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Die Erziehung Parzivals und seine Fehltritte

Title: Die Erziehung Parzivals und seine Fehltritte

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kristina Lissek-Hör (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Der Parzival von Wolfram von Eschenbach ist neben dem Nibelungenlied eines der größten und bedeutendsten deutschsprachigen Werke des Hochmittelalters. Die höfische Literatur diente in erster Linie der Unterhaltung. Der Parzival ist aber in seiner Form und seinem Inhalt weitaus mehr als das. Die Handlungen des Protagonisten führen zu Fragen auf Seiten des Lesers, der Erzähler lässt die Rezipienten oft im Dunkeln stehen, spannt Bögen und bindet die Zuhörer in das Geschehen ein, ja fordert sie oftmals zum Mitdenken auf. Auch die Frage der Schuld und Unschuld Parzivals kommt immer wieder auf, welche hier zu beantworten versucht werden soll.
In der vorliegenden Arbeit werden die Verfehlungen Parzivals und deren Ursachen beschrieben und analysiert. Die Frage nach Schuld oder Unschuld soll anhand von Textstellen und nicht durch psychologische Interpretation beantwortet werden. Ziel dieser Arbeit ist es zu belegen, dass Parzivals Verfehlungen nur aufgrund mangelnder Erziehung und der daraus resultierenden tumpheit erfolgt sind. Zu Beginn der Hauptseminararbeit wird ein Blick auf die Vorgeschichte, nämlich die der Eltern Parzivals geworfen, um die Gründe späterer Handlungen der Mutter besser einordnen zu können. Danach wird die Zeit in Soltane, wohin Herzeloyde mit ihrem Sohn zieht, dargestellt und die Erziehung Parzivals fern von höfischem Leben untersucht werden.
Im Anschluss daran überspringt die Autorin einen Teil des dritten Buches und widmet sich den Lehren Gournemnanz‘, welche eine wichtige Rolle in der Entwicklung des jungen Parzivals haben. Nachdem die Erziehung durch die Mutter und durch Gournemanz dargestellt wurde, werden Parzivals Verfehlungen behandelt, welche den Überfall auf Jeschute, die Tötung Ithers und das Versäumnis der Frage beinhalten. Neben der Darstellung werden auch die Gründe, welche im Text beschrieben sind, ausgearbeitet und erläutert. Zum Schluss wird noch einmal zusammengefasst dargestellt, was die Gründe für Parzivals Fehltritte sind und dass in erster Linie die Erziehung der Mutter ausschlaggebend für diese ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erziehung Herzeloydes

2.1 Vorgeschichte

2.2 Die Geburt Parzivals und die Beziehung zwischen Herzeloyde und ihrem Sohn

2.3 Soltane

3. Die Lehren von Gournemanz

4. Parzivals Fehltritte

4.1. Jeschute

4.2. Ither

4.3 Das Versäumnis der Frage

5. Fazit und die Frage nach der Schuld

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die Fehltritte der Titelfigur in Wolfram von Eschenbachs Parzival, wobei der Fokus auf dem Einfluss der mütterlichen Erziehung und der daraus resultierenden tumpheit liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, ohne psychologische Interpretationen zu belegen, dass Parzivals Handeln primär durch einen Mangel an höfischer Sozialisation und die wörtliche Befolgung unzureichender mütterlicher Ratschläge bestimmt wird.

  • Analyse der isolierten Kindheit Parzivals in Soltane.
  • Untersuchung der problematischen mütterlichen Lehren und deren fatale Folgen.
  • Gegenüberstellung von ritterlicher Erziehung durch Gournemanz und der kindlichen Naivität Parzivals.
  • Bewertung zentraler Verfehlungen wie des Überfalls auf Jeschute und der nicht gestellten Gralfrage.
  • Diskussion der Schuldfrage im Kontext von Anlage und Erziehung.

Auszug aus dem Buch

2. Die Erziehung Herzeloydes

Es wäre, als ob Gahmuret ein zweites Mal stürbe, wenn das Kind in ihrem Bauch nicht überlebte. Es ist ihr einziger Wunsch, das Kind auf die Welt zu bringen und es zu beschützen. Die Mutter sieht Vater und Sohn als eine Person. Sassenhausen spricht von einer Doppelrolle von Parzival, nämlich die des Sohnes und die des Partners. Auch Herzeloyde selbst sieht in sich eine Doppelrolle:

<[...] und bin sin muoter und sîn wîp: ich trage alhie doch sînen lîp und sînes verhes sâmen [...]>. (109/25-27)

Nicht nur die Rolle der Ehefrau weist sie sich selbst zu, sondern auch die der Mutter. Jedoch nicht der Mutter ihres Sohnes, sondern der von Gahmuret. Hier wird noch einmal die Einheit von Gahmuret und Parzival als einer Person deutlich. Später möchte Herzeloyde das Hemd, welches Gahmuret bei seinem letzten Kampf getragen hat, anziehen als si dâ vor hete getân, sô kom von ritterschaft ir man [...](111/27,28). Gahrmuret trug bei jedem Kampf ein Seidenhemd seiner Ehefrau. Nach jedem Kampf zog sie sich dieses Hemd über und trug es an blôze hût (101,17). Dieses Liebesritual vollzog sich achtzehn Mal. In vielen Turniererzählungen ist es so, dass der Ritter, welcher für eine Frau kämpft, ein Kleidungsstück dieser bei sich trägt. Dass sie es auch hier wieder überziehen möchte, zeigen ihre Verzweiflung und die Inakzeptanz des Todes Gahmurets. Die Liebe zu ihrem Mann und der Wille ihr gemeinsames Kind vor den Gefahren des Rittertums zu bewahren, sind die Beweggründe für Herzeloydes weiteres Handeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Schuldfrage bei Parzival ein und legt das Ziel fest, seine Verfehlungen als Resultat mangelnder Erziehung zu analysieren.

2. Die Erziehung Herzeloydes: Dieses Kapitel beleuchtet die Vorgeschichte, die isolierte Erziehung in Soltane und die Versuche der Mutter, Parzival durch widersprüchliche Lehren vor dem Rittertum zu bewahren.

3. Die Lehren von Gournemanz: Hier wird der Einfluss von Gournemanz auf Parzivals ritterliche Ausbildung und die theoretische Vermittlung höfischer Tugenden untersucht.

4. Parzivals Fehltritte: Dieser Teil analysiert detailliert die negativen Auswirkungen von Parzivals kindlicher Unwissenheit anhand der Episoden mit Jeschute, Ither und der Gralsburg.

5. Fazit und die Frage nach der Schuld: Das Fazit fasst zusammen, dass Parzivals Handlungen maßgeblich durch die mangelnde Erziehung begründet sind, welche eine ritterliche Reife und soziales Verständnis verhinderte.

Schlüsselwörter

Parzival, Wolfram von Eschenbach, tumpheit, Herzeloyde, Erziehung, Rittertum, Gournemanz, Schuldfrage, Soltane, Munsalvaesche, Gral, Jeschute, Ither, Literaturanalyse, Höfische Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen für die Fehltritte Parzivals in Wolfram von Eschenbachs Roman und untersucht, inwiefern seine Kindheit und mütterliche Erziehung für sein späteres Verhalten verantwortlich sind.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Erziehung durch Herzeloyde, die Einflüsse von Gournemanz, die ritterliche Ausbildung sowie die Analyse konkreter Fehltritte im Kontext von Unwissenheit und mangelnder sozialer Integration.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass Parzivals Verfehlungen primär aus seiner mangelhaften, isolierten Erziehung und der daraus resultierenden tumpheit resultieren, und zwar durch die Analyse von Textstellen statt psychologischer Deutungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Textanalyse, wobei Primärquellen und Sekundärliteratur zu Rate gezogen werden, um Parzivals Entwicklung und Fehlverhalten methodisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst die Zeit in Soltane und die Erziehung durch Herzeloyde beschrieben, gefolgt von den Lehren Gournemanz' und schließlich der detaillierten Betrachtung der Fehltritte an Jeschute, Ither und auf der Gralsburg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie tumpheit, ritterliche Erziehung, Sozialisation, höfische Welt und das Unvermögen zur Situationsdeutung geprägt.

Warum hält Parzival Ritter für Götter?

Weil seine Mutter Herzeloyde ihm eine Gotteslehre vermittelte, die auf einer Beschreibung von Schönheit und menschlicher Gestalt basierte, und Parzival diese Lehren mangels Vorwissen wörtlich auf die ihm begegnenden Ritter übertrug.

Welche Rolle spielt die tumpheit für das Versäumnis auf der Gralsburg?

Parzivals tumpheit verhindert, dass er die Notlage des Königs Anfortas erkennt und hinter die Fassade blickt, da er sich starr an die (falsch verstandenen) Verbote von Gournemanz hält, keine Fragen zu stellen.

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Details

Title
Die Erziehung Parzivals und seine Fehltritte
College
University of Heidelberg
Grade
2,0
Author
Kristina Lissek-Hör (Author)
Publication Year
2012
Pages
24
Catalog Number
V213566
ISBN (eBook)
9783656418504
ISBN (Book)
9783656419105
Language
German
Tags
erziehung parzivals fehltritte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Lissek-Hör (Author), 2012, Die Erziehung Parzivals und seine Fehltritte, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213566
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