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Nachsorge von ehemals forensisch-psychiatrischen Patienten nach § 63 StGB in Baden-Württemberg

Am Beispiel des GPV in Stuttgart. Eine qualitativ-quantitative Mitarbeiterevaluation

Titel: Nachsorge von ehemals forensisch-psychiatrischen Patienten nach § 63 StGB in Baden-Württemberg

Masterarbeit , 2009 , 187 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Klaus Masanz (Autor:in), Carina Kummer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit ist vor allem gegliedert in die Forschung von Forensischer Nachsorge in den Zentren für Psychiatrie im Bundesland Baden-Württemberg und in die Nachfolgeforschung in den Nachsorgeeinrichtungen in Stuttgart mit den jeweiligen Ergebnissen. Dem geht ein allgemeiner Teil mit Definitionen und Heranführung an die Thematik Forensik und Nachsorge voraus. Am Ende folgen eine Ergebnisdarstellung, eine Interpretation der Ergebnisse und eine Diskussion über deren Bedeutung für die Praxis sowie eine Falldarstellung.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

1.1. Einführung in den Untersuchungsgegenstand

1.2. Geschichte des Maßregelvollzugs

1.3. Maßregelvollzug im politischen und gesellschaftlichen Diskurs

1.4. Forensische Psychiatrie in Baden-Württemberg

Kapitel 2

2.1. Gesetzliche Regelungen

2.2. Länderrechtliche Regelungen für Baden –Württemberg

2.3. Der typische Fall: Der Weg in den MRV

Kapitel 3

3.1. Maßregelvollzug im allgemeinen Sinn und am Beispiel Baden-Württembergs

3.2. Einflussgrößen auf die Arbeit im MRV und im Anschluss

3.2.1. De-Institutionalisierung in der Allgemeinpsychiatrie führte zu einer Zunahme an Betten im Maßregelvollzug?

3.3. MRV-Plätze in Baden-Württemberg von 1996-2008

3.4. Graphische Darstellung von § 63 und § 64 StGB Plätzen von 1996-2008

3.5. Anzahl der Überhänge im MRV in Baden-Württemberg

3.6. Kosten des Maßregelvollzugs und Vergleich

3.7. Verteilung der Betten nach § 63 StGB auf die 6 Standorte in Baden Württemberg

3.8. Übergang: Entlassung aus dem Maßregelvollzug

3.9. Zusammenabreit Gemeindepsychiatrie und Forensische Psychiatrie

Kapitel 4

4.1. Handlungsforschungsprojekt 2008: Nachsorge Forensik in Baden Württemberg

4.2. Hypothesen

4.3. Motive der Forschung

4.4. Hypothesen für die 2. Studienphase

4.5. Methodik

4.6. Vorgehen

4.7. Darstellung der Untersuchungsgruppe

4.8. Ergebnisdarstellung

Kapitel 5

5.1. Forensische Nachsorge

5.2. Beispiele für Nachsorgeeinrichtungen: Wohnheim Sophienstraße

5.3. Rechtliche Möglichkeiten der forensischen Nachsorge, der § 67h StGB

5.4. Forensische Institutsambulanz

5.5. Risiken und Nutzen der Forensischen Institutsambulanz aus Sicht der Forensischen Fachklinken Baden –Württembergs

5.6. Warum scheitert Nachsorge?

Kapitel 6

6.1. Gegenüberstellung Forensische Psychiatrie versus Gemeindepsychiatrie

6.2. Tabelle

6.3. IBRP Recherche: von der Forensik über die Hilfeplankonferenz

6.4. Ergebnisse der Recherche

6.5. Wo werden die forensischen Klienten im GPV Stuttgart versorgt?

6.6. Befragung in 5 Nachsorgeeinrichtungen des GPV Stuttgart

Kapitel 7

7.1. Der Bezug forensische Nachsorge im GPV Stuttgart

7.2. Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV) Stuttgart

7.3. Gremienstrukturen des GPV Stuttgart

7.4. Zielgruppe der Gemeindepsychiatrischen Zentren im GPV Stuttgart

7.5. Rolle des forensischen Personenkreises im GPV Stuttgart

Kapitel 8

8.1. Vorbereitung der 2. Studienphase

8.2. Ergebnisse aus der 1. Studienpahse - Der quantitative Teil

8.2.1. Vorstellung des Patienten-Übergabe-

8.2.2. Zusammenarbeit und Kooperation

8.2.3. Hilfestellung von Seiten der Klinik

8.2.4. Kontrolle

8.2.5. Schlussfolgerungen

8.3. Erste Studienphase trifft auf zweite Studienphase

8.3.1. Hypothesen für Nachsorge in Stuttgart im Rahmen der qualitativen Expertenbefragung in drei sozialpsychiatrischen Einrichtungen

8.3.2. Stichprobensampling

8.3.3. Gestaltung des Fragebogens

8.3.4. Methodisches Vorgehen der qualitativen Expertenbefragung

8.3.5. Erwartungen der FP treffen auf Experten des GPV-Stuttgart

8.4. Der Begriff der Kooperation aus unterschiedlichen Perspektiven

8.4.1. Von welchen Vermutung gehen die drei Experten aus, wie Kooperation in der FP verstanden wird?

Kapitel 9

9.1. Kasuistik: Fall Hr. A.

9.2. Risikofaktoren in der forensischen Nachsorge am Beispiel von Hrn. A.

Kapitel 10

10.1. Ergebnisdarstellung

10.2. Schlussfolgerung: Evidenzbasierte forensische Nachsorge

Kapitel 11

11.1. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterthesis untersucht die Qualität und Effektivität der forensischen Nachsorge für Patienten, die nach § 63 StGB untergebracht waren, am Beispiel des gemeindepsychiatrischen Verbundes (GPV) in Stuttgart. Ziel ist es, durch eine qualitative Mitarbeiterevaluation bestehende Kooperationsstrukturen zu analysieren, Erwartungen der forensischen Kliniken an gemeindepsychiatrische Einrichtungen zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten für die Reintegration dieser spezifischen Zielgruppe aufzuzeigen.

  • Strukturelle Rahmenbedingungen der forensischen Nachsorge in Baden-Württemberg
  • Zusammenarbeit zwischen forensischen Fachkliniken und gemeindepsychiatrischen Versorgungsstrukturen
  • Analyse von Anforderungen an das Krisenmanagement und die Risikobeurteilung
  • Evaluierung von Erfolgsfaktoren und Barrieren in der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung

Auszug aus dem Buch

1.1. Einführung in den Untersuchungsgegenstand

Forensische Psychiatrie: Der Bereich der Forensischen Psychiatrie ist ein Teilbereich der Psychiatrie. Sie ist Schnittstelle zwischen Strafvollzug und Allgemein- und Gemeindepsychiatrie. Die Forensische Psychiatrie befasst sich mit psychisch kranken Menschen, die unter anderem auch einen juristischen Hintergrund haben. Der Maßregelvollzug ist dabei ein Teilbereich der Forensischen Psychiatrie.

Die Patienten werden in Fachkliniken mit strafvollzugähnlichen Sicherheitsbestimmungen untergebracht. Eine Maßregel der Besserung und Sicherung nach dem Strafgesetzbuch (StGB) wird vom Gericht angeordnet.

Maßregeln der Besserung und Sicherung: Die Maßregeln der Besserung und Sicherung sind im StGB nach §§ 61 ff geregelt. Maßgeblich für den Maßregelvollzug (MRV) sind die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 und die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt nach § 64. In diesem Zusammenhang stehen aber auch die §§ 20 + 21 StGB, die die Schuldunfähigkeit aufgrund einer seelischen Störung, bzw. die verminderte Schuldfähigkeit regeln.

Forensische Nachsorge: Häufig werden forensische Patienten nicht in das private Umfeld, sondern zur weiteren Kontrolle und Unterstützung in eine betreute Einrichtung entlassen. Diese Einrichtungen sind in ihren Angeboten abgestimmt auf schwieriges Klientel, wenn auch nicht im Speziellen auf ehemalige forensische Patienten. Es werden Patienten in Nachsorgeeinrichtungen entlassen, die alleine nach der Entlassung vor allem in Gefährlichkeit und Delinquenz weiter gefährdet sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einführung in die Grundlagen der forensischen Psychiatrie und des Maßregelvollzugs sowie deren historische und politische Einordnung.

Kapitel 2: Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Voraussetzungen für die Unterbringung in psychiatrischen Krankenhäusern.

Kapitel 3: Analyse der Kapazitäten und Kosten im Maßregelvollzug in Baden-Württemberg sowie der Kooperation zwischen Gemeindepsychiatrie und Forensik.

Kapitel 4: Beschreibung des Handlungsforschungsprojektes 2008 zur Nachsorge forensischer Patienten, inklusive Methodik und Zielsetzungen.

Kapitel 5: Diskussion verschiedener Nachsorgemöglichkeiten, der Rolle der forensischen Institutsambulanz und der Kriseninterventionsoptionen.

Kapitel 6: Gegenüberstellung von forensischer Psychiatrie und Gemeindepsychiatrie sowie Ergebnisse der IBRP-Recherche.

Kapitel 7: Konkrete Betrachtung des Stuttgarter Modells der forensischen Nachsorge innerhalb des lokalen Versorgungsverbundes.

Kapitel 8: Detaillierte Darstellung der Ergebnisse aus beiden Studienphasen sowie Auswertung der Experteninterviews.

Kapitel 9: Präsentation einer Einzelfall-Kasuistik zur Veranschaulichung der Nachsorgeerfahrungen eines Patienten.

Kapitel 10: Zusammenfassende Ergebnisdarstellung und Ableitung evidenzbasierter Ansätze für die forensische Nachsorge.

Kapitel 11: Schlussbemerkungen zur gesellschaftlichen Integration forensisch psychisch kranker Straftäter.

Schlüsselwörter

Forensische Psychiatrie, Maßregelvollzug, Nachsorge, § 63 StGB, Gemeindepsychiatrie, Reintegration, Krisenintervention, Hilfeplankonferenz, forensische Integration, Risikobeurteilung, Kooperation, Patientenversorgung, Stuttgart, psychiatrische Versorgung, Straftäter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedingungen und Herausforderungen der forensischen Nachsorge für Patienten, die nach § 63 StGB untergebracht waren, mit speziellem Fokus auf den Gemeindepsychiatrischen Verbund in Stuttgart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Themen sind unter anderem die Zusammenarbeit zwischen forensischen Kliniken und Nachsorgeeinrichtungen, der Einfluss juristischer Rahmenbedingungen, Kostenstrukturen und die Anforderungen an eine gelingende Reintegration.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erhebung von Erwartungen, Empfehlungen und Wünschen der Mitarbeiter forensischer Kliniken an die Gemeindepsychiatrie, um die Nachsorge und Reintegration ehemaliger forensischer Patienten zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein Handlungsforschungsansatz gewählt, der eine Kombination aus quantitativen Fragebögen und qualitativen Experteninterviews in zwei Studienphasen umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der rechtlichen Lage, der Kapazitäts- und Kostenanalyse des Maßregelvollzugs, der Darstellung der Forschungsergebnisse aus den Interviews sowie der Analyse konkreter Fallbeispiele und Strukturen im GPV Stuttgart.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Forensische Psychiatrie, Nachsorge, Reintegration, Kooperation und Maßregelvollzug nach § 63 StGB.

Warum spielt die Kooperation eine so entscheidende Rolle?

Weil die Nachsorge forensischer Patienten aufgrund von Sicherheitsanforderungen, gerichtlichen Auflagen und der hohen Rückfallpräventionsnotwendigkeit eine besonders enge Abstimmung zwischen Klinik und nachsorgenden Einrichtungen erfordert.

Was sind die Haupthindernisse in der Nachsorge?

Haupthindernisse sind finanzielle Engpässe bei der Durchführung von Auflagen (z.B. Screenings), mangelndes forensisches Fachwissen in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe und ein zum Teil unzureichender Informationsfluss zwischen den beteiligten Akteuren.

Ende der Leseprobe aus 187 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachsorge von ehemals forensisch-psychiatrischen Patienten nach § 63 StGB in Baden-Württemberg
Untertitel
Am Beispiel des GPV in Stuttgart. Eine qualitativ-quantitative Mitarbeiterevaluation
Hochschule
Hochschule RheinMain - Wiesbaden Rüsselsheim Geisenheim
Veranstaltung
Masterthesis des Studienganges: Master of Advanced Professional Studies -Gemeindepsychiatrie-
Note
1,0
Autoren
Klaus Masanz (Autor:in), Carina Kummer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
187
Katalognummer
V215777
ISBN (eBook)
9783656445661
ISBN (Buch)
9783656446729
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachsorge patienten stgb baden-württemberg beispiel stuttgart eine mitarbeiterevaluation forensische Nachsorge Forensik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Klaus Masanz (Autor:in), Carina Kummer (Autor:in), 2009, Nachsorge von ehemals forensisch-psychiatrischen Patienten nach § 63 StGB in Baden-Württemberg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215777
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