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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Europäische Union

Die Autonomie der Gemeinden Polens im europäischen Vergleich. Eine Analyse des polnischen Kommunalsystems

Titel: Die Autonomie der Gemeinden Polens im europäischen Vergleich. Eine Analyse des polnischen Kommunalsystems

Bachelorarbeit , 2012 , 46 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Bianca Affeldt (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Polen kann, neben Ungarn, als ein Vorreiter unter den Mittelosteuropäischen Ländern bezüglich seiner Umsetzung des Systemwechsels zur Demokratie bezeichnet werden. Das Thema der lokalen Regierungen war dabei schon vor 1989 im Fokus. Im Zuge der Diskussionen am runden Tisch argumentierte die Solidaritätsbewegung Solidarność für eine Wiederbelebung starker lokaler Regierungen. Sie sahen vor allem die Gemeinden als Basis der Opposition und Sprungbrett der Gegenbewegung, welche in der Lage ist die zentralistischen Staatsstrukturen herauszufordern. Auch in der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung wird die Relevanz der Gemeinden hervorgehoben, indem sie erwägt, „daß die kommunalen Gebietskörperschaften eine der wesentlichen Grundlagen jeder demokratischen Staatsform sind“ .
Der Fokus dieser Arbeit wird auf den Gemeinden liegen. Sie sind besonders nah an den Bürgern und kennen deren Bedürfnisse genau. Um diese Bedürfnisse angemessen/ausreichend befriedigen zu können ist ein hohes Maß an Autonomie für die Gemeinden erforderlich.
Daher soll die Autonomie polnischer Gemeinden untersucht werden. Im Anschluss werden diese Ergebnisse in einem europäischen Vergleich bewertet. Dies erfolgt mittels Literatur- und Dokumentenanalyse.
Zu Beginn findet eine Definition der zentralen Begriffe statt, um eine eindeutige Verwendung sicherzustellen. Danach werden verschiedene Typologien von Kommunalsystemen vorgestellt, um einen theoretischen Hintergrund für die sich anschließende Analyse zu schaffen. Als Analysebasis wird hier die Typologie von Page und Goldsmith benutzt werden, wobei nur die legale Dimension ihrer Theorie betrachtet wird. In der nachfolgenden Analyse werden die relevanten Aspekte für das polnische Kommunalsystem erläutert. Dazu zählen einerseits geschichtliche Aspekte sowie die Europäisierung des Landes. Weiter werden der legale Rahmen, die Aufsichtsmöglichkeiten über die Gemeinde und die Finanzen untersucht. Zusammenfassend werden anschließend die in der Analyse veranschaulichten Aspekte bewertet. Abschließend wird anhand der einzelnen Elemente die Einordnung der Autonomie polnischer Gemeinden in die Typologie nach Page und Goldsmith vorgenommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Autonomie

2.2 Definition „Kommunale Selbstverwaltung“

2.3 Zusammenfassung

3. Typologien von Kommunalsystemen

3.1 Hesse/Sharpe

3.2 Page/Goldsmith

3.3 Loughlin et al.

3.4 Abschließende Überlegungen

4. Historisches Erbe und Europäisierung

4.1. historisches Erbe/Voraussetzungen

4.2 Europäisierung

5. Heutige Situation

5.1 Aufbau der territorialen Selbstverwaltung

5.2 Verfassungsrechtliche Stellung der Gemeinden

5.2.1 Verfassungsrechtliche Stellung der territorialen Selbstverwaltung nach 1990 allgemein

5.2.2 Verhältnis der territorialen Selbstverwaltungseinheiten untereinander

5.2.3 Stellung der Gemeinden

5.3 Aufsicht über Gemeinden

5.3.1 Allgemeine Aufsicht

5.3.2 Finanzaufsicht

5.4 gerichtlicher Schutz der Gemeinde

5.5 Aufgaben der Gemeinde

5.6 Finanzen

5.6.1 Einnahmen

5.6.1.1 Beiträge und Gebühren

5.6.1.2 Geteilte Steuern

5.6.1.3 Steuersetzungsmöglichkeiten

5.6.1.4 Struktur der finanziellen Zuschüsse

5.6.2 Ausgaben

5.6.3 Personal

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Ausmaß der Autonomie polnischer Gemeinden im europäischen Vergleich, wobei der Fokus primär auf der legalen Dimension lokaler Selbstverwaltung liegt. Ziel ist es, durch eine Literatur- und Dokumentenanalyse zu klären, inwieweit Gemeinden in Polen ihre öffentlichen Aufgaben eigenständig und ohne wesentliche Interventionen zentraler Instanzen erfüllen können.

  • Analyse des kommunalen Selbstverwaltungsbegriffs
  • Theoretische Einordnung mittels der Typologie nach Page und Goldsmith
  • Einfluss des historischen Erbes und der Europäisierung auf lokale Strukturen
  • Rechtliche Untersuchung der Aufsicht über Gemeinden sowie deren Finanzierungsmodell
  • Evaluation der Handlungsfreiheit und Einordnung des polnischen Systems

Auszug aus dem Buch

3.1 Hesse/Sharpe

Einen umfassenden Vergleich westlicher Kommunalsysteme bieten Hesse und Sharpe 1991. Obgleich es bei den zwanzig untersuchten Ländern erhebliche Unterschiede gibt, machen die Autoren keine Differenzierung nach föderalen oder unitarischen Staaten. Dies begründen Sie damit, dass in mehreren der dargestellten unitarischen Staaten ein neues Zwischenlevel eingeführt wurde und somit eine Unterscheidung weniger wichtig ist, als in früheren Untersuchungen. Statt den Gegensatz von föderal und unitarisch als Hauptuntersuchungsmerkmal heranzuziehen, bevorzugen sie es, von verschiedenen Stufen von Dezentralisierung zu sprechen.

Sie stützen ihre Analyse dabei nicht auf spezifische Variablen oder Indikatoren, wie Tätigkeiten, Zugang zu nationalen Entscheidungsprozessen und Handlungsfreiheit (s. Page und Goldsmith) oder bekannte und oft genutzte umfassende Kategorien wie Information, Beteiligung, Repräsentation und Professionalisierung. Vielmehr versuchen sie diese Variablen zu aggregieren, indem sie Gruppen lokaler Regierungssysteme hervorheben, unterschieden nach funktionaler und politischer Rolle. Hesse und Sharpe bewerten diese durch ihre Leistung, wobei Input- und Output-Kategorien gebildet werden. Lokale Autonomie verstehen sie als „konstitutionelle Absicherung, funktionale Handlungsbreite und finanzielle Handlungsfreiheit der lokalen Ebene“

Im Ergebnis kommen Hesse und Sharpe zu einer Dreiteilung der untersuchten Kommunalsysteme: der Franco-Gruppe, der Anglo-Gruppe sowie die Gruppe der nord- und mitteleuropäischen Staaten.

Die Kommunalsysteme der Länder der 'Franco-Gruppe' folgen dem Französischen bzw. Napoleonischen Modell. Sie besitzen konstitutionellen Status, wobei sie im gesamten System jedoch eher eine politische als funktionale Rolle einnehmen – bei lokaler Regierung geht es eher um eine gemeinsame Identität als um Selbstverwaltung. Laut Verfassung unterstehen die lokalen Regierungen einem gemeinsamen allgemeinen Vorgesetzten – dem Präfekten – welcher formale Kontrolle im Namen der zentralen Regierung über alle Regierungsaktivitäten ausübt und nur wenig Autonomie zulässt Zur 'Franco-Gruppe' zählen Hesse und Sharpe neben Frankreich auch Italien, Belgien, Spanien, Portugal und zu einem gewissen Grad auch Griechenland.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der lokalen Ebene für die Demokratie dar und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung der Autonomie polnischer Gemeinden.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden die zentralen Termini „Autonomie“ und „kommunale Selbstverwaltung“ definiert, um eine theoretische Basis für die nachfolgende Analyse zu schaffen.

3. Typologien von Kommunalsystemen: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Modelle zum Vergleich lokaler Regierungssysteme vor und begründet die Wahl der Typologie von Page und Goldsmith für diese Arbeit.

4. Historisches Erbe und Europäisierung: Der Abschnitt beleuchtet die Entwicklung der polnischen Selbstverwaltung unter Einfluss historischer Umbrüche sowie die Bedeutung des EU-Beitrittsprozesses.

5. Heutige Situation: Dieser Hauptteil analysiert detailliert den rechtlichen Status, die Aufsichtsmechanismen, Aufgabenbereiche sowie die Finanz- und Personalstrukturen polnischer Gemeinden.

6 Fazit: Das Fazit bewertet die Ergebnisse und ordnet das polnische System vorläufig in das nordeuropäische Modell ein, wobei auf die hohe legale Autonomie bei gleichzeitig bestehenden intervenierenden Einschränkungen verwiesen wird.

Schlüsselwörter

Polen, Gemeinden, Kommunale Selbstverwaltung, Autonomie, Legale Dimension, Rechtsaufsicht, Finanzaufsicht, Dezentralisierung, EU-Beitritt, Öffentliche Aufgaben, Haushalt, Finanzierung, Europäische Charta, Page und Goldsmith, Verwaltungsreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der Untersuchung der Autonomie polnischer Gemeinden und deren Einordnung in bestehende europäische Typologien lokaler Regierungssysteme.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung, die rechtliche Verankerung, die finanzielle Ausstattung sowie die staatliche Aufsicht über die polnischen Gemeinden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Messung des Autonomiegrades polnischer Gemeinden, insbesondere hinsichtlich ihrer legalen Handlungsspielräume bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, ergänzt durch die theoretische Anwendung der Typologie nach Page und Goldsmith.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Aufbau der territorialen Selbstverwaltung, den Verfassungsbestimmungen, der Rechts- und Finanzaufsicht sowie den spezifischen Einnahme- und Ausgabenstrukturen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Autonomie, kommunale Selbstverwaltung, Polen, Dezentralisierung, Rechtsaufsicht und Finanzierung.

Wie bewertet die Autorin die finanzielle Autonomie der polnischen Gemeinden?

Die finanzielle Autonomie wird als nicht besonders hoch eingestuft, da Gemeinden bei der Einnahmenerzielung stark von staatlichen Vorgaben und Zuschüssen abhängig sind.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Einordnung des polnischen Systems?

Aufgrund des relativ hohen Grades an legaler Autonomie ordnet die Autorin das polnische Kommunalsystem eher der nordeuropäischen Gruppe zu.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Autonomie der Gemeinden Polens im europäischen Vergleich. Eine Analyse des polnischen Kommunalsystems
Hochschule
Universität Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Politik und Verwaltung
Note
1,8
Autor
Bianca Affeldt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
46
Katalognummer
V211632
ISBN (eBook)
9783656396079
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Polen Kommunen Autonomie gminy Finanzen Europa Personal Ausgaben Einnahmen kommunale Selbstverwaltung territorial
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Affeldt (Autor:in), 2012, Die Autonomie der Gemeinden Polens im europäischen Vergleich. Eine Analyse des polnischen Kommunalsystems, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/211632
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Leseprobe aus  46  Seiten
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