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Sampling im HipHop. Plagiate als Archiv?

Über das Samplen als postmoderne Kulturtechnik

Title: Sampling im HipHop. Plagiate als Archiv?

Term Paper , 2012 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcel Witczak (Author)

Communications - Media Economics, Media Management

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Eine zehn Inch große Schallplatte; veröffentlicht von einer lutherischen Kirche, das pinke Label trägt den Aufdruck eines schwarzen Fisches. Mehr Informationen bot Christopher Martin, der in der HipHop-Szene unter dem Pseudonym DJ Premier als DJ und Produzent Weltruhm erlangte, zu keiner Zeit. Dennoch genügten die Hinweise, um in Internetforen selbsternannter Musikarchäologen seitenweise Diskussionen zu initiieren, welche die Ergebnisse der geleisteten Detektivarbeit thematisierten. Ziel war es, anhand der neuen Hinweise die Quelle jenes Samples zu identifizieren, welches DJ Premier 1999 in dem von ihm produzierten Song NAS IS LIKE des Rappers Nas verwendete.

Das große Interesse zeigte erneut, welch große Rolle Samples, Intertextualität und das Wiederverwenden bestehender Werke im Bereich der Rapmusik spielen. Ähnlich der Vorgehensweise von Regisseuren wie Quentin Tarantino, greifen Produzenten der Rapmusik regelmäßig auf Werke anderer Künstler und Epochen zurück und verweigern „the purist aesthetic according to which elements from different periods, styles, or genres should never be combined.“ (Shusterman)

Nachfolgend soll die in der Rapmusik verwendete Technik des Sampelns im Kontext der Postmoderne dahingehend untersucht werden, ob eine Korrelation von Kriterien der Postmoderne innerhalb der Filmwissenschaft und der Vorgehensweise von Produzenten der Rapmusik besteht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Postmoderne

2.1. Postmoderne in der Filmwissenschaft

2.2. Postmoderne in der Musik

3. Sampling im HipHop

3.1. Sampling

3.2. Sampling als postmoderne Kulturtechnik

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Technik des Samplings in der Rapmusik im Kontext der Postmoderne. Dabei wird analysiert, ob eine Korrelation zwischen den Kriterien der Postmoderne in der Filmwissenschaft und der Arbeitsweise von HipHop-Produzenten besteht, insbesondere hinsichtlich Intertextualität und dem Umgang mit bestehenden kulturellen Artefakten.

  • Postmoderne Theorien und deren Anwendung auf Kunst und Film
  • Definition von Sampling als musikalische Kulturtechnik
  • Intertextualität und der Prozess der kulturellen Archivierung
  • Vergleichende Analyse der Produktionsweisen von HipHop und postmodernem Film
  • Einfluss von Samples auf die Rezeption und Bekanntheit von Originalwerken

Auszug aus dem Buch

3.2. Sampling als postmoderne Kulturtechnik

Differente ästhetische Grundverständnisse sowie rechtliche Unsicherheiten insbesondere hinsichtlich des Copyrights33 machen es schwer, einen Konsens bezüglich der Stellung des Samplings als Kunstform oder gar als kulturelle Entwicklung zu erreichen. Den „Visionen einer neuen Kulturtechnik“34 auf der einen Seite stehen „Vorwürfe[...] wie Plagiat, Diebstahl etc.“35 auf der anderen Seite gegenüber.

Yet, almost all rap recordings self-consciously highlight the fact that they are produced in an electrically / digitally reproducible context, and they use sounds which are already mass-mediated in some sense, and they emerge from within a social matrix that has access to cultural form produced in widely separated contexts.36

In einem Interview mit dem SPIEGEL erklärte Quentin Tarantino, seine Filme funktionierten auf zwei Ebenen: „Auf der einen gibt es jene Experten, die das Ganze als eine Art intellektuelles Spiel ansehen. Aber auch auf der anderen sind Sie bei mir gut aufgehoben.“37 Ähnlich funktionieren auch die Rapsongs. Der Rezipient muss sich der Intertextualität nicht bewusst sein, die Verweise auf bekannte oder bis dato schier unentdeckte Lieder verschiedenster Stilrichtung nicht realisieren. Das Instrumental des eingangs erwähnten Liedes NAS IS LIKE besitzt innerhalb der HipHop-Szene großes Ansehen. Das eingängige Sample der Streicher in Verbindung mit den harten Schlagzeugelementen bildet eine Kombination, die den Rezipienten zusagt38, ohne dass viele sich des Samples Ursprung bewusst sind – „and those who recognize it feel as belonging to the same clique.“39 Die kollektive Recherche in den Internetforen der Schallplattensammler war letztlich erfolgreich, so dass die Hinweise zu WHAT CHILD IS THIS?40 von John Rydgren und Robert R. Way führten; einer Schallplatte, die 1960 von der Lutheran Church in Kleinstauflage an regionale Radiostationen verteilt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Samplings am Beispiel von DJ Premier ein und formuliert die Forschungsfrage zur Korrelation zwischen Postmoderne und Rapmusik.

2. Postmoderne: Dieses Kapitel definiert postmoderne Konzepte, insbesondere die Ablehnung von Metanarrativen, und überträgt diese auf Film und Musik als ästhetische Haltung.

3. Sampling im HipHop: Hier wird die technische Seite des Samplings beleuchtet und als postmoderne Kulturtechnik sowie Form der kulturellen Archivierung interpretiert.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Sampling in der Rapmusik als Hommage und postmoderne Produktionsweise fungiert.

Schlüsselwörter

Sampling, Postmoderne, HipHop, Intertextualität, Kulturtechnik, Rapmusik, Musikproduktion, Quentin Tarantino, Filmwissenschaft, Archivierung, Plagiat, Zitat, Klangfragment, Popkultur, DJ Premier

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die musikalische Praxis des Samplings im HipHop und setzt diese in Bezug zu postmodernen theoretischen Konzepten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Postmoderne als ästhetische Haltung, die Technik des Samplings sowie der Vergleich zwischen filmischen und musikalischen Zitationspraktiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die Arbeitsweise von HipHop-Produzenten Parallelen zu postmodernen Kriterien aufweist, wie sie etwa in der Filmwissenschaft durch Regisseure wie Quentin Tarantino bekannt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis medien- und musikwissenschaftlicher Literatur sowie Fallbeispiele aus der Rap- und Filmgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen der Postmoderne, definiert Sampling als moderne Kulturtechnik und diskutiert die rechtliche sowie ästhetische Debatte um die Wiederverwendung von Musik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sampling, Postmoderne, Intertextualität, kulturelle Archivierung und HipHop-Kultur.

Warum wird Quentin Tarantino als Vergleich herangezogen?

Tarantino dient als Beispiel für eine postmoderne Arbeitsweise, bei der Zitate aus verschiedenen Genres und Epochen bewusst genutzt werden, um neue Kontexte zu schaffen, was eine direkte Parallele zur Sampling-Praxis bildet.

Welche Rolle spielt die „kulturelle Archivierung“ beim Sampling?

Durch die Einbettung von oft vergessenen oder obskuren Samples in aktuelle Rapsongs werden diese Stücke vor dem Vergessen bewahrt und in den Kanon der modernen Musikkultur integriert.

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Details

Title
Sampling im HipHop. Plagiate als Archiv?
Subtitle
Über das Samplen als postmoderne Kulturtechnik
College
University of Cologne  (Institut für Medienkultur und Theater)
Course
Postmoderne als Archiv
Grade
1,0
Author
Marcel Witczak (Author)
Publication Year
2012
Pages
14
Catalog Number
V211478
ISBN (eBook)
9783656751908
ISBN (Book)
9783656751915
Language
German
Tags
Sampling HipHop Rap Postmoderne Archiv Medien Medienwissenschaft Medienmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Witczak (Author), 2012, Sampling im HipHop. Plagiate als Archiv?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/211478
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