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Die Theorie des demokratischen Friedens mit Blick auf Russland und den Irakkrieg

Titel: Die Theorie des demokratischen Friedens mit Blick auf Russland und den Irakkrieg

Seminararbeit , 2008 , 13 Seiten

Autor:in: Dennis Schmolk (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch heute ist die globalisierte Welt keineswegs davor gefeit, zum Schauplatz von Kriegen und anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen zu werden. Im Gegenteil: Die Wikipedia listet für das 21. Jahrhundert bereits jetzt sechs andauernde bzw. neu entstandene Kriege auf. Hinzu kommen zahllose weltweite Konflikte, die aufgrund ihrer Größe, ihrer internationalen Bedeutung oder einzelner Interessenslagen nicht als Kriege erfasst werden, wohl aber mit denselben verhehrenden Folgen einhergehen. Auch steht nicht zu erwarten, dass das gerade angebrochene Jahrhundert ein friedliches werden wird: In Iran und Nordkorea forschen autoritäre Staaten an Atomwaffen; in Irak und Afghanistan versagen klassische Einsatzkräfte – darunter die deutsche Bundeswehr – im Kampf gegen asymmetrische Gegner; große Teile des afrikanischen Kontinents sind Brandherde von ethnischen und religiösen Völkerkriegen. Krieg scheint – trotz aller Regime, internationaler Organisationen und pazifistischer Ideologien – unausrottbar. Im Zuge der Globalisierung und Technisierung entstehen sogar neue Kriegsformen, die jener eben erwähnten Asymmetrisierung der Konfliktparteien entstammen.3
Ein fundiertes Verstäandnis von den Entstehungsbedingungen von Kriegen zwischen modernen, technologisch fortgeschrittenen Staaten unserer Zeit ist daher offensichtlich ein unverzichtberer Bestandteil der Internationalen Beziehungen. Im Folgenden soll anhand der (liberalen) Theorie des demokratischen Friedens dargestellt werden, wie Konfliktvermeidung und -lösung zwischen Demokratien funktioniert und weshalb sie gegenüber Autokratien scheitert. Kriege von Autokratien untereinander sind nicht Gegenstand der Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die aktuelle Gefahrenlage in der Welt

2 Der Demokratische Frieden oder: Warum führen Demokratien keinen Krieg gegeneinander?

2.1 Entstehung einer Theorie

2.1.1 Exkurs: Liberale Theorien in den Internationalen Beziehungen

2.1.2 Der liberale Charakter der Theorie des demokratischen Friedens

2.2 Zwei Theoriestränge

2.2.1 Rückführung auf das Politische System

2.2.2 Rückführung auf die politische Kultur

3 Beispiel 1: Friedliche Lösung von Konflikten zwischen Demokratien: Russland und Europa

3.1 Konfliktfelder

3.2 Konfliktvermeidung und -klärung

3.3 Erklärung der Beziehung anhand der Theorie des demokratischen Friedens

3.3.1 Kein Sicherheitsdilemma

3.3.2 Kosten eines Kriegsfalles

4 Beispiel 2: Der Krieg der amerikanischen Demokratie gegen den autokratischen Irak unter Saddam Hussein

4.1 Situation im Irak unter Saddam Hussein

4.2 Spekulation über die Kriegsgründe

4.3 Erklärung der amerikanischen Invasion anhand der Theorie des demokratischen Friedens

5 Grenzen und weitere Perspektiven der Theorie

5.1 Warum überhaupt Krieg?

5.2 Erklärungskraft bzgl. „Neuer Kriege“

5.3 Verbreitung von Werten?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie des demokratischen Friedens und ihre Anwendung auf internationale Konflikte, um zu erklären, warum Demokratien Kriege untereinander vermeiden, während sie gegenüber Autokratien in Konflikte geraten können. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie systembedingte Strukturen und politische Kulturen das außenpolitische Handeln prägen.

  • Die Entstehung und der liberale Kern der Theorie des demokratischen Friedens.
  • Unterscheidung zwischen systemischer Rückführung und kulturtheoretischen Ansätzen.
  • Analyse des friedlichen Verhältnisses zwischen europäischen Demokratien und Russland.
  • Untersuchung der US-Invasion im Irak als Fallbeispiel für eine Demokratie-Autokratie-Konfrontation.
  • Kritische Reflexion der Theorie im Kontext moderner „Neuer Kriege“.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Rückführung auf das Politische System

Die erste konkrete Ausformung der Theorie basiert auf der Annahme, dass in Demokratien – im Gegensatz zu Autokratien – systembedingt eine geringere Machtkonzentration in den Händen der Regierung, dafür aber eine höhere Rechenschaftspflicht der Regierung dem Volke gegenüber herrscht: Durch die in allen „echten“ Demokratien mehr oder weniger verbreitete Gewaltenteilung und den Zwang einer Regierung, sich nach einer Legislaturperiode erneut zur Wahl zu stellen – und für eventuelle Fehlentscheidungen geradezustehen –, haben Regierungen keine allumfassende Kontrolle und Freiheit in ihrem Tun. Sowohl die politische Elite in Form der drei Gewalten wie auch das Volk üben Kontrolle aus.

Nach Grundüberlegungen der rational choice folgert man nun, dass „Steuerzahler“ alles daran setzen wird, einen Kriegszustand zu vermeiden, da dieser gefährlich und teuer ist. Demokratien sind die weltweit bestgerüsteten Staaten und daher die gefährlichsten Gegner. Die Regierung müsse „über sehr gute Gründe verfügen“, einen Angriff auf eine fremde Nation zu wagen. Zu diesen gehört insbesondere die materielle Bedrohung der jeweiligen Nation. Im Gegensatz hierzu können Autokratien walten, wie es ihnen beliebt, ohne kontrolliert zu werden: Sie müssen weder Abwahl noch innerstaatliche (bspw. juristische) Konsequenzen fürchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die aktuelle Gefahrenlage in der Welt: Eine Einleitung in die anhaltende Relevanz von Kriegen trotz Globalisierung und eine Darstellung der Forschungsabsicht.

2 Der Demokratische Frieden oder: Warum führen Demokratien keinen Krieg gegeneinander?: Einführung in die liberale Theorie des demokratischen Friedens und Erläuterung der zwei zentralen Theoriestränge zur Erklärung des Friedensphänomens.

3 Beispiel 1: Friedliche Lösung von Konflikten zwischen Demokratien: Russland und Europa: Anwendung der Theorie auf das Spannungsfeld zwischen der EU und Russland, um die Vermeidung eines gewaltsamen Konflikts trotz politischer Differenzen zu erklären.

4 Beispiel 2: Der Krieg der amerikanischen Demokratie gegen den autokratischen Irak unter Saddam Hussein: Untersuchung des US-Angriffs auf den Irak zur Veranschaulichung des "Naturzustands" in der Interaktion zwischen Demokratie und Autokratie.

5 Grenzen und weitere Perspektiven der Theorie: Diskussion der theoretischen Erklärungslücken, insbesondere bezüglich „neuer Kriege“ und der zukünftigen Entwicklung der Theorie.

Schlüsselwörter

Demokratischer Frieden, Internationale Beziehungen, Autokratie, Kriegsprävention, Liberalismus, Sicherheitsdilemma, Politische Kultur, Rational Choice, Gewaltenteilung, Irakkrieg, Russland, Außenpolitik, Neue Kriege, Staatenkonflikte, Machtkonzentration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie des demokratischen Friedens, die besagt, dass demokratische Staaten untereinander keine Kriege führen, wohl aber gegen autokratische Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entstehungsbedingungen dieser Theorie, die Rolle politischer Systeme und kultureller Werte sowie die praktische Anwendung an konkreten historischen Beispielen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, das friedliche Verhalten zwischen Demokratien einerseits und die Konfliktanfälligkeit zwischen Demokratien und Autokratien andererseits theoretisch zu begründen und zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Fallstudienanalyse, die liberale Theorien der Internationalen Beziehungen nutzt, um spezifische Fallbeispiele zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung sowie die Analyse des Verhältnisses Russland-Europa und der US-Invasion im Irak, gefolgt von einer kritischen Würdigung der Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Demokratischer Frieden, Sicherheitsdilemma, Politische Kultur, Autokratie und Internationale Beziehungen.

Wie erklärt die Arbeit das friedliche Verhältnis zwischen Russland und Europa?

Die Arbeit führt dies darauf zurück, dass Russland als demokratisch verfasster Staat betrachtet wird, wodurch kein Sicherheitsdilemma entsteht und beide Seiten in wirtschaftliche Verflechtungen eingebunden sind.

Warum konnte die USA laut der Theorie den Irak angreifen?

Die Theorie erklärt dies mit dem „Naturzustand“, in dem sich Demokratien gegenüber Autokratien befinden, da bei diesen kein Vertrauen in das Gegenüber möglich ist und interne Kriegshemmnisse wegfallen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Theorie des demokratischen Friedens mit Blick auf Russland und den Irakkrieg
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Theorien der Internationalen Beziehungen
Autor
Dennis Schmolk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V210597
ISBN (eBook)
9783656383055
ISBN (Buch)
9783656383901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
demokratischer frieden frieden theorie friedensforschung internationale beziehungen klaus brummer kriegskosten liberalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Schmolk (Autor:in), 2008, Die Theorie des demokratischen Friedens mit Blick auf Russland und den Irakkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210597
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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