigen, Körperabstand halten oder auch zur Sprache, Gestik, Mimik oder Kleidung. (vgl.: Hofstede et al., 2005: 3 mit Thomas et al. 2, 2003: 22)

Der Psychologe Alexander Thomas nennt diese Spielregeln Orientierungssystem und benennt auch das social game genauer: „Kultur manifestiert sich immer in einem für eine Nation, Gesellschaft, Organisation oder Gruppe typischen Orientierungssystem.“ (Thomas et al. 2, 2003: 22). Auch Diplom-Psychologin Dagmar Kumbier definiert in ihrem auf den Modellen von Friedemann Schulz von Thun aufbauenden Werk „Interkulturelle Kommunikation“ Kultur als „identitätsstiftendes Orientierungsmodell“: „Es definiert Zugehörigkeit; es reguliert das Verhalten der Kulturmitglieder; und es strukturiert deren Wahrnehmung und Deutung der Umwelt – meist ohne dass es diesen bewusst ist.“ (Kumbier et al., 2009: 33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundproblematik kultureller Missverständnisse und definiert das Ziel der Arbeit, interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko zu untersuchen sowie das Konzept der "Kulturtiefe" einzuführen.

2. Forschungsstand und Methodik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über existierende Studien zum Thema und beschreibt den methodischen Ansatz, der eine Kombination aus Online-Umfrage und qualitativen Gruppendiskussionen umfasst.

3. Definitionen und Grundlagen: Es werden grundlegende Kulturbegriffe, wissenschaftliche Ansätze wie Kulturdimensionen und Kommunikationsmodelle von Schulz von Thun sowie das Konzept der "Kulturtiefe" theoretisch fundiert.

4. Aufbau und Herangehensweise der Untersuchung: Dieser Abschnitt erläutert die Struktur der verwendeten Forschungsinstrumente, inklusive des Fragebogens und der Durchführung der Gruppendiskussionen.

5. Auswertung und Analyse: Hier werden die erhobenen Daten detailliert präsentiert, analysiert und nach verschiedenen Kulturtiefenkategorien vergleichend ausgewertet.

6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das letzte Kapitel bündelt die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung und diskutiert die Auswirkungen kultureller Unterschiede sowie Integrationsprozesse.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Mexiko, Deutschland, Kulturtiefe, Kulturstandards, Kulturdimensionen, Kulturschock, Stereotypisierung, Integration, Online-Umfrage, Gruppendiskussion, Kommunikationspsychologie, Friedemann Schulz von Thun, Geert Hofstede, Fons Trompenaars

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den interkulturellen Herausforderungen, denen sich Deutsche gegenübersehen, die in Mexiko leben, arbeiten oder studieren, und beleuchtet die damit einhergehenden Anpassungsprozesse.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit deckt Themen wie Pünktlichkeit, Gesprächsverhalten, Körperkontakt, Organisation sowie den Umgang mit Kulturschock und Selbstveränderung durch den Aufenthalt in einer fremden Kultur ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, häufig auftretende interkulturelle Probleme aufzuzeigen und das selbst entwickelte Konzept der „Kulturtiefe“ zur Messung des Integrationsgrads von Deutschen in Mexiko zu validieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden verwendet?

Die Arbeit nutzt einen Methodenmix, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage mit 238 Teilnehmenden sowie ergänzenden qualitativen Gruppendiskussionen zur tieferen Analyse der Ergebnisse.

Welche Aspekte stehen im Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen des Kulturbegriffs, die Vorstellung wissenschaftlicher Modelle (Hofstede, Trompenaars, Schulz von Thun) und die detaillierte statistische Analyse der Umfragedaten in Verbindung mit den Diskussionsergebnissen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlagworten zählen interkulturelle Kommunikation, Kulturtiefe, Kulturstandards, Stereotypisierung und der Kulturschock-Prozess.

Was genau versteht die Autorin unter dem Begriff "Kulturtiefe"?

Die Kulturtiefe ist ein Konstrukt, das durch die Faktoren Aufenthaltsgrund, Aufenthaltsdauer, Spanischkenntnisse und soziale Kontakte zu Mexikanern berechnet wird, um den Grad der Integration einer Person in die mexikanische Kultur abzubilden.

Wie verändert der Mexiko-Aufenthalt die Probanden laut der Analyse?

Die Umfrage zeigt, dass fast alle Befragten eine Veränderung an sich feststellen, wobei vor allem mexikanische Eigenschaften wie Gelassenheit, Offenheit und Spontaneität übernommen werden.

Ende der Leseprobe aus 394 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko
Untertitel
Eine qualitative Untersuchung
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Veranstaltung
Internationales Informationsmanagement
Note
2,7
Autor
Magister Sara Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
394
Katalognummer
V215838
ISBN (eBook)
9783656444756
ISBN (Buch)
9783656445289
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelle probleme deutschen mexiko eine untersuchung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Sara Müller (Autor:in), 2010, Interkulturelle Probleme von Deutschen in Mexiko, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215838
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