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Wien vs. Berlin. Gentrifizierung, Stadtpolitik und sanfte Stadterneuerung im Vergleich zweier Metropolen

Titel: Wien vs. Berlin.  Gentrifizierung, Stadtpolitik und sanfte Stadterneuerung im Vergleich zweier Metropolen

Bachelorarbeit , 2012 , 52 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katharina Parziani (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung
In meiner Bachelorarbeit möchte ich mich mit dem Thema Gentrifizierung auseinandersetzen. Der
Begriff „Gentrifizierung“ ist in den 1980er Jahren von Ruth Glass geprägt worden. (vgl. Blasius
1993: 13) Gentrifizierung beschreibt das Ersetzen der Bevölkerung in einem bestimmten urbanen
Raum – oftmals innenstadtnahe Wohnviertel – durch eine statushöhere Gruppe. Diesem Prozess
geht ein Aufwerten dieses urbanen Raums hervor. (vgl. URL 1) Das heißt vor allem, dass alte
Gebäude saniert und Wohnungen renoviert werden und somit an Wert gewinnen. Dazu möchte ich
als Beispiel den 16. Bezirk (Ottakring) in Wien, und vor allem das im Aufwertungszentrum
stehende Brunnenviertel, heranziehen und anhand dessen die sozialräumliche Abgrenzung durch
Gentrifizierung in diesem konkreten Fall erläutern. Ich möchte in meiner Arbeit den Prozess der
Gentrifizierung in der Theorie beschreiben, dessen Ursachen und Folgen klären und dann anhand
des praktischen Beispiels Ottakring die Theorie überprüfen.

Das zweite Ziel meiner Arbeit ist es, die Unterschiedlichkeit und Komplexität von
Gentrifizierungsprozessen klar zu machen. Zu diesem Zweck möchte ich noch ein Beispiel eines
Gentrifizierungsprozesses mit einfließen lassen. Ich möchte anhand des Beispiels „Berlin-
Kreuzberg“ eine bereits viel ältere Geschichte der Aufwertung beschreiben. Die Beispiele Wien und
Berlin lassen sich einerseits gut vergleichen, da sie in ähnlichen kulturellen Kontexten und unter
ähnlichen gesetzlichen Bedingungen stattfinden/stattfanden, andererseits ist sowohl die Wiener als
auch die Berliner Situation sehr speziell. In Berlin-Kreuzberg spielt vor allem die Teilung
Deutschlands in die Deutsche Demokratische Republik und die Bundesrepublik Deutschland sowie
auch die Wiedervereinigung eine große Rolle. Diese Situation ist einzigartig und deshalb habe ich
mich für das Beispiel Berlin-Kreuzberg entschieden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Methoden

1.2 Relevanz ethnologischer Stadtforschung

2. Begriffsdefinition

3. Voraussetzungen für die Entstehung von Gentrifizierung

3.1 Gebäude und Mietstruktur

3.2 Ökonomisches Handeln

3.3 Demographische Struktur

3.4 Lebensstile

4. Erklärungsansätze

4.1 Der angebotsorientierte Ansatz (production theory) – Neil Smith

4.2 Der nachfrageorientierte Ansatz (comsumption theory) – David Ley

4.3 Kritik oder ein dritter Ansatz

5. Pioniere, Gentrifier und Sonstige Haushalte

6. Der Verlauf des Prozesses

6.1 Veränderung der Miet- und Wohnungspreise

6.2 Verdrängung der Bewohner

6.3 Modelle zur Beschreibung des Prozesses der Gentrifizierung

6.3.1 Der (einfache) Invasions-Sukzessions-Zyklus

6.3.2 Der doppelte Invasions-Sukzessions-Zyklus

7. Gentrifizierung – ein unendlicher Kreislauf?

8. Wien ist anders?

9. Geschichte von Ottakring

10. Gentrifizierung in Wien

10.1 Veränderungsprozesse zur Begünstigung von Gentrifizierung in Wien

10.1.3 Wien ist anders!

11. Mietrecht in Österreich

12. Ottakring in Zahlen

13. Das Brunnenviertel

13.1 Brunnenmarkt

14. Der Aufwertungsprozess

14.1 Soho in Ottakring

15. Berlin Kreuzberg

16. Daten und Fakten

17. Wohnungspolitik in Deutschland und Berlin

18. Geschichtliche Hintergründe

19. Die Rolle der Medien und des Mythos Kreuzberg

20. Kultureller Wandel

20.1 Generation X

20.2 Berlin als Global City

21. Tourismus

22. Exkurs: Soziale Mischung vs. Kulturelle Enklave

23. Conclusio

23.1 Ottakring vs. Kreuzberg

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Phänomen Gentrifizierung anhand der Fallbeispiele Wien (speziell Ottakring/Brunnenviertel) und Berlin (Berlin-Kreuzberg). Das Ziel ist es, den Gentrifizierungsprozess theoretisch zu definieren, dessen Ursachen und Folgen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit das Modell der „sanften Stadterneuerung“ in Wien als sinnvolle Stadtentwicklungsstrategie betrachtet werden kann oder ob es zur Verdrängung marginalisierter Gruppen beiträgt.

  • Theoretische Grundlagen und Erklärungsansätze der Gentrifizierung (u.a. Rent-Gap-Theorie).
  • Die Rolle der Akteure (Pioniere, Gentrifier und die alteingesessene Bevölkerung).
  • Vergleichende Analyse stadtentwicklungspolitischer Rahmenbedingungen in Wien und Berlin.
  • Soziale Folgen der Aufwertung, insbesondere für MigrantInnen und sozial schwache Schichten.
  • Bedeutung von Kulturprojekten und Medienimage für den Aufwertungsprozess.

Auszug aus dem Buch

3. Voraussetzungen für die Entstehung von Gentrifizierung

Gentrifizierung entwickelt sich meistens in alten Stadtvierteln mit viel Altbaubestand, in denen die Mieten eher niedrig gelegen sind und somit die Möglichkeit besteht durch Sanierung und Renovierung eine relevante Mietpreissteigerung zu erreichen. (sieha auch Kapitel 4.1) (vgl. Meinharter/Rode 2001: 21)

Höchstmöglicher Gewinn ist der Leitsatz ökonomischen Handelns. Sanierung und Renovierung ist im Normalfall billiger als Neubau. Wenn also die Voraussetzungen in der Gebäude- und Mietstruktur da sind, wird das wirtschaftliche Handeln die Erneuerung bevorzugen. Hinzu kommt, dass Altbaugebäude und -wohnungen für viele Menschen attraktiven Wohnraum darstellen. Die Nachfrage nach renovierten Altbauwohnungen ist also groß. (vgl. Blasius 1993: 24)

Ein wichtiger Aspekt, der das ökonomische Handeln in den Vordergrund stellt, ist die Veränderung der Rolle der Stadt durch die Globalisierung. Die Städte stehen in Konkurrenz zu anderen Städten, was dazu führt, dass die städtische Politik ihren Fokus auf Konkurrenz- und Wettbewerbsfähigkeit, statt auf soziale Integration legt. Dangschat (2001: 28) nennt das die „neue Urbanität“. Durch Stadtinszenierung mit Hilfe von Kulturveranstaltungen wie Festivals, Open-Airs und andere Events sollen zahlungskräftige In- und Ausländer zum Geldausgeben gebracht werden. Diese neue Urbanität findet in der Innenstadt sowie in innenstadtnahen Gebietet statt. Alte Gebäude, Straßen, Gassen, alles Geschichtsträchtige und Neue wird als Werbemittel inszeniert. Dieser Inszenierung stehen BettlerInnen, Obdachlose und andere unerwünschte, das inszenierte Stadtbild störende Personen im Weg. (vgl. Dangschat 2001: 28f)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas Gentrifizierung, der Forschungsziele und der Fallbeispiele Wien und Berlin.

2. Begriffsdefinition: Erläuterung des Ursprungs und der Bedeutung des Begriffs Gentrifizierung als Phänomen der Stadterneuerung.

3. Voraussetzungen für die Entstehung von Gentrifizierung: Analyse der ökonomischen, demographischen und baulichen Faktoren sowie der neuen Urbanität als Motoren der Aufwertung.

4. Erklärungsansätze: Darlegung der angebots- und nachfrageorientierten Theorien sowie kritische Diskussion eines integrativen Ansatzes.

5. Pioniere, Gentrifier und Sonstige Haushalte: Beschreibung der zentralen Akteursgruppen im Gentrifizierungsprozess.

6. Der Verlauf des Prozesses: Untersuchung der Mietpreisentwicklung, Verdrängungsformen und der Invasions-Sukzessions-Modelle.

7. Gentrifizierung – ein unendlicher Kreislauf?: Historischer Rückblick auf die europäische Stadtentwicklung und die Genese des Instruments der sanften Gentrifizierung.

8. Wien ist anders?: Einführung in das Fallbeispiel Wien und die städtische Rhetorik der Ablehnung des Gentrifizierungsphänomens.

9. Geschichte von Ottakring: Historische Entwicklung und sozioökonomische Charakteristika des 16. Wiener Bezirks.

10. Gentrifizierung in Wien: Detaillierte Betrachtung der Wiener Stadtentwicklungspolitik und des Konzepts der sanften Stadterneuerung.

11. Mietrecht in Österreich: Erörterung der rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf Aufwertungsprozesse.

12. Ottakring in Zahlen: Statistische Analyse und Datengrundlage zum Bezirk Ottakring im Jahr 2010.

13. Das Brunnenviertel: Beschreibung des zentralen Aufwertungsgebiets in Ottakring und die Rolle des Brunnenmarktes.

14. Der Aufwertungsprozess: Untersuchung der baulichen und künstlerischen Interventionen im Brunnenviertel, insbesondere durch private Investoren und Kunstprojekte.

15. Berlin Kreuzberg: Vorstellung des zweiten Fallbeispiels als historisch gewachsenes Gentrifizierungsgebiet.

16. Daten und Fakten: Übersicht zur demographischen Situation und Bevölkerungsdichte in Berlin-Kreuzberg.

17. Wohnungspolitik in Deutschland und Berlin: Analyse der wohnungspolitischen Umbrüche nach 1949 und nach der Wiedervereinigung.

18. Geschichtliche Hintergründe: Darstellung der Entwicklung von Kreuzberg als isolierter Randbezirk zum zentralen, gentrifizierten Ortsteil.

19. Die Rolle der Medien und des Mythos Kreuzberg: Untersuchung der medialen Konstruktion und Zelebrierung des Mythos Kreuzberg.

20. Kultureller Wandel: Analyse der hedonistischen Konsumkultur, der Generation X und der Entwicklung zur Global City.

21. Tourismus: Betrachtung der ökonomischen Bedeutung und der sozialen Folgen des boomenden Tourismus für den Bezirk.

22. Exkurs: Soziale Mischung vs. Kulturelle Enklave: Kritische Auseinandersetzung mit dem Ideal der sozialen Mischung und der Funktion kultureller Cluster.

23. Conclusio: Synthese der Erkenntnisse aus den Fallbeispielen und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Gentrifizierung, Wien, Ottakring, Berlin-Kreuzberg, Stadtentwicklung, Pioniere, Gentrifier, sanfte Stadterneuerung, soziale Mischung, Mietrecht, Verdrängung, Global City, Stadtsoziologie, Mietlücke, Brunnenviertel.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Gentrifizierung als städtischen Veränderungsprozess und dessen Auswirkungen auf die soziale Struktur, unter besonderer Berücksichtigung der Städte Wien und Berlin.

Welche Akteure stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Autorin unterscheidet primär zwischen "Pionieren" (z.B. Studierende, Künstler), "Gentrifiern" (einkommensstärkere Haushalte) und der "alteingesessenen Bevölkerung", wobei deren Interaktionen und Lebensstile analysiert werden.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den theoretischen Prozess der Gentrifizierung zu beschreiben und anhand von Ottakring und Kreuzberg zu prüfen, ob "sanfte Stadterneuerung" ein positives Modell darstellt oder soziale Verdrängung fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als theoretische Bachelorarbeit konzipiert und basiert ausschließlich auf einer umfassenden Literaturrecherche, inklusive Monographien, Fachartikeln und statistischen Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsansätze, die Analyse von Gentrifizierungsverläufen sowie detaillierte Fallbeispiele zu den Entwicklungen in Wien-Ottakring und Berlin-Kreuzberg.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?

Zentrale Begriffe sind Gentrifizierung, soziale Mischung, Mietlücke (Rent-Gap), sanfte Stadterneuerung sowie der Begriff des "Bobos" als spezifischer Typus des Gentrifiers.

Inwiefern unterscheidet sich die Gentrifizierung in Ottakring von anderen Modellen?

Ottakring wird durch das Konzept der "sanften Stadterneuerung" geprägt, welches Verdrängungsprozesse durch staatliche Förderungen verlangsamt und abgeschwächt, im Gegensatz zu ungebremsteren Formen der Aufwertung.

Welche Rolle spielt die Wiedervereinigung für das Fallbeispiel Berlin-Kreuzberg?

Die Wiedervereinigung wirkte als Motor für den Aufwertungsprozess, da sie den Bezirk von einer isolierten Randlage in eine zentrale städtische Lage überführte und damit Immobilienspekulation sowie den Wandel zum Szeneviertel massiv beschleunigte.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wien vs. Berlin. Gentrifizierung, Stadtpolitik und sanfte Stadterneuerung im Vergleich zweier Metropolen
Hochschule
Universität Wien  (Kultur- und Sozialanthropolgie)
Veranstaltung
Bachelorseminar: Theoretische Diskurse
Note
2,0
Autor
Katharina Parziani (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
52
Katalognummer
V212852
ISBN (eBook)
9783656430360
ISBN (Buch)
9783656443353
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gentrifizierung Segregation Marginalisierung Stadtentwicklung Stadterneuerung Berlin Wien Ottakring Kreuzberg Brunnenviertel Stadtfroschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Parziani (Autor:in), 2012, Wien vs. Berlin. Gentrifizierung, Stadtpolitik und sanfte Stadterneuerung im Vergleich zweier Metropolen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/212852
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Leseprobe aus  52  Seiten
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