Inhalt
1. Einführung - S. 1
2. Ziel dieser Arbeit - S. 1
3. Historie und Grundannahmen - S. 2
4. Vorgehensweise - S. 3
4.1 Festlegung des Zähltyps - S. 4
4.2 Zählungsumfang / Festlegung der Systemgrenze - S. 4
4.3 Function-Point-Zählung - S. 5
4.4 Ermittlung des Einflussfaktors - S. 7
4.5 Errechnung der gewichteten Function Points - S. 8
5. Aufsetzende Aufwandsschätzungen - S. 9
6. Grenzen - S. 10
Literaturverzeichnis - S. III
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Ziel dieser Arbeit
3. Historie und Grundannahmen
4. Vorgehensweise
4.1. Festlegung des Zähltyps
4.2. Zählungsumfang / Festlegung der Systemgrenze
4.3. Function-Point-Zählung
4.4. Ermittlung des Einflussfaktors
4.5. Errechnung der gewichteten Function Points
5. Aufsetzende Aufwandsschätzungen
6. Grenzen
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Function-Point-Methode (FPM) zur Aufwandsschätzung von Softwareprojekten vorzustellen und praktische Grundregeln zu vermitteln, um die Schätzqualität zu erhöhen. Anhand einer Fallstudie für das „Miet- und Service-Center“ (MSC) wird die konkrete Anwendung der Methode demonstriert.
- Grundlagen und Historie der Function-Point-Methode
- Schrittweise Vorgehensweise der FP-Berechnung nach IFPUG
- Ermittlung von ungewichteten und gewichteten Function Points
- Integration von Einflussfaktoren in die Schätzung
- Ableitung des Personalaufwands in Personenmonaten
- Kritische Würdigung der methodischen Grenzen
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
„Die Ergebnisse einer Umfrage der Standish Group (CIO.com, 18. Juni 2009), an der 400 Unternehmen teilnahmen, zeigen [..] eine ernüchternde Realität. Nur 32% aller IT-Projekte sind bezüglich der Einhaltung ihres Zeitplans, Budgets und ihrer Anforderungen erfolgreich. Ca. 24% werden als gescheitert betrachtet, werden komplett eingestellt oder nach Abschluss nicht genutzt. 44% stehen in ihrem Verlauf vor Schwierigkeiten unterschiedlicher Komplexität. IT-Projekte können am Ende ein Vielfaches dessen kosten, was ursprünglich veranschlagt war.“
Laut diesen Umfrageergebnissen ist es noch immer ein großes Problem zuverlässige Aufwandsschätzungen für IT-Projekte durchzuführen. Ein vielfach bewährtes Verfahren ist die Function-Point-Methode, welche 1979 von Allan J. Albrecht bei IBM entwickelt und 2003 als ISO-Norm standardisiert worden ist. Jährlich werden ca. 200 Personen als sog. „Function-Point-Zähler“ zertifiziert, welche speziell für die Anwendung dieser Methode geschult werden. „Eine Studie des MIT (Massachussetts Institute of Technology) zeigte, dass zertifizierte Function-Point-Zähler mit ca. 9 % Genauigkeit die gleiche Anzahl von Function Points ermittelt haben.“
Das MIT bestätigt somit, dass die fachgerechte Anwendung dieser Methode durchaus zu belastbaren Schätzungen führt. Nicht zuletzt deshalb ist es in Italien gesetzlich vorgeschrieben, dass Softwareanbieter bei staatlichen Stellen den Funktionsumfang Ihrer Software in Function-Points angeben müssen. Caper Jones, international äußerst anerkannter Experte im Bereich der Aufwandsschätzung, fasst die Vernachlässigung dieser Aufgabe wie folgt zusammen: „Wer diese Software-Entwicklungsaufgabe nicht professionell wahrnimmt, handelt in seinem Beruf grob fahrlässig.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel beleuchtet die Problematik der IT-Projektplanung und führt die Function-Point-Methode als wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Aufwandsschätzung ein.
2. Ziel dieser Arbeit: Es wird dargelegt, dass diese Ausarbeitung als praxisorientierte Einführung in die Berechnungslogik der IFPUG dient und eine konkrete Fallstudie verwendet.
3. Historie und Grundannahmen: Hier werden die historischen Ursprünge der Methode sowie die grundlegenden Erfolgskriterien für IT-Projekte im Kontext der Benutzersicht definiert.
4. Vorgehensweise: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und beschreibt detailliert die fünf Schritte von der Zähltypfestlegung bis zur Errechnung der gewichteten Function Points.
4.1. Festlegung des Zähltyps: Die Unterscheidung zwischen Neu- und Weiterentwicklungsprojekten wird erläutert, um die korrekte Berechnungsgrundlage zu schaffen.
4.2. Zählungsumfang / Festlegung der Systemgrenze: Die Abgrenzung des Counting-Scopes und der Application Boundary wird als Voraussetzung für die funktionale Einordnung erläutert.
4.3. Function-Point-Zählung: Hier wird die Überführung von Geschäftsvorfällen in Elementarprozesse und deren Kategorisierung in fünf Funktionstypen (BFC) beschrieben.
4.4. Ermittlung des Einflussfaktors: Es wird erklärt, wie 14 Systemmerkmale den Value adjustment factor (VAF) zur Anpassung der Function Points beeinflussen.
4.5. Errechnung der gewichteten Function Points: Die Anwendung der spezifischen Formeln für das Beispielprojekt im „Miet- und Service-Center“ führt zum Endergebnis der gewichteten Function Points.
5. Aufsetzende Aufwandsschätzungen: Dieses Kapitel zeigt auf, wie die berechneten Function Points in Personenschätzungen (Personenmonate) überführt werden können.
6. Grenzen: Abschließend wird kritisch auf die Schwierigkeiten bei der Interpretation von Anforderungen und die Bedeutung der interdisziplinären Teamzusammenarbeit eingegangen.
Schlüsselwörter
Function-Point-Methode, Aufwandsschätzung, Softwareentwicklung, IFPUG, Projektmanagement, IT-Projekte, Systemmerkmale, Komplexitätsanalyse, Personenschätzung, Ressourcenplanung, Elementarprozesse, Funktionsumfang, Wirtschaftsinformatik, Software-Lebenszyklus, Bewertung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Function-Point-Methode zur quantitativen Bewertung und Aufwandsschätzung von IT-Projekten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Vorgehensweise der IFPUG, der funktionalen Analyse von Systemen und der daraus resultierenden Kalkulation von Personalaufwänden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Schätzqualität in Softwareprojekten durch ein standardisiertes Vorgehen zu erhöhen und die Methode anhand eines Praxisbeispiels nachvollziehbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die international standardisierte Function-Point-Methode (FPM) gemäß der International Function Point Users Group (IFPUG).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in fünf logische Schritte, die von der Definition des Zähltyps bis zur finalen Ermittlung der gewichteten Function Points führen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Function-Point-Methode, Aufwandsschätzung, IFPUG, Systemmerkmale, Komplexität und Personenmonate.
Warum wird im Beispiel des MSC auf einige Einflussfaktoren verzichtet?
Für das Projekt des „Miet- und Service-Center“ wurden nur sieben der 14 möglichen Faktoren als relevant identifiziert, weshalb die übrigen Faktoren mit einem neutralen Einfluss gewertet wurden.
Wie lässt sich die Kritik an der Schätzgenauigkeit der Methode entkräften?
Der Autor schlägt eine interdisziplinäre Teamzusammensetzung sowie eine penible Dokumentation aller Phasen vor, um die Nachvollziehbarkeit und somit die Qualität der Schätzung zu erhöhen.
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- Martin Richter (Author), 2013, Die Function-Point-Methode. Eine Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/214379