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Die Biographie des Bethel Henry Strousberg und sein wirtschaftliches Wirken

Titel: Die Biographie des Bethel Henry Strousberg und sein wirtschaftliches Wirken

Hausarbeit , 2013 , 33 Seiten

Autor:in: Sebastian Scheffler (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Anders als John D. Rockefeller, Andrew Carnegie, John Pierpont Morgan oder Nathan Rothschild ist Bethel Henry Strousberg in der Öffentlichkeit relativ unbekannt. Dies ist durchaus verwunderlich angesichts der Tatsache, dass er zeitlebens mehr als 100.000 Menschen beschäftigte und mehr als 1.700 km Eisenbahnstrecke allein in Preußen baute, die später größtenteils preußische Staatsbahn wurden, 2.500 km insgesamt in Europa. Er besaß unvorstellbar große Ländereien, Schlösser, Industriekomplexe und weitere Besitzungen, deren Auflistung allein ganze Bücher füllen würde.1 Manfred Ohlson nennt ihn die „spektakulärste Gestalt der deutschen Finanzwelt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“ und Ralf Roth beschreibt ihn gar als den „größten“ deutschen Unternehmer.2
Das Ende seiner sagenhaften Karriere ist hingegen weniger glanzvoll: Am 24. Oktober 1876 (6. Oktober deutscher Zeit), dem 23. Sitzungstag des Strafprozesses gegen Strousberg, wird er in Moskau der falscher Angaben bei der Kreditvergabe und Bestechung schuldig gesprochen. Das Urteil lautet auf Verbannung aus Russland und lebenslängliches Einreiseverbot. Zeitgleich hat in Preußen die Konkursverwaltung längst Hand an seinen Besitz gelegt, und als er schließlich nach Preußen zurückkehren kann, muss er feststellen, dass von seinem einstigen Imperium nichts mehr übrig geblieben ist.
Doch wer war Bethel Henry Stousberg? Otto Glaugau, ein ehemaliger Journalist der Berliner Nationalzeitung urteilte 1877 über ihn: „Seine Unternehmungen waren zu waghalsig, zu abenteuerlich, seine Manipulationen so bösartig, seine ganze Art und Weise so plump und unbescheiden, dass das ‚System Strousberg‘ mit Nothwendigkeit in sich zusammenbrechen musste“. Auch spätere Autoren, wie Peter Fritsche und Günter Wermusch sind in ihrem Urteil, Strousberg sei ein Gründungsschwindler gewesen, sehr eindeutig von den diffamierenden Äußerungen, die die Nazis über den zur anglikanischen Kirche konvertierten Juden tätigten, ganz zu schweigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Bethel Henry Strousberg

2.1 Sein frühes Leben und der Beginn seiner Karriere

2.2 Die ersten Schritte in der Geschäftswelt und der erste herbe Rückschlag

2.3 Der Neuanfang in Berlin

3 Die ersten Eisenbahnprojekte und der rasante Aufstieg

3.1 Das preußische Eisenbahngesetz von 1838 und die Frage des Bahnbaus in Preußen

3.2 Das „System Strousberg“ und der Bau der ersten beiden Projekte

4 Der sagenhafte Aufstieg des Bethel Henry Strousberg

4.1 Weitere Bahnprojekte in Preußen

4.2 Der Aufstieg zum Industriegiganten

4.2.1 Die Verbesserung seines „Systems“

4.2.2 Die Umsetzung der Ideen

4.2.3 Der steile Aufstieg

4.3 Auf dem Höhepunkt und der Beginn der Probleme

4.4 Seine Verdienste im sozialen Bereich

5 Der tiefe Fall des Eisenbahnkönigs

5.1 die Anklage Laskers und das Problem der fehlenden Barreserven

5.2 Ein Hoffnungsschimmer

5.3 Strousberg ist am Ende

6 Wirken und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das Wirken von Bethel Henry Strousberg, einem der bedeutendsten, aber historisch ambivalent bewerteten Unternehmer des 19. Jahrhunderts. Ziel ist es, seinen kometenhaften Aufstieg zum „Eisenbahnkönig“, sein innovatives Geschäftssystem sowie seinen anschließenden tiefen sozialen und finanziellen Fall im Kontext der preußischen Gründerzeit zu analysieren und kritisch zu würdigen.

  • Biografischer Werdegang von Bethel Henry Strousberg
  • Analyse des „Systems Strousberg“ als Finanzierungsmodell für Eisenbahnprojekte
  • Strukturwandel der preußischen Infrastruktur und Industriegeschichte
  • Krisenmanagement und wirtschaftliche Mechanismen der Gründerzeit
  • Soziale Aspekte und Kontroversen um die unternehmerische Tätigkeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Das „System Strousberg“ und der Bau der ersten beiden Projekte

Strousberg, beauftragt mit der Lösung für diese Probleme, entwarf daraufhin ein Konzept, welches später das „System Strousberg“ nennen sollte. Um den Anforderungen des Eisenbahngesetzes zu entsprechen, sah dies vor, einen Generalbauunternehmer nach englischen Vorbild des „Contractors“ einzusetzen, der die Eisenbahn betriebsbereit an eine zu gründende Eisenbahn-Gesellschaft liefern sollte. Zu diesem Zweck sollte sich der Generalbauunternehmer mit einigen Investoren zu einem Konsortium arrangieren. Dieses sollte daraufhin eine Direktion und einen Verwaltungsrat bilden, damit man nun einen Plan zum Bau einer Bahnlinie entwerfen, bei der Regierung eine Konzession dafür beantragen und bei Erteilung dieser eine Kaution hinterlegen könne. Nachdem die Konzession erteilt worden war könnten nun auch Aktien an die Investoren und den Generalbauunternehmer ausgegeben werden. In der Verantwortung des Generalbauunternehmers läge es nun, Bauland zu besorgen und die Bahn zu bauen. Entlohnt würde er Stück für Stück (je nachdem welches Teilstück oder welcher Baufortschritt gemacht wurde) von der Gesellschaft in zu pari ausgegebenen Aktien (also zum Nennwert der erbrachten Leistung und damit konform zum preußischen Eisenbahngesetz). Weiterhin sah das System vor, dass der Generalbauunternehmer seine Lieferanten nicht mit barem Geld, sondern mit Aktien der Gesellschaft für ihre Leistungen entlohnen sollte. Mit zukünftigen Gewinnen aus dem Betrieb der Eisenbahnen würden dann Zinsen und Dividenden bezahlt werden. Der Kapitaleinsatz und das Risiko für die Investoren könnte so auf ein Minimum reduziert und gleichzeitig hohe Prämien lukriert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Person Bethel Henry Strousberg und Darstellung der Forschungsrelevanz innerhalb der preußischen Industriegeschichte.

2 Bethel Henry Strousberg: Detaillierte Betrachtung seiner Herkunft, seiner frühen Jahre und der beruflichen Anfänge im journalistischen Bereich.

3 Die ersten Eisenbahnprojekte und der rasante Aufstieg: Erläuterung des gesetzlichen Rahmens (Eisenbahngesetz 1838) und Entstehung des neuartigen Finanzierungs- und Baukonzepts durch Strousberg.

4 Der sagenhafte Aufstieg des Bethel Henry Strousberg: Analyse der vertikalen Integration seiner Industriebetriebe, weiterer Großprojekte und seiner sozialen Initiativen für Arbeitnehmer.

5 Der tiefe Fall des Eisenbahnkönigs: Dokumentation des Zusammenbruchs aufgrund von Liquiditätsproblemen, politischer Anfeindungen und der instabilen Finanzierungsbasis.

6 Wirken und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der wirtschaftshistorischen Bedeutung Strousbergs und seiner Rolle als Wegbereiter moderner Industriestrukturen.

Schlüsselwörter

Bethel Henry Strousberg, Eisenbahnbau, Gründerzeit, Generalbauunternehmer, System Strousberg, Preußen, Industrialisierung, Aktien, Finanzierung, Wirtschaftskrise, Infrastruktur, Industriegigant, Kapitalgesellschaft, Wirtschaftsgeschichte, Unternehmertum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Leben und Wirken des Industriellen Bethel Henry Strousberg, der als „Eisenbahnkönig“ bekannt wurde, und untersucht die Mechanismen seines rasanten Aufstiegs sowie seines spektakulären wirtschaftlichen Zusammenbruchs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen der preußische Eisenbahnbau des 19. Jahrhunderts, die Finanzierungssysteme der Gründerzeit, die industrielle vertikale Integration und der politische sowie wirtschaftliche Kontext seiner Projekte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, Strousbergs spezielles Geschäftsmodell zu beleuchten, dessen Erfolg und Scheitern zu analysieren und ihn in den historischen Kontext der deutschen Industrialisierung einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-biografische Herangehensweise, ergänzt durch eine tiefgehende Analyse zeitgenössischer Wirtschaftsberichte, Gesetzesgrundlagen und einer umfangreichen Literaturrecherche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung seines „Systems“, die praktischen Umsetzungen großer Eisenbahnprojekte, die Expansion seiner Industriebetriebe sowie die detaillierte Schilderung der Krise und der rechtlichen Auseinandersetzungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Strousberg, Eisenbahnbau, Gründerzeit, Preußen, Industrialisierung, Aktienmarkt, Liquiditätsprobleme und Industriegeschichte.

Warum war das „System Strousberg“ für Investoren zunächst so attraktiv?

Das System reduzierte das Risiko durch die Ausgabe von Aktien zum Nennwert und versprach durch die Kopplung von Bauleistung und Finanzierung hohe Renditechancen, was besonders in einer Phase des industriellen Wachstums attraktiv erschien.

Welche Rolle spielten die Barreserven bei Strousbergs Zusammenbruch?

Da Strousberg seine Projekte weitgehend durch spekulative Aktiengeschäfte und Kreditverflechtungen finanzierte, fehlten liquide Mittel in Form von Barreserven, um kurzfristige Verpflichtungen in Krisenzeiten zu decken, was schließlich zum finanziellen Kollaps führte.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Biographie des Bethel Henry Strousberg und sein wirtschaftliches Wirken
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Zwischen Fortschrittsbegeisterung und Fortschrittsskepsis: Eisenbahnbau in Deutschland 1835 bis 1873
Autor
Sebastian Scheffler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
33
Katalognummer
V210497
ISBN (eBook)
9783656387824
ISBN (Buch)
9783656388326
Sprache
Deutsch
Schlagworte
aufstieg fall eisenbahnkönigen strousberg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Scheffler (Autor:in), 2013, Die Biographie des Bethel Henry Strousberg und sein wirtschaftliches Wirken, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/210497
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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