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Komik in der Barockkomödie ‘Peter Squenz’ von Andreas Gryphius

Title: Komik in der Barockkomödie ‘Peter Squenz’ von Andreas Gryphius

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bettina Scheer (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Andreas Gryphius’ erstes Lustspiel ‘Absurda Comica oder Herr Peter Squenz, Schimpf-Spiel in drei Aufzügen’ orientiert sich an Shakespeares ‘A Midsummer- Night`s Dream’. Es ist jedoch anzunehmen, dass Gryphius das Stück selbst nicht kannte, sondern lediglich durch englische Komödianten des 17. Jahrhunderts und eines Daniel Schwenters in Kontakt mit diesem Stoff kam. In Gryphius’ Fassung führt eine Handwerkertruppe unter der Leitung des Dorfschullehrers und Protagonisten Peter Squenz die tragische Liebesgeschichte zwischen Piramus und Thisbe vor höfischem Publikum auf in der Hoffnung auf finanzielle Belohnung. Dieses Vorhaben scheitert jedoch an dem Unvermögen der Handwerker und endet im Verlachen der ungebildeten Schauspieler, sodass sie vom Hofe nur anhand der Anzahl ihrer Fehler, der ‘Säue’, belohnt werden. Es wäre jedoch ein Fehler, Gryphius’ Komödie nur mit Blick auf Ständesatire und Handwerkerposse zu lesen. Gegenüber Shakespeares Fassung erfuhr Gryphius’ Komödie zahlreiche Veränderungen. Auf Veränderungen betreffend der Komik in der Barockkomödie von Andreas Gryphius wird folgend eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zahlreiche Veränderungen gegenüber Shakespeares ‘A Midsummer-Night’s Dream’

2. Komik in der Barockkomödie ‘Peter Squenz’ von Andreas Gryphius

2.1 Düsterkeit statt wahrer Fröhlichkeit: Gryphius als Sittenschilderer und Scherzspieldichter

2.2 Gründe für Komik im Barock

2.2.1 Sittenschilderung und Zweckdichtung gemäß Opitz: Selbstverkennung der unteren sozialen Schicht

2.2.2 Parodie vom höfisch orientieren Standpunkt auf die volkstümliche Kunst und Literatur des 16. Jahrhunderts

2.2.2.1Titel: Gattungsdiskussion

2.2.2.2 Die Bezahlung des Lustspiels

2.2.2.3 Dramentitel als satirische Anspielung auf die Literatur des 16. Jahrhunderts

2.2.2.4 Fastnachtspiel, Fabeln und Schwank, Meistergesang

2.2.2.5 Kritik an der Tragödie

2.2.2.6 Vergänglichkeit der aristokratischen Personen

2.3 Entstehung von Komik gemäß Opitz

2.3.1 Töpelhaftigkeit der niedrigen Personen

2.3.1.1 Handlung und Figuren

2.3.1.2 Rede- und Wortkomik: Schimpfreden, Sprachmengerei, Verdrehung von Fremdwörtern, Wortverdrehung

2.3.1.3 Unanständigkeit: Grobheiten und Obszönitäten

2.3.1.4 Das Spiel im Spiel

2.3.2 unangemessene Vorstellungen von der gesellschaftlichen Kultur am Hofe

3. Andreas Gryphius in den Zwängen der ‘Opitzzeit’

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische Ausgestaltung von Komik in Andreas Gryphius’ Lustspiel „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ und analysiert, wie diese im Kontext der barocken Poetologie und Ständegesellschaft von den Vorlagen, insbesondere Shakespeares „A Midsummer-Night’s Dream“, abweicht und eigene satirische Akzente setzt.

  • Vergleichende Analyse der Adaption von Stoffen aus Shakespeares Werken
  • Rolle der Sittenschilderung und moralischen Zweckdichtung im Barock nach Opitz
  • Literatursatire als Mittel zur Abwertung volkstümlicher Kunstformen des 16. Jahrhunderts
  • Die Funktion des „Spiels im Spiel“ als Ausdruck barocker Welterfahrung
  • Soziale Distinktion durch Sprache und Zeremoniell bei den Handwerkerfiguren

Auszug aus dem Buch

2.3.1.4 Das Spiel im Spiel

Mit den Worten „Das Spiel wird lustig ausgehen, denn die Toten werden wieder lebendig, setzen sich zusammen und trinken einen guten Rausch; so ist es denn eine Komödie“72 deutet Pickelhering ein Spiel im Spiel an. Denn dem eigentlichen Stück wird sein trauriges Ende genommen, indem die Toten wieder auferstehen.73 Das Spiel im Spiel ist im Barock von großer Bedeutung, denn es steht für die barocke Welterfahrung, die die Welt lediglich als ein Theater versteht, dessen Wirklichkeit nur Illusion ist und deren Wahrheit sich demjenigen zu zeigen gibt, der die illusionäre Wirklichkeit erkennt. Auch das Spiel im Spiel zeichnet sich durch Illusion und Desillusionierung, durch Maske und Wirklichkeit, aus, indem es einen Teil der Schauspieler als Zuschauer und den anderen Teil als Schauspieler fungieren lässt, und somit der Raum der Zuschauer in die Bühne und die Bühne in den Zuschauerraum übergeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zahlreiche Veränderungen gegenüber Shakespeares ‘A Midsummer-Night’s Dream’: Einleitung in den Vergleich zwischen Gryphius' „Absurda Comica“ und Shakespeares Vorlage, wobei der Fokus auf den Transformationen und der satirischen Intention liegt.

2. Komik in der Barockkomödie ‘Peter Squenz’ von Andreas Gryphius: Hauptteil, der die düstere Grundhaltung der Barockkomödie und die verschiedenen Gründe für die humoristischen bzw. satirischen Elemente beleuchtet.

3. Andreas Gryphius in den Zwängen der ‘Opitzzeit’: Fazit, das Gryphius’ künstlerisches Schaffen in den Kontext der damaligen normativen Poetologie stellt und den Einfluss der moralischen Satire auf seinen komödiantischen Stil bewertet.

Schlüsselwörter

Andreas Gryphius, Peter Squenz, Barock, Komödie, Sittenschilderung, Martin Opitz, Literatursatire, Spiel im Spiel, Ständesatire, Volkstümliche Literatur, Absurda Comica, Dramentheorie, Handwerkerposse, Sprachkomik, Vanitas

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Lustspiel „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ von Andreas Gryphius und die darin enthaltenen Mechanismen der Komik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die barocke Poetologie nach Opitz, das Verhältnis von höfischer zu volkstümlicher Kultur sowie die Abgrenzung zur literarischen Tradition des 16. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Gryphius durch die satirische Umformung klassischer und volkstümlicher Stoffe eine spezifisch barocke Komik erzeugt, die stark von moralischer Belehrung geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die das Werk im Kontext zeitgenössischer poetologischer Vorgaben und im Vergleich zur Shakespeare-Vorlage untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sittenschilderung, Parodie der volkstümlichen Literatur, Entstehung von Komik durch Sprach- und Wortkomik sowie die Funktion des „Spiels im Spiel“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Barock, Andreas Gryphius, Peter Squenz, Sittenschilderung, Literatursatire und das Spiel im Spiel.

Warum wird im „Peter Squenz“ über die Handwerker gelacht?

Das Lachen der höfischen Zuschauer gilt nicht dem Humor im modernen Sinne, sondern der Bloßstellung der ungebildeten Handwerker, die ihre soziale Stellung verkennen.

Welche Rolle spielt Martin Opitz für das Verständnis der Komödie?

Opitz' Poetologie zwingt Gryphius in die Rolle des mahnenden Sittenschilderers, was die Möglichkeiten für „freie“ Komik einschränkt und die moralische Satire in den Vordergrund stellt.

Was bedeutet das „Spiel im Spiel“ für die barocke Weltsicht?

Es symbolisiert die Welt als Theater, in der Wirklichkeit und Schein verschwimmen, und dient dazu, die illusionäre Natur des Dargestellten durch ständige Unterbrechungen zu entlarven.

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Details

Title
Komik in der Barockkomödie ‘Peter Squenz’ von Andreas Gryphius
College
University of Regensburg
Grade
2,0
Author
Bettina Scheer (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V215767
ISBN (eBook)
9783656442936
ISBN (Book)
9783656443247
Language
German
Tags
komik barockkomödie squenz’ andreas gryphius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Scheer (Author), 2011, Komik in der Barockkomödie ‘Peter Squenz’ von Andreas Gryphius, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215767
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