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Die chilenische Verfassung von 1833. Wer zählte zu den "ciudadanos activos"?

Title: Die chilenische Verfassung von 1833. Wer zählte zu den "ciudadanos activos"?

Term Paper , 2011 , 20 Pages

Autor:in: Kathrin Schwendner (Author)

Politics - Region: Middle and South America

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Summary Excerpt Details

Die Entwicklung der chilenischen Verfassung ab dem Zeitpunkt der Unabhängigkeit verlief, im Vergleich zu den anderen südamerikanischen Republiken, relativ ruhig und beständig. Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass dies mitunter daran lag, dass bis 1894 immer die von der Regierung unterstützten Kandidaten gewannen. Dies lag an der sehr geringen Anzahl an Wählern und daran, dass der gesamte Wahlvorgang kaum einen Einfluss auf die politischen Neigungen der breiten Klassen hatte. Das Wahlsystem war demnach zu Beginn der Republik oligarchisch geprägt. Die Staatsbürger, die sogenannten ciudadanos, hatten nur sehr wenig Mitbestimmungsrecht. Um diese Entwicklung nachvollziehen zu können ist ein Rückblick hin zur Zeit der Herrschaft der spanischen Krone in Chile sinnvoll.
Durch die Eroberung der Spanier galt der spanische König lange Zeit als Staatsoberhaupt. Doch zu Beginn der eigenen Republik Chiles, losgelöst vom spanischen König, wurde auch eine neue Verfassung benötigt. Nach einigen eher kurzlebigen Verfassungsentwürfen stellte sich die Verfassung von 1833 als sehr beständig heraus, da sie insgesamt 40 Jahre lang Gültigkeit hatte. Mit der einhergehenden eigenständigen Republik war auch ein neues Wahlsystem und die Definition derer, welche wahlberechtigt sein sollten, erforderlich. Daher wird im Folgenden besonders auf die Artikel der Verfassung eingegangen, welche sich mit dem ciudadano activo con derecho a sufrajio beschäftigen. Es wird versucht die Personengruppen herauszustellen, welche vom Wahlrecht ausgeschlossen wurden, um so die aktive Wählerschaft zu ermitteln. Dazu ist es unerlässlich primär auf den historischen Hintergrund einzugehen, um die Entwicklung der Verfassung bis zum Jahr 1833 darzustellen. Im Anschluss daran wird die Constitución Política de 1833 analysiert, wobei ein besonders Augenmerk auf die Exklusion der Analphabeten und auf den Ausschluss der indigenen Bevölkerungsgruppen gelegt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Historische Einbettung mit Bezug zur Verfassungsgeschichte

a. Der Weg in die Unabhängigkeit

III. Die Voraussetzungen des ciudadano activo: Analyse der individualen und gruppalen Ausschlüsse

a. Die Exklusion der Frauen

b. Das Alterskriterium und der Familienstand

c. Besitzkriterien für das Wahlrecht

d. Son ciudadanos activos con derecho a sufrajio: Los chilenos […] sabiendo leer i escribir

i. Entwicklung des Bildungssystems Chiles zur Zeit der Verfassung von 1833

e. Historische Konflikte zwischen dem chilenischen Staat und den indigenen Völkern

i. Ausschluss der indigenen Bevölkerung von der chilenischen Verfassung

IV. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die chilenische Verfassung von 1833 mit dem Ziel, die Kriterien für das Wahlrecht sowie die systematische Exklusion weiter Bevölkerungsteile vom politischen Prozess zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wer unter der damaligen Gesetzgebung tatsächlich zu den wahlberechtigten ciudadanos activos zählte und welche Mechanismen angewendet wurden, um Frauen, Analphabeten und die indigene Bevölkerung systematisch auszuschließen.

  • Historische Entwicklung der chilenischen Verfassungsgeschichte nach der Unabhängigkeit.
  • Analyse der Wahlrechtsvoraussetzungen unter der Verfassung von 1833 (Besitz, Alter, Familienstand).
  • Die Rolle von Bildung als Ausschlusskriterium durch die Alphabetisierungspflicht.
  • Die Marginalisierung und Exklusion der indigenen Bevölkerung.
  • Die indirekte Exklusion von Frauen durch die Definition der Staatsbürgerschaft.

Auszug aus dem Buch

d. Son ciudadanos activos con derecho a sufrajio: Los chilenos […] sabiendo leer i escribir

Aus dem oben genannten Auszug des 8. Artikels der Verfassung von 1833 geht der gruppale Ausschluss der Analphabeten hervor. Zur Zeit der Verfassung von 1833 lag die Macht in den Händen der oligarchischen Grundbesitzern. Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass lediglich die Personen die Möglichkeit zur Wahlbeteiligung hatten, welche in der Lage waren zu lesen und zu schreiben. Diese Forderung existierte zu Beginn der Verfassung von 1833 jedoch noch nicht, sondern geht aus einem einstweiligen Artikel hervor, welcher erst nach 1840 durchgesetzt wurde. Im Jahr 1842 wurde ein Gesetz verabschiedet, welches lediglich den Nachweis des Lesens und Schreibens von denjenigen verlangte, welche sich zum ersten Mal zur Wahl einschrieben. Wie genau diese Fähigkeiten überprüft wurden, geht aus der Verfassung nicht hervor. Mit diesem Gesetz wurden die Analphabeten vom Wahlvorgang gruppal ausgeschlossen. Die Regierung hätte diese Personengruppe nicht ausdrücklich vom Wahlvorgang ausschließen können, doch gelang es ihr durch die Voraussetzung des Lesens und Schreibens eine Barriere zu schaffen, welcher die Mehrheit der Bevölkerung nicht gewachsen war. Im folgenden Kapitel wird versucht anhand der Entwicklung des Bildungssystems die Anzahl derer aufzuzeigen, welche alphabetisiert waren und demnach der gebildeten Klasse angehörten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die politische Stabilität Chiles im 19. Jahrhundert unter einer oligarchisch geprägten Verfassung und definiert das Ziel der Arbeit, die Exklusionsmechanismen des Wahlrechts zu hinterfragen.

II. Historische Einbettung mit Bezug zur Verfassungsgeschichte: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der chilenischen Unabhängigkeit von der spanischen Krone und die Abfolge der frühen, teils kurzlebigen Verfassungsentwürfe.

III. Die Voraussetzungen des ciudadano activo: Analyse der individualen und gruppalen Ausschlüsse: Hier werden die restriktiven Kriterien für das Wahlrecht – wie Besitz, Alter und Familienstand – sowie die gezielte Exklusion von Analphabeten und indigenen Völkern detailliert analysiert.

IV. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Verfassung von 1833 durch bewusste Exklusionsmechanismen eine sehr geringe Wahlbeteiligung sicherstellte, die erst durch spätere Reformen grundlegend verändert wurde.

Schlüsselwörter

Chilenische Verfassung 1833, Wahlrecht, ciudadano activo, politische Exklusion, Analphabetismus, indigene Bevölkerung, Mapuche, Staatsbürgerschaft, oligarchisches System, Bildungsgeschichte, Zensuswahlrecht, historische Verfassungsanalyse, Chile, Unabhängigkeit, Wahlbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die chilenische Verfassung von 1833 und untersucht, wie diese durch spezifische Kriterien den Zugang zum politischen Wahlrecht drastisch begrenzte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die verfassungsrechtliche Geschichte Chiles, die Kriterien für das Wahlrecht (Zensuswahlrecht), die soziale Exklusion durch Bildungsanforderungen und die systematische Ausgrenzung indigener Bevölkerungsgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Personengruppen zu identifizieren, die durch die Verfassung von 1833 vom Wahlrecht ausgeschlossen wurden, und zu erläutern, wie die herrschende Elite ihre Macht durch diese Regeln festigte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine verfassungsgeschichtliche Analyse, die den Wortlaut der Verfassungsartikel des 19. Jahrhunderts mit dem historischen Kontext und soziopolitischen Statistiken in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Alters- und Besitzkriterien, die Auswirkungen der Alphabetisierungspflicht sowie die Analyse der Verdrängung der indigenen Bevölkerung und der rechtlichen Stellung von Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das ciudadano activo, die Verfassung von 1833, politische Exklusion, die Mapuche-Konflikte und die Entwicklung des chilenischen Bildungssystems.

Warum war der Analphabetismus ein effektives Instrument der politischen Ausgrenzung?

Da der Großteil der Bevölkerung Ende des 19. Jahrhunderts nicht lesen oder schreiben konnte, wirkte die Verknüpfung von Wahlrecht mit Lese- und Schreibfähigkeit als wirksame Barriere, die den politischen Einfluss auf eine kleine, gebildete Elite beschränkte.

Welche Rolle spielten die indigenen Völker bei der Verfassungsgebung?

Die indigene Bevölkerung wurde in der Verfassung faktisch ignoriert oder als "Störfaktor" betrachtet; der chilenische Staat verweigerte ihnen die Anerkennung ihrer Autonomie und schloss sie durch die hohen Hürden zur Staatsbürgerschaft de facto von der politischen Teilhabe aus.

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Details

Title
Die chilenische Verfassung von 1833. Wer zählte zu den "ciudadanos activos"?
College
University of Cologne  (Historisches Seminar I: Iberische und Lateinamerikanische Abteilung)
Course
„Vom Untertan zum Staatsbürger“ Staatsbürgerschaft in Spanisch-Amerika im 19. Jhd.
Author
Kathrin Schwendner (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V215520
ISBN (eBook)
9783656925224
ISBN (Book)
9783656925231
Language
German
Tags
verfassung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Schwendner (Author), 2011, Die chilenische Verfassung von 1833. Wer zählte zu den "ciudadanos activos"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215520
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