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Mediengeschichte als Herrschaftsgeschichte. Der Hörfunk im Dritten Reich

Title: Mediengeschichte als Herrschaftsgeschichte. Der Hörfunk im Dritten Reich

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anja Schneck (Author)

Communications - Media History

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Es zeigt sich tagtäglich, wie unsagbar groß der Einfluss der (audiovisuellen) Medien „auf Alltagsleben, Wahrnehmungsweisen, sowie Gesellschaft und Politik“( Marßolek/von Saldern 1999: 11) ist. Zugleich ist diese Einflussnahme meist nur schwer greifbar zu machen, da Medien sich in das Leben der Menschen so sehr integrieren, dass sie zu scheinbar unsichtbaren Begleitern werden, die kaum noch bewusst wahrgenommen werden. So stellt es eine große Schwierigkeit da, die Mediennutzung und die Medienprodukte unabhängig von den Inhalten zu untersuchen, denn erinnert wird meistens nur das Ereignis, nicht die Art und Weise seiner medialen Vermittlung.
Die vorliegende Arbeit versucht in diesem Zusammenhang „Mediengeschichte als Herrschaftsgeschichte“ zu analysieren, wobei als Analysegegenstand hierbei der Rundfunk1 im Dritten Reich dienen soll, dem in Form des Volksempfängers im Bereich der modernen Massenmedien Pioniercharakter zugeschrieben werden kann.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rundfunkpolitik und ihre Ziele

2.1 Organisatorische Veränderungen

2.2 Personelle Umstrukturierung

2.3 Erweiterung der Hörerschaft

3. Programminhalte und –struktur

3.1 Vier Phasen der Programmentwicklung nach Konrad Dussel

3.2 Standardisierung und Veralltäglichung

3.3 Unterhaltung als Lockmittel

3.4 Virtueller Raum und Volksgemeinschaft

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Rundfunk im Dritten Reich als ein entscheidendes Herrschaftsinstrument, wobei der Fokus auf der strategischen Nutzung des Mediums zur Etablierung und Festigung der nationalsozialistischen Ideologie sowie der Volksgemeinschaft liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch organisatorische Gleichschaltung, personelle Umstrukturierung und eine gezielte Programmgestaltung das Radio als Massenmedium instrumentalisiert wurde, um sowohl politische Kontrolle auszuüben als auch den privaten Alltag der Bevölkerung zu durchdringen.

  • Strukturelle Zentralisierung und Gleichschaltung des Rundfunkwesens
  • Methoden der personellen Umgestaltung und Einschüchterung
  • Strategien zur quantitativen und qualitativen Erweiterung der Hörerschaft
  • Die Rolle der Unterhaltung als politisches Lockmittel
  • Mediale Konstruktion der „Volksgemeinschaft“ und des virtuellen Raums

Auszug aus dem Buch

3.2 Standardisierung und Veralltäglichung

Bereits ab 1935 wurde damit begonnen, eine feste Programmstruktur zu etablieren und so die Hörer stärker an das Medium zu binden. Durch die Standardisierung begannen die Menschen ihre Alltagsroutinen auf die zeitliche Struktur des Programms auszurichten (vgl. Münkel 1998: 102 f.). Und auch umgekehrt passten die Programmverantwortlichen die Belegung der Sendeplätze mit bestimmten Sendungen der zu erwartenden zeitlichen Alltagsstruktur der Menschen an (vgl. Pater 1998: 189).

Die totale Standardisierung des Radioprogramms (vervollkommnen mit dem Wegfallen der Programmzeitschrift) brach mit den Vorbehalten des Weimarer Rundfunks gegenüber einer Programmschematisierung wie sie in den USA praktiziert wurde (vgl. Dussel 2004: 113). Der Nationalsozialisten höchstes Ziel war eben nicht die Förderung des Radios als Kulturgut oder Bildungsinstitution, sondern als Beeinflussungsinstrument. Somit galt es, die Hörer nicht nur zum Anschalten des Radios zu bewegen, sondern auch dafür zu sorgen, dass es angeschaltet blieb (vgl. Pater/Schmidt 2007: 111).

Den Überlegungen, die Sendeplätze gemäß zu erwartender Alltagsroutinen zu besetzen, wurde ein traditionell arbeitsteiliger Familienalltag zugrunde gelegt, d.h. ein Mann, der morgens das Haus verlässt, um zur Arbeit zu gehen und eine Frau, die sich während seiner Abwesenheit mit der Erledigung der Hausarbeit und der Kinderbetreuung beschäftigt. So wurde früh morgens ein allgemeines Publikum angesprochen mit einem leichten Unterhaltungsprogramm, das den Morgen angenehm gestalten sollte. Vormittags gab es ein speziell auf die Interessen der Hausfrau ausgerichtetes Programm bis ca. 13 Uhr. Zwischen 13 Uhr und 15 Uhr gab es wieder ein an die Allgemeinheit gerichtetes Programm, da zu dieser Zeit die arbeitende Bevölkerung i.d.R. Mittagspause machte. Der Nachmittag bis ca. 18 Uhr gehörte wieder der Frau, sowie Kindern und Jugendlichen. Abends zur Heimkehr des Mannes, von 19 Uhr bis 22 Uhr gab es viel Unterhaltungsmusik zur Entspannung (vgl. Pater/Schmidt 2007: 112 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Mediengeschichte als Herrschaftsgeschichte ein und benennt den Rundfunk im Dritten Reich als zentralen Analysegegenstand.

2. Rundfunkpolitik und ihre Ziele: Dieses Kapitel zeichnet die organisatorischen, personellen und strategischen Schritte nach, die zur vollständigen Zentralisierung und Kontrolle des Rundfunks führten.

3. Programminhalte und –struktur: Der Hauptteil erläutert die Phasen der Programmentwicklung, die Mechanismen der Standardisierung und die subtile Lenkung durch Unterhaltung.

4. Resümee: Das Fazit fasst zusammen, wie das Radio durch die Instrumentalisierung des Alltags zum zentralen Herrschaftsinstrument des NS-Regimes wurde.

Schlüsselwörter

Rundfunk, Nationalsozialismus, Propagandastrategien, Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, Hörerschaft, Medienkontrolle, Volksempfänger, Programmgestaltung, Unterhaltung, Standardisierung, Instrumentalisierung, Herrschaftssicherung, Massenmedium, NS-Rundfunkpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte des Rundfunks im Dritten Reich und analysiert, wie das NS-Regime das Radio als mächtiges Instrument zur Verbreitung seiner Ideologie und zur Kontrolle der Bevölkerung nutzte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der rundfunkpolitischen Gleichschaltung, der Umgestaltung des Programms, der technischen Verbreitung von Rundfunkgeräten und der ideologischen Aufladung des Medienalltags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Regime durch verschiedene Phasen der Programmsteuerung und die Schaffung eines "virtuellen Raums" die Bevölkerung an das NS-System band und die Volksgemeinschaft medial inszenierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienhistorische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur sowie auf der Untersuchung von Strukturen und Programminhalten im Kontext der Herrschaftsgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die schrittweise politische Vereinnahmung der Rundfunkanstalten, die Personalpolitik, die Entwicklung von Phasen der Programmgestaltung und die gezielte Nutzung von Unterhaltung zur unbewussten politischen Beeinflussung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rundfunk, NS-Propaganda, Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, Instrumentalisierung und mediale Beeinflussung.

Warum war die "Standardisierung" des Radioprogramms für das Regime so wichtig?

Die Standardisierung erlaubte es, den Rundfunk fest in den Alltagsroutinen der Bevölkerung zu verankern, was die Hörer emotional stärker an das Medium band und sicherstellte, dass sie kontinuierlich der NS-Ideologie ausgesetzt waren.

Welche Rolle spielte die Sendung "Wunschkonzert der Wehrmacht"?

Diese Sendung diente als Beispiel für Interaktivität, die ein Gemeinschaftsgefühl zwischen Front und Heimat erzeugte, die Soldaten moralisch unterstützte und die Konstruktion der Volksgemeinschaft massiv stärkte.

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Details

Title
Mediengeschichte als Herrschaftsgeschichte. Der Hörfunk im Dritten Reich
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Geschichte der AV-Medien
Grade
1,7
Author
Anja Schneck (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V214645
ISBN (eBook)
9783656429715
ISBN (Book)
9783656436737
Language
German
Tags
Hörfunk Drittes Reich Radio Propaganda Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schneck (Author), 2011, Mediengeschichte als Herrschaftsgeschichte. Der Hörfunk im Dritten Reich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/214645
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