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Die Einführung des Gregorianischen Kalenders in Augsburg

Title: Die Einführung des Gregorianischen Kalenders in Augsburg

Term Paper , 2009 , 14 Pages

Autor:in: Bachelor of Arts Miriam Marie Hirschauer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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„Der Kalender [ist] keine Neuerung im Feld der Religion, sondern ‚die nothwendige Reduktion
der Täg’ auf den rechten uralten Lauf’“1
Dennoch war die Einführung eines neuen Kalenders 1582 durch den Papst ein Anlass zum
Streiten.
Seit die Menschen ein Instrument zur Bestimmung der Jahre und Tage benutzen, richten sie
ihren Kalender nach dem Lauf der Sonne oder des Mondes aus: Julius Cäsar hat seinen
Kalender auf das Sonnenjahr aufgebaut, das Osterfest wird am Sonntag nach dem
Frühlingsvollmond begangen, das Wort Monat kommt von Mond und war ursprünglich durch
die Dauer seines Umlaufs um die Erde bestimmt.2 Wenn sich alles an dem Lauf der Gestirne
ausrichtet, wie können dann Fehler entstehen? Indem falsch berechnet wird, oder Ungenauigkeiten
ignoriert werden, wie dies nach Cäsars Kalenderverbesserung geschehen war.
Aber Ceasars Veränderung war nicht die einzige in der Geschichte des Kalenders. Seine
Kalenderreform war nur der Anlass für eine weitere rund 1600 Jahre später. Diese jedoch
lieferte genug Zündstoff, dass darüber in Augsburg fast ein Bürgerkrieg ausbrach. Außerdem
gab es protestantische Länder, die sich vehement weigerten, den neuen Kalender
anzunehmen.
Warum der Kalender überhaupt reformiert werden musste und welche Auswirkungen dies
auf die Bevölkerung und das Zusammenleben der Konfessionen hatte, wie sich die
Reaktionen verschiedener Länder darstellte und nach welchem Kalendersystem wir uns heute
eigentlich orientieren, soll nun in der vorliegenden Arbeit erörtert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Von der Notwendigkeit einer Kalenderreform

2.1 Der Julianische Kalender – ein Überblick

2.2 Erste Anzeichen vom Unstimmigkeiten

2.3 Die Durchführung der Reform

2.4 Die Annahme des Gregorianischen Kalenders und Reaktionen der verschiedenen Länder – Ein Überblick

3. Der „Zankapfel der Konfessionen“ – Kalenderstreit am Beispiel der deutschen Reichsstadt Augsburg

3.1 Die Ausgangslage in Augsburg

3.2 Die Eskalation in Augsburg durch Einführung des Gregorianischen Kalenders

3.3 Die Auflösung des Konflikts

4. Probleme durch die Einführung des Gregorianischen Kalenders und deren Lösung

4.1 Die Auswirkungen der Kalenderreform auf die Bevölkerung

4.2 Die Lösung für die Protestanten im 18. Jahrhundert und ein kurzer Abriss über den Kalender in den späteren Jahrhunderten

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582, wobei ein besonderer Fokus auf den konfessionell geprägten Konflikten in der Reichsstadt Augsburg liegt.

  • Notwendigkeit und wissenschaftliche Grundlagen der Kalenderreform
  • Konfessionelle Spannungen und politischer Widerstand im Heiligen Römischen Reich
  • Fallstudie: Eskalation und Schlichtung des Kalenderstreits in Augsburg
  • Auswirkungen der Zeitrechnungsänderung auf Bevölkerung und Alltag
  • Langfristige Entwicklung und Etablierung des modernen Kalendersystems

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Eskalation in Augsburg durch Einführung des Gregorianischen Kalenders

„Der Kalenderstreit geriet […] vor diesem Hintergrund zu einem Anlassfall für eine gerechtere politische Machtverteilung zwischen den Konfessionen in Augsburg.“ Denn aus dieser „Divergenz zwischen der konfessionellen [hauptsächlich evangelischen] Struktur der Bevölkerung“ und der katholischen politischen Spitze resultierten die Unruhen:

Nach Rücksprache mit dem Bischof von Augsburg nahm der mehrheitlich katholische Rat den neuen Kalender am 8. Januar 1583 an. Dies war für die Kaufleute beider Konfessionen von Vorteil, da sie nun mit den südeuropäischen Ländern, die schon seit Oktober des Vorjahres auf den Gregorianischen Kalender umgestiegen waren, problemloser ihre Geschäfte durchführen konnten. Lediglich vier evangelische Ratsmitglieder stellten sich gegen die Annahme, bald unterstützt durch protestantische Prediger, die von den Kanzeln herunter über den päpstlichen Kalender wetterten. Diese Ratsmitglieder sahen die Reformannahme als etwas an, das gegen den Augsburger Religionsfrieden verstoße und überdies die „Verrückung der Festtage […] einen Eingriff in die inneren Angelegenheiten der Protestanten […] bedeute“. Deshalb sendeten sie im Januar 1583 eine Klage zur Rücknahme der Kalendereinführung ins Reichskammergericht von Speyer: Am 26. März desselben Jahres ging von diesem Gericht ein Mandat in Augsburg ein, nach dem „die Annahme des Kalenders unter Androhung einer hohen Geldstrafe rückgängig gemacht werden müsse“. Daraufhin wurde im Rat kurzerhand beschlossen, dieses Mandat anzufechten und die vier rebellischen Ratsmitglieder von weiteren Sitzungen auszuschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Notwendigkeit der Kalenderreform und stellt die Forschungsfrage zur Untersuchung der konfessionellen Konflikte am Beispiel Augsburgs.

2. Von der Notwendigkeit einer Kalenderreform: Dieses Kapitel erläutert die astronomischen Mängel des julianischen Kalenders und beschreibt den langjährigen Prozess bis hin zur päpstlichen Entscheidung für die gregorianische Reform.

3. Der „Zankapfel der Konfessionen“ – Kalenderstreit am Beispiel der deutschen Reichsstadt Augsburg: Das Kapitel analysiert die spezifische Ausgangslage in Augsburg und die daraus resultierende politische Eskalation, die fast zum Bürgerkrieg führte, sowie deren schließliche Beilegung.

4. Probleme durch die Einführung des Gregorianischen Kalenders und deren Lösung: Hier werden die praktischen Schwierigkeiten im Alltag der Bevölkerung sowie die komplexen Lösungsansätze der folgenden Jahrhunderte für protestantische Gebiete behandelt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Kalenderstreit vor allem ein Ausdruck für tieferliegende konfessionelle Spannungen war und der gregorianische Kalender dennoch die notwendige wissenschaftliche Grundlage für die heutige Zeitrechnung lieferte.

Schlüsselwörter

Gregorianischer Kalender, Kalenderreform, Augsburg, Konfessionsstreit, Zeitrechnung, Papst Gregor XIII., Frühe Neuzeit, Religionsfrieden, Reformation, Astronomie, Julianischer Kalender, Politik, Geschichte, Reichskammergericht, Festtage

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Einführung des Gregorianischen Kalenders 1582 und die damit verbundenen soziopolitischen sowie konfessionellen Konflikte im Heiligen Römischen Reich.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der astronomischen Notwendigkeit der Kalenderreform liegt der Schwerpunkt auf der konfessionellen Spaltung des Reiches, der Rolle der Augsburger Stadtpolitik und den praktischen Auswirkungen für die Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, warum eine eigentlich wissenschaftlich begründete Kalenderkorrektur in ein derart politisch brisantes Konfliktszenario münden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die zeitgenössische Quellen und wissenschaftliche Fachliteratur zur Kalendergeschichte und frühneuzeitlichen Stadtgeschichte auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die astronomischen Hintergründe, eine detaillierte Fallstudie zum Kalenderstreit in Augsburg sowie eine Untersuchung der allgemeinen gesellschaftlichen Probleme durch die Umstellung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind der Gregorianische Kalender, Konfessionskonflikt, Augsburg, Zeitrechnung und die politische Dynamik in der Frühen Neuzeit.

Warum leistete Augsburg so erbitterten Widerstand?

Der Widerstand war Ausdruck tieferliegender Spannungen zwischen der mehrheitlich protestantischen Bevölkerung und der katholischen städtischen Führung sowie einer Reaktion auf die Unterdrückung nach vorangegangenen Verfassungsänderungen.

Wie wurde der Konflikt in Augsburg letztlich beigelegt?

Der Konflikt wurde durch das Eingreifen einer Schlichtungsdelegation aus Württemberg und Ulm sowie durch eine politische Einigung gelöst, die den Kalender akzeptierte, aber den Protestanten in bestimmten Bereichen entgegenkam.

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Details

Title
Die Einführung des Gregorianischen Kalenders in Augsburg
College
University of Hannover
Author
Bachelor of Arts Miriam Marie Hirschauer (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V212224
ISBN (eBook)
9783656400431
ISBN (Book)
9783656402213
Language
German
Tags
einführung gregorianischen kalenders jahre eine darstellung auswirkungen beispiel augsburg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Miriam Marie Hirschauer (Author), 2009, Die Einführung des Gregorianischen Kalenders in Augsburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/212224
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