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Die Berufsgenese am Beispiel von Hybridberufen. Eine Empfehlung für die zukünftige Berufsgeneseforschung

Title: Die Berufsgenese am Beispiel von Hybridberufen. Eine Empfehlung für die zukünftige Berufsgeneseforschung

Bachelor Thesis , 2010 , 51 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Berger (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education

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Summary Excerpt Details

Der Begriff des Berufes und dessen heutige Bedeutung sind aufgrund seiner mannigfaltigen Ausprägungen nur unklar definiert. Deshalb fällt es der Forschung oft schwer Fragen zur Genese von Berufen sowie dem Verschwinden von Berufen zu beantworten. Gerade die Berufs- und Innovationsforschung hat mit dieser Tatsache zu kämpfen. Dies wird im Kapitel 2 aufgezeigt, indem alle wesentlichen Begrifflichkeiten im Umfeld der Berufsgenese erläutert werden. Es werden die Auswirkungen dieser begrifflichen Unklarheiten auf das Forschungsfeld der Berufsforschung dargestellt.
Dennoch gelang es in den vergangenen Jahren auf die wechselnden Bedingungen und die Forderungen der einzelnen Akteure einzugehen und es konnten in Bezug auf die erfolgreiche Entwicklung von Berufen Erfolge verzeichnet werden. Im Kapitel 3 wird die Berufsgenese kurz und allgemein aufgezeigt und erläutert. Dazu sollen die einzelnen Schritte, sowie die Akteure, die an der Berufsgenese beteiligt sind, aufgezeigt werden.
Darauf folgend soll der Hybridberuf definiert werden, um auf Basis der Definition im Kapitel 5 die erfolgreiche Umsetzung von Innovationen am Beispiel des Mechatronikers aufzuzeigen. Dabei wird auch auf Probleme bei der Konzeption eingegangen. Es wird beschrieben wie und warum der Beruf entstand und aus welchen Berufen er sich zusammensetzt. Die Vor- und Nachteile eines neuen Berufsbildes werden anhand dieses Beispiels verdeutlicht.
Im Kapitel 6 wird der Versuch unternommen auf Basis der gewonnen Erkenntnisse eine Empfehlung für die zukünftige Berufsforschung abzuleiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Thematik

1.2 Ziel und Fragestellung der Arbeit

1.3 Aufbau

2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik

2.1 Begriffe im Umfeld der Berufsgenese

2.1.1 Beruf

2.1.2 Berufsgeneseforschung als Teildisziplin der Berufsforschung

2.1.3 Professionalisierung

2.1.4 Innovationsforschung

2.2 Berufswandel aus Sicht der Innovations- und Berufsforschung

3.0 Berufsgenese

3.1 Gründe für die Entstehung von Berufen

3.1.1 Technische Innovationen

3.1.2 Organisatorische Innovationen

3.1.3 Administrative Innovationen

3.2 Stufen der Berufsgenese

3.2.1 Die innerbetrieblichen Stufen der Berufsgenese

3.2.2 Die außerbetrieblichen Stufen der Berufsgenese

3.2.3 Akteure und Methodologie bei der Entwicklung neuer Berufe

3.3 Schwierigkeiten der Berufsgeneseforschung

3.4 Zwischenergebnis

4.0 Hybridberuf

4.1 Hybridberuf - Ein Definitionsversuch

5.0 Die Genese von Hybridberufen am Beispiel des/der Mechatroniker/-in

5.1 Entwicklung zum Ausbildungsberuf

5.2. Das Ausbildungsprofil des Mechatronikers

5.3 Berufsausbildung und Inhalte des Berufs Mechatroniker/-in Eine Abgrenzung zu herkömmlichen Berufsbildern

5.3.1 Der Industriemechaniker

5.3.2 Der Industrieelektroniker

5.3.3 Der Fachinformatiker

5.4 Qualitative Veränderungen und neue Möglichkeiten durch die Ausbildung zum Mechatroniker

5.5 Lernortkooperation und Lernfeldkonzept

5.6 Ausbildungsplatz- und Arbeitsmarktsituation

5.7 Zusammenfassung

6.0 Ein Ausblick: Perspektiven, Handlungs- und Forschungsbedarf

6.1 Die zukünftigen Herausforderungen und Chancen der Berufsgeneseforschung

6.1.1 Vermessung der Berufslandschaft

6.1.2 Bestimmung der Neuartigkeit

6.1.3 Bedarf an theoretischen Erkenntnissen

7.0 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Gründe für die Entstehung von sogenannten Hybridberufen, wobei der Fokus auf dem Mechatroniker liegt. Ziel ist es, die qualitative Veränderung der Berufsbildung durch diese neuen Berufsstrukturen aufzuzeigen und auf Basis der Ergebnisse Empfehlungen für die zukünftige Berufsgeneseforschung abzuleiten.

  • Theoretische Grundlagen der Berufsgenese und Berufsforschung
  • Analyse von Innovationsfaktoren für die Entstehung neuer Berufe
  • Fallbeispiel: Genese und Etablierung des Mechatronikers
  • Lernfeldkonzept und Anforderungen an die betriebliche Ausbildung
  • Zukünftige Herausforderungen der Forschung bei der Vermessung der Berufslandschaft

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Organisatorische Innovationen

[...] „In der Technikfolgen-Forschung dominierte über Jahrzehnte hinweg die Vorstellung, dass die Technik ganz bestimmte Anpassungsprozesse im Betrieb auslöst und deshalb die Wirkungen ausschließlich durch die Technikeigenschaften determiniert sind. [...] Faktisch kann diese neue Technik aber auf sehr verschiedene betriebsspezifische Anforderungen und Problemlagen zugeschnitten werden.“ (Becker 1992, S. 20) Das heißt, dass die Neuerungen in der Technik und die daraus resultierenden Folgen sehr stark von der Aufnahme und Umsetzung in Organisationen abhängen. Sobald Unternehmen beim Einsatz neuer Techniken Gestaltungsspielräume haben, müssen die betrieblichen Gegebenheiten und Handlungsweisen in die Überlegung mit einbezogen werden, denn der Umgang mit neuer Technik beeinflusst die „Technikfolgen“(vgl. Becker 1992, S. 20) und verleiht ihnen teilweise einen sehr individuellen Charakter.

Laut Dostal gehören organisatorische Innovationen und Veränderungen in Betrieben und Unternehmen zu einem Segment, dass bei der Erforschung der Berufsgenese eher vernachlässigt wurde. Trotzdem schreibt auch er diesem Bereich eine enorme Wirkung auf die Aufgaben und Tätigkeiten in Berufen zu, die maßgeblich dazu beitragen, dass sich Berufe verändern und neu entstehen. (vgl. Dostal 2006, S. 24) Folglich gilt es, wenn man die Berufsgenese untersucht, auch diese Segmente näher zu betrachten um festzustellen, inwieweit die Neuentstehung von Berufen durch sie beeinflusst wird. Dies kann im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht geleistet werden. Es muss aber der Vollständigkeit halber erwähnt werden, dass Neuerungen im Bereich der Technik eng mit der Auslegung dieser Technik und der Erarbeitung neuer Organisationskonzepte verzahnt sind. Es lässt sich daher feststellen, dass der Ursprung eins neuen Berufes meist in der Praxis zu finden ist. Viele einzelne Unternehmen gehen zunächst individuell auf die Veränderungen durch die Technik ein und generieren ihre eigenen Lösungsansätze zum Umgang mit diesen Neuerungen. Der Berufsforschung kommt dabei die Aufgabe zu, die daraus entstehenden Strukturen zu analysieren, zu gestalten, zu strukturieren und letztlich den Bedarf der Organisationen zu ermitteln.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Strukturwandels der Arbeitswelt ein und erläutert die Problematik der traditionellen Berufsbilder im Kontext von Globalisierung und technischen Neuerungen.

2.0 Theoretischer Zugang zur Thematik: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten rund um Beruf, Berufsgenese und Innovationsforschung definiert und die Schwierigkeiten der Berufsforschung bei der klaren Abgrenzung dieser Begriffe aufgezeigt.

3.0 Berufsgenese: Hier werden die Auslösefaktoren wie technische, organisatorische und administrative Innovationen erläutert sowie der Prozess der Entstehung neuer Berufe in inner- und außerbetrieblichen Stufen beschrieben.

4.0 Hybridberuf: Dieses Kapitel liefert einen Definitionsversuch für Hybridberufe und verdeutlicht, wie durch die Kombination von Qualifikationsbündeln neue Expertentypen entstehen.

5.0 Die Genese von Hybridberufen am Beispiel des/der Mechatroniker/-in: Am Beispiel des Mechatronikers wird die praktische Entwicklung und erfolgreiche Etablierung eines Hybridberufes aufgezeigt, inklusive der Abgrenzung zu Industriemechaniker, Industrieelektroniker und Fachinformatiker.

6.0 Ein Ausblick: Perspektiven, Handlungs- und Forschungsbedarf: Dieser Abschnitt formuliert Herausforderungen für die zukünftige Berufsgeneseforschung, insbesondere im Hinblick auf die methodische Vermessung der Berufslandschaft.

7.0 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit einer fundierten Theoriebildung für die Berufsgeneseforschung, um zukünftige Entwicklungen besser steuern zu können.

Schlüsselwörter

Berufsgenese, Hybridberuf, Berufsbildung, Mechatroniker, Innovationsforschung, Berufsforschung, Qualifikationsanforderungen, Arbeitsmarkt, Strukturwandel, Lernfeldkonzept, Technischer Fortschritt, Berufslandschaft, Berufsentwicklung, Lernortkooperation, Handlungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Genese von Berufen am Beispiel von Hybridberufen und untersucht die Herausforderungen der Berufsforschung bei der Identifizierung neuer Qualifikationsanforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Berufsgeneseforschung, die Analyse von Innovationsfaktoren, die praktische Ausbildung im dualen System sowie die Modellbildung für neue Berufsbezeichnungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die qualitative Bedeutung von Hybridberufen für die heutige Wirtschaft aufzuzeigen und Empfehlungen für eine zukünftige, fundierte Berufsgeneseforschung zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie die Auswertung bestehender Forschungsberichte und empirischer Daten, insbesondere am Beispiel der Entwicklung des Mechatronikers.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Auslösefaktoren für Berufsgenese, die Beschreibung der Phasen der Entstehung neuer Berufe und eine detaillierte Fallstudie zum Berufsbild des Mechatronikers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Berufsgenese, Hybridberuf, Mechatroniker, Innovationsforschung und Berufsbildung geprägt.

Warum wird der Mechatroniker als "plakatives Beispiel" für die Berufsgenese genutzt?

Da der Beruf bereits seit über einem Jahrzehnt staatlich anerkannt ist und sich als Erfolgsmodell etabliert hat, dient er als ideales Anschauungsobjekt für eine vollzogene und erfolgreiche Berufsgenese.

Welche Schwierigkeiten ergeben sich laut Autor bei der Erforschung von Berufsgenese?

Es fehlt laut Autor an einem soliden theoretischen Fundament, einheitlichen Definitionen der Berufslandschaft und standardisierten Methoden zur Messung der Neuartigkeit von Berufen.

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Details

Title
Die Berufsgenese am Beispiel von Hybridberufen. Eine Empfehlung für die zukünftige Berufsgeneseforschung
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,3
Author
Thomas Berger (Author)
Publication Year
2010
Pages
51
Catalog Number
V210571
ISBN (eBook)
9783656390084
ISBN (Book)
9783656390558
Language
German
Tags
berufsgenese beispiel hybridberufen herausforderungen berufsgeneseforschung berufsausbildung mechatroniker/-in
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Berger (Author), 2010, Die Berufsgenese am Beispiel von Hybridberufen. Eine Empfehlung für die zukünftige Berufsgeneseforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210571
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