Ziel dieser Dokumentation ist die Reflexion des Praktikums im Modul 3B im Rahmen des bildungswissenschaftlichen Studiums an der FernUniversität Hagen, das auf eine Vernetzung von Theorie und Praxis zielt. Das Praktikum umfasste die Planung, Durchführung und Evaluation von drei medienpädagogischen Kursen für 5. und 6. Klässler/innen an einer hessischen IGS über den Zeitraum von einem Schuljahr. Die medienpädagogische Praxis wird im Kontext theoretischer Konzepte der Unterrichtsplanung, des Projektmanagements und der Qualitätssicherung sowie von Evaluation im Bildungsbereich dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Praktikumsstelle
2.1 Arbeits- und Aufgabenfeld
2.2 Rahmenbedingungen
2.3 Zielgruppe(n)
3 Handlungsablauf
3.1 Planung
3.2 Durchführung
3.3 Auswertung
4 Projektmanagement
4.1 Begriffliche Einordnung
4.2 Stellenwert im Praktikum
5 Qualitätssicherung
5.1 Theoretische Bezüge
5.2 Qualitätssicherung im Praktikum
6 Evaluation
6.1 Theoretische Bezüge
6.2 Projekt-Evaluation
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit reflektiert die Planung, Durchführung und Evaluation von medienpädagogischen PC-Grundkursen für die Jahrgangsstufen 5 und 6 an einer integrierten Gesamtschule. Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Medienbildung in der schulischen Praxis zu verknüpfen und die Effektivität des Vorgehens durch Methoden des Projektmanagements und der Evaluation kritisch zu hinterfragen.
- Medienbildung und Medienkompetenz in der Schule
- Anwendung des Berliner Modells zur Unterrichtsplanung
- Prozesshafte Umsetzung von PC-Grundkursen
- Projektmanagement als strukturgebendes Element im Schulpraktikum
- Qualitätssicherung und Evaluation im Bildungskontext
Auszug aus dem Buch
3.2 Durchführung
Im 1. Halbjahr wurde ein Wahlpflichtkurs (5b, 12♂, 13♀) am Donnerstag und ein Wahlkurs (Jahrgang 6, 10♂, 15♀) am Mittwoch durchgeführt, im 2. Halbjahr ein Wahlpflichtkurs (5c, 9♂, 8♀) am Donnerstag. Die Kurse der Klassen 5a und 5d leitete in je einem Halbjahr eine Lehrerin der SWS. Alle Kurse fanden in der 7./8. Stunde von 13:30 bis 15:00 Uhr im PC-Raum statt. Insgesamt begrenzte sich die erteilte Gesamtstundenzahl auf 15 (Kurs 5b), 14 (Kurs 5c) und 13 (Kurs 6) Doppelstunden durch Ferien oder andere, vorrangige schulische Veranstaltungen (Bundesjugendspiele, Klassenfahrten, Infotage usw.).
Mit Unterrichtsbeginn und Kennenlernen der Schüler/innen wurde die Zielgruppeanalyse verfeinert. Die Unterrichtsplanung wurde für jede Lerngruppe unterrichtsbegleitend fortgeführt. Wenn auch die Inhalte, Ziele, Methoden und Medien annähernd gleich waren, so konnten doch erstellte Unterrichtsmaterialien oder geplante Abläufe nicht einfach auf eine andere Lerngruppe / Stunde übertragen werden, sondern mussten dem jeweiligen Bedingungsgefüge angepasst werden. Diese Phase erwies sich am arbeitsintensivsten.
Am vergleichbarsten gestaltete sich noch das Übungsprogramm zum 10-Finger-Schreiben, das unabhängig neben den anderen Einheiten jeweils ca. 10-20% einer Unterrichtsstunde umfasste. Hier wurden unter Verwendung eines - unter behavioristischen Vorzeichen (drill and practice) konstruierten - Lernprogramms auf der Digitalen Schultasche, Fertigkeiten im 10-Finger-Schreiben trainiert, die Kinder bestimmten ihre Lernfortschritte und ihr Lerntempo selbst.
Die Kursmaterialien setzten sich daneben aus Arbeitsblättern, digitalen und online Ressourcen zusammen. Arbeitsblätter und Ausdrucke von Erarbeitungen wurden in Mappen/Portfolios dokumentiert, die den Kindern auch zum Nachschlagen dienten. Die Kinder arbeiteten vorwiegend an ihren eigenen PC-Arbeitsplätzen in Kombination mit ihrer Digitalen Schultasche, auf der sie ihre eigenen Dateien verwalteten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt das Ziel der Dokumentation dar, die den Theorie-Praxis-Transfer eines medienpädagogischen Praktikums an einer IGS reflektiert.
2 Praktikumsstelle: Skizziert das Aufgabenfeld, die Rahmenbedingungen der Schule sowie eine Bedingungsanalyse der Zielgruppen.
3 Handlungsablauf: Beschreibt die drei Phasen des Projekts – Planung, Durchführung und Auswertung – in Anlehnung an das Berliner Modell.
4 Projektmanagement: Erläutert die theoretische Einordnung von Projektarbeit und deren Stellenwert für das durchgeführte Praktikum.
5 Qualitätssicherung: Diskutiert Begriffe der Qualitätssicherung im Bildungsbereich und deren praktische Umsetzung im Projekt.
6 Evaluation: Untersucht die theoretischen Grundlagen der Evaluation und beschreibt die prozessbegleitende Selbstevaluation des Projekts.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Formulierung von Anknüpfungspunkten für zukünftige medienpädagogische Vorhaben.
Schlüsselwörter
Medienbildung, Medienkompetenz, Schulpraktikum, PC-Grundkurs, Berliner Modell, Projektmanagement, Qualitätssicherung, Evaluation, Digitale Schultasche, Unterrichtsplanung, IGS, informatisches Grundwissen, Medieneinsatz, Lehr-Lernszenarien, Transformationsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Konzeption, Durchführung und Evaluation von PC-Grundkursen für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse an einer integrierten Gesamtschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Medienpädagogik, die praktische Unterrichtsgestaltung, Konzepte des Projektmanagements sowie Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation im schulischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Reflexion des eigenen Handelns im Rahmen eines medienpädagogischen Praktikums und die kritische Auseinandersetzung mit der Verzahnung von theoretischen bildungswissenschaftlichen Ansätzen und der schulischen Praxis.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt als theoretischen Bezugsrahmen das Berliner Modell für die Unterrichtsplanung sowie Ansätze des Projektmanagements und der Evaluation, um das eigene Handeln prozessbegleitend zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Handlungsablaufs, die theoretische Fundierung des Projektmanagements, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und die Evaluation der durchgeführten Kurse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienbildung, Projektunterricht, Evaluation, Qualitätssicherung, Kompetenzorientierung und Unterrichtsplanung charakterisiert.
Wie wurde die Zielgruppe analysiert?
In Anlehnung an das Berliner Modell erfolgte eine Analyse der anthropogenen Bedingungen unter Berücksichtigung von Kompetenzbereichen, Alter und Genderaspekten.
Warum wurde das Projektmanagement als strukturgebend gewählt?
Die komplexe Aufgabenstellung über einen Zeitraum von einem Schuljahr und die Abstimmung unterschiedlicher schulischer Bereiche erforderten eine strukturierte Planung und klare Phasenorientierung.
Welche Rolle spielten die technischen Rahmenbedingungen?
Die Hardwareausstattung und der Prozess des Übergangs der Schule zur Ganztagsschule stellten Herausforderungen dar, die eine flexible Anpassung der Unterrichtsplanung erforderlich machten.
- Arbeit zitieren
- Cora Ginzel (Autor:in), 2013, Planung, Durchführung und Evaluation von "PC-Grundkursen" in den Jahrgängen 5 und 6 an einer Integrierten Gesamtschule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/212791