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Die Schafsherde im Himmelreich: Wie Gott selbst nach seinen Schafen sucht

Exegese von Lk 15,1-7

Title: Die Schafsherde im Himmelreich: Wie Gott selbst nach seinen Schafen sucht

Essay , 2012 , 7 Pages

Autor:in: Markus Jansen (Author)

Theology - Biblical Theology

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Summary Excerpt Details

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15,1-7) bildet mit den bei Lukas anschließenden Gleichnissen von der verlorenen Drachme (Lk 15,8-10) sowie dem Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32) eine in sich geschlossene Reihe von Gleichnissen, welche sich mit dem Verlieren und dem Finden beschäftigt. Diese Gleichnisse gehören zu den bekanntesten des neuen Testaments. Insgesamt bilden sie im Lukasevangelium eine umfassende Reihe von Gleichnissen zur neuen Ordnung im Himmelreich und sind dem Wirken und den Lehren Jesu auf seinem Weg von Galiläa nach Jerusalem zuzuordnen.
Ausgangspunkt für das Gleichnis vom verlorenen Schaf ist die Empörung der Pharisäer und Schriftgelehrten über den Umstand, dass sich Jesus mit Sündern und Zöllnern umgibt und mit ihnen isst. Jesus erzählt dann das Gleichnis, in welchem ein Mensch eine Herde von 100 Schafen hütet und ein Schaf von diesen 100 verloren geht. Der Hirte lässt daraufhin die übrigen 99 Schafe zurück um das verlorene Schaf zu suchen und, sobald er es gefunden hat, das Schaf auf seine Schultern zu nehmen, um es nach Hause zu tragen. Dort ruft er all seine Freunde und Nachbarn zusammen, damit sich diese mit ihm freuen können. Im Anschluss an das Gleichnis deutet Jesus selber das Gleichnis und sagt, dass die Freude im Himmel über jeden umgekehrten Sünder größer ist als über 99 Gerechte, die eine Umkehr nicht nötig haben.

In dieser Arbeit wird das Gleichnis vom verlorenen Schaf aus dem Evangelium nach Lukas näher betrachtet und dabei insbesondere der Frage nach der Möglichkeit zur Buße und zur Umkehr nachgegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Schafsherde im Himmelreich: Wie Gott selbst nach seinen Schafen sucht

2. Provokation der Gelehrten und Pharisäer

3. Das Motiv des guten Hirten

4. Freude und Mitfreude über Vergebung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15,1-7) unter besonderer Berücksichtigung der darin thematisierten Aspekte von Buße, Umkehr und der göttlichen Suche nach dem verlorenen Menschen. Ziel ist es, die theologische Tiefe des Gleichnisses zu analysieren und seine Aktualität für die heutige Situation der Kirche kritisch zu reflektieren.

  • Analyse des Gleichnisses vom verlorenen Schaf im Lukasevangelium
  • Untersuchung der biblischen Motive von Gott als gutem Hirten
  • Kontrastierung von menschlicher Verurteilung und göttlicher Vergebung
  • Vergleich der theologischen Schwerpunkte bei Matthäus und Lukas
  • Kritische Reflexion der aktuellen kirchlichen Praxis vor dem Hintergrund der biblischen Vorlage

Auszug aus dem Buch

Provokation der Gelehrten und Pharisäer

Mit der Formulierung „Wenn einer von euch hundert Schafe hat [...]“ (Lk 15,4) wendet sich Jesus direkt an seine Widersacher, die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Sie haben ihm einen ungebührlichen Umgang mit Sündern vorgeworfen, daher erzählt er ihnen als Reaktion und Antwort dieses Gleichnis. Allerdings sind nicht nur die Pharisäer die Adressaten dieses Gleichnisses, vielmehr soll durch diese Formulierung jeder Mensch angesprochen werden. Gleichzeitig wird dadurch eine Identifikation mit der Figur des Hirten erleichtert.

Zwar gibt es neben dem Hirten noch zwei weitere Gruppen, welche aktiv handeln, einerseits das verlorene Schaf und andererseits die Gruppe der 99 zurückgebliebenen Schafe, der Hirte sticht durch die gewählte Formulierung allerdings besonders hervor. Die rhetorisch formulierte Frage in diesem Vers verleitet überdies zu einer augenscheinlich schnellen Antwort. Jeder will sich zu denen zählen, die auch so handeln wie der Hirte in diesem Gleichnis. Rational betrachtet ist dieses Handeln allerdings nicht einfach anzunehmen. Ganz dem Wesen von Gleichnissen entsprechend, bricht der Hirte mit üblichen Verhaltensregeln und provoziert mit seiner Suche nach dem einen Schaf, während er die 99 anderen Schafe alleine zurücklässt.

Die Gefahr, dass durch die Abwesenheit des Hirten den anderen 99 Schafen etwas zustößt, sie zum Beispiel Opfer von Raubtieren werden, scheint zu groß zu sein, als dass die Möglichkeit das verlorene Schaf zu finden dieses Vorhaben rechtfertigen kann; nach Zimmermann liegt der Wert eines einzelnen Schafes bei 8 Denaren. Vergleicht man dies mit dem Wert eines Rinds oder eines Esels (100-200 Denare), so stellt das einzelne Schaf keinen unersetzlichen Wert dar. Trotzdem ist es gerade dieses Verhalten, das sich nicht rational oder ökonomisch begründen lässt und den Verlust von Eigentum zur Folge haben kann, welches nach Jesus erstrebenswert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Schafsherde im Himmelreich: Wie Gott selbst nach seinen Schafen sucht: Einleitende Betrachtung der Bedeutung von Gleichnissen Jesu als rätselhafte, aber tiefgreifende Botschaften über das Reich Gottes.

Provokation der Gelehrten und Pharisäer: Analyse der gesellschaftlichen Provokation durch das Handeln des Hirten, der religiöse Konventionen bricht, indem er sich den Sündern zuwendet.

Das Motiv des guten Hirten: Untersuchung der Entwicklung des Hirtenbildes von alttestamentarischen Wurzeln bis hin zur radikalen Neuerung im christlichen Verständnis als liebender, Suchender Gott.

Freude und Mitfreude über Vergebung: Vergleich der unterschiedlichen theologischen Akzente bei Matthäus und Lukas hinsichtlich der Freude über die Rückkehr des verlorenen Menschen und Anwendung auf die heutige kirchliche Situation.

Schlüsselwörter

Gleichnis vom verlorenen Schaf, Lukasevangelium, Guter Hirte, Buße, Umkehr, Vergebung, Reich Gottes, Pharisäer, Schriftgelehrte, Biblische Hermeneutik, Theologie, Kirchliche Praxis, Nächstenliebe, Erlösung, Christsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gleichnis vom verlorenen Schaf im Lukasevangelium, um die darin enthaltene Botschaft von Gottes Suche nach dem Menschen und die Notwendigkeit der Umkehr zu beleuchten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind das Motiv des Hirten, die Bedeutung von Vergebung, die Abgrenzung zur zeitgenössischen Pharisäer-Ethik sowie die aktuelle kirchliche Relevanz dieser biblischen Erzählung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Interpretation des Kreuzestodes als alleinige Bußleistung haltbar ist oder ob das Gleichnis eine aktivere Rolle des Gläubigen (Reue und Umkehr) fordert.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt die exegetische Analyse biblischer Texte, ergänzt durch hermeneutische Ansätze und den Vergleich verschiedener Überlieferungen (Matthäus vs. Lukas).

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Provokation durch das Hirtenbild, die Unterschiede in der Darstellung der Freude bei den Evangelisten und die Reflexion über die heutige Situation der Kirche.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Vergebung, Umkehr, der „Gute Hirte“, das Reich Gottes und die Auseinandersetzung mit der Identität des christlichen Glaubens.

Wie unterscheidet sich die Freude bei Matthäus und Lukas?

Während Matthäus die überschwängliche Freude über das Finden betont, legt Lukas den Schwerpunkt stärker auf die gemeinsame „Mitfreude“ der Gemeinschaft über den geretteten Sünder.

Warum wird die aktuelle Lage der Kirche im Fazit thematisiert?

Der Autor argumentiert, dass die Kirche Gefahr läuft, wie die „99 Schafe“ untätig zu bleiben, anstatt dem Vorbild des Hirten folgend aktiv nach den „Verlorenen“ zu suchen.

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Details

Title
Die Schafsherde im Himmelreich: Wie Gott selbst nach seinen Schafen sucht
Subtitle
Exegese von Lk 15,1-7
College
RWTH Aachen University  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Einführung in die Neutestamentliche Bibelexegese
Author
Markus Jansen (Author)
Publication Year
2012
Pages
7
Catalog Number
V214562
ISBN (eBook)
9783656429968
Language
German
Tags
Lk 15 Lk 15 1-7 Gleichnis Gleichnis vom verlorenen Schaf Gleichnisse vom Verlorenen Exegese Lukasevangelium Buße Vergebung Reue Gleichnis von der verlorenen Drachme Gleichnis vom verlorenen Sohn Theologie Bibel Religion Biblische Theologie Evangelium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Jansen (Author), 2012, Die Schafsherde im Himmelreich: Wie Gott selbst nach seinen Schafen sucht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/214562
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